Der "Was spielt ihr gerade?" Thread. PC, Konsole. AAA, Indie, Geheimtipps.

Moss (PSVR2)

Wird als langsamer Einstieg in die VR Welt empfohlen. Warum das so ist, wird einem auch sehr schnell klar, man bewegt sich nämlich von Szenario zu Szenario, indem jedes Szenario eigentlich ein Standbild ist, in welchem man drinsteht, mit einer Spielfläche, auf der man eine kleine Maus durch Jump n Run Geschicklichkeitseinlagen, kleine Rätsel, und Kämpfe führt. Man steht selber dabei mitten im Geschehen und kann sogar aufstehen, alles von oben anschauen, sich hinter die Maus stellen wie in 3rd Person Games, und generell selber entscheiden, von wie nah und wie weit man sich beim Spielen erleben möchte.
Das ist in Summe eine sehr angenehme Erfahrung, da Motion Sickness aufgrund des statischen Aufbaus nicht so stark auftreten kann, im Gegensatz zu Games, wo man sich selber aktiv per Knopfdruck durch die Welt bewegt.

Oft gibt es Objekte die man Wegbewegen, anheben und drehen muss, um weiterzukommen. Das macht man in dem man sich ganz einfach mit den Hand-Controllern auf die Objekte zubewegt und per Tastendruck zugreift. Das steigert nochmal ungemein das VR Erlebnis.

Es ist total faszinierend selber als Spieler in der Szenerie (Wald, Sumpf, Dungeons usw) zu stehen und mit der Welt zu agieren. Nettes Gimmick ist sogar, dass die Maus hier und da mit mir als Spieler interagiert^^

Das Game hat eine schöne märchenhafte Fantasy Atmosphäre, ist recht simpel, aber aufgrund der VR Immersion und dem VR Gameplay einfach nur phantastisch!

Wirklich sehr nett gemacht und gebührend als eins der besten VR Games beschrieben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich muss bis jetzt leider auf VR verzichten, nach 20min ist mir so schlecht, dass ich mehrere Stunden nur am Kotzen bin :-(
Meine Erfahrungen sind mittlerweile schon ein paar Jahre alt und eventuell hat sich da was geändert/verbessert, nur hab ich keine Lust einen riesen Batzen Geld auszugeben um das rauszufinden :D
 
Ich muss bis jetzt leider auf VR verzichten, nach 20min ist mir so schlecht, dass ich mehrere Stunden nur am Kotzen bin :-(
Meine Erfahrungen sind mittlerweile schon ein paar Jahre alt und eventuell hat sich da was geändert/verbessert, nur hab ich keine Lust einen riesen Batzen Geld auszugeben um das rauszufinden :D
Ich kenne diese Überlegungen und könnten 1zu1 von mir stammen.

Also du warst sogar noch gut mit 20min, ich bin so Motion Sickness sensibel, dass mir vor paar Jahren 5min in RE7 ausgereicht haben, um danach zwei Tage latent Übelkeit zu empfinden...
Für mich war da auch klar: VR ist absolut nichts für mich!

Ich habe jetzt trotzdem nochmal den Schritt gewagt, weil ich letztens beim Kumpel diese "Hai"-Demo auf der PSVR (1 wohlgemerkt) für 15 Min ausprobiert hatte und mir danach seltsamerweise gut ging. Bei der Demo an sich hat es aber auch Klick gemacht bei mir, wie wirklich geil VR ist, wenn keine Übelkeit das Erlebnis boykottiert!

Habe dann entschieden, es einfach zu wagen, und kurzerhand bei Kleinanzeigen eine PSVR2 plus Game für 340€ vor drei Tagen ergattern können und ich kann stand jetzt sagen, dass es bisher jeden Cent wert ist. Die PSVR2 ist zudem noch vieeel angenehmer vom Tragekomfort und Bildqualität, was auch Motion Sickness entgegenwirkt.

Ich habe jetzt mal gestern Abend auch versucht Grenzen auszutesten und mal für eine Std durchgehend gezockt. Kein Problem gehabt, weder Motion Sickness, Kopfschmerzen oder sonstiges Unbehagen!

Ich bin für meinen Teil echt froh, es gewagt zu haben, da ich bisher eigentlich überzeugt war, dass Motion Sickness für mich unüberwindbar sei.
Andernfalls würde ich die Brille jetzt aber auch wieder verkaufen.

