AW: Was ist Realität, Wahrheit oder Wirklichkeit?
Bei aller Liebe zum Optimismus, aber sofern in der BRD auch nur 10 Nuklearbomben einschlagen würden wären die meisten Menschen sofort tot und der kleine Rest würde bald folgen. Kann man drehen wie man will aber die USA und Russland werden um die 30 000 Nuklearraketen besitzen die allein für einen Erstschlag herhalten. Die Kraft dieser Waffe wird auch mindestens 1000 mal mehr Potential besitzen als Hiroshima. Also ich kann mir nicht vorstellen dass überhaupt eine Spezies oberhalb der Erde das überleben kann.
Es sind zusammen nicht einmal 15000 Sprengköpfe, davon sind weniger als 4000 einsatzbereit, und davon ist wiederum ein Teil für taktischen Einsätze und Kurzstreckensysteme vorgesehen. Bleiben vielleicht 3000, die auf Interkontinental- und Langstreckenraketen abschussbereit montiert sind und bei 3 bis 7 Sprengköpfen für einige Raketen macht das deutlich unter 2000 "Nuklearraketen", nicht "30000". Vielleicht sind es 3000 inklusive China, Indien, Pakistan, Frankreich, England und Israel.
Konkrete Zahlen für Russland laut Wiki:
320 landgestützte Raketen und auf U-Booten
3x 16 Bulava, ggf.
20 weitere (Boot könnte sie tragen, wird aber für Tests genutzt und ist möglicherweise gar nicht oder nicht voll bestückt),
6x16Sineva und
3x16 Vysota. Macht rund 500 insgesamt - einschließlich derjenigen, die aufgrund von Wartung oder Defekt gar nicht einsatzbereit sind. Bei den USA dürften es weniger sein, dass sie konsequenter auf MIRV gesetzt haben.
Und zum Schadenspotential: In Hiroshima waren kurz vor dem Abwurf schätzungsweise 350000 Menschen. Die höchsten Schätzungen zu Opferzahlen inklusive Langzeitfolgen liegen bei 160000, also weniger als 50%. In Nagasaki steht es 260000 zu 80000, weniger als 30%. Das ist wohlgemerkt jeweils inklusive der Toten durch die folgenden Feuerstürme und bei mangelhafter medizinischer Versorgung.
Atomwaffen machen das Leben zur Hölle, zum Teil über Generationen. Aber sie beenden es nur für einen Teil der Betroffenen.
Falls es noch nicht ganz klar war, derjenige war ich...
Das war klar.
Klinisch Tod, Hirntod, die Maschinen wurden ca. 8 h
Das war nicht klar.
Das volle Programm, schweben über dem Körper, Frau, Kind, Eltern am Sterbebett, Ärzte usw., sogar Notizen lesen können, war bei einer Operation im Nebensaal dabei,
alles gesehen und konnte alles extrem detailliert wiedergeben und dann der berühmt-berüchtigte Tunnel mit Licht...
Beobachtungen gemacht, die ich eigentlich nicht hätte machen können und keine Sau kann mir erklären was passiert ist oder was es war.
Ich war bei diversen Hirnforschern in der Schweiz, Schweden, USA, die Protokolle meiner Aussagen ausgewertet haben, die Ärzte und Schwestern befragt haben usw.
Die Antwort war am Schluss immer die Gleiche: ich hätte bestimmte Dinge gar nicht mitbekommen können aber ich erzähle keinen Quatsch, die Hirnforschung und die Schulmedizin hat keine Antwort drauf.
Das ist der Teil, wo es interessant wird: Informationen, die weder du noch jemand anders in deinem Umfeld hätte wissen können, deren 1:1 Wiedergabe aber anhand von Aufzeichnungen bestätigt werden kann.
Nein eigtl nicht, ich gebe hier die Betrachtung eines Physikers wieder der einen Mathematiker zitiert

Bei Leschs Kosmos wurde die Frage aufgeworfen ob wir irgendwann alles wissen werden, worauf er das aus mathematischer Sicht verneint hat. Wissen ist nicht final, man kann es nicht abschließen, streng gesehen natürlich.
Praktisch würde ich ihm da recht geben, das Arbeitspensum ist auf Ewigkeiten nicht bewältigbar. Theoretisch hängt es davon ab, welchen Detailgrad wir als "alles wissen" bezeichnen: So, wie wir unseren Denkprozess verstehen und so, wie unsere Computer funktionieren, brauchen wir z.B. hunderttausende Atome um den Istzustand (soweit messbar - irgendwann gibt Heisenberg die Grenze vor) eines einzelnen abzuspeichern. Um wirklich alles über jedes Atom des Universums abzuspeichern, bräuchte es einen Computer, der 100000mal größer als Universum ist - definitiv unmöglich. Wenn man dagegen "nur" die Gesetzmäßigkeiten wissen möchte, würde ich nicht sagen, dass dieses Wissen "nicht final" ist. Da gibt's eine ziemlich klare Grenze, auch wenn sie sehr, sehr weit von unserem heutigen Wissensstand ist.
