Der Libyenkonflikt

Ist das nicht Spam, wenn man nur einen Smiley postet, ohne Text? :D :P

Aber natürlich hast du da Recht, als ob man aus Bauern und Straßenhändler in ein paar Tagen Rambo Verschnitte machen könnte. ;)

In dem Fall hätte ich wohl doch mehr schreiben sollen.
Ich bezog mich nicht auf die militärischen, kurzfristigen Erfolgsaussichten. Bezog mich darauf, dass man irgendwas von dem, was in den letzten 40 Jahren in Afghanistan versucht wurde, als Vorbild für künftige Handlungen nimmt.
Mag ja sein, das ich was verpasst habe - aber vor 5 Tagen war Afghanistan noch eine einzige Anneinandereihung von Fehlern, aus denen man eigentlich lernen sollte.


Viel wichtiger ist vor allem aber die Nachsorge nach dem Sturz, also Rechtswissenschaftler sowohl aus dem Westen als auch aus Ländern wie der Türkei etc. dort hin schicken,

Rechtswissenschaftler werden sicherlich nicht das sein, was man am dringensten brauchst, wenn man eine Zivilgesellschaft und demokratisches Bewußstsein schaffen will...
 
In dem Fall hätte ich wohl doch mehr schreiben sollen.
Ich bezog mich nicht auf die militärischen, kurzfristigen Erfolgsaussichten. Bezog mich darauf, dass man irgendwas von dem, was in den letzten 40 Jahren in Afghanistan versucht wurde, als Vorbild für künftige Handlungen nimmt.
Mag ja sein, das ich was verpasst habe - aber vor 5 Tagen war Afghanistan noch eine einzige Anneinandereihung von Fehlern, aus denen man eigentlich lernen sollte.

Aber um die Fehler zu korrigieren, braucht man ein Land, an dem man es ausprobieren kann.
Wie das aussehen sol, weiß mal wieder niemand, auch deshalb, weil sie sich nicht einig sind.


Die Frage ist doch eher, welcher Staat wäre bereit ihm und seinem Clan Asyl zu gewähren.

Da gibts einige, mir persönlich würde sein Kumpel Chavez in Venezuela sofort einfallen.
 
Saudi Arabien. Aber ob es da noch lange gemütlich ist wage ich zu bezweifeln. Da gehen auch langsam die Proteste los, auch wenn sie noch massiv unterdrückt werden und die Leute einen Heidenschiss haben.
 
Hm, auch wenn die beiden befreundet sind glaube ich nicht das er ihn aufnehmen würde. Zumindest nicht offiziell. Vielleicht bei einem seiner Mafiafreunde versteckt?:)
 
Berlusconi wird seinen alten Freund vermutlich auch nicht zurückweisen...

Soweit ich das mitbekommen hab, steht doch Berlusconi so schon unter enormen Druck. Wenn er da jetzt noch zu Gaddafi hält... na ich weiß nicht.


Saudi Arabien. Aber ob es da noch lange gemütlich ist wage ich zu bezweifeln. Da gehen auch langsam die Proteste los, auch wenn sie noch massiv unterdrückt werden und die Leute einen Heidenschiss haben.

Da bin ich auch mal gespannt. Viele junge Leute - wie überall in den arabischen Ländern - hohe Arbeitslosigkeit, Unterdrückung. Wird auch bald heftig ausschreiten.
 
Hm, auch wenn die beiden befreundet sind glaube ich nicht das er ihn aufnehmen würde. Zumindest nicht offiziell. Vielleicht bei einem seiner Mafiafreunde versteckt?:)

Soweit ich das mitbekommen hab, steht doch Berlusconi so schon unter enormen Druck. Wenn er da jetzt noch zu Gaddafi hält... na ich weiß nicht.

"steht unter Druck" ist die typische Beschreibung für Berlusconi seit dem er in der Politik ist. Sollte Gadaffi freiwillig abdanken, wurde ihm schon Straffreiheit/Einstellung der Verfahren versprochen, dann würde auch gegen ein offizielles Leben in Europa nichts sprechen.
 
