Der Auto-Thread

Frage (vielleicht an unseren Fachmann von der DEKRA).

Kann man am Auto zur Radbefestigung Stehbolzen verbauen? Also nicht im Bezug auf das Technische, sondern Augen TÜV.

Muss sowas eingetragen werden?

Eintragen kann man da nichts, da grundsätzlich keine technische Änderung vorliegt. Aus dem Stegreif wüsste ich auch keinen Grund, was gegen den Umbau spricht. Die Radbefestigung muss "geeignet" sein, die technischen Anforderungen zu erfüllen. Daher darf man die Anzahl nicht verändern und muss die vorhandenen Einschraubpunkte nehmen. Ebenso darf weder der Durchmesser, noch die Steigung verändert werden. Schlussendlich muss das Material passen, sprich Stahl in der Festigkeitsklasse 10.9. Es schreibt ja auch niemand vor, ob eine Radschraube ein- oder mehrteilig (mit angesetzter Scheibe) sein muss, außer bei Fahrzeugen mit hohen Anzugsmomenten. Da kann es durchaus Vorgaben geben, damit die Schraube nicht in der Felge frisst.

Was gar nicht geht, ist dieser bunte Kirmesquatsch, den sich so mancher Bastler gerne ans Auto schraubt. Diese Alu-Muttern haben auf Stehbolzen aus Stahl nichts verloren. Das funktioniert nicht und ist lebensgefährlich.
 
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Was gar nicht geht, ist dieser bunte Kirmesquatsch, den sich so mancher Bastler gerne ans Auto schraubt. Diese Alu-Schrauben haben auf Stehbolzen aus Stahl nichts verloren. Das funktioniert nicht und ist lebensgefährlich.

Sehe ich anders, bei vielen Freunden funktioniert es schon seit Jahren. Sogar auf der Rennstrecke und oder beim Driften. Persönlich fahre ich sowas nicht, liegt aber auch mit daran das ich keine 100Euro für 20 Muttern ausgebe. Oder ist für dich da ein Unterschied, ob es diese bunten Schrauben sind oder als Mutter. Ich selber kenne die Teile eh nur als Radmuttern.
 
Kleiner Schreibfehler. :ugly:

Tippt sich mit einem Finger und Läppi auf dem Bauch nicht so einfach.

@ Riverna
Es geht ja gerade darum, was zulässig ist. Die Werkstoffpaarung Alu/Stahl ist bei sicherheitsrelevanten Bauteilen am Kfz haarsträubend - zumindest, wenn man Ingenieur ist.
 
36min wirklich gut investierte Zeit :daumen:

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Bei uns gibt es wieder ein "neues" Auto im Fuhrpark. Neben meinen beiden Nissans und dem Mazda meiner Verlobten, bekommt sie am Wochenende ihr neues Winterauto. Es wird wohl ein Nissan Sunny N14 SR mit Gas Anlage. Die Chance habe ich gleich genutzt und ein Gewindefahrwerk und einen größeren Motor für den Mazda bestellt. Sie ist ja dann nicht mehr auf den Mazda angewiesen und ich kann endlich die Karre fit machen. :)
 

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Bei dem Mazda kann ich es aber nun wirklich nicht nachvollziehen das du da Geld reinsteckst :ugly:

Sone Sachen wie Unterbodenbeleuchtung dürfen im Straßenverkehr ja nicht vorhanden/eingeschaltet wie auch immer sein.
Wir siehts denn mit (nicht lachen) Auspuffinnenbeleuchtung aus?
 
Sone Sachen wie Unterbodenbeleuchtung dürfen im Straßenverkehr ja nicht vorhanden/eingeschaltet wie auch immer sein.
Wir siehts denn mit (nicht lachen) Auspuffinnenbeleuchtung aus?

Wie stellst du dir das vor ? :ugly:
Ich denke auch sowas ist nicht zulässig/erlaubt in der StVO da es andere Verkehrsteilnehmer ablenken könnte
 
Die Werkstoffkombi Alu / Stahl ist absolut üblich auch unter Ingenieuren. Da gibts an jedem Auto Beispiele für - nicht zuletzt am Getriebe...

Natürlich. Dass es funktionieren kann, zeigen ja auch einige Sportwagenhersteller, die Zentralmuttern aus Aluminium verwenden. Das Beispiel hier war aber das Fahrzeug für Jedermann und eben "Standard"-Radbefestigung. Da ist es eben nicht so einfach, als wenn die Werkstoffe schon bei der Entwicklung festgelegt werden. Kontaktkorrosion und auch Werkstoffzersetzung (z.B. durch Streusalz), dass Fressen der Verbindung, sind da nur einige Faktoren, viel wichtiger sind die unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoefizienten und damit die Sicherheit, dass die Verbindung dauerhaft hält. Eventuell gibt es ja auch zulässige Verbindungselemente, mir sind sie nur nicht bekannt.
 