So oder so frage ich mich aber, was an der Frage geschweige denn der Antwort "mathematisch" sein soll? Wie beantwortet man nur mit Mathematik auch nur die Frage "können wir wissen, was gestern im Fernsehen lief?"
Wäre dem so dann würden zB 100%ge Vorhersagen möglich sein, und genau das ist in unserem Universum eben ausgeschlossen, weil immer ein Restpotential übrig bleibt das für den Gegenfall spricht. Sprich ganz gleich ob dir alle Faktoren eines Vorgangs bekannt sind kannst du dir nie und nimmer zu 100% sicher des Ausgangs sein, und das quasi bezogen auf alles was du dir vorstellen magst.
Ob dem so ist, ist meines Wissens nach hochumstritten und es gibt eine ganze Menge Wissenschaftler, die unser Universum als deterministisch betrachten. Um genau zu sein: Das ist die Grundannahme der Naturwissenschaften als solche.
Ich bin zwar nur Laie aber das hoffentlich gut genug um zu wissen dass die Mathematik eben nicht nur Hilfswissenschaft sondern ebenso Methodik wie das Beobachten ist. Nehmen wir Einstein, durch Gleichungen auf dem Pappier erlangte er seine Erleuchtungen bis zur RT. Ebenso ein Higgs. Beides mathematische Modelle die sich da später in der Natur bewahrheitet haben. Die wohl feinste Theorie übehaupt, über die Strings, ist ja auch ein rein mathematisches Konstrukt. Genauso auch heutige Simulationen des Universums auf dem Computer.
Alle drei Beispiele starteten mit physikalischen Beobachtungen. "E=mc²"? "E" ist keine Mathematik. "m" ist keine Mathematik. "c" ist keine Mathematik. "=" ist unter anderem Mathematik, aber auch banale Kausalität, nur "²" könnte man als reine Mathematik werten. Ohne Mathematik wäre Einstein bis "E=mc" gekommen, was zwar noch keine Vorhersagen erlaubt, aber schon verdammt viel Verständnis des Universums beinhaltet. Ohne Physik hätte ein Mathematiker vielleicht "²" geliefert. Was wertlos ist.
=> Werkzeug zur Erkennntnis nicht mit der Erkenntnis selbst verwechseln. Und keinesfalls davon ausgehen, dass unsere Erkenntnisfähigkeit durch Grenzen oder Möglichkeiten eines einzelnen Werkzeugs definiert werden. Glaubst du, Wallace, Darwin, Watson, Crick, Dawkins hätten nenneswert Mathematik betrieben? (Größen anderer Fachbereiche bitte nach persönlichem Kenntnissstand einfügen. Ich kenn keine großen Mediziner, Chemiker, Kunsthistoriker oder Paläontologen)
Naja, aber um zum Punkt meiner Aussage zu kommen. Ich kann mir vorstellen dass Denken generell nicht ausreichend sein könnte um das Universum vollends zu erklären. Vlt gibt es einfach anders ausgestattete Wesen die garnicht denken müssen um Dinge zu verstehen die wir uns fragen. Möglich wärs doch
"Möglich wärs doch" kann man nicht falsifizieren, aber "verstehen" und "erklären" sind eigentlich per Definition an (logisches) "Denken" geknüpft. Es gibt sicherlich andere Wege, etwas zu erfahren und vielleicht auch einen Teil seiner Eigenschaften zu begreifen. Aber was soll die Abstraktion von "ich habe X beobachtet" zu "x funktioniert so und so" und vor allem "hinter X kommt nichts mehr, ich habe es vollkommen verstanden" sein, wenn nicht "denken"?
Es ist eine Frage der Physik. Die Verschmelzung der Klassischen, welche die großen Dinge erklärt, und die Welt der Teilchenforscher, die die Subatome erklären. So lange wir nicht wissen werden nach welchen Gesetzen zB Up und Down - Spins funtzen, können wir nicht sagen dass wir wissen was da warum passiert. Wir sehen dort nicht die uns bekannten Gesetzmäßigkeiten, und können nach Jahrzehnten der Beobachtungen weiterhin nicht erklären warum sich Subatome verhalten wie sie sich verhalten. Und rein garnichts vermag uns Hoffnung zu geben diese Welt irgendwann mal klärend zu verstehen. Nein, wir akzeptieren nur was wir sehen, erklären nach bewehrtem Ursachenprinzip kann man da aber nichts. Und das sehe nicht nur ich als Ende unserer Möglichkeiten, derzeit zumindest.
Also ich sehe da noch einiges an Hoffnung und Fortschritten. Wir haben in den letzten Jahrzehnten stetige Fortschritte gemacht. Sicher - wir sind noch lange nicht am Ziel. Aber die Menschheit hat auch erst 4-5 Jahrtausende nach der ersten systematischen Beobachtung von Himmelskörperbewegungen die Struktur des Sonnensystems kapiert. Wissenschaft braucht manchmal einfach Zeit.