Ansonsten, alle sprechen doch so gern über Immersion. Mehr Immersion als VR gibt es nicht, was dir sofort bewusst wird, wenn du dich im Raum um 360° drehst und nicht mehr in deiner Wohnung sitzt, sondern in einer Wüste, wie bei Papers Beast :)
 
Wenn du den blöden Affen nicht präzise steuern kannst, weil die Entwickler das so nicht vorgesehen haben, dann wirst du immer wieder ins Gras beißen deswegen.
Kennt ihr das, wenn euer Kumpel was ausm China Store bestellt für gar nicht wenig Geld und dann felsenfest behauptet, dass dieses Produkt mindestens genauso gut ist, wie das Original welches ihr besitzt?
Und dann nimmt ihr diesen Böller in die Hand!?

Wu-Kong.
 
Bin seit Donnerstag (nach rund 60h Spielzeit) mit Black Myth: Wukong durch - den ersten Walkthrough zumindest. Es ist extrem schwer für mich, dem Spiel eine Hausnummer zu geben. Es gibt Teile an dem Spiel, die ich absolut liebe und weswegen ich gern sehen würde, dass das Spiel GOTY gewinnt. Es gibt allerdings auch Teile, die mich an dem Spiel frustrieren lassen. Mit ganz, ganz viel Bias - ich liebe chinesische Mythologie und finde Inszenierung, Story pp. perfekt - würde ich dem Spiel eine 9/10 geben - muss allerdings zugeben, dass auch Wertungen von 7/10 und 8/10 angebracht sind. Der Meta- und Userscore, der sich derzeit um 8/10 einpendelt, ist daher durchaus aussagekräftig. Im Einzelnen:

Fangen wir mit dem Elefanten im Raum, dem Gameplay und vor Allem dem Combat, an. Wukong ist tatsächlich mein erstes Soulslike und hat eher dafür gesorgt, dass ich dem Genre skeptisch gegenüberstehe. Das liegt nicht nur daran, dass man bei Nutzung von Frame Generation einen Input-Lag hat, der sich spürbar auf's Gameplay auswirkt, sondern auch am Gegner-Design selbst: Der Schwierigkeitsgrad in dem Spiel ist, wie man im Englischen so schön sagt, "all over the place". Viele Gegner sind tatsächlich völlig in Ordnung. Einige Gegner hingegen lassen sich sehr gut staggern und fast ohne Gegenwehr besiegen. Andere Gegner wiederum haben so lange Attack-Chains und bieten so kurze Attack-Windows, dass sich das Spiel nicht danach anfühlt, die Bossmechaniken zu lernen und den Boss dann zu legen, sondern eher danach, eine Choreographie perfekt meistern zu müssen.

Gerade aufgrund der Länge der Bosskämpfe von durchaus bis zu 10 Minuten ist das unfassbar frustrierend und fühlt sich eher nach "difficult for difficulty's sake" an anstatt nach gutem Game Design. Das ist schade, weil das Kampfsystem selbst durchaus Spaß macht und man dank einer Vielfalt an Skills auch viele Handlungsmöglichkeiten hat. Im Vergleich zu dem ersten Action RPG, das ich in diesem Jahr gespielt habe (Stellar Blade), bietet Wukong leider auch nur Combat als einzigen Gameplayloop. Exploration existiert zwar und macht Spaß, es gibt aber keinerlei Plattforming, Movementpuzzles oder dergleichen. Mir persönlich hat das nichts ausgemacht; es sollte jedoch angemerkt werden.

Ansonsten überzeugt das Spiel in allen anderen Bereichen: Die Inszenierung ist perfekt. Das Spiel sieht genauso aus, wie ich mir chinesische Mythologie vorstelle - gerade in den wäldlichen Bereichen. Die Natur ist unfassbar gut dargestellt, die Tempelanlagen sind atemberaubend, die Charaktere, Bosse pp. sehen umwerfend aus. Das Spiel hat zudem auch eine sehr gute Story, bei der man jedoch berücksichtigen muss, dass ihr einge typisch (antik-) chinesische Erzählweise zugrunde liegt. Die Musik - und insbesondere die Musikvideos zwischen den Kapiteln - ist sehr gut - gerade im zweiten Kapitel ist die Musik mit dem Sanxian (das, was sich in Japan später zum Shamisen entwickelt hat) ziemlich cool. Der Mix zwischen Design, Musik und der graphical fidelity des Spiels sorgt dafür, dass der sehr lineare Aufbau des Spiels (und damit Beschränkungen bei hidden secrets) kaum auffällt.

