Der "Naturwissenschaften" Thread

Tatsächlich hat Palmöl eine der besten Ökobilanzen aller Ölsorten. Das Problem ist nicht der Konsum, sondern der Konsumanstieg, denn die möglichen Anbaugebiete sind nahezu gleichbedeutend mit den letzten verbliebenden Dschungelregionen, sodass jede Ausweitung des Anbaus zu lasten besonders wertvoller Ökosysteme geht. Man muss seinen Verbrauch also nicht auf null reduzieren (das ginge auch gar nicht, auch wenn nach Ende der Nutella-Kriege die Weltbevölkerung vermutlich auf ein umweltverträgliches Maß reduziert wäre :ugly:), aber im SUV-Tank hat das Zeug genauso wenig etwas zu suchen, wie alle anderen Öle.


Was eigentlich schade ist.

Ich würde gerne viel mehr Erkenntnisse über die Tiefsee erfahren.

Auch wurde z.B. noch nie ein Kampf zwischen einen Pottwal und einen Riesenkalmar beobachtet.
Der muß gewaltig sein. Es wurde schon überlegt einen Pottwal eine Kamera umzuschnallen.
Aber bis jetzt wurde da noch nichts draus.

Es gibt bestimmt auch noch sehr viele Arten welche noch gar nicht entdeckt wurden.

Kameras wurden Pottwalen schon sehr oft angeheftet und ich glaube, ich habe auch schon einmal Aufnahmen von einer erfolgreichen Kalmarjagd gesehen. Ist halt nur kein sonderlich ergebnisreiches unterfangen, da die Kameras oft schon während des Abtauchens wieder abfallen, Pottwale allgemein schlechte Kameramänner sind, die Kombination aus möglichem Totalverlust, großer Tiefe und fehlenden Beleuchtungsmöglichkeit nur sehr schlechte Bilder ermöglicht und vor allem weil man einem wilden Wal bestenfalls etwas auf den Rücken setzen kann. Das Maul sitzt aber gerade beim Pottwal weit unten und im Gegensatz zu den Phantasien mancher Illustratoren gibt es keine epischen "Kämpfe", sondern nur ein Zubeißen und dann hängen beim Kalmar halt noch ein paar Tentakel raus, mit denen das Opfer seinen Jäger zu malträtieren beginnt oder sich an diesem festkrallt, um irgendwie aus dem Rachen zu kommen oder wenigstens nicht weiter reinzurutschen. (Kauen oder zerbeißen können Pottwale nicht. Selbst zerreißen, wie bei Haien üblich, dürfte nicht gehen. Nur packen und schlucken. Wenn's sich nicht schlucken lässt, dürfte packen und warten anstehen.)
Wesentlich faszinierender finde ich da die 3rd-Personen Aufnahmen freischwimmender Tiefsee"monster", ircc war es letztes Jahr, dass zum ersten Mal ein Architeuthis in seinem natürlichen Lebensraum von einem U-Boot aus beobachtet werden konnte.
 
Tatsächlich hat Palmöl eine der besten Ökobilanzen aller Ölsorten. Das Problem ist nicht der Konsum, sondern der Konsumanstieg, denn die möglichen Anbaugebiete sind nahezu gleichbedeutend mit den letzten verbliebenden Dschungelregionen, sodass jede Ausweitung des Anbaus zu lasten besonders wertvoller Ökosysteme geht. Man muss seinen Verbrauch also nicht auf null reduzieren (das ginge auch gar nicht, auch wenn nach Ende der Nutella-Kriege die Weltbevölkerung vermutlich auf ein umweltverträgliches Maß reduziert wäre :ugly:), aber im SUV-Tank hat das Zeug genauso wenig etwas zu suchen, wie alle anderen Öle.
Fakt ist das zuviele Regenwälder und Lebensräume von Tieren zerstört werden. Und das muß ein Ende haben!

Kameras wurden Pottwalen schon sehr oft angeheftet und ich glaube, ich habe auch schon einmal Aufnahmen von einer erfolgreichen Kalmarjagd gesehen.
Mir ist nicht bekannt das es davon jemals Filmmaterial gab.

