Der Libyenkonflikt

das aufwändigste im schiff(chen ^^) bauen ist doch der massive rumpf, die innenausstattung sollte wohl schneller gehen, vor allem, wenn man die aggregate zwar abgebaut hat, aber gut eingelagert hat

G.W.Bush brauchte von der Taufe bis zur Indienststellung fast so lange, wie von der Kiellegung bis zur Taufe, Makin Island sogar länger. Dank Modulbauweise lassen sich Rümpfe mitlerweile recht schnell zusammensetzen. So oder so: Die USA haben genug aktive Schiffe und ein nicht in Dienst befindliche Schiff, dass nicht in höchster Reservestufe an der Ostküste liegt, dürfte erst lange nach jeder anderen Marineeinheit vor Libyen auftauchen.

zitat "die amis brauchen net noch einen schauplatz" - wenn sie nicht eingreifen dann schadet das ihrem ansehen auf lange sicht mehr, finde jetzt ich

Also die Geschichte von Eingriffen der USA unterstützt diese Sichtweise nicht im geringsten.

schließlich haben die auch träger (genau wie z.B. die russen und die Italiener!))

Kuznetsov gehört zur Nordmeerflotte und wurde zur Unterstützung von Marine Operationen gebaut - eher ein schlechter Kandidat, um Luftüberlegenheit über Libyen aufrechtzuerhalten. Die Harrier von Cavour und Garibaldi sind komplett ungeeignet.

ps: ja ausrüstung an andere zu liefern (stichwort: stellvertreterkriege) war vll keine so gute idee, aber: kurzzeitig war es wohl effektiv.

"Effektiv" hängt davon ab, was man als Ziel definiert. Eine friedlichere (oder freiere) Welt hat man jedenfalls nicht geschaffen.

noch dazu: die meisten sachen die geliefert wurden funktionieren jetzt sowieso nimmer (ok, gewehre vll aber die kriegen die auch so, die stinger-raketen haben auch ein "ablaufdatum" zumindest für zielsucher etc. (wie bei nem handy halt (akku ^^)) die ausbildung ist wohl schlimmer, weil die weiter gegeben werden kann aka: ich kann jedem deppen ne stinger in die hand drücken, aber, wenn der jenige weiß wie er die bedient und das auch anderen zeigt ist das wohl gefährlicher (vor allem wenn man denen wartung und reperatur bei bringt, denn dann kann es sein das solche waffen doch jahre lang dort "überleben")

Mangels Ersatzteilversorgung wird bevorzugt russische Technik eingesetzt (gerade in Libyen aber auch europäische Lieferungen), das stimmt. Aber die Existenz der Gruppierungen, die sie einsetzen, wäre ohne die Einmischung der USA gar nicht gegeben. (ebenso wie ein Großteil der Gründe, aus denen sie eingesetzt werden)
 
Ziemlich wackeligen Gruppierungen im kalten Krieg Waffen in den Arsch zu blasen, nur um die gewünschte Politik durch zu setzen war der größte Fehler den man machen konnte, denn damit hat man sich insgeheim den nächsten Terroristen und Diktator herangezüchtet und gleichzeitig ausgerüstet. Dabei haben sich die USA auch noch unbeliebt gemacht, weil die Menschen von den Leuten unterdrückt wurden, die die USA unterstützt haben... Eigentlich nicht schwer zu verstehen, warum die Menschen die USA hassen. Wer würde schon jemanden gut finden, der den Leuten die meine Familie unterdrücken und killen Waffen in die Hand drückt?

Was die Sache mit der Unterstützung angeht, so darf die USA wie gesagt keine Waffen liefern, das fällt nur wieder auf einen zurück. Ebenso sollte keine Gruppierung gezielt unterstützt werden, da man so die Machtverhältnisse verschiebt und eine Gruppierung/Stamm gegen sich aufhetzt.

Wenn dann also nur den Luftraum dicht machen, damit die Aufständischen eine faire Chance haben und nicht abgeschlachtet werden, sowie halt die Grenzen kontrollieren, damit die Leute die wollen raus kommen und keine neuen Söldner rein. Naja und als wichtigsten Punkt dann noch Sicherheitszonen einrichten, in die sich die Zivilbevölkerung flüchten kann!!!! Grad an der Küste etc.