Abseits von einigen sehr frustrierenden Passagen hat mir das Spiel insgesamt sehr gut gefallen. Auch, wenn es eigentlich nicht ins Gewicht fallen sollte: Es ist zudem ein komplettes, ohne erhebliche Probleme funktionierendes Spiel auf AAA Niveau ohne Nebenkosten für 60 EUR. Für das erste Spiel eines chinesischen Entwicklers in einem Heimatmarkt, in dem der Markt sonst von mobile Gaming oder Gaming in Internet-Cafés bestimmt wird, ist das Spiel auch ein herausragender Erfolg und hat bei den Spielen, die bislang in diesem Jahr erschienen ist, auch sehr dominante Chancen auf einen GOTY-Titel. Der Entwickler des Spiels hat den Titel als ersten Teil einer Serie konzeptioniert, die sich mit der chinesischen Mythologie befassen soll. Es gibt angeblich bereits Ideen für zwei weitere Titel. Ich hoffe daher, dass der Entwickler Kritik und Feedback gut verarbeiten kann und wir in einigen Jahren einen weiteren, herausragenden Titel bekommen.






Als nächstes ist Star Wars Outlaws dran. In den wenigen Stunden, die ich das Spiel spielen konnte, habe ich mich allerdings bereits von Ubisoft betrogen gefühlt: Das Spiel hat mit Star Wars wenig zu tun und ist - zumindest für mich persönlich - ein klassischer Fall von false advertisement. Das Spiel ist ein drittklassiger Stealth-Titel (und zwar ausschließlich Stealth (Shooting ist in dem Spiel absolut sinnfrei), der sogar weit hinter älteren Assassin's Creed Titeln zurückbleibt), der gerade mit genug Star-Wars-Farbe angemalt wurde. Ubisoft wird immer mehr zur Verkörperung von Mittelmäßigkeit und auch Star Wars Outlaws dürfte ein klassischer Ubislop-Titel sein. Ich habe wohl etwa noch die Hälfte des Spiels vor mir, optimistisch sehe ich dem Rest des Spiels allerdings nicht entgegen.
 