Ist halt nur kein sonderlich ergebnisreiches unterfangen, da die Kameras oft schon während des Abtauchens wieder abfallen, Pottwale allgemein schlechte Kameramänner sind, die Kombination aus möglichem Totalverlust, großer Tiefe und fehlenden Beleuchtungsmöglichkeit nur sehr schlechte Bilder ermöglicht und vor allem weil man einem wilden Wal bestenfalls etwas auf den Rücken setzen kann. Das Maul sitzt aber gerade beim Pottwal weit unten und im Gegensatz zu den Phantasien mancher Illustratoren gibt es keine epischen "Kämpfe", sondern nur ein Zubeißen und dann hängen beim Kalmar halt noch ein paar Tentakel raus, mit denen das Opfer seinen Jäger zu malträtieren beginnt oder sich an diesem festkrallt, um irgendwie aus dem Rachen zu kommen oder wenigstens nicht weiter reinzurutschen. (Kauen oder zerbeißen können Pottwale nicht. Selbst zerreißen, wie bei Haien üblich, dürfte nicht gehen. Nur packen und schlucken. Wenn's sich nicht schlucken lässt, dürfte packen und warten anstehen.)
Ist vielleicht nicht so dramatisch, aber interessant wäre es trotzdem. Und anhand der gefundenen Narben an Walkörper müssen sich die Kalmare heftig wehren.

Wesentlich faszinierender finde ich da die 3rd-Personen Aufnahmen freischwimmender Tiefsee"monster", ircc war es letztes Jahr, dass zum ersten Mal ein Architeuthis in seinem natürlichen Lebensraum von einem U-Boot aus beobachtet werden konnte.
Ich finde auch die Biolumineszenz von vielen Tiefsee-Bewohnern sehr schön.
Erinnert mich immer an den Film "The Abyss". :D
 
Es sollten alle auf Palmöl verzichten.
Man kann auch andere Öle oder Fette nehme

Das ist gar nicht machbar,
und auch nicht gewollt.

.
 
Palmöl ist für uns aus zwei Gründen problematisch:
1.) Die Nachfrage ist größer, als sich ökologisch vertretbar bedienen lässt.
2.) Ölpalmen wachsen in Europa eher schlecht, weshalb dieser Rohstoff um die halbe Welt geschippert werden muss, selbst wenn er ökologisch vertretbar gewonnen würde.

Wir haben genug heimische Früchte , die für die Ölgewinnung taugen. Und wenn man damit nicht gerade Kraftstoffe strecken will, reichen die Kapazitäten auch problemlos aus.
 
So sehen die Ergebnisse halt praktisch immer aus, wenn man eine Tiefseetauglich Infrarotkamera (ggf. auch Kombination aus Minimalbeleuchtung und extremer Restlichverstärkung, aber alles andere geht halt nicht) nimmt und einen Pottwal als Kameramann zwangsverpflichtet. Deswegen sage bevorzuge ich ja auch Kalmara, die von Menschen gefilmt werden ;)

@Mahoy: Die Ölplame STAMMT aus Westafrika, entsprechend kurz können die Transportwege sein (ob man sie mit künstlicher Bewässerung auch im Mittelmeerraum anbauen könnte, habe ich auf die schnelle nicht herausfinden können. Auf den ersten Blick spricht wenig dagegen außer natürlich das man dann europäische Löhne für die handarbeit reiche Bewirtschaftung zahlen müsste...). Da Palmöl relativ gut haltbar ist, sind auch keine Expresszuschläge wie bei diversen Importfrüchten fällig. Nur weil riesige Mengen abseits der menschlichen Ernährung in der Industrie einsetzen wird halt weiterhin die Umweltzerstörung in den südostasiatischen Kolonien gefördert.
 
So sehen die Ergebnisse halt praktisch immer aus, wenn man eine Tiefseetauglich Infrarotkamera (ggf. auch Kombination aus Minimalbeleuchtung und extremer Restlichverstärkung, aber alles andere geht halt nicht) nimmt und einen Pottwal als Kameramann zwangsverpflichtet. Deswegen sage bevorzuge ich ja auch Kalmara, die von Menschen gefilmt werden ;)
Es wäre gut wenn ein Pottwal den anderen filmen würde. Aber das machen sie ja bestimmt nicht. :ugly:
Ein Mensch kann leider nicht so tief tauchen. Wenn dann ginge es höchstens aus einen U-Boot heraus.
 
Das ist auch nich schwerer, als als Taucher. Unmöglich bleibt unmöglich :ugly:
In andere Richtungen zu filmen um die anderen Mitglieder des Rudels (heißt das bei Pottwalen so :huh:) ins Bild zu bekommen, würde aber "nur" ein sehr, sehr viel teurers Gehäuse mit multiplen Kameras in alle Richtungen voraussetzen. An dem Gewackel und dem schleppenden Tier in der Hälfte des Bildes sowie der geringen Sichtweite mangels Licht ändert das aber nichts. Pottwale haben halt keine ruhige Kamerahand.

