Die AfD-Wehr

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Du willst also nicht zwischen Kriegstoten und Opfern eines Völkermordes unterscheiden?
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Opfer ist Opfer. Welches Leben gewichtet man höher? Wo bleibt der Einsatz gegen die zehntausenden Hungertoten täglich? Die könnte man ohne Kolateralschäden bekämpfen nur interessiert sich dafür niemand so recht


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Woher weißt du, dass niemand gewarnt hat? Weil es nicht öffentlich war?
Es ist undenkbar, dass sich ein (hoher) Offizier im aktiven Dienst vor die Presse stellt und sagt, dass die Pläne seiner Vorgesetzten Mist sind.
Das ist in Deutschland schon nicht einfach und geht mindestens hart an die Grenzen des Soldatengesetzes, wenn nicht darüber.

Es ist nicht denkbar, dass ein Offizier warnt, wenn tausende Soldaten in den sicheren, nutzlosen Tod geschickt werden, wenn Völkerrecht gebrochen und ziviles Leben in großem Umfange gefährdet wird? Es ist in Deutschland verdammt nochmal sogar Pflicht für den Bürger in Uniform, auf so etwas hinzuweisen. Und jeder, der das nicht tut, ist definitiv Teil des Problems, womit wir wieder bei der von mir erhobenen Anschuldigung wären. Die heutigen Armeen können sich von Afghanistan genausowenig distanzieren, wie die Wehrmacht von den Kriegsverbrechen ihrer Vorgesetzen.

Für Islamisten sind diese Aktionen immer militärische Aktionen gegen Ungläubige.

Kein Islamist ist in Afghanistan einmarschiert. Aber ich merke schon, du willst über Teile der Realität nicht reden, die deinen Sichtweisen zuwider laufen könnten, sondern pickst bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit was anderes raus.
as usual.


Sorry du hast nicht wirklich verstanden was gemeint war. Man kann mMn nicht immer mit den Fehlern anderer von eigenen Fehlern ablenken

WTF???
Frage: Warum hat der UN-Sicherheitsrat keine Resolution gegen Serbien verabschiedet? Antwort: Weil das Sicherheitsrat Mitglied Russland dagegen war. Wie bitte schön kann eine direkte Antwort eine Ablenkung sein? Der einzige, der hier ablenkt, bist du, in dem du verallgemeinernde moralische Anschuldigungen am Rande einer Tatsachenfeststellung aufbauschst, die eigentlich nur ein historisches Detail in einer anderen Argumentationslinie war.
 
Es ist nicht denkbar, dass ein Offizier warnt, wenn tausende Soldaten in den sicheren, nutzlosen Tod geschickt werden, wenn Völkerrecht gebrochen und ziviles Leben in großem Umfange gefährdet wird? Es ist in Deutschland verdammt nochmal sogar Pflicht für den Bürger in Uniform, auf so etwas hinzuweisen. Und jeder, der das nicht tut, ist definitiv Teil des Problems, womit wir wieder bei der von mir erhobenen Anschuldigung wären. Die heutigen Armeen können sich von Afghanistan genausowenig distanzieren, wie die Wehrmacht von den Kriegsverbrechen ihrer Vorgesetzen.
Du liest wieder was du willst. Natürlich muss man warnen, aber intern also in unserem Fall erstmal Verteidigungsminister und Kanzler. Aber sich an die Öffentlichkeit wenden, das ist schwierig.
Wir leben in einem demokratischen Staat und es gilt das Primat der Politik und ich denke es ist gut und richtig, dass sich das Militär nicht in die Politik einmischt.
Fassen wir mal zusammen, ein Einsatz von der demokratisch gewählten Regierung beschlossen, vom demokratisch gewählten Parlament bestätigt und vielleicht auch noch eine Klage vor dem BVerfG überstanden (womit die Rechtmäßigkeit erstmal klar wäre) und dann soll
sich ein Teil der Exekutive hinstellen und nein sagen?
Gehts noch? Was hast du für ein Verständnis von unserer Demokratie? Die Zeiten von einem Staat im Staate sind vorbei.
Kein Islamist ist in Afghanistan einmarschiert. Aber ich merke schon, du willst über Teile der Realität nicht reden, die deinen Sichtweisen zuwider laufen könnten, sondern pickst bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit was anderes raus.
as usual.
Willst du vielleicht etwas weniger verworren schreiben?
 
