Der Energiewende Thread

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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Auf jeden Fall läuft es nicht gut.
Speicher werden nicht in Netz gelassen. Nix mit Technologieoffenheit. :wall:



Viele Grüße,
stolpi
Den Artikel fand ich dazu dann doch recht interessant: https://www.golem.de/news/energiewe...stromnetz-duerfen-aber-nicht-2604-208100.html
Eine Beschränkung ist hier der National einheitliche Spot-Preis.
Ohne Zusatzvereinbarung, oder eben das aufteilen dieses Marktes in Zonen, können Speicher tatsächlich alles Andere als Netzdienlich sein. Weil sie sich nach dem nationalen Überschuss statt dem lokalen Überschuss regeln. Vor allem wenn die Niedrigpreisen vom Offshore-Wind kommen kann es Lokal eigentlich einen Mangel statt überschuss geben.
 
Ohne Zusatzvereinbarung, oder eben das aufteilen dieses Marktes in Zonen, können Speicher tatsächlich alles Andere als Netzdienlich sein.
Ansonsten bräuchte man halt entsprechende Leitungen. War es nicht so, dass teilweise extrem günstig Strom aus fossilem Gas nach Österreich verkauft wurde, weil im Norden ein Überschuss vorhanden war, der aber eben nicht nach Süden transportiert werden konnte? Preiszonen würden das Problem aber natürlich auch "lösen". Immerhin würde es mal Anreize für diese bockigen Bayern schaffen, von ihrem absurdem NIMBYism loszulassen.

Aber es passiert wohl trotzdem was:
https://www.heise.de/news/Mehr-als-...icher-am-ehemaligen-AKW-Grohnde-11276677.html
 
Alte Kraftwerksstandorte zu nehmen macht natürlich aus Infrastruktur Sicht Sinn. Schließlich muss da zumindest bereits genug vorhanden sein um solche Leistungen abzuleiten.
Ansonsten bräuchte man halt entsprechende Leitungen. War es nicht so, dass teilweise extrem günstig Strom aus fossilem Gas nach Österreich verkauft wurde, weil im Norden ein Überschuss vorhanden war, der aber eben nicht nach Süden transportiert werden konnte?
Kann ich mir jedenfalls gut vorstellen dass das so passiert bei wenig Sonne aber viel Wind.
Generell lebt die Östereichische Stromversorgung afaik zur Zeit ziemlich gut vom deutschen Speichermangel. Eigene Pumpenspeicher werden mit deutschem Überschuss gefüllt und in die Gegenrichtung an die eigenen Kunden statt zurück nach Deutschland verkauft.
Wenn der Überschuss an der Landesgrenze dann eigentlich nur Virtuell (Sturm an der Nordseeküste) statt real (Kaiserwetter in Bayern) existiert ist das natürlich am Ende Fatal.
 
Also, da ich enge Verbindungen zum grenznahen Österreich/Tirol habe, kenne ich mich ein wenig da aus.
Austria ist in Bezug auf Strom faktisch autark und trägt maximal im Export zum europäischen Strommix bei - was ja eine recht normale Sache geworden ist.
Gasstrom kaufen die seit fast 10 Jahren nicht mehr ein.
Das war mal, ist schon lange her.
Mehr oder weniger aktueller Stand ist das, Kohle und Erdöl ist faktisch komplett raußen, Grundlast geht über Wasserkraft, Biomasse ist ca. 50/50% Pellets/Hackschnitzel, kaum Biogasanlagen, die 10% Erdgas liegt im Wesentlichen am Ballungsraum Wien, wo noch paar aktive Gaskraftwerke herumstehen. Bis 2030 sollen alle Gaskraftwerke vom Netz gehen.
An der ungarischen Grenze entstehen riesige Windparks mit tonnenweise Stromspeicher.
Jeder der auf der A4 nach Bratislava oder Budapest fährt, sieht die von Weitem.
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Bei Nickelsdorf an der ungarischen Grenze:
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Zuletzt bearbeitet:
Austria ist in Bezug auf Strom faktisch autark und trägt maximal im Export zum europäischen Strommix bei - was ja eine recht normale Sache geworden ist.
Naja, insgesamt vielleicht. Trotzdem wird ja oft zwischenzeitlich gehandelt, einfach weil es günstiger ist, Strom zu kaufen, der woanders zu viel ist, anstatt selbst ein Gaskraftwerk anzuschmeißen.
Gasstrom kaufen die seit fast 10 Jahren nicht mehr ein.
Vielleicht war das auch nur ein Beispielszenario. Aber sie hätten ja dann auch keinen Gasstrom gekauft. Der Strom wäre ja so günstig, weil es auf dem Papier überschüssiger Windstrom gewesen wäre. Wenn der aber dann eben nicht geliefert werden kann, weil die Leitungen fehlen, muss man ihn halt vor der Grenze anderweitig erzeugen. Also müsste man die Leitungen bauen oder halt dafür sorgen, dass die Preise lokal entsprechend so sind, dass so ein Szenario nicht eintreten kann.
 
