News Die Geforce RTX 5090 ... Das denkt das PCGH-Team über die 2.329-Euro-Grafikkarte

Ärgere Dich nicht über Dinge, die Du nicht ändern kannst. :)

Mir machen Haushalte sorgen, die sich das essen nicht mehr leisten können. Oder kein gesundes Essen. Aber das gehört nicht hierher.
Da stimme ich dir natürlich grundsätzlich zu.

Mir geht es vielmehr darum, dass ich es einfach sehr befremdlich finde, wenn private Endnutzer diese Preisentwicklungen öffentlich relativieren und somit in Schutz nehmen. (Das trifft nun vermutlich eher nicht auf deine Aussage zu, die, so nehme ich an, eher aus einem Optimismus heraus geäußert wurde.)

Denn diese zunehmende Gier und Preistreiberei in vielen Branchen führt gerade zu den letzten von dir genannten Punkten.
 
Da ich mir sicher bin, dass auch die kleineren Geschwister der RTX5090 nicht besonders gut abschneiden werden, wird diese Gen ausgelassen. MFG allein reizt nicht da eher nicht. Ich hoffe, dass alle GPU-Hersteller dann in 2 Jahren mal was richtig gutes auf die Beine stellen, das sowohl technisch, als auch preislich interessant wird.
Völlig legitim - insbesondere wenn man eine 4090 sein eigen nennt.
Es gibt aber eine Menge Leute, die von der 3000 oder gar 2000er Generation kommen.
Da sieht das Verhältnis inzwischen komplett anders aus.
 
Da stimme ich dir natürlich grundsätzlich zu.

Mir geht es vielmehr darum, dass ich es einfach sehr befremdlich finde, wenn private Endnutzer diese Preisentwicklungen öffentlich relativieren und somit in Schutz nehmen. (Das trifft nun vermutlich eher nicht auf deine Aussage zu, die, so nehme ich an, eher aus einem Optimismus heraus geäußert wurde.)

Denn diese zunehmende Gier und Preistreiberei in vielen Branchen führt gerade zu den letzten von dir genannten Punkten.
Es gibt halt unterschiedliche Meinungen bezüglich des Umgangs mit den hohen/sehr hohen Preisen.
Das muss man akzeptieren.

Was man nur wirklich beeinflussen kann, ist sein eigenes Verhalten.
 
"gerade 4090 Besitzer können recht preiswert aufrüsten". Nein Raff, absolut nicht! Dann müsste mir jemand wenigstens 2ooo € zahlen für meine 4090. Das wäre dann ein preisgünstiges Upgrade.
"Preiswert" war schon immer subjektiv. Heute bekommst du eventuell bei Ebay sogar 2.000 Euro, weil derzeit keine 5090 erhältlich ist und die 4090 neu auf perverse ~2.500 €uro gestiegen ist ... :ugly:

MfG
Raff
 
Ich sehe es entspannt. Vor 2 Jahren mit Bauchschmerzen 2000€ auf den Tisch gelegt und die 4090 gekauft. Die Bauchschmerzen verflogen im Laufe der Zeit und ich habe meine Spaß mit der Karte gehabt. Eine 5090 ist ein schönes Stück Technik, für mich aber zu wenig Mehrwert und empfinde ich eher wie eine PS5 Pro gegenüber der PS5. Und der Verbrauch ist noch mal abnormal höher als bei der 4090, die schon schluckt wie nix. Vor 10 Jahren hatte ich die GTX 980 Super Jetstream, die gönnte sich 1/3 der Leistung der 5090 und war bis zum Release der 980Ti die schnellste Karte am Markt. Die Leistungsaufnahme kann ja nicht immer weiter steigen, Räumlichkeiten sind begrenzt und nicht jeder hat im Sommer eine Klima-Anlage um das Gaming-Zimmer runterzukühlen. :ugly:
 
Ich bin wirklich sehr gespannt, wie sich die 5090 insgesamt - abseits des zu erwartenden Ansturms während der ersten paar Wochen - so verkaufen wird. Neben den rein technischen Daten, die nur bedingt überzeugen, dürfte ja auch der bei der 4090 noch vorhandene Upsell-Effekt von der 4080 nahezu komplett entfallen, stieg doch die diesbezügliche MSRP/UVP-Differenz von $400 auf $1000 bzw. von 480 auf 1160 Euro.
 
