Der Auto-Thread

Langfristig gibt übrigens auch für Verbrennungsliebhaber eine Lösung: Biomass to liquid. Dann allerdings zu entsprechenden Lieberhaberpreisen für den Treibstoff.

Das Problem sind wohl weniger "Liebhaber" sondern die Preise der Autos, die mangelnde Ladeinfrastruktur und die Haltbarkeit der Batterien.

Das günstigste E-"Auto" ist der Twizy mit 7000€ in der Grundausstattung.
Und das Ding ist alles andere als ein richtiges Auto :ugly:
Dazu noch 50€ Batteriemiete/Monat.
Gebraucht machen E-Autos auch nur bedingt Sinn, weil die Batterie nach ~7 Jahren einfach im Arsch ist.
Anstatt PKWs unattraktiver zu machen, sollte man die Öffis pushen und endlich mal annehmbar gestalten.
Kleiner Vergleich:
Von mir Zuhause bis in die nächste Stadt (beide ~20k Einwohner) ca. 20km Strecke, verbrauch mit meinem Auto bei 6L/100km und 1,50€ Spritpreis.
Kosten: 1,80€
Dauer: ~15 Minuten

Bus: fährt nur vom Bhf ab, fährt 1x alle 2 Std und muss durch alle Kuhdörfer auf dem Weg fahren:
Kosten: 4,80€
Dauer: 1h15min

In dieser Größenordnung läuft das hier überall ab.
Öffis sind, außer in Großstädten (zumindest mMn) nicht attraktiv!
 
Gebraucht machen E-Autos auch nur bedingt Sinn, weil die Batterie nach ~7 Jahren einfach im Arsch ist.

naja das ist so nicht ganz richtig, Tesla garantiert zwar "nur" 70% Batteriekapazität nach 160.000km. In der Realität beträgt der Leistungsverlust aber tatsächlich sogar weniger als 5-10%, die Trendkurve mit wenigen Ausreißern tendiert sogar zu 10% bei erst 300.000km. halte ich für absolut akzeptabel, zumal ein gebrauchter Verbrenner nach der Zeit ebenfalls nicht mehr die Werksangaben erreicht.

Tesla battery degradation at less than 10% after over 160,000 miles, according to latest data - Electrek

bei Gebrauchtwagen unter 160.000km kann man sich sogar die Batteriegarantie auf weitere 80.000km verlängern lassen.

Anstatt PKWs unattraktiver zu machen, sollte man die Öffis pushen und endlich mal annehmbar gestalten.
Kleiner Vergleich:
Von mir Zuhause bis in die nächste Stadt (beide ~20k Einwohner) ca. 20km Strecke, verbrauch mit meinem Auto bei 6L/100km und 1,50€ Spritpreis.
Kosten: 1,80€
Dauer: ~15 Minuten

Bus: fährt nur vom Bhf ab, fährt 1x alle 2 Std und muss durch alle Kuhdörfer auf dem Weg fahren:
Kosten: 4,80€
Dauer: 1h15min

Dein Fehler ist aber auch, bei den Fahrtkosten mit dem PKW lediglich den Sprit zu betrachten. Rechne mal Anschaffungskosten abzüglich Wiederverkaufspreis geteilt durch Haltedauer, plus jährliche Kosten für Versicherung/Steuer/Wartung/HU/AU (gegebenenfalls anteilig), plus anteilig alle paar jahre neue Reifen und Bremsen, plus regelmäßig waschen, plus Sprit.

Wenn der Anspruch ans eigene Fahrzeug nicht grade bloß "muss sich bewegen und tüv haben" lautet, dann landet man locker irgendwo zwischen 40-100€/100km. bei Sportwagen oder Oberklasselimos auch schnell jenseits der 200€/100km.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann ist bei der Akkutechnik in letzter Zeit doch mehr passiert, als gedacht O.o
Mein letzter Stand waren eben jene 7 Jahre...