So sieht es aus. Das ist ja eh nur (Wahlkampf/PR) Rhetorik. Tatsächlich gemeint ist oftmals das Bedienen von Lobbyinteressen, die Lobby der Fossil-Industrie und deren Einflussnahme auch auf die Autoindustrie (zugunsten Verbrennern wurde ja von E-Fuels gelabert). Solch Vorgehen in anderen Ländern beobachtet, wird in vergleichbaren Fällen von Korruption gesprochen. Bei der CDU - zuletzt sehr deutlich Katharina Reiche - fällt dies oft auf, wird aber kaum belangt (siehe auch Spahn).
Ein kleines bisschen erstaunt bin ich dann doch, dass die Regierung offenbar kaum wirtschaftliche Konsequenzen, Belastungen einbezieht (höhere Subventionen=höherer Kapitalaufwand für Fossile Energie. Da diese nur einmal Nutzen bringen bei Verbrennung sind sie im Vergleich zu Investitionen in EE mit langfristigem Nutzen als gesteigertes Geld verbrennen zu werten). Scheinbar will die Regierung die über Sozialstaatabbau etwas kompensieren, was natürlich die Arm-Reich-Schere weiter spreizen wird. Aber das betrifft ja nicht deren eigentlich vertretene Interessensgruppen negativ. Insofern sollte mensch eigentlich nicht überrascht sein.

Oooch, so ein bißchen betrifft es Gaskraftwerksbetreiber und Ölraffineriebesitzer, also die Unions-Zielgruppe schon. Aber halt nicht negativ.
Viel wichtiger ist aber: Die langfristigen Belastungen betreffen die aktuelle Legislaturperiode nicht. Und wenn man sich die Haushalte von Schwarz-Rot so anschaut, dann muss man mittlerweile schon froh sein, wenn überhaupt mehr als ein halbes Jahr in die Zukunft "denken".


Wie gesagt, man kann nicht die Ersparnis mit dem Wirkungsgrad multiplizieren. Es kommt also auch drauf an, wie hoch der durchschnittliche Preis ist.

Er rechnet doch schon mit seiner Erwartungen an die Preisdifferenz EK-VK.
Was, in Anbetracht der langen Zeit bis man in der Gewinnspanne ist, noch berücksichtigt werden könnte: Wie ändert sich diese Differenz respektive welche Speicherzeiten braucht man ggf. in Zukunft?


Viel wichtiger sind ganz andere Fragen:
Wie geht es weiter mit dem Netzausbau?

Da, wo die CSU Einfluss hat: "2-x"
Da, wo der Bauernverband Einfluss hat: Nicht unter und auch nicht auf Äckern
Da, wo es Eigenheimbewohner mit Garten gibt: 2 m pro Jahrzehnt
Da, wo gewinnorientierte Betreiber Netze besitzen: Gar nicht

Außerhalb CDSUistans dagegen hoffentlich gut. Ich glaube, Großbritannien werkelt weiter an einer bessere Vernetzung Richtung Spanien/Frankreich und Skandinavien.

Wird es eine Verpflichtung geben dass z.B.: bei Windparks und Solarfeldern immer Speicher mit vorgesehen werden müssen?

Das wäre nicht einmal zu befürworten, denn damit würde man Speicherung und Produktion zwingend koppeln und somit Budget stilllegen, dass bei getrennten Investitionsmöglichkeiten zusätzlich mobilisiert werden könnte. Außerdem würde man sich damit einseitig auf recht teure Batteriespeicher festlegen, denn nur die sind klein genug planbar.