Unschuldige müssen halt auf jeden Fall geschützt werden. Das Krankenhäuser und Kinder Opfer/Ziele werden kann und darf nicht sein.
 
Müsste man mit den Nachbarländern zusammenarbeiten, um im Grenzgebiet operieren zu können (blöd, dass die z.T. gerade keine Regierung haben).
Hat eigentlich schonmal jemand mit den südlichen Nachbarn bezüglich eines Flugverbotes gesprochen? Da könnte man diplomatisch unverfänglich und mit eigener Basis unter den Füßen zumindest das einfliegen weiterer Söldner verhindern.
 
Gibt es zu denen überhaupt relevante diplomatische Beziehungen? Also wirklich enge, wie zu Ägypten vorher? Ich glaub eher nicht. Ich empfinde die Kontrolle des Luftraums als eine DER Schlüsselaufgaben und auch Erfordernisse. Denn über den Luftraum lässt Gaddafi vieles machen, was den Aufständischen schadet.

Waffenlager bombardieren -> weniger Möglichkeiten zur Verteidigung
Ölpipelines etc. bombardieren -> mehr Chaos und bei einem erfolgreichen Sturz große Probleme das Land wieder mit Geld zu versorgen etc.
Städte bombardieren -> ich glaub über die zivilen Opfer müssen wir nicht reden, da ist jeder einzelne einer zu viel
Einfliegen von Söldnern -> Ohne die wäre Gaddafi wohl schon weg, so hat er aber eine recht schlagkräftige und vor allem Umfangreiche Privatarme. Es ist ja auch schon zu Exikutionen von Desertören/Überläufern gekommen. Sowas lässt sich mit so einer kleinen Privatarmee natürlich auch viel besser umsetzen, weil man die restlichen Truppen mit denen auch kontrollieren kann. Denkt nur mal an den WW2 wie da die SS oft mit dem Gewehr im Rücken der eigenen Soldaten saß und die eiskalt abgeknallt hätte wenn Sie sich ergeben hätten. Das hat auch verdammt viele unnötige Opfer auf allen Seiten gekostet.

@Quanti: Ich dachte da hauptsächlich an die Flugverbotszone, damit die Leute eben nicht über den Luftweg hin können, und halt den angrenzenden Ländern bei der Grenzsicherung Hilfe ANBIETEN. Ich will das anbieten sehr betonen, denn da darf man sich nicht aufdrängen. Man muss aber auf jeden Fall unterbinden, das weitere Truppen ins Land kommen. Also kurz um Luftraum dicht machen und dazu ein BEGRENZTER Bodentruppeneinsatz in den grenznahen Teilen Libyens wo die Aufständischen die Sache unter Kontrolle haben. Also sowas wie eine 10 Meilen Grenze um die Grenzen und einige der wichtigsten Großstädte (welche befreit sind!). Einfach damit es nicht zu einem Blutbad an wehrlosen kommt. Also sowas wie die Blauhelme im Jugoslawien-Krieg auch versucht haben (gut es hat teils nicht geklappt, denkt nur an Prischtina (glaub war es))
 
Denn über den Luftraum lässt Gaddafi vieles machen, was den Aufständischen schadet.

Also kurz um Luftraum dicht machen und dazu ein BEGRENZTER Bodentruppeneinsatz in den grenznahen Teilen Libyens wo die Aufständischen die Sache unter Kontrolle haben. Also sowas wie eine 10 Meilen Grenze um die Grenzen und einige der wichtigsten Großstädte (welche befreit sind!). Einfach damit es nicht zu einem Blutbad an wehrlosen kommt. Also sowas wie die Blauhelme im Jugoslawien-Krieg auch versucht haben (gut es hat teils nicht geklappt, denkt nur an Prischtina (glaub war es))

Eine (militärische) Intervention, um die Aufständischen zu unterstützen, wird denke ich nicht kommen. Allein zum Schutz der Zivilbevölkerung, vor Luftangriffen. Alles andere (wnn überhaupt) würde einigen wichtigen Staaten im Sicherheitsrat der UN sicher nicht in den Kram passen.
Oder wann sorgen wir z. B. in Russland und China (etc.) für Flugverbotszonen (Tschetschenien, Tibet...).

Ganz zu schweigen von Bodentruppen..
 