Moin :kaffee:

Ich hab einige Provokationen/Posts mal entfernt bzw. angepasst.
Bitte etwas auf den Ton achten.

Danke & Viel Sspaß weiterhin beim diskutieren! :daumen:

Gruß
Pain
 
Um mal kurz eine Innenansicht/-interpretation loszuwerden: Entgegen dem Hollywood-Klischee haben auch die meisten Offiziere ungefähr seit faktischer Abschaffung des Adelsprivilegs ebenso wenig Interesse daran zum Einsatz zu kommen wie schon seit Ewigkeiten die Mannschaften. Nicht, weil man grundsätzlich pazifistisch eingestellt wäre, sondern weil das mit jeder Menge Mühe, öffentlichem und privaten Rechtfertigungsbedarf und natürlich erhöhtem Gesundheitsrisiken verbunden ist, während man sein Geld auch bequemer und sicherer verdienen kann.

Zivilisten nehmen es zumeist nicht so wahr, aber wenn (oder falls überhaupt) der Zeitpunkt kommt, an dem ihre Zustimmung für ein sogenanntes "militärisches Abenteuer" auf sie zurück fällt, stecken Soldaten im Regelfall schon Wochen und Monate mindestens fern der heimischen Gemütlichkeit, ggf. im Dreck oder dümmstenfalls in Blut und Sch...[die Forensoftware würde es ohnehin zensieren].

Sprich, es darf davon ausgegangen werden, dass im Regelfall versucht wird, die Politik zu überzeugen, dass militärisches Vorgehen riskant, teuer, mit unabsehbaren Folgen behaftet und generell ziemlich doof ist. Wenn militärisches Vorgehen aus trotz schwacher Gründe und/oder wieder besseren Wissen durchgeboxt wird, steckt dahinter meist Profilierungssucht aus Kreisen der Politik. Das Militär hat Mitsprache nur noch in Fragen der Durchführung, wenn die politische Entscheidung bereits gefallen ist. Das ist so gewollt und im Regelfall auch gut so - immer vorausgesetzt, die Politik handelt verantwortungsbewusst.
 
Um mal kurz eine Innenansicht/-interpretation loszuwerden: Entgegen dem Hollywood-Klischee haben auch die meisten Offiziere ungefähr seit faktischer Abschaffung des Adelsprivilegs ebenso wenig Interesse daran zum Einsatz zu kommen wie schon seit Ewigkeiten die Mannschaften. Nicht, weil man grundsätzlich pazifistisch eingestellt wäre, sondern weil das mit jeder Menge Mühe, öffentlichem und privaten Rechtfertigungsbedarf und natürlich erhöhtem Gesundheitsrisiken verbunden ist, während man sein Geld auch bequemer und sicherer verdienen kann.
Du warst in den 90ern Offz richtig?
Ja das haben unsere StOffz auch erzählt wie damals eine regelrechte Panik durch die Bundeswehr ging, wenn man ins Ausland musste. Aber das war eine Momentaufnahme, das gilt nicht mehr.
Meine Grundausbildung, Vorstellung der Hilfsausbilder. Zitat Gruppenführer "Das ist HG Butte ... geht nächstes Jahr in den Einsatz und das hat er sich auch verdient"
Nur ein Beispiel dafür, dass Auslandseinsätze teilweise wie Belohnungen verteilt werden. Kein Wunder der AVZ ist hoch 145€ Steuerfrei pro Tag zusätzlich für bis zu 6 Monate.
Und die Gefahr, ja die ist da das wissen wir alle, aber es ist nicht so, dass man ständig tote Kameraden sieht (und PTBS etc ist nicht so sichtbar bzw viele reden sich ein, dass sie das alles abkönnen)
Wir hatten seit 1992 111 im Ausland Gefallene Kameraden, 37 davon durch Feindeinwirkung. Jeder ist einer zu viel, aber es kann sich inzwischen auch jeder ausrechen wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass es einen selbst trifft.

