Danke für's Teilen, Compi! Wann bekommt man schon die Gelegenheit über den Glauben der American Natives aus 1. Hand zu erfahren. Nochmal danke dafür!
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Aber nur nahezu! Der Gedanke daran, dass Allah an unreinen Orten, wie Toiletten, Kanalisationen, Müllhalden, etc pp sich befindet, ist etwas, was wir entschieden zurückweisen. Allahs Macht durchdringt alles, da er Materie erschaffen hat, aber sein Wesen ist vollkommen und unabhängig von der Schöpfung.
Vorangestellt:
Ich betrachte Religion immer zweigleisig.
Ein mal der Glaube an sich und dann der kulturhistorische Aspekt.
Sprich, wenn ihr nicht an die einzige Wahrheit von Allah glauben würdet und zweifeln würden, wäre der Glaube ebenso absurd, wie es bei mir wäre.
Also muss man bei aller Diskussion in Bezug auf den Glauben vorab davon ausgehen,
dass Allah für euch der einzig Wahre sein muss, so wie für mich Manito der einzig Wahre ist.
Den obigen Satz verstehe ich bzgl. der Logik nicht.
Da zweifellos Allah alles durchdringt und vollkommen ist, dürfte es ihm doch völlig gleich sein, wo genau er ist, oder?
Er dürfte doch weit darüber von unserem Verständnis sein, was nun rein oder nicht ist.
Prinzipiell assoziieren wir natürlich Manito auch hauptsächlich über schöne Sachen.
Also ich gebe frank und frei zu, dass Manito sich durchaus auch in Büffelscheiße aus unserem Grundverständnis sein könnte.
Weil Manito gar nicht in unserer armseligen Denkensweise denkt und Maßstäbe hat, die wir nicht im entferntesten auch nur erahnen können.
Kulturhistorisch (also ganz anderer Blickwinkel) verstehe ich natürlich glasklar, warum Juden wie Muslime Schweinefleisch meiden sollen.
Schweinefleisch in ariden Klimata zu genießen, hat was sportliches an sich.
WENN einer von 2-3000 Jahren an einer Fleischvergiftung starb, dann garantiert an einer vom Schwein.
Das Problem hatte die 1st Nations bis zur Invasion durch Fremde nicht:
Bei uns gabs keine Hausschweine und das Fleisch der Wildsorten sind nahezu ungenießbar (merkwürdiger Weise schmeckts einigen Europäern) und wurden nur bei extremen Hungersnöten bejagt.
Faktor Zeit ist sehr interessant für mich, da in der islamischen Lehre Allah Raum und Zeit erschaffen hat und somit auch von dieser unabhängig ist. Es gab kein vorher für Allah, denn wenn es ein vorher hätte geben können, dann würde man dieser Logik nach ja glauben können, dass Allah selber erschaffen wurde, und dann natürlich auch gleich die Frage aufkommt, wer hat Allah erschaffen. Hier zieht der Islam einen ganz klaren Strich und sagt nein! Allah ist die Ewigkeit, ohne Anfang, ohne Ende und alles andere fängt durch Seine Macht an und endet durch seine Macht. Für mich nochmal sehr eindrücklich, da diese Gedanken sehr verdeutlichen, wie begrenzt wir in der Wahrnehmung das zu begreifen sind.
Das ist aus meiner Brille identisch.
Auch Manito gab es schon immer und wird es immer geben.
Er ist bei uns Raum und Zeit und dies existiert nur deswegen weil er da ist und weil er überall zugleich ist
Ja, das ist hier ganz anders, als bei uns. Allah ist kein passiver Schöpfer, sondern er erschafft und alles wird nur durch seine Kraft aufrecht gehalten, ohne dass Allah Müdigkeit oder auch nur den kleinsten Deut unachtsam ist (ganz konträr zur jüdisch-christlichen Vorstellung, in der Allah am 7. Tag sich ausruhen musste).
Das "Manito ließ zu" ist mutmaßlich eine kulturhistorische Entwicklung bei den 1st Nations.
