AW: Was ist Realität, Wahrheit oder Wirklichkeit?
Was laberst du für eine Stuss?
Was hat die elektromagnetische Wechselwirkung mit der Ausdehnung des Weltraums zu tun?
Genau das frage ich.!?

Ich habe Fragen zur Ausdehnung des Weltraums gestellt und du hast mit einer Abhandlung zur Wechselwirkung innerhalb von Atomen geantwortet. Schön, dass wir uns jetzt einig sind, dass du da Stuss gelabert hast, der nicht zur Frage passte...
Welches Lösungsmittel ist denn auf der Venus anzutreffen?
Venus und Mars -- zwei tote Planeten -- zeigen ja, dass das Leben ein Lösungsmittel braucht. Ohne das kein Leben.
Chemisch hätten beide z.B. H2O anzubieten (wenn auch bei ihrem heutigen Klima kaum bzw. gar nicht in flüssigem Aggregatszustand). Rein Mengenmäßig wäre auf einer Venus ohne CO2-Athmosphäre aber vermutlich SO2 die wichtigere Substanz, an der Planetenoberfläche müsste der Druck ausreichen, damit es als Flüssigkeit mit ähnliche Polarität vorliegt - wäre da nicht der extreme Treibhauseffekt und Temperaturen, die sehr viele einfachere Stoffe verdampfen lassen. Was es stattdessen an der Oberfläche gibt, kann ich nicht sagen - ich weiß ehrlich gesagt gar nichts über deren chemischen Aufbau. Soweit ich es überblicke beschränken sich die gesamten Kenntnisse der Menschheit darüber auf zusammengerechnet vielleicht zwei Stunden Massenspektrometermessungen an vier Punkten...
An dieser Stelle die Anmerkung, dass die obere Venusathmosphäre einer der spekulierten Lebensorte für weiteres Leben in diesem Sonnensystem ist, nur leider noch schwerer zu erforschen als der Mars.
Hmmm...
Zunächst lautet die Überschrift des Threads "Was ist Realität, Wahrheit oder Wirklichkeit?"
Glaube mir einfach, dass ich von meinem Wissen her allerlockerst über Kosmologie, Astrophysik, Mathematik u. dgl. mit dem meisten der Foristen auf Augenhöhe diskutieren kann.
Es ist aber m. E. im Kontext des Threads sinnfrei, allgemein Bekanntes aus populärwissenschaftlichen Artikeln oder Wicki zu zitieren um die wissenschaftliche, meinethalben deterministische Weltansicht zu untermauern.
Vielmehr habe ich den Thread als Solchen wahrgenommen, andere Aspekte zumindest anzusprechen.
Da kann man nun den Versuch starten, das Ganze sofort ins Lächerliche zu ziehen oder aber sich darüber auszutauschen, ob bestimmte Phänomene tatsächlich sein könnten.
Kann man alles machen. Aber das ändert nichts an den Bedeutung von "verifizierbar" und Anekdoten über Einzelberichte zählen nun einmal nicht dazu - das ist keine Frage der Lächerlichkeit sondern einfach ein Fakt
Und die Verifikation, warum mich das eben beschäftigt, sozusagen als coming out:
Ich selbst, als durch und durch naturwissenschaftlich und nicht religiös geprägter Mensch, wurde nach einem Ereignis für klinisch tot erklärt und kam auf "wundersame Weise", längst nach dem Abschalten aller Maschinen zurück.
Die in meinem Gehirn gespeicherten (?) Erinnerungen (?) an die Zeit dazwischen sind nun mal erschreckend und faszinierend zugleich.
Erklärungen der gespeicherten Beobachtungen Seitens Ärzte und konsultierten Hirnforschern sind leider tendenziell unbefriedigend,
da insbesondere das des Öfteren postulierten "neuralen Restrauschen" als Erklärungsversuch nach kompletter Entleerung des Speichers im Kontext zum Hirntod nachgewiesener Maßen biochemisch wie physikalisch unmöglich ist.
Detailierter?
"klinisch Tod" heißt ja erstmal nur keine Atmung, kein Puls, keine Reflexe. Aber es heißt nicht hirntod, es können also weiterhin Erinnerungen angelegt werden und es steht, außer scharfem Sehen, potentiell die gesamte Palette von sensorischem Input und insbesondere Selbstreizung zur Verfügung. Zwar sind die Bedingungen und insbesondere die Anlässe für klinische Tode typischerweise so ausgeprägt, dass große Teile des Hirns nicht/nicht normal arbeiten, aber zumindest ich wäre vorsichtig damit, irgend etwas im Einzelfall als "unmöglich" zu bezeichnen.