Ich lese auch regelmäßig bei Igor mit, auch den aktuellen test zur msi 5090; und ich teile seine Schlussworte.
Meiner Meinung nach ist die 5090 ein reines Halo-Produkt zur technischen Machbarkeit im Bereich der GPUs. Die Realität für den Gaming Sektor fängt bei 4080S/5080/7900XTX an.
Gerade die Preise für das Topmodell sind seit der 2080TI auf ein Niveau geschossen, das an Absurdität nicht zu überbieten ist. Vor 6 Jahren wäre keine Sau bereit gewesen, über 2.000 Euro für einen Grafikbeschleuniger zu bezahlen, der zum Zocken da sein soll.

Die 5090 ist beeindruckend, keine Frage. Und hat ihre Zielgruppe bei Personen, die professionelle Anwender sind und die Features ausschöpfen können. Zum reinen Gaming stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit. Aber wie immer wird sich eine kleine Gruppe finden, die bereit ist, diese Preise zu bezahlen und tausend Gründe finden, warum es sinnvoll ist; angefangen bei der finanziellen Machbarkeit bis hin zum reinen fragwürdigen Prestigeobjekt.
So oder so, darüber zu diskutieren braucht man nicht. Die breite Masse wird sich diese Karte nicht zulegen, sondern nur ein sehr kleiner absoluter Prozentsatz. Letztendlich bleibt es ein beeindruckendes sehr durstiges völlig überteuertes Stück Technik.
 
Es gibt halt unterschiedliche Meinungen bezüglich des Umgangs mit den hohen/sehr hohen Preisen.
Das muss man akzeptieren.

Was man nur wirklich beeinflussen kann, ist sein eigenes Verhalten.
Durchaus interessante Rhetorik;). Ich akzeptiere andere Meinungen. Meine Meinung besteht eben darin, dass ich es nicht nachvollziehen kann, was einen dazu motiviert. Außer natürlich man agiert in dem Moment nicht als privater Endkunde.

Kannst du mir einen guten Grund dafür nennen, weshalb ein privater Endnutzer die Preissteigerungen der letzten Jahre öffentlich relativieren bzw. verteidigen sollte? Ich lerne immer gerne dazu.
 
Völlig legitim - insbesondere wenn man eine 4090 sein eigen nennt.
Es gibt aber eine Menge Leute, die von der 3000 oder gar 2000er Generation kommen.
Da sieht das Verhältnis inzwischen komplett anders aus.
Naja, dass ist jetzt nicht die übliche Kundschaft für ein solches Topmodell in der Preisliga.
 
Von der 4090 kommend ist das Ding allgemein nicht so interessant, vor allem nicht mit 120Hz OLED. 120 FPS mit DLSS und/ oder FG sind ja jetzt schon drin.

Dazu kommt dann noch, dass für die 5090 auf jeden Fall auch eine neue CPU und somit ein kompletter Systemwechsel nötig wäre. Der 5800x3d gerät ja mit der 4090 schon an seine Grenzen. Da CPU-Seitig die Preise mittlerweile auch Banane sind, wirds dann wohl AM6 und RTX 6 oder 7.

Am Ende freue mich, das meine Idee, mit meinem aktuellen Setup eine Generation überspringen zu können, wohl besser aufgeht als gedacht :D
 
Mir geht es vielmehr darum, dass ich es einfach sehr befremdlich finde, wenn private Endnutzer diese Preisentwicklungen öffentlich relativieren und somit in Schutz nehmen.
So abwegig ist das gar nicht. Der Philosoph Peter Sloterdijk schrieb dazu etwas im "Weltinnenraum des Kapitals". Es ist eine Weile her und ich habe das Buch nicht mehr, daher kann ich es nicht zitieren. Sinngemäß meint er aber folgendes: den Kapitalismus an andere Kulturen zu verkaufen bzw. diesen schmackhaft zu machen, ist ein wichtiger Teil einer anderen Überzeugungsleistung, nämlich des Versuchs, den Kapitalismus sich selber zu verkaufen.

Analog geschlossen bedeutet es: indem ich dir glaubhaft versichere, dass der Preis von 3000 € für eine Grafikkarte akzeptabel ist, und du mir diese Überzeugung abkaufst, legitimiere ich mir selber meine Überzeugung, dass der Preis akzeptabel ist.

Wer hat sich noch nicht von einer befreundeten Person oder der Partnerin die Absolution eingeholt, bevor teure Hardware gekauft wurde? Ging es dabei wirklich nur darum, den Kauf vor dem Anderen zu rechtfertigen? Oder war man sich nicht vielleicht selber unsicher, ob es eine gute Entscheidung sei? Hat man sich danach besser mit der geplanten Investition arrangieren können?

Zweifel lassen sich durch eine Bestätigung der Anderen leicht ausräumen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank mal wieder für eure hochgeschätzten Meinungen!