Vielleicht sollte man versuchen, einen Kalmar schonen zu fangen und langsam in einer kalten Region an die Oberfläche zu bringen. Da er keine Schwimmblase hat, sollte ihm der fehlende Druck nicht sonderlich stören, nur Temperaturschocks mögen Tiefseebewohner in der Regel gar nicht. Andererseits: Ein Tier das so selten ist, dass man mehrere Jahrhunderte gebraucht hat, um an seine Existenz zu glauben, sammelt man nicht mal eben so ein.
 
Palmöl hat den Vorteil, dass du aus relativ wenig Fläche eine Menge Öl generieren kann. Sonnenblumenöl kann da nicht mithalten. Wie das bei Rapsöl aussieht, weiß ich leider nicht.
Und natürlich ist Palmöl saubillig. Ist praktisch eh überall drin. Auch in Waschmittel.

Hab mal ein Video-Beitrag zu Palmöl gesehen da wurde gesagt, dass man vor 30 Jahren kein Plamöl benötigte. Dies ist heutezutage nur der Fall weil a) viele Leute industrielle Nahrungsmittel kaufen, b) der Konsum gestiegen ist und c) die Ackerflächen in Europa immer öfter für Mais/Raps für die Bioethanol-Produktion (als Kraftstoff) genutzt werden.

Über 70% des Palmöls geht alleine in die Nahrungsmittelindustrie, nur 25% in die Waschmittelindustrie.

Ich hab nachdem ich das Video geguckt hab mal überlegt wie es bei mir zumindest nahrungstechnisch aussieht: das einzige was überhaupt Palmöl bzw. überhaupt ein pflanzliches Öl beinhaltet ist die Tafel Schokolade bei mir. Ansonsten esse ich tatsächlich nur Grundnahrungsmittel wie Obst, Gemüse, Hafer, Milch, Fleisch, Fisch, Eier, etc.
Von daher bin ich moralisch in der Hinsicht voll in reinen mit mir selbst.
 
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Das dürfte mit einem kleinen wendigen Jagd-U-Boot kein Problem sein,
militärisch entwickelte Sensoren,
können selbst eine pubsende Qualle detektieren. :D

Ich weiß nicht, was du unter "Jagd-U-Boot" verstehst, aber bislang hat kein Mensch eine Maschine gebaut, die sich binnen 5 Sekunden* mit 40 km/h in JEDE beliebige Richtung einschließlich "2 km nach unten" von jedem beliebigen Punkt entfernen kann.


*Geschätzt. Ich konne keine Angabe zu maximalen Beschleunigung von Pottwalen finden, aber die meisten Meeresbewohner brauchen nur wenige Flossenschläge, um ihre Höchstgeschwindigkeit zu erreichen und ich sehe nicht, warum das hier anders sein sollte. Im Gegensatz zu terrestrischer Bewegung sind die im Wasser zu überwindenen Reibungskräfte so groß, dass die für die eigentliche Massenbeschleunigung nötige Energie dagegen kaum eine Rolle spielt, also braucht man dafür auch keine extra Zeit einplanen.
 
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Ich weiß nicht, was du unter "Jagd-U-Boot" verstehst, aber bislang kein Mensch eine Maschine gebaut, die binnen 5 Sekunden* mit 40 km/h in JEDE beliebige Richtung einschließlich "2 km nach unten" von jedem beliebigen Punkt entfernen kann.

Diesen Wert finde ich an exakt einer Stelle im Netz, ansonsten ist eher von einer Maximalgeschwindigkeit von 20 und zuweilen bis zu 30 km/h die Rede.

Hier wird gemeint, dass Pottwale bei der Jagd ad hoc auf 3 m/s, also knapp 11 km/h beschleunigen können; für mehr müssten sie also auch erst einmal in Fahrt kommen - was ich für plausibel halte, wenn ich da Ganze mal mit dem Beschleunigungsvermögen stark motorisierter Schiffe vergleiche, die immerhin nur zu einem Teil den Wasserwiderstand und ansonsten den Luftwiderstand überwinden müssen.

Nichtsdestotrotz sind Wale unter Wasser derzeit sämtlichen U-Booten in Sachen Wenigkeit und Beschleunigung weit überlegen. Allerdings schläft Homo sapiens sapiens auch nicht.
 
Diesen Wert finde ich an exakt einer Stelle im Netz, ansonsten ist eher von einer Maximalgeschwindigkeit von 20 und zuweilen bis zu 30 km/h die Rede.