So oder so stelle ich aber, siehe oben, auf rein philosophischer Ebene in Frage, dass derartige Nahtoderfahrungen eine Aussage über "Leben nach dem Tod" im Sinne von "ein Tag nach Ende der Hirnaktivität" treffen können. Derjenige war schlichtweg nicht da, nur ein Bisschen näher dran, als den Menschen lieb wäre. Aber jemand, der Urlaub in England gemacht hat, war auch näher an den USA dran, als ein reiner Kontinentaleuropäer. Über "Leben hinter dem Atlantik" hat er nichts gelernt.
In zweiter Ebene muss man übrigens verdammt vorsichtig sein, was die (selbst) Interpretation von Berichten aus Extremzuständen angeht. Nicht weil die Leute nicht die Wahrheit sagen wollen (auch das ist aber ein Problem), sondern weil unser Hirn schlichtweg verdammt gut darin ist, Lücken vollzuinterpretieren - ohne dass uns das bewusst wird (womit wir wieder beim Kernthema wären

). Deswegen erhält man beispielsweise auch z.T. sehr widersprüchliche Berichte über Unfälle oder Gewalttaten. In einigen Fällen soweit gehend, dass detailiert "Täter" beschrieben werden, die es nie gegeben hat und die nur einmal in Medien angedeutet wurden. Wenn unsere Erinnerungen keinen Sinn ergeben, denkt sich unser Hirn sehr gerne etwas dazu - und deswegen ist ein Einzelbericht über eine Situation, in der die Erinnerungen aus medizinischen Gründen (z.B. "der war mehr als nur halb tot") Lücken aufweisen, sehr unzuverlässig. Derjenige könnte, ohne es zu wissen, einfach über seine eigene Phantasie zu einer solchen Situation berichten. Und Religionen und Literatur sei dank sind solche Phantasien auch noch recht ähnlich, so dass selbst mehrere Nahtoderfahrungen keine unabhängige Schilderung möglicherweise real existierender Phänomene darstellen.
(Die Sache mit der Einkaufsliste wäre dagegen potentiell verifizierbar und -wenn genaue Aufzeichnungen existieren, welche Information wann potentiell wo wahrnehmbar gewesen wäre- ein sehr spannender Aspekt zur Wahrnehmungsfähigkeit während des Sterbens.)
Ne, hat er nicht

Mein ewiges Problem mit Populärwissenschaft: Hinter dem anschaulichen endet sie abrupt.
Hä?
Das sagen doch nur unsere Grenzen. Das sind aber Annahmen. Die Physik versucht doch das was die Mathematik macht, Wissen finalisieren. Leider funktioniert das eben nicht, man kann eben nicht alle Efekte vorhersagen oder so was, weil immer ein mathematisches Restpotential für den Gegenfall (unerwartet) bleibt.
Somit fragen sich theoretische Physiker sehr wohl ob unser Instrument Mathematik vom Menschen auch korekt (-genug) verstanden wird, oder ob es überhaupt ein ausreichendes Instrument ist um Dinge zu wissen an denen man sich heute die Zähne ausbeisst, oder so wie ich bereits sagte, ob es nicht villeicht doch noch andere Methoden als die Mathematik im Kosmos gibt, in anderen (Lebensformen) Formen die etwas besser können.
Okay, gemeint ist einer eher philosophische Betrachtungsweise.
Da muss ich ganz ehrlich sagen: Mathematik ist für naturwissenschaftler eine Hilfswissenschaft. Vollkommen wertlos, solange man nicht weiß, wie man die Beobachtungen und die Fragen als Zahlen ausdrücken kann. Teilchenphysiker und Kosmologen sind da zwar verdammt gut drin, aber das physische Verständnis wird das Verständnis noch sehr lange begrenzen - nicht die Mathematik. Die ist nur Werkzeug, um die eigenen Vermutungen in objektive, überprüfbare Formen zu bringen.
Weltformel. Verschmelzung der QM und der RT. Es gibt vermutlich hunderte offene Fragen die Physiker ans Universum haben, aber ganz sicher nicht das nächste Iphone. Ich meine das sind Physiker, die kaufen Samsung
Verschmelzung von QM und RT ist keine Frage der Kosmologie. In der spielt die QM ja quasi keine Rolle. Und die Teilchenphysiker sind fleißig daran, mehr über sie zu lernen - von "keinen Fortschritten" oder "am Ende der Möglichkeiten sein" kann hier keine Rede sein.
Dann hast du ja sehr positive Prognosen. Bei einer Population von hundert Millionen Menschen kann ich mir nicht vorstellen dass Wissenschaft und Forschung auf dem selben Niveau wie jetzt exystieren würden. Im Gegenteil es würde viel geistliches Gut verloren gehen ebenso würde es morgen an Spezialisten fehlen. Probleme und technische Herausforderungen mangels Fachkenntnissen wären wohl der Alltag der nächsten Jahrzehnte solch einer kleinen Weltbevölkerung.