Star Wars Outlaws - Ich habe versucht, es zu Ende zu spielen, aber es macht einfach keinen Spaß. Vielleicht geht's morgen wieder oder in einigen Tagen wieder weiter - ich weiß es nicht. Das Spiel ist ein Frankenstein'sches Monster, das aus den Bestandteilen diverser Ubisoft-Titel zusammengeflickt wurde - allerdings in einer Art und Weise, in der die einzelnen Bestandteile auf die Grundlagen - und teilweise nicht einmal das - zusammengeschrumpft wurden:
  • Das Spiel ist hauptsächlich ein Stealth-Titel. Alles in dem Titel schreit Stealth. Allerdings sind die Stealth-Möglichkeiten stark beschränkt. Es gibt nicht einmal Ledge oder Aerial Takedowns wie es sie bspw. in Assassin's Creed gibt. Es gibt relativ deutlich vorgegebene Lösungswege. Von der Freiheit von Assassin's Creed's Blackbox Assassinations hat das Spiel gar nichts. Die Stealth-Passagen sind mitunter auch sehr, sehr lang und gerade, wenn es sich um Stealth-Passagen handelt, in denen nur Stealth erlaubt ist, unfassbar frustrierend. Zumindest ist das Checkpoint-System großzügig und die Gegner-KI ist unfassbar dämlich. Star Wars Outlaws ist quasi Budget Assassin's Creed.
  • Das Shooting ist völlig überflüssig. Man hat nur den Blaster. Man kann zwar recht selten von Gegnern droppende Waffen aufnehmen und nutzen, lässt diese allerdings bei fast jeder Interaktion automatisch fallen, weshalb eben diese Waffen kaum eine Bedeutung haben. Im Spielverlauf bekommen die Gegner im übrigen immer mehr HP und werden deshalb unfassbar spongy, was den Spielspaß stark mindert. Das Shooting fühlt sich an wie Budget Splinter Cell.
  • Der "beste" Teil des Spiels ist tatsächlich Exploration. Die Spielwelt ist tatsächlich hübsch anzusehen und es lohnt sich tatsächlich, Side-Content zu machen. Es gibt sehr oberflächliche Plattforming-Passagen, die das Gameplay auflockern, stellenweise allerdings durch nicht unbedingt präzise Steuerung frustrierend machen kann. Es gibt nicht an jeder Ecke irgendwelche Fragezeichen auf der Karte - es gibt tatsächlich hauptsächlich größere Locations auf den Karten, an denen man Sidequests macht. Im Grunde ist dadurch allerdings auch die Open World überflüssig. Es hätte auch eine Semi-Open-World à la Jedi Survivor oder eine lineare Erfahrung ausgereicht. Das gilt umso mehr, weil man deutlich merkt, dass die Open World hauptsächlich dafür dienen soll, die Spielzeit zu strecken.
  • Das Spiel ist technisch so halbwegs in Ordnung. Es gibt zwar Bugs, allerdings konnte ich bei mir persönlich noch keine gamebreaking bugs feststellen, wie sie andere Spieler bereits hatten. Auffallend sind die wirklich schlechte KI sowie die wirklich schlechten Gesichter und Gesichtsanimationen. Ich möchte auch meinen, dass das Spiel deutliches Optimierungspotential hat. Das Spiel ist einfach nicht hübsch genug für das, was es an Hardware fordert. Cyberpunk 2077 sieht deutlich besser aus und performed zudem deutlich besser.
  • Die Story des Spiels ist oberflächlich und godawful. Es ist der typische Disney-Fluff der wenig mit Star Wars zu tun hat.
Alles in Allem ist das Spiel - und das ist wohl das zutreffendste Resumée, das ich bislang über das Spiel gehört habe - nicht traditionell schlecht. Alle Teile des Spiels sind irgendwie funktional ohne aber in irgendeiner Art und Weise herauszustechen. Zusammenfassend lässt sich sagen:

Positiv:
  • Nix. He's cute as f*ck. I love him.
Negativ bzw. zumindest neutral:
  • Alles (!) andere.
Das Spiel bekommt von mir 4/10 Punkten inklusive einen Bonuspunkt für Nix, also insgesamt 5/10 Punkte. Ubisoft ist zur Verkörperung von Mittelmäßigkeit geworden. Ubisoft ist wohl nicht umsonst der einzige Publisher, dessen Aktienkurs während COVID nicht gewachsen ist. Das Spiel hätte locker noch mehrere Monate Entwicklungszeit gebraucht, wenn nicht sogar ein weiteres Jahr. Allerdings hätte man dann den Release von Assassin's Creed Shadows kannibalisiert. Wer das Spiel spielen möchte, sollte das allenfalls über einen Monat Ubisoft+ finanzieren oder aber über einen erheblichen Sale.



Gott, Buddha, Allah... Ich weiß nicht, was ich jetzt spielen soll. Immerhin kommt ja bald Warhammer raus...
 
Ich hab gestern mit Crosscode angefangen.
Ist noch zu früh mehr dazu zu schreiben, aber mal so viel:
Wieder einer dieser Titel bei dem man sich ärgert, dass die SNES keine Analogsticks hatte und man gezwungen war die Mode7 Abschnitte in Contra mit den Schultertasten zu meistern.
 
Alles in Allem ist das Spiel - und das ist wohl das zutreffendste Resumée, das ich bislang über das Spiel gehört habe - nicht traditionell schlecht. Alle Teile des Spiels sind irgendwie funktional ohne aber in irgendeiner Art und Weise herauszustechen.
Es was zu erwarten, dass Ubisoft hier das Rad nicht neu erfindet. Das machen die seit über zehn Jahren nicht mehr. Es ist daher fraglich, wie das als Kritik zu verstehen ist. Schlecht muss das ja nicht sein, ein Elden Ring macht gegenüber einem Dark Souls 3 eigentlich auch kaum etwas neu oder anders, nur eben in einem größeren Maßstab – und hat damit Erfolg.