Tendenziell spiegeln die wohl ziemlich gut die Forumsmeinung wider, sind mir persönlich aber einen Hauch zu negativ; ich wäre da eher bei Raffs Ausführungen.

Insbesondere Thorstens Aussage, Nvidia habe den Preis gegenüber der 4090 "um 1,5 Preisklassen" erhöht, fand ich dann doch sehr befremdlich. Abgesehen davon, dass die 90er-Karten Halo-Produkte und in jeder Hinsicht eine Klasse für sich sind, so dass man eh erst mal klären müsste, was in diesem Kontext eine "Preisklasse" überhaupt sein soll, sollte man dabei auch berücksichtigen, dass der VRAM erstmals seit 3090 und 4090 um ein Drittel erhöht wurde. Alleine das rechtfertigt ja zumindest einen gewissen Aufschlag. Berücksichtigt man zusätzlich den Leistungszuwachs und das neue MFG-Feature, ist die Karte sicher kein Schnäppchen, aber mit 25% ($) bzw. 19% (€) Aufschlag gegenüber der 4090 von Preisunverschämtheiten wie einer 3090 oder einer 4080 doch einigermaßen weit entfernt. Die 90er-Karten sind halt einfach grundsätzlich sehr teuer, vielleicht auch zu teuer, und wer sich daran stört, für den ist es ganz grundsätzlich das falsche Produkt. Das gilt für jede andere Art von Luxus - so wie Santanas Foto-Ausrüstung - ja auch.

Dazu kann sicherlich jeder eine andere Meinung haben, aber meine persönlich ist: Ein Speicherausstattung von 2020 ist 2025 nicht mehr so viel wert, wie sie es 2020 mal war. Dementsprechend rechtfertigt für mich die Vergrößerung des Speichers nach einem halben Jahrzehnt keine neuen Preisdimensionen, sondern würde bei einem regulären Preisverfall allenfalls die Rückkehr zum 3090-Preis rechtfertigen, unter den die bestehenden xx90 längt hätten gefallen sein müssen. Das sie das diese noch immer viel teurer sind, entschuldigt in meinen Augen nicht, dass die 5090 noch einmal teurer ist.

Aber ja, du hast recht: Wer sich daran stört, dass eine Grafikkarte das frei verfügbare Einkommen etlicher Monate verschlingt, für den ist diese wohl wirklich das grundsätzlich falsche Produkt. Oder ich habe einfach den falschen Job. Aber das ist hier ist halt die Meinung der Woche der Redakteure – wer sich daran stört, für den ist das hier der grundsätzlich falsche Artikel. :-P

So abwegig ist das gar nicht. Der Philosoph Peter Sloterdijk schrieb dazu etwas im "Weltinnenraum des Kapitals". Es ist eine Weile her und ich habe das Buch nicht mehr, daher kann ich es nicht zitieren. Sinngemäß meint er aber folgendes: den Kapitalismus an andere Kulturen zu verkaufen bzw. diesen schmackhaft zu machen, ist ein wichtiger Teil einer anderen Überzeugungsleistung, nämlich des Versuchs, den Kapitalismus sich selber zu verkaufen.

Analog geschlossen bedeutet es: indem ich dir glaubhaft versichere, dass der Preis von 3000 € für eine Grafikkarte akzeptabel ist, und du mir diese Überzeugung abkaufst, legitimiere ich mir selber meine Überzeugung, dass der Preis akzeptabel ist.

Wer hat sich noch nicht von einer befreundeten Person oder der Partnerin die Absolution eingeholt, bevor teure Hardware gekauft wurde? Ging es dabei wirklich nur darum, den Kauf vor dem Anderen zu rechtfertigen? Oder war man sich nicht vielleicht selber unsicher, ob es eine gute Entscheidung sei? Hat man sich danach besser mit der geplanten Investition arrangieren können?

Zweifel lassen sich durch eine Bestätigung der Anderen leicht ausräumen.

Diesen Effekt gibt es ganz unabhängig von Preisen: Man ist von den eigenen Entscheidungen überzeugt und sieht abweichende Ansichten als Irrlehre, die es zu bekehren gilt. Normalerweise beobachtet man das aber eher nach erfolgter Entscheidung – Besitzer von Produkten einer Marke werden zum Beispiel bevorzugt diese Marke als das Non-Plus-Ultra darstellen, selbst wenn sie gar keinen Vergleich haben. (Da sie Produkte der Mitbewerber eben nicht gekauft haben.) Ungewöhnlich bei Luxus-Produkten und deren Preisen ist, dass diese schon vor dem Kauf verteidigt werden und sogar in Fällen, in denen u.a. wegen dem Preis nie ein Kauf geplant ist.
 