Hier wird gemeint, dass Pottwale bei der Jagd ad hoc auf 3 m/s, also knapp 11 km/h beschleunigen können; für mehr müssten sie also auch erst einmal in Fahrt kommen - was ich für plausibel halte, wenn ich da Ganze mal mit dem Beschleunigungsvermögen stark motorisierter Schiffe vergleiche, die immerhin nur zu einem Teil den Wasserwiderstand und ansonsten den Luftwiderstand überwinden müssen.

Nichtsdestotrotz sind Wale unter Wasser derzeit sämtlichen U-Booten in Sachen Wenigkeit und Beschleunigung weit überlegen. Allerdings schläft Homo sapiens sapiens auch nicht.

Ich habe keine Primärquelle zur Hand, aber hier sind bis zu 15 km/h bereits als Reisegeschwindigkeit angegeben, bis zu 45 km/h als Maximum. Wiki zitiert einen Augenzeugenbericht mit geschätzten 15 Knoten, also immerhin 28 km/h, die Britannica nennt 37 km/h, wozu ich auch wissenschaftliche Untersuchungen mit bis zu 9,6 ms während ungestörter Tauchgänge finde. Es ist wohl anzunehmen, dass ein Wal während eines langen Tauchganges nur einen Bruchteil seiner maximalen Sprintgeschwindigkeit einsetzt, von daher erscheinen mir die 40er Angaben durchaus glaubhaft. Bedenkt man die Größe des Tieres in Relation zu beispielsweise großen Haien (mit weitaus weniger leistungsfähigen Stoffwechsel) und der gut dokumentierten Geschwindigkeit von Finn- und Blauwalen, passt das locker. Deine 3 m/s sind dagegen gerade einmal das doppelte der gemessenen Durchschnittsgeschwindigkeit bei Tauchgängen, welche im wesentlichen den mit minimaler Kraftanstrengung durchgeführten Ab- und Aufstieg wiedergibt.

Aber ich will hier auch nicht um 10 km/h, feilschen. Der Rekord für Nuklear-U-Boote liegt bei 42 kn (oder mehr), also fast Tempo 80, schneller als ein Wal geht also definitiv. Die Betonung lag auf "in jede Richtung" und auf der Beschleunigung. Der Wal kann seine gesamte Antriebsenergie auch zum manövrieren nutzen und damit extrem schnell die Richtung ändern (ist schließlich das gleiche Organ), außerdem können seine Muskeln wortwörtlich in einem Schlag von 0% auf 100% wechseln und zurück bzw. er kann durch halten der Fluke binnen kürzester Zeit abbremsen. Abseits von Jet-Skis, die in elektrischer getriebener Form nur ein paar Minuten Vollgas schaffen und allgemein nicht für 2000 m Tiefe verfügbar sind, haben wir nichts, dass an diese Performance heranreicht. U-Boote der oben genannten Größenordnung brauchen Minuten für eine 360° Drehung sicherlich eben so lange, nur um die Schraube auf Touren zu bringen.

Bezüglich des Oberflächenschiffsvergleichs habe ich schon ausdrücklich darauf hingewiesen, dass bei Unterwasserbewegung eine BESSERE Beschleunigung zu erwarten ist, eben weil der Widerstand so hoch ist: Für ausgewachsene Pottwale werden Höhen von 3 m angegeben, Breite müsste man dann knapp 2 m pluss Flipper sein. Rechnen wir mal mit effektiv 6 m² Stirnfläche. Die doch eher kantige Formgebung ist deutlich schlechter als die Spindel eines Pinguins (Cw 0,03) oder eine reine Tropfenform (0,04), aber sicherlich besser als bei einer Kugel (0,4). Sagen wir 0,1. Wenn mich der erstbeste Online-Rechner nicht anlügt, ergibt das bei 36 km/h 30 kN. Genausoviel Kraft also, wie man bräuchte, um 30 Tonnen Wal binnen einer Sekunde auf 36 km/h zu beschleunigen...