Das ist das, was mir an Outlaws gefällt: Ubisoft hat davon abgesehen, den Titel aufzublähen. Es gibt keine 800 Skills, die ich lernen kann. Es gibt keine 800 Waffen, die ich ausrüsten kann. Man ist in dem Spiel, was man ist: eine kleine Diebin, die sich Umstände zunutze macht und sich "durchflutscht", ohne fette Rüstung, da sie sich nun einmal nicht wie ein Rambo spielen soll. Trotzdem kann man seinen Blaster aufrüsten, Granaten werfen, Explosionen durch Fässer erzeugen – so mancher Kampf in einer imperialen Festung war bei mir durchaus reich an Action, immer mit dem Hintergrund, dass ich als einzelne Person unterlegen bin und mir etwas einfallen lassen muss, um zu überleben. Ich finde das glaubwürdig umgesetzt und das ist eine Sache, die die meisten Studios und andere Spiele heute nicht mehr hinbekommen.

Und statt generischer "sammle 10 Pilze Quests" gibts über die Zeit immer wieder spannende Locations zu sehen, Beispiel:
Outlaws_2024_08_31_22_19_06_832.jpg


Bestimmt ist Outlaws keine 10/10, dafür macht es viel zu wenig neu/anders und wirkt teilweise aufgesetzt. Aber bislang (~13 h) bleibt es zumindest bei dem, was es sein will und damit erreicht man bei mir Anerkennung.
 
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Es was zu erwarten, dass Ubisoft hier das Rad nicht neu erfindet. Das machen die seit über zehn Jahren nicht mehr. Es ist daher fraglich, wie das als Kritik zu verstehen ist. Schlecht muss das ja nicht sein, ein Elden Ring macht gegenüber einem Dark Souls 3 eigentlich auch kaum etwas neu oder anders, nur eben in einem größeren Maßstab – und hat damit Erfolg.
Es geht nicht darum, dass Ubisoft das Rad nicht neu erfinden solle. Dass Ubisoft dazu nicht fähig ist, ist mir bewusst. Das Problem ist schlicht, dass Ubisoft sich zurück- anstatt weiterentwickelt. In Sachen Stealth sind bspw. die ersten Assassin's Creed Teile Outlaws qualitativ weit voraus. Das gilt auch für die anderen Spielbestandteile, bei denen man sich von eigenen IPs hat beeinflussen lassen. Der Vergleich mit Elden Ring hinkt damit extrem.
Das ist das, was mir an Outlaws gefällt: Ubisoft hat davon abgesehen, den Titel aufzublähen.
Fair enough. Hier kann ich dir zustimmen. Ich find's auch angenehm, dass der Titel nur um die 60 GB braucht anstatt - wie mittlerweile üblich - fast 150 GB. Allerdings hätte man sich dabei dann auch die Open-World-Teile des Spiels sparen oder sie zumindest kleiner gestalten können, denn gerade das Open-World-Traversal sorgt spürbar dafür, die Spielzeit zu strecken. Dazu kommt - zumindest für mich - auch, dass gerade im Open-World-Traversal Schwächen des Spiels deutlicher werden als in den linearen Teilen. Fallschaden ist in dem Spiel bspw. absolut lächerlich übertrieben.
Ich finde das glaubwürdig umgesetzt und das ist eine Sache, die die meisten Studios und andere Spiele heute nicht mehr hinbekommen.
Die Glaubwürdigkeit hat bei mir spätestens da aufgehört, wo Kay Stormtrooper ohne Hilfsmittel (siehe bspw. MJ's Taser in Spider-Man 2, der allerdings ebenfalls schon unglaubwürdig war) niedergeschlagen hat und sich die Lautstärke dessen nicht auf die wenige Meter entfernten Gegner ausgewirkt hat.



Wie gesagt: Es ist kein traditionell schlechtes Spiel. Es macht in den Spielbestandteilen größtenteils das bare minimum. Das ist ok und sorgt, wie du schon geschrieben hast, dafür, dass es auf keinen Fall eine 10/10 ist. Es ist für mich persönlich aber so stark mittelmäßig, dass es auch keine 7/10 sein kann. Mit viel Liebe - Nix ist halt cute as f*ck und hat bei mir einen entsprechenden Bias erzeugt - wird's vielleicht noch eine 6/10. Dazu kommt, dass die Story vergesslich ist. Es ist halt Popcorn-Kino, das man an einem Wochenende durchspielen und danach direkt wieder vergessen kann, weil es nicht im Langzeitgedächtnis bleibt. Das ist ok - allerdings nicht für den aufgerufenen Preis, weshalb ich bereits empfohlen habe, das Spiel nur über Ubisoft+ zu spielen oder auf einen substantiellen Sale zu warten.
 
