Rein rechtlich darf direkt hinter dem Schild geblitzt werden. Denn ab da beginnt das jeweilige Tempolimit.
Normalerweise wird das aber außer an wirklichen Unfallschwerpunkten nicht gemacht, um unsinnigen Rechtsstreitigkeiten (Augenblicksversagen, falsche Justierung der Messeinrichtungen usw) aus dem Weg zu gehen.
Die Vorgaben, die irgendwo rumschwirren, sind - soweit ich weiß - allesamt nur Soll-Vorgaben an die Behörden und privaten Blitzer.
Warum sich sowas dann irgendwie bei den meisten Autofahrern als Gesetz einbrennt, andere Dinge wie blinken, Vorfahrtsregeln usw aber nicht, ist mir immer ein Rätsel.
Auf Autobahnen ist es aber wirklich teilweise ätzend, da stimme ich Dir zu. Freie Fahrt, dann 100 wegen Straßenschäden und 100m weiter wieder freie Fahrt. Wenn man da "normal" runterbremst, ist man schon durch, bevor das zulässige Tempo erreicht wird.
Andererseits soll man ja eben nicht ab der Begrenzung ausrollen lassen, dafür aber schon beschleunigen, sobald man die jeweilige Aufhebung am Horizont entdeckt.
Und außerdem gehen die halt eben auch von der berühmten Richtgeschwindigkeit aus. Finde ich auch doof, ist aber halt nunmal so.
Irgendein Schild wegen Tempolimit kann man zwar vielleicht nicht genau lesen, aber da da wohl kaum 180 drauf stehen wird, sollte man vielleicht eher vom Gas gehen. Ansonsten war man schlichtweg zu schnell.
Man darf nur so schnell fahren, dass man gefahrlos innerhalb der überschaubaren Strecke anhalten kann. Von daher haben sich eigentlich Diskussionen über schnelles Fahren in der Nacht eigentlich in den meisten Fällen erledigt.
