Genau, und bei lahmen 50 km/h in der Stadt muss ich quasi gar nimmer nach Vorne schauen.
Der Vergleich passt nur nicht. Auf der Autobahn gibt es keinen Gegenverkehr, keinen Querverkehr, kein Abbiegen, keine Ampel, keine Fussgänger, keine Radfahrer...
In der Stadt muss man sich immer konzentrieren, da alle paar Meter eine Interaktion nötig ist und immer was unvorhergesehenes passieren kann.
Auf der Autobahn mit 120 km/h könnte man aber quasi dem Tempomat reinlegen, das Lenkrad mit einem Finger festhalten, den Kopf nach hinten legen und rollen lassen. Ab und zu halt mal die Spur wechseln zum überholen. Hält man einen normalen Sicherheitsabstand ist das recht entspannt. Wenn jemand vor einem rauszieht, hat man mehr als ausreichend Zeit zum reagieren.
Ist man hellwach stellt das auch länger kein Problem dar - ist man sowieso etwas müde...
Zieht man mit 160 km/h an anderen Autos vorbei muss man schon sehr konzentriert sein, um auf alles vorbereitet zu sein. Es kann schon sehr auflockern für das fahren sein, ab und zu schneller zu fahren. Natürlich nur, wenn es die Verkehrsdichte zulässt.
Wenn man wirklich müde ist, sollte man natürlich nicht schnell bzw. gar nicht fahren.

Unaufmerksam fahren leider sehr viele auch langsam. Bergauf wird nicht mehr Gas gegeben, Bergrunter nicht weniger. Kilometerlang gesetzte Blinker, allgemein große Geschwindigkeitsschwankungen. Spontane Spurwechsel (am Besten ohne Blinken)