@PCGH_Dave & @Khaos-Thanathan
Wie empfindet ihr denn, den Shooter-Aspekt bei Outlaws?

Ich frage, weil es ja kein klassisches Ubisoft Game sein sollte, da "The Division"-Massive am Werke war. Erwarte also zumindest dahingehend, dass es sehr viel Feinschliff hat, denn The Division war ja seiner Zeit zumindest in der Teilkompetenz Shooter gut.

@ thread

Call of Duty Black Ops 6 (Beta)

Sehr solide für ne Beta, jedoch mit den üblichen ständigen Updates während des Spielens. Ansonsten vom Gameplay her pure Hassliebe, wie seit eh und je.
 
Wie empfindet ihr denn, den Shooter-Aspekt bei Outlaws?
Der fühlt sich für mich wie ein reiner Nachgedanke an. Du hast idR nur deinen Blaster, der sich wie eine Wasserpistole anfühlt. Du hast keinen Recoil (gut, es ist ein Blaster...) und Headshots fühlen sich irgendwann aufgrund der Spongyness der Gegner so an, als würden sie keinen Unterschied machen. Es fühlt sich auch nicht "weighty" an. Ich habe bislang keinen Division-Titel gespielt und kann das Entwicklungsstudio daher nicht beurteilen. Ich verstehe aber ehrlicherweise nicht, warum man einen Titel, der hauptsächlich auf Stealth setzt, von einem Shooter-Team entwickeln lässt anstatt von irgendeinem der zig AC-Studios...
 
@PCGH_Dave & @Khaos-Thanathan
Wie empfindet ihr denn, den Shooter-Aspekt bei Outlaws?
Es spielt sich so, wie man es von einem Stealth-Spiel erwarten würde: Man kann es nicht mit 100 Gegnern gleichzeitig aufnehmen, sondern muss Ziele gezielt ausschalten, was ja auch mit dem Blaster sehr gut geht. Auch dient der Blaster zur Ablenkung ganzer Gruppen, was den Zugang zu bestimmten Gebieten deutlich erleichtert.

Am Ende ists halt nur ein Blaster und der ist für sich genommen schon recht mächtig. Doch steht man vor einem AT-ST, dann fühlt man sich zurecht eingeschüchtert und kann mit der kleinen Wumme so gut wie nichts ausrichten. Vom Gefühl her hält sich meine Kritik in Grenzen, der Shooter-Part ist mit dem in einem Hitman recht gut zu vergleichen: Einzelne Ziele lassen sich gut ausschalten, Gegner-Gruppen überwältigen dich, auch mit einem großen Blaster.
 
Da ich von Diablo 4 endgültig die Schnauze voll habe, habe ich mir erstmal 3 kleinere Spielchen installiert, welche ich schon die ganze Zeit mal spielen wollte:

- Thimbleweed Park
- Two Point Hospital
- Crazy Machines 3

Mal was ganz anderes. Um mal das Gehirn ein bisschen anzuregen. :ugly:
 
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Da ich von Diablo 4 endgültig die Schnauze voll habe
Versuche es doch noch mal mit PoE - duck und weg renn. :D (nur Spaß)

Falls es etwas seichter sein soll, wäre Last Epoch noch ne Empfehlung. Natürlich nur, wenn du mal wieder Lust auf nen Hack'n Slash hast.

Aber immer mal wieder in andere Genres rein zu schauen, ist nie verkehrt. Bis auf Stealth (hau mir ab mit Outlaws :ugly:) und Sportspiele, bin ich da sehr breit aufgestellt und hab so gut wie nie Phasen von: Was zock ich jetzt? Hmm... irgendwie keine Lust, mir fehlt x Spiel.
 