Nur wie soll eine Durchführung bei dem Schrott der aktuell da so rumsteht aussehen?

Puma, der Pannenpanzer - ZDFmediathek
Andere Streitkräfte haben ähnliche Probleme.
Ich sag es mal so, die Wehrmacht hat Frankreich in 6 Wochen besiegt mit deutlich weniger schweren Waffen (1000 Panzer weniger), außerdem konnten die deutschen Panzer die französischen frontal nicht durchschlagen. Militär ist die Kunst zu improvisieren, das war schon immer so.
 
Du warst in den 90ern Offz richtig?

Habe vor knapp 11 Jahren vorzeitig meinen Abschied aus gesundheitlichen Gründen nehmen müssen. Was du im Folgenden beschreibst, galt aber auch vorher schon, allerdings ...

Ja das haben unsere StOffz auch erzählt wie damals eine regelrechte Panik durch die Bundeswehr ging, wenn man ins Ausland musste. Aber das war eine Momentaufnahme, das gilt nicht mehr.
Meine Grundausbildung, Vorstellung der Hilfsausbilder. Zitat Gruppenführer "Das ist HG Butte ... geht nächstes Jahr in den Einsatz und das hat er sich auch verdient"
Nur ein Beispiel dafür, dass Auslandseinsätze teilweise wie Belohnungen verteilt werden. Kein Wunder der AVZ ist hoch 145€ Steuerfrei pro Tag zusätzlich für bis zu 6 Monate.

... muss man hier stark unterscheiden. Für Soldaten, die am Anfang ihrer Karriere stehen, für Alleinstehende oder Familiengründer ist es durchaus attraktiv, für ein paar ordentliche Euro mehr in einen vom Risiko her überschaubaren Auslandseinsatz (kein robustes Mandat, jenseits der heißen Zone und/oder nach der heißen Phase) zu gehen.

Nur: Das sind nicht diejenigen, die irgendwelche Entscheidungen fällen oder beeinflussen könnten.
Das spielt sich alles beim üppigerem Lametta ab, und sobald der Sold und die privaten und gesellschaftlichen Verpflichtungen (bzw. Ambitionen) höher sind, wird der Auslandsverwendungszuschlag zunehmend weniger relevant und auch die Vorstellung auf sechs Monate bezahlten Auslandsurlaub mit Y-Tours unattraktiv. Sechs Monate aus dem Networking raus zu sein, ist dann einfach in jeder Hinsicht kontraproduktiv. Wenn schon Auslandseinsatz, dann wenigstens auf einem prestigeträchtigen Posten, der die Vita aufhübscht.

Wir hatten seit 1992 111 im Ausland Gefallene Kameraden, 37 davon durch Feindeinwirkung. Jeder ist einer zu viel, aber es kann sich inzwischen auch jeder ausrechen wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass es einen selbst trifft.

Das ist richtig, hier ging es aber um Kampfeinsätze, die sich - einmal absichtlich grob vereinfacht - nicht darauf beschränken, Brunnen zu graben und serbische Freischärler aus der Luft zu beschießen.

So etwas erleben in den Auslandseinsätzen der Bundeswehr im Regelfall nur die KSK. Deren Einsatz ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich, wenn nicht gerade mal jemand aus Frust auspackt und dementsprechend tauchen etwaige Verluste anzunehmenderweise auch nicht in den offiziellen Zahlen über tote und verwundete Soldaten auf.
Das wäre aber genau das Risikopotential, worauf sich jeder Soldat einstellen muss, wenn sich die Vorstellung der Politik verschärft, wo und wie man die Bundeswehr einsetzen sollte.