Hat eigentlich schonmal jemand mit den südlichen Nachbarn bezüglich eines Flugverbotes gesprochen? Da könnte man diplomatisch unverfänglich und mit eigener Basis unter den Füßen zumindest das einfliegen weiterer Söldner verhindern.

Du meinst jetzt Niger und Tschad, aber dazu müsstest du erst mal dahin kommen, also über andere Länder fliegen, was die Sache nicht einfach machen wird. Jedes Land hat dann Forderungen (wohl meist Geld) und ich weiß nicht, ob die Amerikaner diese Sache alleine tragen wollen.
Das sind wohl diplomatische Vorgänge, die einige Zeit brauchen und vielleicht schon laufen (keine Ahnung) oder nicht kommen, weil der Weg über die Küste Libyens dann doch leichter ist.

Gibt es zu denen überhaupt relevante diplomatische Beziehungen? Also wirklich enge, wie zu Ägypten vorher? Ich glaub eher nicht. Ich empfinde die Kontrolle des Luftraums als eine DER Schlüsselaufgaben und auch Erfordernisse. Denn über den Luftraum lässt Gaddafi vieles machen, was den Aufständischen schadet.

Ich hab keine Ahnung, was für Regierungen sind denn in Mauretanien, Mali, Niger, Tschad oder dem Sudan?
Ich denke nicht, dass die Amerikaner enge Beziehungen zu einem der Länder hat.
Aber vielleicht haben sie schon mit den Verhandlungen begonnen, mal abwarten.

@Quanti: Ich dachte da hauptsächlich an die Flugverbotszone, damit die Leute eben nicht über den Luftweg hin können, und halt den angrenzenden Ländern bei der Grenzsicherung Hilfe ANBIETEN. Ich will das anbieten sehr betonen, denn da darf man sich nicht aufdrängen. Man muss aber auf jeden Fall unterbinden, das weitere Truppen ins Land kommen. Also kurz um Luftraum dicht machen und dazu ein BEGRENZTER Bodentruppeneinsatz in den grenznahen Teilen Libyens wo die Aufständischen die Sache unter Kontrolle haben. Also sowas wie eine 10 Meilen Grenze um die Grenzen und einige der wichtigsten Großstädte (welche befreit sind!). Einfach damit es nicht zu einem Blutbad an wehrlosen kommt. Also sowas wie die Blauhelme im Jugoslawien-Krieg auch versucht haben (gut es hat teils nicht geklappt, denkt nur an Prischtina (glaub war es))

Nun ja, der Fall Jugoslawien war nicht gerade eine Meisterleistung. Und im Irak waren die Amerikaner drin, mit einer Menge Leute, trotzdem sind Kämpfer aus anderen Ländern einfach so reingelatscht und haben Bombenanschläge verübt. Guck dir Afghanistan an, da haben sie auch das Land (mehr oder weniger) kontrolliert, aber von einer Sicherung der Grenzen waren sie doch sehr weit entfernt.
Und wenn die tatsächlich mit dem Niger, Mauretanien, Mali und dem Tschad zusammenarbeiten sollten, denkst du wirklich, dass die unterbezahlten Soldaten dieser Länder für ein Land, das offensichtlich reicher ist als ihr eigenes (Ölvorräte) ihr Leben riskieren und jedem Versuch der Bestechung (schau mal weg, wenn wir da was machen) widerstehen?
 
Gibt es zu denen überhaupt relevante diplomatische Beziehungen? Also wirklich enge, wie zu Ägypten vorher?

Ich gehe davon aus, dass es die irgendwo in der interantionalen Staatengemeinschaft gibt.

Ölpipelines etc. bombardieren -> mehr Chaos und bei einem erfolgreichen Sturz große Probleme das Land wieder mit Geld zu versorgen etc.
Städte bombardieren -> ich glaub über die zivilen Opfer müssen wir nicht reden, da ist jeder einzelne einer zu viel

Macht Gaddafi sowas schon? Mein Stand war, dass er (noch) versucht, dass Land zurückzuerobern, nicht möglichst viel Schaden zurückzulassen.

Eine (militärische) Intervention, um die Aufständischen zu unterstützen, wird denke ich nicht kommen.

Wäre Völkerrechtlich auch sehr heikel, eine beliebige, gewalttägite Gruppierung militärisch zu unterstützen. "Gegen Gadaffi" kann man mit seinen Verbrechen gegen so ziemlich jedes internationale Grundrecht gut begründen (seit Jahren...), aber "für XYZ" ist in einer so unübersichtlichen Situation riskant.