Versuche es doch noch mal mit PoE - duck und weg renn. :D (nur Spaß)
Habe ich schon hinter mir. :D
Falls es etwas seichter sein soll, wäre Last Epoch noch ne Empfehlung. Natürlich nur, wenn du mal wieder Lust auf nen Hack'n Slash hast.
Da habe ich auch gutes von gehört. Aber auf Hack´n Slash oder Slay habe ich erstmal keine Lust mehr.;)
Aber immer mal wieder in andere Genres rein zu schauen, ist nie verkehrt. Bis auf Stealth (hau mir ab mit Outlaws :ugly:) und Sportspiele, bin ich da sehr breit aufgestellt und hab so gut wie nie Phasen von: Was zock ich jetzt? Hmm... irgendwie keine Lust, mir fehlt x Spiel.
Ich besitze soviele Steamspiele die ich noch nicht gespielt habe. Irgendwas wird schon dabei sein.:ugly:
 
So, nach rund 20 Stunden ist dann erst mal die Luft aus Outlaws raus. Besucht habe ich zwei Planeten, wenn man den Startplaneten mitzählt. Gelandet bin ich gerade auf Planet 3 und was ich da erlebt habe, hat mich erst mal zum Pausieren bewegt.

Wie es üblich ist, erkunde ich vor den Hauptquests gern die Gegend. Ich habe ein Lager des Imperiums entdeckt und wollte deren Sachen "ausleihen", was die natürlich doof fanden. Einen Feuerwechsel später hat sich dann die Fahndungsstufe um eins erhöht. In diesem Modus kommt alle 30 Sekunden ein nerviger Funkspruch rein, dass man die Augen nach Kay (mir) offen halten soll und die Schnellreise ist gesperrt und diese lässt sich erst wieder einsetzen, wenn man die Fahndungsstufe auf null gesetzt hat. Das geht an Terminals, die in den Imperiums-Lagern sind. Da bin ich also hingefahren, doch benutzen konnte ich es nicht! Warum? Bug? Was weiß ich, es ging einfach nicht. Durch die Fahndungsstufe bekam ich es dann mit immer mehr Sturmtrupplern zu tun, die ich natürlich über den Haufen geschossen habe, bis ich schließlich die maximale Stufe erreicht habe, was die Todestruppler aktiviert, die mich jagen (!) sollen. Das ist jedoch nichts anderes als ein Event auf der Karte, das ich selbst aufsuchen muss (!). Nur, wenn man dort alle Gegner killt (die extrem stark sind), kann man die Fahndungsstufe zurücksetzen und hat wieder seinen Seelenfrieden.

Die Todestruppler waren in meinem Fall über sechs Kilometer entfernt, und ohne Schnellreise musste ich den ganzen Weg fahren und wurde unterwegs alle fünf Sekunden von Feinden angegriffen, die einfach mitten in der Pampa gespawnt wurden (das konnte man sehen).

Sorry, aber denkt sich denn solch einen Unsinn aus? :stupid:
Das hat mir gerade echt die Lust genommen, da weiterzuspielen.
 
Sorry, aber denkt sich denn solch einen Unsinn aus? :stupid:
Das hat mir gerade echt die Lust genommen, da weiterzuspielen.
Selten so eine bescheuerte Gameplay-Entscheidung gesehen und das in einem AAA Titel?!

Dabei ist doch allgemein seit Jahrzehnten etabliert in Stealth-Games, dass eine gewisse Zeit verstecken oder aus dem Suchbereich verschwinden ausreicht, um das Fahndungslevel auf Reset zu stellen. Ich wäre ja offen für coolere Alternativen, sofern es die geben sollte, aber Outlaws Idee dazu zählt definitiv nicht zu so einer.
 
Dabei ist doch allgemein seit Jahrzehnten etabliert in Stealth-Games, dass eine gewisse Zeit verstecken oder aus dem Suchbereich verschwinden ausreicht, um das Fahndungslevel auf Reset zu stellen
Bei den Fraktionen kann man seinen Ruf damit nicht retten, aber das Imperium ist bei Outlaws keine eigene Fraktion. Trotzdem kann man in der Fahndungsstufe fünf oder sechs Stufen "aufsteigen". Vielleicht habe ich etwas verpasst, aber so far konnte ich das nur an diesen Terminals reduzieren – oder, wenn die Todestruppler dich ausschalten, nachdem du sechs Kilometer zu ihnen gefahren bist. :ugly:
 
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