Andere Streitkräfte haben ähnliche Probleme.
Ich sag es mal so, die Wehrmacht hat Frankreich in 6 Wochen besiegt mit deutlich weniger schweren Waffen (1000 Panzer weniger), außerdem konnten die deutschen Panzer die französischen frontal nicht durchschlagen. Militär ist die Kunst zu improvisieren, das war schon immer so.

Nun gut, aber das sind alte Hüte. Die Wehrmacht hat damals - getrieben von einer gezielt aufgebauten und (zu deren Vorteil) voll eingespannten Rüstungsindustrie - massiv aufgerüstet und modernisiert, während Frankreich teilweise den Rost von Ausrüstung aus dem 1. Weltkrieg klopfte. Frankreich hatte einfach nicht damit gerechnet, dass aus der manisch-depressiven Weimarer Republik in weniger als einem Jahrzehnt eine eifernde Militärmaschinerie werden würde.

Egal, zurück zur Bw: Die mangelhafte Instandhaltung ist nicht das Problem, sondern ein Symptom. Das Problem ist, dass bei der Neuausrichtung komplette Uneinigkeit und daraus resultierende Planlosigkeit herrscht. Die Einen sind sich voll bewusst, dass man eher weniger, aber spezialisierte und hochmobile Ausrüstung braucht, während die harten Transatlantiker darauf bestehen, dass man möglichst viel schweres Gerät auch für den unwahrscheinlichen Fall einsatzbereit haben müsse, dass "der Russe" kommt und/oder der Bündnisfall eintritt. Also wird mit begrenzten Ressourcen an allem irgendwie herumgedoktort und alles kommt um ein entscheidendes Stückchen zu kurz.
 
Das ist richtig, hier ging es aber um Kampfeinsätze, die sich - einmal absichtlich grob vereinfacht - nicht darauf beschränken, Brunnen zu graben und serbische Freischärler aus der Luft zu beschießen.
Diese Serben haben u.A. auch eine F117 abgeschossen womit niemand gerechnet hat. Also die Gefahr mit 0 zu bewerten ist auch nicht richtig.
So etwas erleben in den Auslandseinsätzen der Bundeswehr im Regelfall nur die KSK. Deren Einsatz ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich, wenn nicht gerade mal jemand aus Frust auspackt und dementsprechend tauchen etwaige Verluste anzunehmenderweise auch nicht in den offiziellen Zahlen über tote und verwundete Soldaten auf.
Das wäre aber genau das Risikopotential, worauf sich jeder Soldat einstellen muss, wenn sich die Vorstellung der Politik verschärft, wo und wie man die Bundeswehr einsetzen sollte.
Jeder Soldat muss sich auf die selben Gefahren einstellen wie ein KSKler? Na eher nicht.
Nun gut, aber das sind alte Hüte. Die Wehrmacht hat damals - getrieben von einer gezielt aufgebauten und (zu deren Vorteil) voll eingespannten Rüstungsindustrie - massiv aufgerüstet und modernisiert, während Frankreich teilweise den Rost von Ausrüstung aus dem 1. Weltkrieg klopfte. Frankreich hatte einfach nicht damit gerechnet, dass aus der manisch-depressiven Weimarer Republik in weniger als einem Jahrzehnt eine eifernde Militärmaschinerie werden würde.
Es ging nur darum zu zeigen, dass Probleme mit technischem Gerät (und das zeigt der Vergleich der Panzer auf beiden Seiten) nicht ansatzweise bedeutet, dass man einen Krieg auch verliert.
Außerdem hat Frankreich sehr wohl damit gerechnet, dass Deutschland stärker zurück kommt als es vor dem ersten Weltkrieg war. Sonst hätte doch niemand die Magniot Linie gebaut.
Nein, man hat einfach gedacht, dass es besser ist sich total einzugraben.
 
Diese Serben haben u.A. auch eine F117 abgeschossen womit niemand gerechnet hat. Also die Gefahr mit 0 zu bewerten ist auch nicht richtig.