Gaddafi kann es sich letztendlich aussuchen, wohin er gehen wird. Auch wenn seinige Konten eingefroren sind, er wird sicher noch genügend Geld beiseite haben, damit er garantiert nicht nach Deutschland kommt und Hartz 4 beantragen muss.
 
Gerne^^

Gibt wieder Neuigkeiten.

Die Rebellen stellen Gaddafi ein Ultimatum, aufzugeben und sich ins Ausland abzusetzen!

Die Aufständischen in Libyen haben Staatschef Muammar al-Gaddafi ultimativ aufgefordert, binnen 72 Stunden zurückzutreten und ins Ausland auszureisen: Nur so könnte der 68-Jährige der Vergeltung der Revolutionäre entgehen.

Man werde Gaddafi nicht wegen Kriegsverbrechen strafrechtlich verfolgen, wenn er binnen 72 Stunden zurücktrete, sagte der Chef des Nationalrats (die von Rebellen eingesetzte Parallelregierung), Mustafa Abdel Dschalil, dem katarischen Fernsehsender Al Dschasira. Er forderte Gaddafi auf, die Luftangriffe auf die von Rebellen kontrollierten Gebiete unverzüglich zu stoppen und sich ins Ausland abzusetzen.

Gaddafi, der seit 42 Jahren in Libyen regiert, hat die Flucht ins Ausland bislang vehement abgelehnt. In den letzten Tagen verstärkten die regimetreuen Truppen den Druck auf die Aufständischen. Die Luftwaffe flog am Dienstag erneut Angriffe auf Ras Lanuf und Sawijah. Dennoch steht der Osten des Landes weiter unter Kontrolle der Opposition.
Fotostrecke: Gaddafis bunte Kleider >>
In Libyen sind bei den seit Mitte Februar andauernden Gefechten zwischen Regime und Opposition nach Angaben von Menschenrechtlern bisher etwa 6000 Menschen getötet und rund 4000 weitere verletzt worden.


Ultimatum an Gaddafi: Rebellen geben Machthaber Rettungschance | Politik | RIA Novosti

Genau das habe ich auch heute gehört. Bin mal gespannt, wie er reagiert. Ich hoffe er ergreift diese letzte Chance. Das Land und die Menschen könnten es wirklich gebrauchen. Da ist schon genug Leid erzeugt worden.

@Gaddafi in Italien:
Ich bezweifle sehr stark das Berlusconi das durchziehen wird. Er ist wirklich mehr unter Druck als jemals zu vor, und dazu kommt noch, das sich die Regierung dazu geäußert hat, es gäbe keinen Schritt zurück für Gaddafi in den Beziehungen zu Italien. Was passiert sei wäre unentschuldbar. Das stand auch in nem Update von mir so drin. (bzw sollte zumindest, wenn FF nicht abgestürzt wäre -.-)

Naja, und was die Straffreiheit in Europa angeht, DenHaag ermittelt. Und die werden wohl kaum einfach so zurückgepfiffen.
 
Ich wünsch ihm, dass er nicht ungeschoren davon kommt. Das macht man eigentlich nicht, den Typ kann ich aber garnicht ab.
 
Gaddafi kann es sich letztendlich aussuchen, wohin er gehen wird. Auch wenn seinige Konten eingefroren sind, er wird sicher noch genügend Geld beiseite haben, damit er garantiert nicht nach Deutschland kommt und Hartz 4 beantragen muss.

Vor allemm wenn so etwas eintrifft und die deutschen so einen Schwachkopf auch noch unterstützen würde...das würde echt ärger mit dem Rest der Welt geben.
 
