Also mal ganz Sachlich bleiben. Allein die alten 1,8t Motoren von VAG gab es in vielen verschiedenen Ausführungen. Und wirklich alle sind in der Lage mehrere 100.000km zu machen. Vorrausgesetzt ist natürlich eine fachgerechte Wartung.
1,8t = 150PS (A3 8l)
1,8t = 163PS (A4)
1,8t = 179PS (Leon, Golf4)
1,8t = 209PS (alter S3)
1,8t = 225PS (Leon Cupra usw)
Um nur einige zu nennen. Es gibt noch viele kleine Zwischenstufen die meistens bei Audi zu finden sind. Der Grundmotor ist fast immer gleich.
Ein Warm fahren findet jeder Motor toll. Der Vorteil ist nunmal der (wie es ja schon gesagt wurde), dass man mittels Zwangsbeartmung eine bessere Leistungsausbeute bekommt. Das max. Drehmoment und Leistung bei niedrigen Drehzahlen zur Verfügung stehen.
Das Thema Kaltfahren ist völlig Überbewertet. Na klar manche gehen mit ihren Sachen so um, dass man mal richtig Lack gibt und dann noch fast bei 5000U/min. den Motor aus macht. Die Turbolader, wo ein Kalt fahren wirklich nötig ist über mehrere Minuten, die findet man kaum im Strassenverkehr. Umgangssprachlich ist beim Kaltfahren eher gemeint, dass man nach einer sportlichen Gangart beim Turbo mal den Letzten km normal fährt. Der Fahrtwind und die Ölpumpe machen den Rest. Auch einfach im Leerlauf stehen geht auch. Weil einfach das Öl noch bewegt wird. Wenns doch mal extremere Sachen sind, gibt es Wassernachläufe, die das ganze auch kühlen, wenns aus ist.
Aber genauso findet es der Kopf vom Sauger auch toll, wenn er mal ne Minute normal die Kühlmedien fördern darf, damit sich der Alukopf und der Gussblock halbwegs gleichmäßig abkühlen.
Denn Turbo jetzt als Ersatzteil schlecht zu machen ist auch falsch. Warum kaufen sich die Leute dann Diesel? Warum haben sich die Leute damals die beliebten PD-Diesel (1,9TDI von VW)gekauft. Allein der Zylinderkopf kostet ein vermögen. Bei regelmäßigen Ölwechsel und normalen warm fahren kann da nichts kaputt gehen. Meistens sind es denn so Sachen wie Blow-Off-Ventile oder undichte LLK. Den Turbo selbst hat man eigentlich fast nie. Und ob mir bei 190t km nun die Kopfdichtung platzt, ich keine Kompression habe oder halt der Turbo defekt ist, ist meiner Meinung nach egal. Das Thema mehr Ausstattung = mehr Fehlerquellen hat wir doch vor kurzem hier. Dannch dürften wir nur Fahrrad fahren!
Das mit dem Sprit fressen, ist so ne Sache. Wenn man da ITp glauben darf, freu ich mich, dass heute Turbos in der Lage sind bei Leistungen um die 200PS und mehr locker unter 8Liter zu bleiben. Meinen 1,8T bewege ich kaum unter 10Liter in der Stadt. Bei reiner AB-fahrt können es dann dochmal 9 werden aber sonst nicht machbar bei mir. Aber das sind Sachen, wo ich mit umgehen kann. Wenn ich jetzt nen Type R bewege (halbwegs gleiche Leistung) dann trinkt der fast genauso wie der Turbo. Der punkt ist einfach, mit dem Turbo muss ich nicht wie ein Berserker fahren, damit da auch was nach Vorne geht. Manchmal ist das ja ganz schön so eine Drehorgel zu fahren aber doch nicht immer. Da ist Schub von unten raus viel schöner und entspannter. Das Überholen gelingt auch ohne 2-3Gänge runterschalten, damit der Sauger mal ausreichend Drehzahl hat.
Die sogenannte Gedenktsekunde geht sehr viel schneller, als im Getriebe rum zu rühren! Turbolöcher gehören auch vor 10Jahren schon fast der Vergangenheit an. Bei Strassenmotoren mit unseren kleinen Turbinen fast nicht vorhanden, spielt das eher eine Rolle bei wirklich alten Autos wie Delta HF oder so oder bei hochgezüchteten Motoren die mit EINEM großen Lader fahren. Als beispiel nenn ich hier einfach mal die Toyota Supra-Umbauten mit über 700PS oder so.