Die Zeiten, in denen das Wissen der Menschheit in einfacher Ausführung in einem Brandsatz am Nildelta lag, sind vorbei. Heute gibt es Millionen von Kopien und wir können sehr schnell weitere erzeugen, es ist sehr, sehr unwahrscheinlich dass diese alle vernichtet werden würden. Sehr viel Wissen ist sogar schon ausdrücklich vor solchen Katastrophen geschützt untergebracht. Was du beschreibst stimmt natürlich trotzdem und habe ich ja auch geschildert: Unsere Zivilisation und Gesellschaft würde zusammenbrechen. Nenneswerte wissenschaftliche Fortschritte wären nach einem Atomkrieg ggf. für Jahrhunderte nicht zu erwarten, für viele komplexe Aufgaben müsste sich erst wieder jemand einarbeiten. Aber es wäre kein Zusammenbruch auf null, nicht einmal annähernd, und ich persönlich erwarte auch keinen Atomkrieg.
Die Zeiten, in der ein paar Staaten als homogene Gebilde gegeneinander angetreten sind, sind lange vorbei. Heute regiert Geld die Welt und weder Superreiche noch Großkonzerne haben ein Interesse an großflächiger physischer/biologischer Zerstörung. Sie haben zwar auch keine Skrupel davor und nehmen solche Folgen am anderen Ende der Welt hin - aber sie dulden sie nicht in ihrer Nähe und zwischen Gebieten unbeabsichtigter Zerstörung gibt es immer Lücken. Flüchtlingsströme und Mangel bei den ärmeren 95% der Weltbevölkerung werden für Chaos und Zerstörung von Infrastruktur sorgen (von 8 bis 9 stelligen direkten Opferzahlen über einige Jahrzehnte ganz zu schweigen), aber einige Gebiete (explizit auch Deutschland) werden ihren Wohlstand nach Kräften zu schützen versuchen und so nenneswert Beispiele des Jetztzustands erhalten. Ich möchte wetten, dass auch nach dem großen Kollaps noch ettliche tausend Menschen weltweit besser leben werden, als wir heute und ein paar dutzend Millionen nicht schlechter, als der Weltdurchschnitt vor 300 Jahren. Ein paar Milliarden werden halt gar nicht mehr leben, aber um Wissen zu erhalten braucht es heute nur noch einen USB-Stick - nicht Milliarden Gehirne.
Du bist übrigens der Erste, der meine Zukunftsprognosen als "sehr positiv" bezeichnet, wenn ich das anmerken darf
Was Atomkriege betrifft kann man wohl getrost von ausgehen dass das nur ein Bruchteil der Menschheit überleben könnte in Anbetracht des Zerstörungspotentials. Ob dieser Bruchteil dann überleben könnte in einer lebensfeindlichen und zerstörten Welt ist dann auch so ne Sache. Mit Sicherheit wäre die moderne Forschung Geschichte.
Der Mensch als Art ist hartneckiger, als viele glauben das meinte ich eigentlich auch mit "Aussterben droht nicht", Wissen&Co sind ja schon eine ganze Ecke leichter zu verlieren.
Achso. Ich dachte das die Ozonschicht schon eher vorhanden war und für die Enstehung des Lebens unerlässlich ist.
Weiß ehrlich gesagt nicht genau, wie alt die ist. Aber da Ozon reaktionsstärker als Sauerstoff ist, hätte es vor der großen Oxidationsphase, d.h. bevor die Sauerstoffathmosphäre aufgebaut war, vermutlich gar nicht in nenneswerten Mengen existieren können.
In solch einem Atomkriegsszenario ist auch die nicht unerhebliche Ausfallquote der jeweils eigene Waffen zu berücksichtigen.
Glaube, auf Janes gab es hierzu Mitte 2017 einen Bericht (im Zusammenhang der angestrebten Modernisierungen in der USA),
das man davon ausgeht, dass 40-50 % der landgestützten Interkontinentalsysteme nicht einsatzfähig und/oder hohe Risiken beim Start bergen.
Seegestützte Systeme waren, glaube ich, nur 5% Ausfallquote.
Dürfte bei anderen Atommächten u. U. ähnlich aussehen.
Im Zweifel und im Ernstfall kann es durchaus sein, dass sich die Kombattanten dann selbst auslöschen - ist dann aber auch schon wurscht.
Das sind meist Zweitschlagsszenarien, also "wieviel können wir noch feuern, nachdem wir einen Nuklearangriff erlitten haben?"
Allein die Zahl "50%" belegt aber schon, wie verdammt viel selbst danach noch übrig wäre. Und es gibt große Gebiete auf der Welt, auf die niemand zielen würde.