Du meinst jetzt Niger und Tschad, aber dazu müsstest du erst mal dahin kommen, also über andere Länder fliegen, was die Sache nicht einfach machen wird. Jedes Land hat dann Forderungen (wohl meist Geld) und ich weiß nicht, ob die Amerikaner diese Sache alleine tragen wollen.

Ich dachte eigentlich an einen von der UN gestützten Einsatz, dem z.B. Ägypten oder Algerien hoffentlich nicht einmalige Überflugrechte verweigern würden.
 
Macht Gaddafi sowas schon? Mein Stand war, dass er (noch) versucht, dass Land zurückzuerobern, nicht möglichst viel Schaden zurückzulassen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass er seine Ölfelder bombardiert, aber das wird er wohl dann machen, wenn er keinen Ausweg mehr sieht, dann zerstört er lieber alles als es den anderen zu überlassen.

Ich dachte eigentlich an einen von der UN gestützten Einsatz, dem z.B. Ägypten oder Algerien hoffentlich nicht einmalige Überflugrechte verweigern würden.

Aber weder Algerien noch Ägypten sind stabil, da verhandelst du was aus und in 2 Wochen ist das Geschichte, weil sich die Verhältnisse verändert haben.
Außerdem ändert das ja nichts daran, dass du die Grenzen so nicht kontrollieren kannst. Das Land ist schweinegroß, guck dir Irak an, da waren die Amerikaner drin, aber von kontrollieren Grenzen habe ich da nichts gesehen.
 
Libyiens Südgrenze kontrolliert sich primär von selbst - Wüste bleibt Wüste (in dem Fall dürfte es sogar recht viel Sandwüste sein, da könnte man ggf. tatsächlich eine luftgestützte Überwachung des Bodens durchsetzen, weil es weniger Versteckmöglichkeiten und vor allem kaum Fahrbahnen gibt). Es geht eher um die Verhinderung von Luftverkehr nach Süden und dazu brauchst du nur drei Dinge:
- Einwilligung von Tschad, Niger und ggf. Sudan, Flugbewegungen über die Grenze zu untersagen
- Einwilligung von " " ", sie bei der Durchsetzung des Verbotes im Namen der UN unterstützen zu dürfen
- Einwilligung von Ägypten oder Algerien, einen Tag lang die benötigten Flugzeuge durch ihren Luftraum zu transferieren.
 
Dann wirf dich mal ins die Schlacht und empfehle dich als Top Diplomaten, mal schauen, was geht. ;)
Ich denke, wenn die Amerikaner etwas machen, dann auf dem klassischen Weg, per Flugzeugträger von der Küste aus, weils der bequemere Weg ist.
Mich würde interessieren, wie lange die Europäer mal wieder brauchen, bis sie sich einig sind.
 
Jup da gebe ich dir absolut Recht ruyven.

Was die Angriffe auf Ölfelder etc. angeht, so hat er dies noch nicht gemacht, aber Bengasi wars glaub ich ist eine große Ölstadt, wo Öl umgeschlagen wird oder sonst was, auf jeden Fall sehr wichtig für die Ölwirtschaft. Die hat er angreifen und teile auch bombardieren lassen. Da kann man davon ausgehen, das auch die Anlagen schaden genommen haben bei den Kämpfen um die Stadt/Anlagen.
 
Offenbar steht ein massiver Eingriff kurz bevor.


NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen ruft zum Handeln gegen Muammar al-Gaddafi auf. Die NATO sei zu einem Eingreifen in Libyen bereit, allerdings nur mit UNO-Mandat. Die USA planen unterdessen ebenfalls einen Militäreinsatz.

«Wir stehen bereit, wenn ein Einsatz angefragt und angemessen mandatiert ist», sagte Rasmussen. Bislang gebe es jedoch keine Anfrage von keiner Seite, um etwa eine Flugverbotszone über dem nordafrikanischen Staat einzurichten oder Schiffe mit möglichen Waffenlieferungen abzufangen.