Gibts was neues. Ich habe heute in den Nachrichten gehört, das AWACs-Aufklärungsflugzeuge wohl bereits tätig sind, und ich glaub Italien und Frankreich waren es, eine UN-Resolution für die Einführung eine Flugverbotszone vorbereiten. Irgendwie bereitet jeder Hinz und Kunz so ne Resolution vor, aber ich glaub eingebracht hat sie noch keiner.... :klatsch:

Naja, das AWACs jetzt wohl fliegen, oder zumindest bereit stehen deutet für mich drauf hin, das es nicht mehr lange dauern wird, bis da was passiert.

Gaddafis Truppen haben ja wieder Städte angegriffen und auch Bombardiert, die Aufständischen scheinen aber ihre Stellungen mehr oder weniger sicher zu halten.
 
Vermutlich stoßen die "Vorbereiter" auf das nicht unwesentliche Problem "Völkerrecht". Man kann sich nicht so ohne weiteres legal in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates einmischen.

Bezüglich AWACS: Alle Welt will wissen, was in dem Land abgeht - da werden die Militärs keine Ausnahme sein. Es würde mich auch nicht wundern, wenn bereits Beobachtungsdrohnen in libyschen Luftraum eindringen.
 
mich auch nicht, ich sag ja nur Briten und warens nicht auch Deutsche, die Leute ausgeflogen haben, bzw deren Heli abgeschossen wurden und Soldaten gefangen genommen wurden?

Also da geht schon einiges, und wenns "nur" unter dem Deckmantel des Ausfliegends von eigenen Staatsangehörigen ist. Sowas will ja auch abgesichert werden.

Das die Sache natürlich völkerrechtlich legitimiert werden muss sollte klar sein und ist zwingend. Ich bin gespannt, wann Sie sich zu einer Entscheidung durchringen können.
 
Die Oppositionskräfte haben eine katastrophale Niederlage heute erlebt. Das libysche Militär hat die strategisch wichtige Stadt Ras Lanuf zurückerobert. Die Rebellen wurden entweder alle von den pro-Gaddafi-Kräften nach heftigen Kämpfen getötet oder sie sind geflohen. Viele Gebäude der Stadt sind schwer beschädigt und auf den Strassen liegen überall Leichen herum. Sogar das Spital von Ras Lanuf wurde von Bomben getroffen. Die naheliegende Ölanlage brennt.

Das libysche Militär griff vom Meer mit Kriegsschiffen, aus der Luft mit Jagdbombern und auf dem Land mit Artillerie und Mörsern brutal an. Dieser Übermacht waren die Aufständischen nicht gewachsen, welche die Stadt seit einer Woche hielten. Wer nicht weglaufen konnte wurde von den einmarschierenden pro-Gaddafi-Truppen sofort erschossen. Auch die wehrlosen Verwundeten die im Spital lagen wurden im Bett ermordet.

Dieser Angriff zeigt, die Rebellen haben keine Chance gegen die professionellen Truppen von Gaddafi. Sie sind ein wilder Haufen von hauptsächlich sehr engagierten jungen Männern, die aber noch nie eine Waffe in der Hand hatten, ohne Führung und Erfahrung. Der bisherige Vormarsch in Richtung Westen war nur wegen dem geringen Widerstand von Gaddafi möglich. Jetzt schlägt er zurück und die libysche Luftwaffe bombardierte auch Brega weiter im Osten.

So wie es aussieht, läuft jetzt eine Grossoffensive und Gaddafi wird den Osten Libyens sich zurückholen. In der Rebellenhochburg Bengasi haben die Bewohner grosse Angst, sie werden demnächst auch angegriffen. Dazu kommt noch, die Lebensmittel gehen zur Neige und es gibt keine richtig funktionierende Infrastruktur.

Wenn nicht ein Wunder passiert, dann ist die libysche Revolution gelaufen, bevor der Westen überhaupt sich auf irgendeine Intervention einigt. Und Gaddafis Rache gegen seine Gegner wird fürchterlich sein.[/I]



Alles Schall und Rauch: Libysche Rebellen besiegt und auf dem Rückzug
Libyen: Gaddafi-Jets bombardieren Öl-Hochburg Ras Lanuf | Politik | RIA Novosti


Andererseits will Obama ohne die Zustimmung der Vereinten Nationen nicht einen souveränen Staat bombardieren. In diesem Fall würde er den Weg seines Vorgängers George W. Bush gehen, den er während seines Wahlkampfs wegen dessen Aggressivität und seiner Unfähigkeit zur Kooperation mit der Weltgemeinschaft scharf kritisiert hatte.