Da es mannigfaltige Schöpfungsgeschichten der einzelnen Völker gibt (Mehrzahl: gab

), wurde in den Kernmythen offen gelassen, wer denn nun genau diese Welt schuf.
Es gibt in wirklich uralten Überlieferungen Ansätze, die erstaunlich nahe an das heutige wissenschaftliche Weltbild herankommen.
In einigen Gesängen wird erzählt, dass Manito unzählige Welten erschuf, es überall Leben gibt und die "Mutter Erde" nur eine von unzähligen Welten ist.
Ob damit astronomisch korrekt andere Planeten gemeint sind, wird natürlich nicht erzählt. - woher sollten es die Ahnen auch wissen.
Und ja, das mit dem am 7. Tag gibts mal ne Pause kennt Manito auch nicht.
Hier gibt es in der Tat Ähnlichkeiten, im Sinne von: Die Schöpfung, also Natur ist ein Wunder und schön. Doch es gibt kein Vergleich zu Allahs Schönheit und Vollkommenheit, Der das alles aus dem Nichts erschaffen hat, ohne ein Gleichnis oder Beispiel.
Die mutmaßliche Idee dahinter ist bei uns die folgende:
Nur wer alles Schöne auf der Welt gleichzeitig erkennen würde, würde erahnen können, wer Manito ist.
Da dies aber faktisch unmöglich ist und sein wird, werden wir nie eine Chance bekommen, seine Vollkommenheit wahrzunehmen.
Was aber wieder implizieren würde, dass unsere Religion menschengemacht ist.
Na ja, da kommt mein kulturhistorischer Realismus durch.
Ich gehe schon davon aus, dass die Entwicklung von Naturreligionen über die Himmel voller Götter bis hin zum Monotheismus was mit der kulturellen Entwicklung der Völker per se zu tun hat.
Unbedarft davon MÜSSEN wir glauben, dass in der Tat Allah in Deinem Falle oder Manito in dem Meinigen die Menschen -flapsig ausgedrückt- angestuppst hat, mal scharf darüber nachzudenken, wer genau über all diesen zweifellos menschgemachten Donner- oder Blitzgöttern steht.
Ohne dem GrundGLAUBEN, dass Allah eben nicht eine menschgemachte Idee ist, wäre Deine wie meine Religion sinnfrei.
Monotheismus bedeutet aus meiner Brille immer, den richtigen Weg (im jeweiligen kulturhistorischen Umfeld) zu beschreiten und an der Unvergleichlichkeit des wahren Einzigen keinen Zweifel aufkommen zu lassen.
Der Prophet Muhammed ist nach islamischer Lehre ein ausgewählter Mensch und der letzte Prophet in einer langen Kette von Propheten, wie Noah, Abraham, Jakob, Ishak, Ismael, Jonas, Moses, Jesus usw. Aber nicht der Gründer oder Erfinder des Islams.
Diese Ausgewählten gibts nicht bei uns.
Jeder ist ausgewählt, der den rechtschaffenen Weg beschreitet uns zu jedem spricht Manito gleichermaßen.
Der Qur'an wird als Allahs unverändertes Wort und Botschaft an die gesamte Menschheit gesehen, welches dem Propheten Muhammed eingegeben wurde und er diese lediglich den Menschen übermittelte. Daher wird in Qur'an über Muhammed auch in Dritter Person gesprochen und an manchen Stellen sogar kritisert.
Prophet Muhammed hat zudem auch nie behauptet, dass er der Autor ist.
Bei uns gibts nahezu keine schriftlichen Zeugnisse.
Jene, die Schriften entwickelten (z. b. Cherokee), dürften nicht Manito beschreiben oder über ihn berichten.
In vielen Liedern wird genau das besungen, dass Manito ausdrücklich untersagte, Bildnisse von ihm anzufertigen oder gar über das zu schreiben, was er dem einzelnen sagte.
Es ist ähnlich Tabu - glaube ich - wie im Islam, Bilder (z. B. Marienbilder oder so) anzufertigen.
Einzig die Darstellung als Symbol als Adler ist erlaubt.
