Nachdem ich meinen aktuellen Durchgang bei Baldurs Gate 3 beendet habe, bin ich jetzt dabei endlich mal "
The Outer Worlds" durchzuspielen.
Mein "kleines Zwischenfazit" dazu, bis jetzt, nach etwa 2/3 durchgespielt:
Ich habe es eigentlich schon seit fast 2 Jahren in meiner Bibiliothek, aber beim ersten Versuch es damals durchzuspielen hab ich nach 8h aufgehört, weil mich das Spiel einfach gar nicht geschafft zum weiterspielen zu motivieren.
Auch jetzt, beim zweiten Anlauf, muss ich immer noch, auch nach 30h sagen, dass ich "The Outer Worlds" persönlich wirklich nicht unbedingt zu den stärksten Titeln von Obsidian zählen würde, aber mangels momentan groß anderer "besserer" Titel auf Halde, zieh ich jetzt zumindest mal einen kompletten Durchlauf durch...
Das soll aber eigentlich auch nicht bedeuten es wäre ein unspielenswert-schlechtes Spiel, nicht das es falsch verstanden wird, absolut nicht was es heißen soll!
Allerdings, es ist eben bedauerlicherweise eines jener Spiele, dass durch sein sehr begrenztes Entwicklungsbudget leider viel zu viele Kompromisse eingehen musste und dieses merkt man doch sehr oft und wohl auch am deutlichsten beim Gameplay, wo sehr viele Kompromisse eben zu sehr vielen "Ecken und Kanten" führen.
Als positve Punkte aber zuerst einmal, als größte Stärken würde ich klar positiv die Geschichte und Begleiter benennen und auch der Stil der Spielwelt hat, mit dieser etwas an "Spacewestern" erinnernden Optik, durchaus einen gewissen gewinnenden Charme an sich.
Als Schwächen sehe ich aber eben, wie schon flüchtig angerissen, besonders das Gameplay in Form vom Kampfsystem, welches doch sehr "eindimensional" ausfällt.
Das ist vor allen dadurch der Fall, dass es z.B. sowas wie werfbare Granaten nicht gibt, sich das Schwachstellensystem an Gegnern auch sehr "minimalistisch" anfühlt und das zufügen und arbeiten mit gezielten Effekten / Zuständen auch ehr leidlich befriedigend ist und auch das modden der Waffen fällt für mehr Tiefe dann einfach am Ende zu flach aus.
Darüber hinaus fühkt sich auch die Spielwelt, durch ihre sich relativ häufig wiederholenden Assets, sowie nur etwa 10 unterschiedlichen Arten von Gegnern, Streckenweise doch immer wieder etwas negativ "austauschbar" an.
Das alles ist eigentlich schon wirklich irgendwie schade, weil die Ansätze von "The Outer Worlds" sind ja durchaus nicht verkehrt, aber würde mich jemand fragen ob er sich für das spielen von "Fallout: New Vegas", oder "The Outer Worlds" entscheiden soll, ich würde ihm wohl klar ersteres empfehlen, weil es einfach in allen Aspekten das viel überzeugendere Spielerlebnis von Obsidian abliefert, trotz der Altersdifferenz zwischen beiden Titeln und gleichen Genre.
"The Outer Worlds" muss man leider unter die Kategorie Spiel verbuchen, wo wirklich alleine das zu geringe Budget dafür gesorgt hat, dass das im Grunde sehr solide Gerüst deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurückbleiben musste.
Vielleicht schafft Obsidian das ja dann irgendwann mal mit einem "The Outer Worlds 2", was ich trotzdem hoffe das sie es irgendwann entwickeln werden, einfach weil dieses Spiel einen soviel würdigeren Nachfolger auf Grundlage dieses Erstlings verdient hätte, so wie ja auch Wasteland 2 von inXile mit Wasteland 3.
Bei dem wäre dann auch das Budget wohl sicher nicht mehr so ein hart limitierender Faktor wie noch in "The Outer Worlds", wo Obsidian ja inzwischen ein Teil von Microsofts Private Division sind.
So bleibt mir nur zu sagen, wer die Wahl hat und ein gutes ARPG sucht, sollte, wie erwähnt, nicht als erstes zu "The Outer Worlds" greifen.
Wer aber die gängisten guten Titel im Bereich der ARPGs durch hat und seine Erwartungen, vor allen an das Gameplay, runterschrauben kann, wird wohl trotzdem seinen Spaß an dem Titel finden und auf einem "soliden Level" unterhalten werden, aber eben auch nicht mehr (in meinen Augen).