Du sagst es selbst: Womit niemand gerechnet hat. Womit niemand rechnet, kann auch nicht in eine Risikobewertung einfließen.

Jeder Soldat muss sich auf die selben Gefahren einstellen wie ein KSKler? Na eher nicht.

Die jetzige Doktrin sieht vor, allenfalls KSK aktiv in Gefechte zu schicken. Wenn die Bundeswehr als Ganzes zu einer Offensiv- oder gar Angriffsarmee umgebaut würde, beträfe das alle grundsätzlich kampffähigen Einheiten.

Es ging nur darum zu zeigen, dass Probleme mit technischem Gerät (und das zeigt der Vergleich der Panzer auf beiden Seiten) nicht ansatzweise bedeutet, dass man einen Krieg auch verliert.

Wobei Frankreich den Krieg zwar nicht nur, aber eben *auch* wegen ihres veralteten Geräts verloren hat. Gewonnen haben später die Alliierten mit konkurrenzfähigem Gerät aus Übersee.

Außerdem hat Frankreich sehr wohl damit gerechnet, dass Deutschland stärker zurück kommt als es vor dem ersten Weltkrieg war. Sonst hätte doch niemand die Magniot Linie gebaut.

Mit dem Bau der Befestigungslinie, die später unter Verteidigungsminister Maginot ausgebaut wurde, begann Frankreich allerdings bereits nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871. Dass die "boches" irgendwann wiederkommen, war auf französischer Seite ebenso eine Grundbefindlichkeit wie die, dass der "Franzmann" wieder angreifen könnte und keine speziell höhere Alarmbereitschaft. Auch musste Frankreich prinzipiell auf Befestigungen setzen, denn es hätte für eine Gegenoffensive auf voller Frontlänge deutlich weniger Mannstärke mobil machen können. Vorbild für den Ausbau und die Verstärkung der alten Befestigungen war übrigens die deutsche Hindenburglinie.

Andererseits hast du natürlich recht, dass Deutschlands Nachbarn ab Mitte der 1930er Jahre alarmiert waren. Sogar Mussolini, offiziell Deutschlands Verbündeter und Adolfs Busenkumpel hat ja sicherheitshalber (und sinnloserweise) halb Tirol einbetonieren lassen.
 
Übersetzt:
Lieber niemanden helfen als wenigen.

Übersetzt: wir bombardieren völkerrechtswidrig mit Billigung von Kollateralschäden einen souveränen Staat.
Bleibt noch die Frage, wieviel mehr Menschen hätte man wohl vor Hunger und Krankheit retten können, hätte man die Milliarden in wahrlich humanistische Projekte statt in Krieg investiert.
Also hilft man lieber wenigen als vielen ,wobei die Hilfe hier noch zu hinterfragen ist, denn das eigentliche Ziel der millitärischen Interventionen war nie humanistisch geprägt. Derartige Thesen dienten einzig der rechtfertigenden Propaganda
Letztendlich haben die Geheimdienste der USA doch überhaupt erst die Spaltung Jugoslawiens vorangetrieben und sich damit in gewohnter Manier als Brandstifter in der Welt betätigt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde das immer so "geil" bei dem Thema Jugoslawien, die armen Serben und der böse Westen und jetzt die Steigerung, die US Geheimdienste haben die Spaltung Jugoslawiens vorangetrieben!
Historisches Wissen 6-, ach was man kann sagen einfach nicht vorhanden und jegliche Realität dieses Vielvölkerstaates völlig ausgeblendet.

Wenn man keine Ahnung hat, sollte man lieber nichts sagen, als blanken Unsinn und Fake News zu behaupten, oder gar die Frasen von RT durch die Welt tragen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Willst du vielleicht etwas weniger verworren schreiben?

Ich sprach klipp und klar von Angriffsentscheidungen der US-Armee und versuchte irgendwie deine unpassenden Antworten rund um Kanzlerin und Isalmistenhandlungen darein zu interpretieren. Falls das verworren wurde sorry, bin nicht Superman. Wird es aber nicht mehr, keine Sorge - ich bin raus.