Ich hab grade mal geschaut, der günstigste Tesla auf mobile ist ein Model S aus 2014.
33,5k€ und ~330k km...
Erschwinglich ist anders :ugly:
 
Natürlich ist da deutlich was passiert.
VW gibt sogar auf die kleinen Traktionsbatterien von den GTEs (Hybridmodelle) 8 Jahre/160tkm Garantie ;)
Beim kommenden I.D.3 greift diese Garantie ebenfalls und die Traktionsbatterie ist auf >1000 Ladezyklen ausgelegt.
Und bei dem wird's preislich dann auch sehr interessant mit <30t€ als Einstiegspreis.
 
Bei den Akkus ist nicht viel passiert. Die ~7 Jahre kommen schon gut hin. Die Akkus in E-Autos sind bei "100%" Ladungsanzeige für den Kunden höchstens 80% geladen. Das kann man gut sehen, wenn man sich die ganzen Zellenpakete über den Tester anguckt. Wenn dann die Batterie altert, läd das BMS die Zellen weiter als 80%, um die fehlende Kapazität auszugleichen. Wenn man dann über diesen Pufferbereich rüber ist, geht es rapide Bergab mit der Reichweite.
Wir haben schon Autos mit 15% Reichweitenverlust, von der eh sehr kleinen Reichweite. Außerdem nimmt die Leistung bei alten Akkus und niedrigen Temperaturen zusätzlich ab.
Wenn man dann Pech hat, kommt man an einem kalten Wintertag nur noch halb so weit, weil man den Innenraum die ganze Zeit heizen muss. Man kann natürlich auch das Fenster aufmachen und ohne Heizung fahren, dann hat man wieder 30km mehr Reichweite.:ugly::D


Mit diesen "Batteriestatistiken" würde ich sowieso ein bischen vorsichtig sein. Da steht mit Sicherheit nicht drin in wievielen Autos schon eine neue Batterie drin ist. Außerdem würde es auch nur Sinn machen, wenn man da wirklich eine echte Kapazitätsmessung per Tester einträgt. Was da im Kundendisplay sehr ist vorsichtig ausgedrückt "grob gerundet". :P
 
Wenn dann die Batterie altert, läd das BMS die Zellen weiter als 80%, um die fehlende Kapazität auszugleichen. Wenn man dann über diesen Pufferbereich rüber ist, geht es rapide Bergab mit der Reichweite.

Dann mag das bei Mercedes vielleicht so sein, beim VAG Konzern ist es z.B. nicht so. Da sind die Grenzen fest codiert und da passt sich mit Sicherheit nichts an.

Wir haben schon Autos mit 15% Reichweitenverlust, von der eh sehr kleinen Reichweite. Außerdem nimmt die Leistung bei alten Akkus und niedrigen Temperaturen zusätzlich ab.
Wenn man dann Pech hat, kommt man an einem kalten Wintertag nur noch halb so weit, weil man den Innenraum die ganze Zeit heizen muss. Man kann natürlich auch das Fenster aufmachen und ohne Heizung fahren, dann hat man wieder 30km mehr Reichweite.:ugly::D

Mercedes ist auch kein Maßstab in Sachen E-Mobilität. Die Hybrid Modelle sind lächerlich, ebenso der Versuch eines reinen E-Fahrzeugs mit dem EQC.

Mit diesen "Batteriestatistiken" würde ich sowieso ein bischen vorsichtig sein. Da steht mit Sicherheit nicht drin in wievielen Autos schon eine neue Batterie drin ist. Außerdem würde es auch nur Sinn machen, wenn man da wirklich eine echte Kapazitätsmessung per Tester einträgt. Was da im Kundendisplay sehr ist vorsichtig ausgedrückt "grob gerundet". :P

Die Kapazitätsmessung kann jeder Händler welcher E-Fahrzeuge warten darf, durchführen. Das ist bei jedem Hersteller so und ist auch erforderlich um die Garantiezeit/eventuelle Kundenbeschwerden abdecken zu können.
 
Meine Einstiegsdroge war ein Opel Ampera. Gebaut 2011. Als ich den 2018 verkaufte war da noch nix. Klar, der hatte keine grosse Batterie, aber GM hat damals schon verstanden dass man ein BMS, Kühlung und Heizung braucht. Der kam zumindest nach 7 Jahren und 90.000km elektrisch immer noch seine 50 - 60 km im Winter und 80 - 90km im Sommer. Da ist nix kaputt gegangen oder weniger geworden....
 