Wann werden die Netze so flexibel nutzbar sein, um z.B.: Stromspeicher öffentlich effektiv nutzen zu können?

Das sind sie eigentlich jetzt schon. Schließlich braucht es fast nichts dafür und kleine Stabilisierungsspeicher hat es schon immer gegeben. Große sind einfach nur mehr vom gleichen. Aber warum sollte die Verantworlichen sich eine Einnahmequelle abdrehen?

Wird es auch eine "Strompreiskontrolle" durch eine Markttransparenzstelle wie bei Benzin/Diesel für E-Ladestationen geben?

Wenn es denn mal einen Adhoc-Markt für Stromverkauf gäbe, den zu kontrollieren es sich lohnen würde, statt überwiegend Abo- und Accountmodelle...
 
Er rechnet doch schon mit seiner Erwartungen an die Preisdifferenz EK-VK.
Ja, aber der Netto-EK erhöht sich durch den Wirkungsgrad. Heißt, wenn die beiden höher sind, sinkt die Nettodifferenz trotz gleicher Bruttodifferenz.

Bei 15ct EK und 30ct VK würden daraus bei einem Wirkungsgrad von 80% 30ct - 18,75ct = 11,25ct, bei 30ct EK und 45ct VK, wären es 45ct - 37,5ct = 7,5ct.
Wir sind einfach bekloppt.
Tjo. Ist nicht so, als ob nicht gewarnt würde, dass die Union uns abzocken und ausverkaufen wird.
 
Stimmt, hast recht. Ich habe (auch) nicht bedacht, dass die verschleuderte Ineffizienz mit steigendem Strompreis teurer wird und somit mehr des mit tatsächlich wieder verkauften Stroms gemachten Bruttogewinns wegknabbert.


Und was machen wir?
Bremsen.
GKW statt Speicher während Redox-Flow Batterien in der Schweiz umgesetzt werden.

Wir sind einfach bekloppt.

Solange wir keine großen Überschüsse haben, brauchen wir halt auch keine längerfristigen Speichertechniken...
Die Schweiz ist mittelfristig aber auch aus anderen Gründen unter Zugzwang: Bislang basiert nicht nur die Sauberkeit, sondern auch die Stabilität von deren Strom zu erheblichen Teil auf gleichmäßig zur Verfügung stehender, gut an den aktuellen Bedarf anpassbarer Wasserkraft. In der Zukunft läuft aber nicht mehr die eine Hälfte der Niederschläge in Herbst und Winter direkt in die Stauseen und die andere Hälfte im Sommer als Schmelzwasser, sondern da fließt im Winter die doppelte Dosis ungenutzt ab und im Sommer steht man ohne da. Den Nettorückgang durch EE-Ausbau sollte für die Schweiz leicht sein, aber geographisch bedingt ist Windkraft da schweine teuer und/oder schwach und das Land ist auch nicht groß genug, um regionale Solarverschattung auszugleichen. Das heißt die brauchen schon in naher Zukunft die Ausgleichsspeicher, auf die wir beim aktuellen Ausbautempo der Kraftwerke wahrscheinlich noch 2050 verzichten können.
 
Den Nettorückgang durch EE-Ausbau sollte für die Schweiz leicht sein, aber geographisch bedingt ist Windkraft da schweine teuer und/oder schwach und das Land ist auch nicht groß genug, um regionale Solarverschattung auszugleichen. Das heißt die brauchen schon in naher Zukunft die Ausgleichsspeicher, auf die wir beim aktuellen Ausbautempo der Kraftwerke wahrscheinlich noch 2050 verzichten können.
Könnten die nicht größere Stauseen einrichten und ansonsten auch für andere Länder Pumpspeicherkapazitäten anbieten? Ansonsten verkaufen die uns im Winter halt Wasserkraft und wir denen im Sommer Solarenergie. Muss ja nicht jedes Land alles alleine machen.
 
Staudämme und vor allem europaweite Hochleistungsnetze zu bauen, würde viele Energiewendeprobleme lösen.
Aber ich brauche wohl nicht näher zu erklären, wo das aber in der Praxis liegt?
 