Die Preise der RTX 5090 Topmodelle haben jetzt Sphären erreicht, wo es nur noch um die eigene Kaufkraft geht. Und das ist das was viele Leute hier (Und generell in anderen Foren, Youtube etc.) so wütend macht. Es wird einem gnadenlos vor Augen geführt, dass man eben nicht mehr zum Kundenkreis gehört. Kein Wunder dass dies nun zu sehr geladenen Diskussionen führt und viele, die sich eben keine 3000 Euro GPU leisten können, wild um sich herum schlagen. Da werden dann Menschen, die sich das leisten können, auf übelste beschimpft. Es ist ein Minderwertigkeitskomplex. Dass die RTX 5070 relativ "erschwinglich" ist, wird rigoros ignoriert. Man möchte doch schließlich das absolute Highend-Modell für 700 Euro erwerben. Das dies nicht mehr machbar ist, interessiert niemanden. Es geht hier um nichts anderes als "kaufen wollen, aber nicht können".
 
Durchaus interessante Rhetorik;). Ich akzeptiere andere Meinungen. Meine Meinung besteht eben darin, dass ich es nicht nachvollziehen kann, was einen dazu motiviert. Außer natürlich man agiert in dem Moment nicht als privater Endkunde.

Kannst du mir einen guten Grund dafür nennen, weshalb ein privater Endnutzer die Preissteigerungen der letzten Jahre öffentlich relativieren bzw. verteidigen sollte? Ich lerne immer gerne dazu.
Mal eine kleine Rechnung:
Du hast ne RTX4090 für 1600€ gekauft.
Davon als Privatmann (!) ca. 750€ von der Steuer (1 Jahr Abschreibung möglich) wiederbekommen. (hängt vom Job und der Steuerlast ab).
Quelle https://taxfix.de/ratgeber/steuern-sparen/computer-absetzen/
Quelle https://www.lohnsteuer-kompakt.de/fag/2024/312/wie_kann_ich_einen_computer_von_der_steuer_absetzen
Je nach Beruf, kann das bis zu 100% sein - frag deinen Steuerberater.
Macht nach Adam Riese 850€ real für die 4090 bezahlt. Die vertickst du für 1400€ in der Bucht. Macht 550€ Plus!
Jetzt kaufst du dir die 5090 für 2329€ und setzt sie von der Steuer ab.
Da bekommst du im nächsten Jahr mit der Steuererklärung ca. 1000€ wieder.
Macht ca. 1329€ - 550€ (Erlös für die 4090) = 779€ für ne 5090, die du für den Betrag X wieder verticken kannst, wenn die 6090 raus kommt.
Und jetzt die Frage - wenn du so eine Möglichkeit hättest, würdest du dir eine 5090 kaufen oder lieber das Geld Vater Staat überlassen?
Dazu kann sicherlich jeder eine andere Meinung haben, aber meine persönlich ist: Ein Speicherausstattung von 2020 ist 2025 nicht mehr so viel wert, wie sie es 2020 mal war. Dementsprechend rechtfertigt für mich die Vergrößerung des Speichers nach einem halben Jahrzehnt keine neuen Preisdimensionen, sondern würde bei einem regulären Preisverfall allenfalls die Rückkehr zum 3090-Preis rechtfertigen, unter den die bestehenden xx90 längt hätten gefallen sein müssen. Das sie das diese noch immer viel teurer sind, entschuldigt in meinen Augen nicht, dass die 5090 noch einmal teurer ist.
Besonders bei der 5080 hat Nvidia verkackt - das ist auch für den Preis einfach zu wenig Speicher.

Aber ja, du hast recht: Wer sich daran stört, dass eine Grafikkarte das frei verfügbare Einkommen etlicher Monate verschlingt, für den ist diese wohl wirklich das grundsätzlich falsche Produkt. Oder ich habe einfach den falschen Job. Aber das ist hier ist halt die Meinung der Woche der Redakteure – wer sich daran stört, für den ist das hier der grundsätzlich falsche Artikel. :-P
Und gerade Ihr müsstet doch die Zielgruppe sein. :-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Die meisten Leute können kaum 500 Euro pro Monat auf die hohe Kante legen. Und selbst dann müsste man dies 5-6 Monate machen, nur um eine RTX 5090 kaufen zu können.
Wir durchleben gerade die größte Wirtschaftskrise seit Gründung der Republik. Nvidia geht warscheinlich vom US Wirtschaftswunder aus, wo die Kaufkraft eines Amerikaners inzwischen die der Deutschen um Längen schlägt.
 
