Ich habe nun
The Drifter durchgespielt.
Es handelt sich um ein klassisches Point&Click Adventure und wird vom Entwickler (Powerhoof) als
"fast paced P&C" beschrieben. Prinzipiell trifft das auch zu, da man etwas weniger Aufwand mit Rätseln hat,
als andere Spiele in diesem Genre von einem abverlangen und dafür etwas besser in die packende Geschichte
hineingezogen wird.
Das Spiel handelt von einem Obdachlosen, welcher durch widrige Umstände stirbt und anschließend wieder zu Leben
erwacht. Im weiteren Verlauf der Handlung findet er sich in einem spannenden Abenteuer wieder, welches er beschreitet um herauszufinden, was mit ihm passiert ist.
Mir persönlich gefällt die Grafik sehr gut, der Stil ist konsequent umgesetzt und fängt die Atmosphäre sehr gut ein.
Die Animationen sind auch solide, aber leider etwas spärlich gehalten, oft in umreißenden Situationen sitzt man kurz vor einem schwarzen Bildschirm und bekommt im nächsten Frame anschließend das Ergebnis präsentiert.
Die Vertonung finde ich gut bis sehr gut mit tollen Effekten und guten Synchros.
Was die Rätsel anbelangt, so sind diese kompakt im Umfang aber dennoch zumeist eine Kopfnuss. Das Spiel zwingt einen nicht, große Teile der Level abzugrasen, sondern hält die benötigten Gegenstände oft nah am Ort, wo diese eingesetzt werden sollen. Zudem findet wenig Recycling statt, man hat also kaum Dauerbrenner im Inventar, sondern immer wieder neues Zeugs.
Insgesamt war The Drifter mal eine spannende Abwechselung in dem Genre und seit langem wieder ein Point&Click welches mich direkt gepackt hat. Für mich ist es nach einem, bisher eher durchwachsenen Jahr klar das beste Spiel in meiner Bibliothek und ich hoffe, dass der Entwickler mit dem nächsten Release die Formel weiterführen und ausbauen kann.
Wer will bekommt das Ding aktuell für ca. 25€ auf Steam, meiner Meinung nach ein sehr fairer Preis für vmtl. 12h Spielspaß.