Nicht nur in Washington, sondern in der Nato wird derzeit heftig über die Zweckmäßigkeit einer militärischen Intervention in Libyen ohne die Zustimmung des UN-Sicherheitsrats diskutiert.

Nicht zu vergessen ist, dass der US-Einmarsch in den Irak im Jahr 2003 die Vereinten Nationen beinahe zu Grabe getragen hätte. Seit dieser Zeit wird über die Fristen und Aspekte der UNO-Reform gestritten. Einen neuen Krieg wider den Willen des Weltsicherheitsrats würde die Rolle der UNO ernsthaft in Frage stellen.

Obama wagt es offenbar nicht, zum Henker der UNO zu werden. Aber auch die libysche Opposition kann nicht ewig warten, bis sich die Weltgemeinschaft für oder gegen den Militäreinsatz gegen Gaddafi entscheidet. Denn Gaddafi verfügt außer den bereits eingesetzten Waffen auch über Panzer und Massenvernichtungswaffen.

Mit anderen Worten: In Libyen könnte es jederzeit zur Wende kommen, und die Aufständischen könnten dann in ihrem eigenen Blut ertrinken. Alle warten auf die entscheidende Schlacht um Tripolis.

Die meisten Experten sind sich einig, dass für die Verlegung der Truppen höchstens fünf Tage nötig sind. Das bedeutet, dass der Bürgerkrieg in Libyen bereits in dieser Woche enden könnte. Der Sieger könnte aber auch Gaddafi heißen.

Bekannt ist, dass sich britische und französische Diplomaten in letzter Zeit mit einem neuen Resolutionsentwurf befassen. Bekannt ist auch, dass am Donnerstag ein Treffen der Nato-Verteidigungsminister geplant ist. Die Allianz bereitet sich offenbar auf die Schlacht um Tripolis vor. Unklar ist allerdings, wie sie den libyschen Revolutionären helfen können.


Nato vor Libyen-Einsatz



"Tripolis wird eine Einmischung anderer Länder oder Allianzen nicht dulden. Wir, das libysche Volk, werden die NATO nie willkommen heißen, wir werden auch nie die Amerikaner hierzulande empfangen. Libyen ist kein Stück eines Kuchens", betonte Saif.

Die Erklärungen von Gaddafi junior bedeuten nach Ansicht des britischen Außenministers William Hague den Beginn eines Krieges gegen das eigene Volk. "Das wird die Schaffung von Flugsperrzonen über Libyen nur beschleunigen", sagte Hague am Donnerstagabend live im britischen Fernsehsender Sky News.


Gaddafis Sohn Saif fordert groß angelegte Militäroperation gegen Aufständische | Sicherheit und Militär | RIA Novosti
 
Libyen ist nun mal ein souveräner Staat, den du nicht einfach so angreifen kannst, das muss Wasserdicht abgesegt werden und Obama weiß das. Er kann sich ja nicht irgendwas von der CIA schnitzen lassen, nur damit er einmarschieren kann.
Die Europäer warten, bis das Boykott wirkt, wie Westerwelle ja heute noch mal bestätigt, doch das kann dauern. Einzig die Franzosen wollen handeln.
 
In Afrika haben sich schon viele Millionen gegenseitig abgeschlachtet da hat auch keiner eine große militärische Aktion in Gang gesetzt. Also ruhig Blut und noch ein bisschen beobachten und Tee trinken, das Öl rennt uns nicht weg. Wir wollen doch nur das Ruhe herrscht egal wer gewinnt. :(

Momentan hört man ja nichts gutes, kann fast meinen Gaddafi behält die Oberhand.
 
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