Dazu kann sicherlich jeder eine andere Meinung haben, aber meine persönlich ist: Ein Speicherausstattung von 2020 ist 2025 nicht mehr so viel wert, wie sie es 2020 mal war. Dementsprechend rechtfertigt für mich die Vergrößerung des Speichers nach einem halben Jahrzehnt keine neuen Preisdimensionen, sondern würde bei einem regulären Preisverfall allenfalls die Rückkehr zum 3090-Preis rechtfertigen, unter den die bestehenden xx90 längt hätten gefallen sein müssen. Das sie das diese noch immer viel teurer sind, entschuldigt in meinen Augen nicht, dass die 5090 noch einmal teurer ist.
Alles komplett nachvollziehbar; mich stört dabei nur die Vokabel "neue Preisdimension". Als Nvidia den Preis beim Übergang von 3080 zu 4080 von $699 auf $1199 angehoben hat, war das in der Tat eine neue Preisdimension. Wenn eine 90er-Karte von $1599 auf $1999 oder von €1949 auf €2329 steigt, sehe ich das einfach nicht. Aber gut, hat halt jeder sein eigenes dimensionales Verständnis.

Aber ja, du hast recht: Wer sich daran stört, dass eine Grafikkarte das frei verfügbare Einkommen etlicher Monate verschlingt, für den ist diese wohl wirklich das grundsätzlich falsche Produkt. Oder ich habe einfach den falschen Job. Aber das ist hier ist halt die Meinung der Woche der Redakteure – wer sich daran stört, für den ist das hier der grundsätzlich falsche Artikel. :-P
Nee, stören tut die mich gar nicht, ich habe ja lediglich meine abweichende Meinung zur Formulierung "Aufschlag von 1,5 Preisklassen" kund getan. Witzigerweise gab es ja genügend Apokalyptiker, die eine 5090 sogar unbedingt bei $2500 bzw. €3000 aufwärts sehen wollten. Dann hätten wir einen Aufschlag von 3-4 Preisklassen gehabt.

Diesen Effekt gibt es ganz unabhängig von Preisen: Man ist von den eigenen Entscheidungen überzeugt und sieht abweichende Ansichten als Irrlehre, die es zu bekehren gilt.
Du hast aber ein sehr negatives Bild von deinen Mitmenschen. Meiner Beobachtung nach sind die Leute, denen es vollkommen klar ist, dass die Entscheidung, ob man Preis x für Produkt y zahlt, eine rein persönliche und individuelle ist, immer noch klar in der Mehrzahl, auch und selbst in Foren wie diesen. Und die wollen auch niemanden bekehren. Das Problem ist eher - wie so häufig - die laute Minderheit, die das anders sieht. Bekehren macht in diesem Kontext ja auch überhaupt keinen Sinn, weil mein Kauf auf andere überhaupt keine Auswirkungen hat (auch wenn es Traumtänzer gibt, die ernsthaft der Meinung sind, eine 4060 würde billiger werden, wenn die Leute massenhaft auf den Kauf einer 4090 verzichten). Den von dir beschriebenen Bekehrungseffekt sehe ich eher in einem Kontext, wo mich die Entscheidungen anderer tatsächlich betreffen, z.B. im politischen Kontext bei Diskussionen wie Wirtschaftswachstum vs. Klimanachhaltigkeit o.ä.

Ungewöhnlich bei Luxus-Produkten und deren Preisen ist, dass diese schon vor dem Kauf verteidigt werden
"Ungewöhnlich" ist, dass man überhaupt in die Situation kommt, den Kauf eines Luxusprodukts verteidigen zu müssen oder zu sollen - seltsamerweise immer nur in den deutschsprachigen Foren, in denen ich unterwegs bin, niemals in den englischsprachigen. Scheint wohl ein Kulturding zu sein.

und sogar in Fällen, in denen u.a. wegen dem Preis nie ein Kauf geplant ist.
Anders herum wird ein Schuh draus: Die Hauptkritik und der Hauptrechtfertigungsdruck kommt häufig und ausgerechnet von genau den Leuten, die aus ganz prinzipiellen Gründen das kritisierte Produkt sowieso niemals kaufen würden, und damit überhaupt nicht zur Zielgruppe gehören. Aus derart unterschiedlichen Richtungen kommend, ist eine gedeihliche Diskussion natürlich schwierig bis unmöglich - und im Prinzip auch sinnlos, weil eine gemeinsame Grundlage fehlt.
 
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