Kurzer Hinweis: Da Wasserkraft ja Wasser benötigt (sorry, neunmalklug :fresse:), dürften ohne Gletscher und mit vermehrten Dürren in Europa nutzbare Wassermengen bei zuspitzender Klimakrise geringer werden. Inwieweit also Wasserkraft vermehrt nutzbar wäre, wäre wohl also fraglich. Würden Stauseen zudem nicht auch durch die großen Oberflächen mehr Verdunstung und somit größeren Wasser- und damit auch Energieausschöpfungsverlust bedeuten? (Auch oder gerade in den Alpen ist es im Sommer heißer geworden)

Damit will ich keine Gegenrede zur Energiewende oder zu Wasserkraft halten. Nur künftige Auswirkungen der Klimakrise einbeziehen. Ist auch ein Ausdruck von gewissem Pessismus, denn es geht ja recht zügig auf Erhitzung um 2-3 Grad zu. Ein einfacher Ansatz wäre Effizienzerhöhungen bei der Energienutzung und davon unabhängig Energieeinsparungen. Aber dafür interessiert sich im fossil-dominierten Kapitalismus auch kaum jemensch für. "Wir brauchen KI" ... "Ich fahre doch nicht die Kurzstrecke mit dem Fahrrad" ... blablabla

Edit: wenn Pumpspeicher geschlossenes System ist, also keine Verdunstungsverluste entstünden, wäre das natürlich ein anderer Fall. Hieß es seitens EE-Befürworter:innen/Wissenschaftler:innen nicht, dass auch der Nutzen von Pumpspeicher nicht weiter ausgeweitet werden könnte bzw. es besser wäre andere EE-Varianten zu bevorzugen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine "wärmere" Schweiz ist immer noch nicht heiß und im Hochgebirge hast tiefe Täler => gutes Verhältnis aus Oberfläche und Volumen. Die Verdunstung würde keinen so großen Unterschied machen und für Westeuropa wird meines Wissens nach auch kein Niederschlagsrückgang erwartet (teils sogar das Gegenteil), sondern "nur" eine ungünstigere Verteilung.

Das Problem sind halt das Anwohner, Tourismusindustrie und diese "Natur" immer Amok laufen, wenn man ihr Tal zum See erklärt.
 
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Und hier will Kartellrina Reiche , natürlich völlig Technologieoffen, die Batteriespeicher ausgrenzen und GKW bevorteilen.
Können GKW eigentlich Überkapazitäten aus dem Netz aufnehmen? Tolle Technologie.



Viele Grüße,
stolpi
 
Und hier will Kartellrina Reiche , natürlich völlig Technologieoffen, die Batteriespeicher ausgrenzen und GKW bevorteilen.
Können GKW eigentlich Überkapazitäten aus dem Netz aufnehmen? Tolle Technologie.
Theoretisch könnte man das mit Wasserstoff so ähnlich einrichten und das könnte dann irgendwann mal ein sinnvoller Teil des Gesamtkonzepts werden, aber da sind wir meiner Meinung nach noch so weit entfernt, dass man hier durchaus entweder von bodenloser Inkompetenz oder schlicht Korruption reden kann.
 
Wasserstoff, Wasserstoff ich höre immer Wasserstoff. Schaut auf das Luftschiff Hindenburg da wird klar, dass Wasserstoff keine Zukunft haben kann.
Mir reicht schon zu sehen, wie die hoch Umwandlungsverluste, zumindest aktuell, noch sind, um zu finden, dass man das Thema noch so lange aufschieben sollte, wie das so ist oder es noch effektivere Dinge zu tun gibt.
 
Solange man Strom aus EE abriegelt, weil man keine Abnehmer findet, kann man diesen Strom in alles Stecken, was am anderen Ende CO2-neutral für andere Dinge gebraucht werden kann. Alles ist besser als Strom, der da ist, einfach nicht zu verbrauchen.
 
Wasserstoff, Wasserstoff ich höre immer Wasserstoff. Schaut auf das Luftschiff Hindenburg da wird klar, dass Wasserstoff keine Zukunft haben kann.
"Man" braucht eine Energiequelle, die Hochtemperatur erzeugen kann und in großen Mengen gespeichert werden kann.
Speziell in DE wird das Thema Energie etwas engstirnig auf nur Strom reduziert.