Sprich, es darf davon ausgegangen werden, dass im Regelfall versucht wird, die Politik zu überzeugen, dass militärisches Vorgehen riskant, teuer, mit unabsehbaren Folgen behaftet und generell ziemlich doof ist. Wenn militärisches Vorgehen aus trotz schwacher Gründe und/oder wieder besseren Wissen durchgeboxt wird, steckt dahinter meist Profilierungssucht aus Kreisen der Politik. Das Militär hat Mitsprache nur noch in Fragen der Durchführung, wenn die politische Entscheidung bereits gefallen ist. Das ist so gewollt und im Regelfall auch gut so - immer vorausgesetzt, die Politik handelt verantwortungsbewusst.

Die Ausgangsfrage zwischen mir und DKK007, an die Sparanus diverses angehängt hat, war ja, ob es schlüssig erscheint, dass die USA wegen Rohstoffen etc. in Afghanistan einmarschiert sind. Und meine Antwort darauf war, dass das auch bei Ingoranz aller moralischen und rechtlichen Aspekte/den übelsten Unterstellungen Richtung US-Regierung von der Prognose des militärischen Erfolges abhängen würde und somit eigentlich ein klares "Nein" die Antwort wäre - wenn Militärs aus aller Welt dafür bekannt wären, korrekte Prognosen zu Eroberungsplänen in Afghanistan abzugeben. Sind sie aber nicht, im Gegenteil. Und das liegt nicht an der Politik, denn die muss für diese Frage ja auch eben gerade auf militärische Expertise zurückgreifen und es liegt im Falle des US-Einmarsches in Afghanistan auch nicht daran, dass US-Militärs sich prinzipiell keinerlei Widerspruch trauen. Im Gegenteil, an zahlreichen Aktionen der US-Regierung in Bezug auf Afghanistan kam gerade auch vom Militär Kritik. Manchmal direkt öffentlich, manchmal im Nachhinein. Genauso, wie man das auch in Deutschland von Soldaten erwarten würde, die kein blindes Kadavergehorsam praktizieren, sondern vorschriftgemäß als Bürger denken. Aaaaber:
"In Afghanistan einzumarschieren ist eine Kackidee, soll Dubbya mal Putin fragen, wenn er uns nicht glaubt" steht eben nicht auf der Liste zeitgenössischer oder nachträglich nach außen getragener Kritiken. Deswegen müssen alle (Verschwörungs)Theorien über die Motivation der damaligen US-Regierung annehmen, dass diese von einem leichten Sieg ausging, auch wenn das offensichtlich eine blöde Erwartung war.
 
Und meine Antwort darauf war, dass das auch bei Ingoranz aller moralischen und rechtlichen Aspekte/den übelsten Unterstellungen Richtung US-Regierung von der Prognose des militärischen Erfolges abhängen würde und somit eigentlich ein klares "Nein" die Antwort wäre - wenn Militärs aus aller Welt dafür bekannt wären, korrekte Prognosen zu Eroberungsplänen in Afghanistan abzugeben. Sind sie aber nicht, im Gegenteil.

Ich verstehe, was du sagen willst, aber das basiert auf einer falschen Vorstellung des Prozesses in Rechtsstaaten.