Das kann man nicht annähernd mit Land- oder Überwasserobjekten vergleichen. Bei denen ist die Bauform daraus ausgerichtet, überhaupt erstmal mobil zu sein, ohne zusammenzubrechen, über die eigenen Beine zu stolpern, etc.. Der zu überwindende Luftwiderstand für ist bei den hier diskutierten/typischerweise erreichten Geschwindigkeiten dagegen lächerlich klein und dementsprechend klein sind auch die Krafteinsätze. Will man mit so wenig Kraft dann beschleunigen, spielt die Masse auf einmal eine Rolle, bei Meeresbewohnern ist sie dagegen weitestgehend egal. Mal zum Vergleich obige Rechnung für einen Rennradfahrer: 0,33 m² und Cw 0,9 ergeben für 36 km/h eine Kraft von ungefahr 18 N. Damit würde es bei 90 kg Radfahrer + Rad also 5 Sekunden für die Beschleunigung auf 10 m/s brauchen und Radfahrer sind, wenn man sich im Straßenverkehr umguckt, schon ziemlich gut im Antritt. Für einen PKW (BMW macht netter Weise vollständige Angaben, ich nehme einen 140i) mit Cw 0,31 und 2,14 m² wären es dagegen nur 40 N, welche für die Beschleunigung von 1,6 Tonnen auf Tempo 36 satte 40 Sekunden brauchen würden. Ich hoffe, dieser daumengepeilte Unterschied von Faktor 40 in den Relationen zwischen Bewegungs- und Beschleunigungskraftbedarf zwischen Wal und Auto ist groß genug, dass wir uns nicht über einzelne Ziffern dieses recht diffus zusammengesuchten Beispiels streiten werden ;) . Fakt ist: Was im Wasser lebt braucht soviel Kraft um von a nach b zu kommen, dass es binnen kürzester Zeit einen Großteil seiner Höchstgeschwindigkeit erreichen kann. Jeder, der schon mal einen Fisch hat beschleunigen sehen (bzw. eben nur gesehen hat, dass der eben noch ruhende Fisch auf einmal weg ist), wird das bestätigen und eigentlich sollte auch jeder Schwimmer merken, dass er mit dritten Armzug kaum noch schneller wird, als er es mit dem zweiten schon war (vorausgesetzt, die Beinarbeit stimmt und man ist nicht noch dabei, die Gliedmaßen nach dem Start auseinander zu sortieren), während das wohl kaum jemand beim Sprint an Land nach zwei Schritten von sich sagen kann.
 
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Deine 3 m/s sind dagegen gerade einmal das doppelte der gemessenen Durchschnittsgeschwindigkeit bei Tauchgängen, welche im wesentlichen den mit minimaler Kraftanstrengung durchgeführten Ab- und Aufstieg wiedergibt.

Ich halte das, wie schon geschrieben, eher für Ad-hoc-Beschleunigungswerte in jede Richtung - also wie sie bei Jagdszenarien auftreten. Beschleunigung im Wasser als erogenes Medium ist noch etwas komplexer als in der Luft und ich denke, wie meinen hier grundsätzlich dasselbe:

Ein schnelles U-Boot kann schneller eine höhere Maximalgeschwindigkeit erreichen als ein Pottwal, aber eben nur auf annähernd gerader Linie, die so ziemlich der Ausrichtung der Schraube -(nwelle) entspricht.
Das biomechanische Antriebssystem des Pottwals ist flexibler. Ein Flossenschlag bringt weniger Vorwärtsschub als die mögliche Zahl an Schraubenumdrehungen im selben Zeitraum, jedoch ist der Energieverlust beim Abweichungen vom Hauptvektor durch "Verstellen" der Flossen einschließlich Biegen des Körpers deutlich geringer. Der Wal kann intuitiv und fließend die bestmögliche Stellung aller Flossen und Schlagfrequenz-/Winkel der Schwanzflosse an die stets veränderlichen und sich zudem durch die eigene Bewegung dynamisch ändernden Strömungsverhältnisse anpassen. Ein U-Boot kann das nicht, denn seine Seiten- und Tiefenruder haben jeweils weniger Stellwinkel und der Schub durch die Schraube kann zwar ruckzuck durch Erhöhung und Reduzierung der Maschinenleistung (bei zahlreichen U-Booten auch der Übertragung) geändert, jedoch nicht umgeleitet werden, da die Schraube keine eigene Stellrichtung hat.

Jeder, der schon mal einen Fisch hat beschleunigen sehen (bzw. eben nur gesehen hat, dass der eben noch ruhende Fisch auf einmal weg ist), wird das bestätigen und eigentlich sollte auch jeder Schwimmer merken, dass er mit dritten Armzug kaum noch schneller wird, als er es mit dem zweiten schon war (vorausgesetzt, die Beinarbeit stimmt und man ist nicht noch dabei, die Gliedmaßen nach dem Start auseinander zu sortieren), während das wohl kaum jemand beim Sprint an Land nach zwei Schritten von sich sagen kann.

So sieht's aus.
Diese (scheinbare) Diskrepanz gibt es nicht nur im Wasser, aber da wird es eben besonders deutlich. Ein Strahlflugzeug im Kurvenflug erreicht beispielsweise auch höhere Beschleunigungswerte als eine startende Rakete, was am Ende wenig mit den erreichten Geschwindigkeiten über wechselnde Strecken zu tun hat.
 
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