Wie die «NYT» weiter berichtete, befinden sich an Bord der beiden Schiffe See-, Luft- und Landstreitkräfte des 26. Marineexpeditionskorps, die fähig sind, über hunderte von Kilometern zu agieren. Eine Option sei demnach, Sondereinsatztruppen in Libyen einzuschleusen, um die Aufständischen zu unterstützen.
Obama immer mehr unter Druck
Diese speziell ausgebildeten Einheiten könnten die Kampfkraft der Rebellen schnell verbessern, schrieb die Zeitung. Diese Taktik sei auch in Afghanistan zum Sturz der Taliban 2001 eingesetzt worden. Schliesslich sei es auch möglich, die schlecht ausgerüsteten Aufständischen mit Waffenlieferung zu unterstützen, hiess es in dem Bericht.
In den USA stieg der Druck auf Präsident Barack Obama, Waffenlieferung zuzulassen. «Ich nehme an, dass eine Menge Waffen in den nächsten Wochen ihren Weg auf die eine oder andere Weise dorthin finden werden», sagte der Vorsitzende des Aussenausschusses des Senats, John Kerry. Ein direkter Militäreinsatz sei das Letzte, was gewollt sei, doch wäre die Einrichtung einer Flugverbotszone durchaus möglich, sagte Kerry weiter.


Libyen: NATO will nicht «untätig zusehen» - Mandat aber fehlt - Aufstand in Libyen - Tagesschau - Schweizer Fernsehen


Diese Sonderkommandos sind übrigens schon vor Ort, und operieren schon längst. Siehe Bewaffnete Provokationen: Libyen wird zum Operationsgebiet westlicher Militärs | Welt

Kurz gesagt, der Westen ist mit Spezialkommandos vor Ort, Waffenlieferungen an die Demonstranten wird es ziemlich sicher geben, und die Flugverbotszone und damit verbundene massive Angriffe auf Bodenziele Gaddafis sind nur eine Frage der Zeit.

Edit: Der Lybienkonflikt kostet Russland übrigens 4 MILLIARDEN US-Dollar!
http://de.rian.ru/security_and_military/20110228/258452956.html
http://de.rian.ru/business/20110303/258483203.html


Nach der Arabischen Liga hat auch die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) ein Flugverbot gegen die libysche Luftwaffe gefordert.

Der Westen würde mit dem Durchführen dieser Flugverbotszone also sogar Pluspunkte in der islamischen Welt sammeln. Meine Befürchtung war ja, dass sie das nicht wollen, aber offenbar wünschen sie den Eingriff. Die Frage ist, wo bleibt die Flugverbotszone? Die Truppen sind vor Ort, der politische Wille ist da.
http://de.rian.ru/politics/20110308/258515338.html


Edit: Russland ist offenbar gegen ein militärisches Eingreifen, und will auf Diplomatie setzen.
Russland gehe davon aus, dass Gewalt und Blutvergießen in Libyen umgehend gestoppt werden müssten, sagte Lawrow. Die Krise müsse jedoch auf politischem Wege beigelegt werden, während die Verbrechen gegen die Zivilisten nicht ungesühnt bleiben dürften.

Wie auch immer der sich das vorstellt. Als würde Gaddafi aufhören, die Demonstranten zu ermorden:schief:


Nach Angaben der Opposition und von Menschenrechtsorganisationen sind bei Gefechten zwischen Regime und Opposition in Libyen, die seit Mitte Februar andauern, bisher bis zu 6000 Menschen getötet worden.

http://de.rian.ru/politics/20110308/258514693.html
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese speziell ausgebildeten Einheiten könnten die Kampfkraft der Rebellen schnell verbessern, schrieb die Zeitung. Diese Taktik sei auch in Afghanistan zum Sturz der Taliban 2001 eingesetzt worden. Schliesslich sei es auch möglich, die schlecht ausgerüsteten Aufständischen mit Waffenlieferung zu unterstützen, hiess es in dem Bericht.


:klatsch:
 
Diese Taktik sei auch in Afghanistan zum Sturz der Taliban 2001 eingesetzt worden.
Na dann mal los. :devil:



Edit: Der Lybienkonflikt kostet Russland übrigens 4 MILLIARDEN US-Dollar!
Deutschland/EU kostet der Konflikt bestimmt auch so einiges, auf Grund der entgangenen Geschäfte + dem bestimmt zunehmenden Flüchtlingsstrom nach dem Sturz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also erstmal danke für die Updates. Ich komm zeitlich leider im Moment nicht dazu mich damit ausführlicher zu Beschäftigen. Muss in der Uni ein Praktikum machen, die CeBIT nachbereiten und News dazu schreiben, und naja, in den Medien bekommt man auch fast nicht mehr mit, womit man dann im Internet auf die Suche gehen muss, und auch erstmal prüfen muss, wie verlässlich die Quelle ist.