Das Militär wird nicht nach Prognosen gefragt, denn solche zu erstellen ist nicht dessen Aufgabe. Was die Politik vom Militär verlangt, sind Szenarien. Das Minimum sind logischerweise ein Best-Case und ein Worst-Case-Szenario, jeweils für verschiedene Vorgehensweisen.
Diese landen dann bei spezialisierten Ausschüssen, deren Aufgabe es ist, den Wust an Militärsprech und strategisch-taktischen Details in Begriffe zu übertragen, mit denen Zivilisten etwas anfangen können. Hier sind noch Vertreter des Militärs zugegen, mindestens Leute aus dem ursprünglichen Planungsstab, oftmals auch Spezialisten für bestimmte Bereiche, die im fraglichen Einsatz von Bedeutung sind. In dieser Eigenschaft hatte auch ich bereits das *hüstel* exquisite Vergnügen, den Erklärbär zu spielen.
Die "übersetzten" Szenarien landen dann bei der Regierung, dem Parlament, vor Räten - kurz, vor allen, die laut Verfassung des jeweiligen Landes darüber befinden, ob ein Militäreinsatz stattfindet. In dieser Entscheidungsphase ist vom Militär niemand mehr zugegen (und kann im Zweifelsfall auch nicht "Ähem, Moment mal bitte ..." dazwischen rufen).

Hier muss ich darum bitten, mir zu vertrauen: Die Leute im Planungsstab neigen zum Pessimismus. Und zwar gerade weil man ihnen gerne die Schuld für misslungene Einsätze in die Schuhe schieben würde und sie daher gerne darauf verweisen möchten, dass sie klar und deutlich aufgezeigt hätten, wo die Risiken liegen. Deshalb hört man auch selten bis nie, dass die Politik das Militär beschuldigt, es verkackt zu haben - das überlässt man komplett dem Kopfkino der Bevölkerung.

Wenn man militärische Planer einmal kreativ erleben will, dann im Bereich dessen, was alles in die Binsen gehen kann. Das Einzige, was mir an möglichen Imponderabilien noch nicht vor Augen gekommen ist, sind Asteroideneinschläge, plötzliche Alien-Angriffe, Zombie-Outbreaks und dass sich alle Mannschaften zeitgleich in Hippies verwandeln.

Das Problem ist: Politiker picken sich das Szenario heraus, was ihren politischen Absichten am ehesten entgegen kommt und pitchen dieses.
Wenn die stärkste/n Fraktion/en keinen Militäreinsatz will/wollen, kommen die Horrorszenarien zum Tragen, es gibt keinen Einsatz und kein Aas erfährt von den Szenarien (außer die paar Masochisten, die sich diesbezügliche Parlamentsdebatten antun und sofern diese öffentlich sind), da ja nichts ausgeführt wird.
Andernfalls kommt es zur Ausführung, das Szenario wird im Groben öffentlich bekannt und alle Welt kennt nur die optimistischen Szenarien - insbesondere dann, wenn sie nicht wie gewünscht eintreten und man sich herrlich aufregen kann.
 
Genauso, wie man das auch in Deutschland von Soldaten erwarten würde, die kein blindes Kadavergehorsam praktizieren, sondern vorschriftgemäß als Bürger denken.
Dann kannst du mir sicher die Nummer der Vorschrift geben in der das steht. Raussuchen kann ich mir das dann selbst.

Ansonsten solltest du dir mal SG Paragraph 10 (3) (6) zu gemüte führen. Dazu könnte noch SG Paragraph 15 (1) gehören.

Wenn du jetzt auf SG Paragraph 8 anspielen willst muss ich nochmal darauf verweisen, dass die Einsätze der Bundeswehr rechtmäßig sein müssen und nach dem Beschluss der Regierung, die Bestätigung des Parlaments und ggf noch eine Prüfung durch der BVerfG kommt.
 
Dann kannst du mir sicher die Nummer der Vorschrift geben in der das steht. Raussuchen kann ich mir das dann selbst.

In dieser Form gibt es das nicht. Soldaten dürfen laut § 11 Absatz 2 SG keine Befehle befolgen, wenn dadurch eine Straftat begangen wird.

Wenn "nicht an den Bürger denken" eine Straftat wäre, hätten wir allein im öffentlichen Dienst ein paar Jahrtausende Zuchthaus versammelt. :D
 
Das war auch eine ironische Frage Mahoy an unsere kleinen Hobbywehrrechtler. ;)

Und wenn das BVerG sagt, dass der Einsatz rechtmäßig ist, kann ich diese Einschätzung auch so übernehmen.
 
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