Also ich bin der Meinung dass wenn die USA und Russland ihr gesamtes Nuklearpotential einsetzen würden, es inerhalb der nächsten Jahre danach bakd keine Menschen oberhalb der Erde mehr geben könnte. Man muss sich mal nur reinziehen was das für Waffen sind.
Siehe oben: Sie sind weitaus weniger tödlich, als viele Annehmen. Radioaktivität tötet nun einmal langsam und abseits des radioaktiven Fallouts sind die Wirkungen von ein paar tausend Nuklearwaffen recht lokal begrenzt. Man kann damit 80% des finanziellen Vermögens der Menschheit vernichten, keine Frage, aber vermutlich nicht einmal 8% der Ackerfläche. Ich würde mich nicht einmal wundern, wenn bei einem atomaren Schlagabtausch weniger als 10% der Menschheit sterben (USA und Europa machen ja nur 10% aus und es würden eben nicht annähernd 100% Mortalität erreicht werden), aber ein paar Monate später wegen Zusammenbruch der Weltwirtschaft und des globalen Warenhandels weitere 20-30% verhungert oder an Krankheiten verrecken und ein paar Jahre später noch einmal weitere 30% in resultierenden Konflikten getötet werden.
Aber selbst dann sind noch 1-2 Milliarden Menschen weltweit übrig und bereits mit dem Wideraufbau beschäftigt. Im weiteren Verlauf wird die Weltbevölkerung gegebenenfalls noch ein Stück weiter abnehmen, weil im Zuge der Radioaktivität die Lebenserwartung um 1-2 Jahrzehnte sinken und die Zahl der Fehlgeburten deutlich steigen dürfte. Ähnliche Wirkung hätte die schlechtere (medizinische) Versorgung. Aber selbst wenn man noch nuklearen Winter einbezieht, dürfte der Tiefpunkt noch bei deutlich über 500 Millionen Menschen liegen. Um zum Überleben der Art würden 5 Millionen reichen, selbst 5000 lokal konzentriert wären eine mehr als ausreichende Keimzelle - und gerade auf der Südhalbkugel gibt es genug gebiete, die weit ab jeglicher potentieller Ziele liegen und sich schon heute primär selbst versorgen.
Fazit: Nuklearwaffen sind *******. Aber nichtmal damit lässt sich die Menschheit ausrotten.
Nö, ich habe einen Vergleich gemacht, eben mit der elektromagnetischen Wechselwirkung als Kraft, die verhindert, dass Objekte mit hoher Dichte ineinander eindringen können.
Eben vom Dach springen und am Asphalt abprallen.
Du hast erzählt, dass es da keine Kraft gibt, sondern ein Hindernis und das ist falsch. Natürlich verhindert das eine Kraft, nämlich die elektromagnetische Wechselwirkung.
Daher -- ich wiederhole mich da -- erzähle kein Stuss.
Okay, solangsam wird mir zumindest klar, was du sagen willst. Aber was es zur ursprünglichen Frage beiträgt, ist mir noch unklar.
Ja: Auf subatomarer Ebene betrachtet ist ein Einschlag im Asphalt keine Berührung, sondern eine Kraft, die wirkt, sobald sich die Elektronenradien von Atomen zu überlappen beginnen.
Aber: Was sagt mir das jetzt über Kräfte, die in "Nichts" A (interstellarer Raum) komplett fehlen und die in "Nichts" B (intergalaktischer Raum) so enorme Beschleunigungswirkung entfalten, dass Überblichtgeschwindigkeit erreicht wird?
Wo ist das Gegenstück zu sich überlappenden Elektronenhüllen, die plötzlich eine bei größeren Entfernungen gegebene Neutralität aufheben?
Das Ding heißt "
Zar" (AN 602) - Gewicht: 27t.
Nur die ekelhafte Trankription hat da "Tsar" draus gemacht.
Das Ding heißt (u.a.) РДС-220. Amerikaner haben den Spitznamen "Tsar bomb" vergeben, "Zar" ist die deutsche Transkription davon und für die Bezeichnung eines sowjetischen Waffenprojekts wohl genauso falsch/richtig, wie der amerikanische Spitzname...
Immerhin sind die Bezeichnungen alle eindeutig, nicht wie bei z.B. "Akula".
Lies mal:
Tupolew Tu-22M – Wikipedia.
Fliegt Mach 2 bis nach Berlin, Nutzlast 21t.
Mit ein bißchen Kitzeln geht da ein Brummer vom Zar-Kaliber rein.
Fliegt Mach 2 bis es zum ersten Mal in die Nähe eines Radars kommt. Und die 220 wog 6 Tonnen mehr, als die maximale Nutzlast und hat einen viermal so großen Durchmesser, wie die größte komplett intern transportierte Waffe einer Tu-22. Ganz abgesehen davon, dass das Ding weder für einen Abwurf bei hohen Geschwindigkeiten noch in niedriger Höhe geeignet und strategisch eine vollkommene Fehlkonstruktion ist, müsste man wenn dann wohl eine Tu-160 opfern.