Mercedes ist auch kein Maßstab in Sachen E-Mobilität. Die Hybrid Modelle sind lächerlich, ebenso der Versuch eines reinen E-Fahrzeugs mit dem EQC.



Die Kapazitätsmessung kann jeder Händler welcher E-Fahrzeuge warten darf, durchführen. Das ist bei jedem Hersteller so und ist auch erforderlich um die Garantiezeit/eventuelle Kundenbeschwerden abdecken zu können.
Naja in der alten E-B-Klasse ist 1:1 die Technik von Tesla eingebaut. Sind sogar überall noch Tesla Logos drauf. ...inkl. der ganzen Besonderheiten die Tesla in ihre Autos einbaut. :ugly: Isolationsfehler im Betrieb? Scheißegal die Schütze bleiben zu bis man abstellt. :D

Natürlich kann jeder die Kapazitätsmessung machen. Nur wird nicht jeder aus diesem E-Auto Forum für seinen Beitrag extra eine Messung machen lassen. Die werden das einfach vom Display abgelesen haben.
 
Das Problem sind wohl weniger "Liebhaber" sondern die Preise der Autos, die mangelnde Ladeinfrastruktur und die Haltbarkeit der Batterien.

Die Batteriehaltbarkeit haben andere ja schon angesprochen. Es gibt die Überlegung, alte E-Auto-Batterien mit 70%-80% Restkapazität als stationäre kurzfristige Speicher weiter zu verwenden. Die anderen beiden Probleme könnte die Politik mit relativ einfach Mitteln lösen. Zum Beispiel geringere bzw. keine Steuer auf E-Autos oder umgekehrt eine CO2-Steuer, die Sprit verteuert und damit Stromer günstiger in der Haltung macht. Was man auch vor 10 Jahren hätte machen können. Ich fürchte nur, solange die deutschen Hersteller nur Alibielektroautos herstellen, wird das nichts.
 
Die Batteriehaltbarkeit haben andere ja schon angesprochen. Es gibt die Überlegung, alte E-Auto-Batterien mit 70%-80% Restkapazität als stationäre kurzfristige Speicher weiter zu verwenden. Die anderen beiden Probleme könnte die Politik mit relativ einfach Mitteln lösen. Zum Beispiel geringere bzw. keine Steuer auf E-Autos oder umgekehrt eine CO2-Steuer, die Sprit verteuert und damit Stromer günstiger in der Haltung macht. Was man auch vor 10 Jahren hätte machen können. Ich fürchte nur, solange die deutschen Hersteller nur Alibielektroautos herstellen, wird das nichts.
Super Idee. Die eh schon kein Geld haben noch weiter melken. :daumen:
 
Super Idee. Die eh schon kein Geld haben noch weiter melken. :daumen:
...und du bzw. auch alle anderen machen sich glaub ich keinen plan über das ausmaß der verteuerung durch eine CO2-steuer!
Wenn ich einfach mal Wiki heran ziehe waren 2018 RWE, Heidelberg Zement, EON, Lufthansa und BASF die 5 größen CO2-verursacher. (etwas weiter unten "Nach Deutschen Unternehmen")
Das heißt also, das fast alles erheblich teurer wird. Aber hey, ich finde das sehr gut. Bin zwar kein öko und liege keine 2,50€ über mindestlohn, aber wohne hier ländlich, hab einen kleinen garten hinterm haus, fahre einen diesel (wenig CO2 und wo ich nicht hin darf fahr ich nicht hin!) und kann bei bedarf die eigenproduktion an energie bis zur autarkie erhöhen.
Ansch... wird es nur die bekloppten in diversen versifften käffern am rande der zivilisation wie z.b. münchen, berlin, hamburg usw. Bei denen wird bauen und ernergie teurer, was dann aber, günstiger weise, den flächenfraß am rande der orte begrenzen wird. Und sich vom allgemeinen schwachsinn hierzulande zu erholen wird dann auch teurer (in urlaub fliegen) :daumen:
Ich liebe diese welt und hoffe inständig, das sich die öko`s mal so richtig schön selber ans bein pinkeln!
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine CO2 Steuer geht Hand in Hand mit einer gleichzeitigen, auf alle Bürger gleich verteilten Ausschüttung der Einnahmen. Zumindest ist das ein Model. So dürften Geringverdiner, die weniger konsumieren, eher entlastet als gemolken werden. Teuer wird es für alle, die überdurchschnittlich viel verursachen.
 