Bei euch mutmaßlich mit dem heiligen Schriftzug von Allah (richtig verstanden?) oder dem christlichen Kreuz.
Aus islamischer Sicht glauben wir, dass Allah aus allen Völkern Propheten auserkoren hat, die den 1 Gott Glauben predigten, somit bestimmt auch an die American Natives.
Nun, dann haben wir, wie oben erwähnt, eine ganze Menge Propheten

Mann wie Frau erhalten in ihrem spirituellen Gang ihren Erwachsenenamen und somit ist aus unserem Verständnis heraus quasi jeder Prophet.
Die Schamanen/Heiler bei uns haben die Eigenschaft, durch Trance öfters mit Manito zu sprechen.
Da sie dies immer nur für andere tun (Heilprozesse) sind sie selbstlos und bitten nichts für sich.
Wenn der Schamane stets rechtschaffen war, hilft Manito, wenn nicht, eben nicht.
Dann war er die längste Zeit Schamane.
Das ist ein Ehrenamt, dass es nur für Leistung gibt.
Die Moschee ist mehr ein Sozialer Raum, wo Gläubige zusammentreffen, beten, lernen, lehren, beraten etc.
Im weitesten Sinne quasi unser PowWow.
Das Gebet ist aber auch ein Gespräch mit Allah alleine und kann überall verrichtet werden (Ich bete das Mittagsgebet häufig in meinem Büro^^)
Da Manito allgegenwärtig ist, beten wir nicht.
Wozu auch, es sieht eh alles und eigennützige Anrufungen sind sinnlos.
Rufen wir demütig ihn zu Hilfe, weil jemand anderer Hilfe braucht, ist er da.
Würde der Hilfesuchende (z. B. Kranke) selbst um Linderung bitten, würde Manito darauf nicht reagieren.
Unsere Religion zwingt uns also immer, anderen zu helfen.
Deine Wahrnehmung ist komplett richtig. Wir glauben, dass es ein und derselbe Glaube im Ursprung ist und das es immer der Islam war, also Hingebung zu Allah. Somit sind für uns Jesus, Moses, Abraham alles Muslime (die, die sich Allah hingeben). Deswegen ähneln die Inhalte des Qur'ans der Thora und dem Evangelium teils sehr, teils überhaupt nicht, und teils wird auch kritisch korrigiert. So steht auch im Qur'an, dass Jesus kein Gott oder Sohn von Gott ist, sondern ein Mensch und Gesandter.
Der Qur'an ist quasi das letzte Update des Monotheismus
Nice.
Gefühlt ist der Glaube an Manito wohl eine der ältesten monotheistischen Religionen überhaupt.
Also kein "update" sondern "Ursuppe".
Lange dachte man ja, unsere Vorfahren sind vor irgendwas 12-15.000 Jahren in einer Zwischeneiszeit nach Amerika gekommen.
Dies trifft mutmaßlich auf jene Völker zu, die dann weiter nach Mittel- und Südamerika gezogen sind.
Vielgötterei im Rucksack.
Mutmaßlich weiter entwickelte Vorläufer von Religionen wie sie dann mehr oder weniger zeitgleich um 5.000-3.000 v. Chr. überall entstanden sind.
Nachdem man vor ca. 10 Jahren in der Nähe von einem Mound (das sind große von Menschen erschaffenen Erdbauwerke in Nordamerika) Abbildungen vom "Donnervogel" gefunden hat, sprich Symbol für Manito, das nachweislich irgendwas zw. 10.000 und 15.000 Jahre alt ist, gehen einige Wissenschaftler mittlerweile von einer
Vorbesiedlung der "alten", nordamerikanischen Völker von Nordamerika um 20-25.000 v. Chr. aus.
Mit Manito bereits im Gepäck...
Exemplarisch.
Diese Anlage des "Clovis" Volkes entstand grob zw. 3700 und 3000 v. Chr..
Watson Brake mound complexes in the Ouachita River Valley predate those of Poverty Point and reveals new information on Middle Archaic settlers.
www.louisianafolklife.org