Das mit den Streitkräften etc. war mir schon recht klar. Was ich aber überhaupt nicht gern höre ist, das man Waffen liefern will. So Waffen bekommt man nie wieder aus einem Land raus, und dazu kommt noch, das diese später schon oft dazu genutzt wurden, um die Menschen wieder zu unterdrücken. Dazu kommt noch, was man damit immer auch gewisse Gruppierung bevorzugt und andere ins Hintertreffen kommen lässt, was sie nicht gut finden, was wieder zu Konfliktpotenzial führt.

Wenn dann mit eigenen Truppen begrenzte Aktionen. Keine Offensive etc. sondern nur den Luftraum und die zivilen Städte sichern, und Gaddafi eben sehr sehr sehr nahe legen, das er aufgibt, da ansonsten die Aufständischen mehr oder weniger unbehelligt ihn in einem Bodenkampf angreifen können. Eventuell auch noch nen paar Haubitzen und Panzer für den Bodenkampf die unterstützend eingreifen, bzw auch Kontrolle üben, damit es zu keinen Racheakten kommt, aber sonst möglichst wenig direktes eingreifen.

Viel wichtiger ist vor allem aber die Nachsorge nach dem Sturz, also Rechtswissenschaftler sowohl aus dem Westen als auch aus Ländern wie der Türkei etc. dort hin schicken, damit man ihnen hilft eine demokratische Grundordnung unter Beachtung der Menschenrechte und der Presse-/Meinungsfreiheit etc. zu etablieren. Wie sie ihr Strafrecht etc dann handhaben muss ihnen frei gestellt sein. Ob man sich nun scheiden darf oder nicht, ab wann man heiraten darf, und wie viele Frauen/Männer oder sonstige Sachen. Solange die Grundrechte eingehalten werden muss man diesen Leuten andere Ansichten zugestehen. Wichtig ist eben nur, das es zu keiner neuen Diktatur kommt, und auch durch die Grundrechte verhindert wird, das es dazu kommt. Man muss aber auf jeden Fall lokale Eigenheiten beachten und daher nicht ein komplettes Rechtssystem vorgeben. Das wird NIE funktionieren.
 
Also erstmal danke für die Updates.

Gerne^^

Gibt wieder Neuigkeiten.

Die Rebellen stellen Gaddafi ein Ultimatum, aufzugeben und sich ins Ausland abzusetzen!

Die Aufständischen in Libyen haben Staatschef Muammar al-Gaddafi ultimativ aufgefordert, binnen 72 Stunden zurückzutreten und ins Ausland auszureisen: Nur so könnte der 68-Jährige der Vergeltung der Revolutionäre entgehen.

Man werde Gaddafi nicht wegen Kriegsverbrechen strafrechtlich verfolgen, wenn er binnen 72 Stunden zurücktrete, sagte der Chef des Nationalrats (die von Rebellen eingesetzte Parallelregierung), Mustafa Abdel Dschalil, dem katarischen Fernsehsender Al Dschasira. Er forderte Gaddafi auf, die Luftangriffe auf die von Rebellen kontrollierten Gebiete unverzüglich zu stoppen und sich ins Ausland abzusetzen.

Gaddafi, der seit 42 Jahren in Libyen regiert, hat die Flucht ins Ausland bislang vehement abgelehnt. In den letzten Tagen verstärkten die regimetreuen Truppen den Druck auf die Aufständischen. Die Luftwaffe flog am Dienstag erneut Angriffe auf Ras Lanuf und Sawijah. Dennoch steht der Osten des Landes weiter unter Kontrolle der Opposition.
Fotostrecke: Gaddafis bunte Kleider >>
In Libyen sind bei den seit Mitte Februar andauernden Gefechten zwischen Regime und Opposition nach Angaben von Menschenrechtlern bisher etwa 6000 Menschen getötet und rund 4000 weitere verletzt worden.


Ultimatum an Gaddafi: Rebellen geben Machthaber Rettungschance | Politik | RIA Novosti
 
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