Problem:
Aktuell verbraucht DE ca. 2,5fache Menge Gas in Form von Prozess-Energie in der Industrie ohne Strom und da ist das Haushaltserdgas noch gar nicht mit dabei. Also irgendwo bei Faktor 3.5 vielleicht auch 4, gibt keine verlässliche Zahlen hierzu.

Betrachtet man das Thema global, wirds noch krasser, weil bei uns die Industrie eher auf dem absteigenden Ast ist (die Gasverbräuche werden runter gehen), aber andere Nationen (speziell z. B. Indien oder China) werden Unmengen an Prozessenergie für ihre (künftigen) Industrien benötigen - und dies vermutlich noch paar Jahrzehnte/Jahrhunderte.
Ohne Hochtemperatur aus aktuell Erdgas, kein einzige Leiterplatine bei Computern - nur so als Beispiel.
Die Lichtbogentechnologie (Strom) ist noch nicht so weit, um z. B. Stahl in signifikannten Größenordungen aufschmelzen zu können.
Da ist der technische Durchbruch ähnlich wie bei der Kernfusion - also alle 30 Jahre wird der Durchbruch in 30 Jahren vorhergesagt - und dies seit 90 Jahren.
Auch ist es unrealistisch, die benötigten Mengen jemals in Stromspeicher bevorraten zu können.
Also kommt H2 mit der höchsten natürlichen Energiedichte eines Gases ins Spiel, verbunden damit, dass H2 problemlos über Elektrolyse aus Wasser gewonnen werden kann und beim Verbrennungsprozess wieder H2O ergibt.

Richtig ist, dass mit der mittlerweile entwickelten Technik H2 kaum eine Rolle beim Individualverkehr spielen wird.
Aber der Punkt ist Kleinkinderkram bei der Betrachtung der benötigten Energien der Menschheit.
In eher untergordneter Rolle kann es ein Thema für eine Versorgung von Gebäuden "Off-Grid" sein.
Im Moment in DE noch teuer, aber in stark ländlichen Gebieten mit nur saisonal nutzbarer Sonnenenergie, z. B. Finnland, Baltikum interessant. In Kanada ist das schon gelebte Praktik für gut 150.000 Haushalte.

Ob es ein Thema für den kommerziellen Transport werden wird? - Keine Ahnung.
Dass es einen sinnvollen Ersatz bei LKWs, Flugzeugen und vor allem großen Schiffen benötigt, liegt auf der Hand.
Die Industrie wird hier den für sich günstigsten Weg heraussuchen, schätze ich.

Bleibt das Thema Speicherung an sich.
Genau aus Sicherheitsgründen (H2 ist wirklich seeehr leicht entzündlich) und wegen dem Problem, dass H2 irres Volumen für recht wenig Energie benötigt (wer will schon einen Tank im Garten haben, der auf ca. -260° runtergekühlt werden muss) gibt es eben den Umweg über z. B. Ammoniak und ähnliches - verbunden mit Verlusten, wie bei jeder Änderung von Aggregatszuständen. Mal sehen, was da die Zukunft bringt und was davon sinnig sein wird.

Kurzum:
Die Welt benötigt weiterhin ein Prozessgas oder einen anderen Hochtermperatur-Energielieferant, in der Zukunft vermutlich noch viel mehr als heute.
Erfolgreiche Lösungen hierzu versprechen eine Beachtung beim Nobelpreiskommitee.
 
Zuletzt bearbeitet:
Solange man Strom aus EE abriegelt, weil man keine Abnehmer findet, kann man diesen Strom in alles Stecken, was am anderen Ende CO2-neutral für andere Dinge gebraucht werden kann. Alles ist besser als Strom, der da ist, einfach nicht zu verbrauchen.
Sicher, aber die Wasserstoffinfrastruktur baut sich ja auch nicht von selbst und wenn man die Wahl hat, von den begrenzten Mitteln für den Ausbau effektivere Methoden auszubauen, sollte man das doch tun. Gerade, weil man für eine zumindest halbwegs effiziente Produktion von Wasserstoff konstant Energie benötigt, sollte man doch zumindest mal Batteriespeicher bauen, bis man die Verfügbarkeit über ein paar Tage glätten kann und solange es während dieser Überschusszeiten noch unversorgte Verbraucher in vertretbarer Entfernung gibt, wäre ein Netzausbau wohl noch effektiver.
 
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