Reiche Leute fahren moderne Autos, die "wenig" CO2 ausstoßen. Arme Leute fahren alte Autos, die "viel" CO2 ausstoßen. Die Reichen interessiert die Steuer eh nicht, wenn man 10+ Autos zuhause stehen hat. Dem Handwerker mit seinem rostigen T4 saut es aber den letzten Cent aus der Tasche.
 
Sollte eine CO2 Steuer auf den Normverbrauch bezogen sein, dann wird mein 12 Jahre Alter Toyota Yaris ebenso mit 170g/km berechnet wie der neue Toyota Supra. -So wie die Fahrzeuge in der Realität bewegt werden verzerrt sich das Bild wohl leicht.

- Hätte ich letztes Jahr 8000€ mehr für einen Mazda 2 gehabt, wären es 111g/km anstelle der 170g/km gewesen.

An dieser Stelle würde ich mehr zahlen, weil ich mein Auto mit kleinerem Budget gekauft habe.

Würde man die ca. 10Tonnen CO2 für die Produktion einrechnen (korrigiert mich bitte wenn ich falsch liege) würde ich erstmal weniger zahlen, aber ich bezweifle, dass das Konsequent durchgesetzt wird.
 
Wartet mal ab wie sich das entwickelt wenn das Flottenlimit von 95g voll durch schlägt... :schief: Denke mal in den nächsten 20 Jahren wird sich im Bereich Mobilität hier bei uns sehr viel ändern. Vor allem in Städten wird es vieles komplett auf den Kopf stellen. Am Land hingegen wirds noch dauern. Aber wer noch Bock auf 8 Zylinder und Lärm hat sollte in den nächsten 1 - 2 Jahren zuschlagen, danach werden die wohl nach und nach verschwinden...
 
Wenn CO2 Steuer kommt dann direkt auf den Sprit. Da kann man dann auch nichts schön testen. Was übrigens auch mehr Kosten pro l Diesel als Benzin bedeutet.
 
Fährt jemand von euch die DS2500 auf seinem Auto? Bremsen die auch halbwegs wenn die Bremse noch komplett kalt ist im Winter?

Bin auf der Suche nach Bremsklötzen für die ATE HPBK 4 Kolben Bremse, da ATE ja nichts mehr dafür herstellt seit die von Conti gekauft wurden. Hab gesehen das es einige Rennklötze und den DS2500 dafür gibt. Angeblich sollen die ja auch kalt bremsen, habe die Mischung aber selber noch nie gefahren.
 
Geht so. Bremsen tun die, aber je nachdem quietschen sie etwas. Hatte die mal kurze Zeit aufm Leon drauf bevor ich dann auf nicht zugelassene Beläge gewecshelt bin. Aber für Strasse sind sie durchaus brauchbar. Haben allerdings schon minimal die Eigenschaft normale Bremsscheiben gut zu nutzen.... also wenn du Strassenscheiben fährst rechne mit höherem Verschleiss. Entsprechende gehörtete Motorsportscheiben halten besser, aber zu 99% dann wieder ohne ABE/TÜV.
 
Geräusch ist mir egal. Die Bremsscheiben gibt es von ATE ja auch nicht mehr, da werde ich dann wohl ein paar Reibringe von Tarox montieren. Ist glaube ich die bessere Alternative als eine neue Bremsanlage zu kaufen. :D Im Moment sind noch die Powerdisk drauf, die zur Bremse gehören. Einen neuen Satz Klötze können die noch vertragen, bis die am Verschleißmaß sind.
 
Zurück