Da ist es eben nicht so einfach, als wenn die Werkstoffe schon bei der Entwicklung festgelegt werden. Kontaktkorrosion und auch Werkstoffzersetzung (z.B. durch Streusalz), dass Fressen der Verbindung, sind da nur einige Faktoren, viel wichtiger sind die unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoefizienten und damit die Sicherheit, dass die Verbindung dauerhaft hält. Eventuell gibt es ja auch zulässige Verbindungselemente, mir sind sie nur nicht bekannt.

Also z.B. bei Getriebegehäusen oder auch Achsen ist die Kombination Standard. Die Wärmeausdehnung ist überhaupt kein Thema, das kann man ja leicht berechnen und vorhalten. Abgesehen davon ist bei einer Flanschbreite von 10-15 mm die Wärmedehnung nicht wirklich kritisch, selbst wenn man einen Temperaturbereich zw. -30 und +150°C ansetzt.

Bei Lagern ist das schon eher ein Thema, da wird die Luft so ausgelegt, dass es eben bei niedrigen Temperaturen nicht zum Verklemmen und damit zur Zerstörung der Lager kommt.

Kontaktkorrosion im kritischen Ausmaß gibt es praktisch nicht - im Getriebeinnern gar nicht. Selbst unter Extremtests wie Salzsprühnebel o.ä. Fressen ist auch kein Thema.
 
Sieh es mal nicht so beschränkt aus Sicht des Themas Fahrwerk und Antriebsstrang heraus, Zappa :). Ich kenne da genug Leute (mich eingeschlossen), die sich ausschließlich mit der Thematik der unterschiedlichen WAK im Fertigungsprozess beschäftigen. Oder willst du eine Karosserie haben, wo beulen durch Verzug in der Karosserie entstehen, Lackfehler durch Nasskontakt im Lacktrockner auftreten,... Etc? :) an der Karosserie ist die Delta-Alpha-Problematik ein ganz großes Thema da im Fertigungsprozess Temperaturen in Verbindung mit freien Bauteillängen auftreten, die dein Getriebegehäuse so nie sehen wird. Da hat Klutten definitiv schon Recht.
 
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Sieh es mal nicht so beschränkt aus Sicht des Themas Fahrwerk und Antriebsstrang heraus, Zappa :). Ich kenne da genug Leute (mich eingeschlossen), die sich ausschließlich mit der Thematik der unterschiedlichen WAK im Fertigungsprozess beschäftigen. Oder willst du eine Karosserie haben, wo beulen durch Verzug in der Karosserie entstehen, Lackfehler durch Nasskontakt im Lacktrockner auftreten,... Etc? :) an der Karosserie ist die Delta-Alpha-Problematik ein ganz großes Thema da im Fertigungsprozess Temperaturen in Verbindung mit freien Bauteillängen auftreten, die dein Getriebegehäuse so nie sehen wird. Da hat Klutten definitiv schon Recht.

Das bestreitet doch gar niemand. Ich bestreite nur, dass ein Ingenieur eine Kombi aus Stahl und Alu ausschließt. Das ist nunmal Stand der Technik.

Was Temperaturen im Fertigungsprozess angeht, so tun die da ja erstmal beim Ursprungsthema nix zur Sache. Da ginge ja um den Betrieb und die Materialkombi.
 
Ich bestreite nur, dass ein Ingenieur eine Kombi aus Stahl und Alu ausschließt. Das ist nunmal Stand der Technik.

Du verzerrst nur die Diskussion, weil du das Thema um die "Ideal-Standard-Radschraube" auf das ganze Automobil ausweitest. Würden Alu und Stahl gänzlich nicht funktionieren, dann würde mein Auto an der A-Säule in zwei Teile brechen, was es aber glücklicherweise nicht macht.
 
Du verzerrst nur die Diskussion, weil du das Thema um die "Ideal-Standard-Radschraube" auf das ganze Automobil ausweitest. Würden Alu und Stahl gänzlich nicht funktionieren, dann würde mein Auto an der A-Säule in zwei Teile brechen, was es aber glücklicherweise nicht macht.

Ja, aber die Autos mit Plastik Karosserie würden nicht mal bis zur A Säule zusammenhalten...
 
Du verzerrst nur die Diskussion, weil du das Thema um die "Ideal-Standard-Radschraube" auf das ganze Automobil ausweitest. Würden Alu und Stahl gänzlich nicht funktionieren, dann würde mein Auto an der A-Säule in zwei Teile brechen, was es aber glücklicherweise nicht macht.

Mir persönlich sind jedoch auch keine Probleme mit Aluminium Radmuttern bekannt. In keinem Forum wird da von Problemen geschrieben, natürlich wären normale Radmuttern in dem selben Design besser. Aber es scheint ausreichend zu funktionieren. Sonst gebe es die Teile auch nicht mit Zulassung.
 
Wie gesagt, es gibt so viele Stellen am Auto, wo man diese Kombi einsetzt, dass es keinen vernünftigen Grund gibt warum das ausgerechnet bei den Radmuttern nicht klappen sollte.
 
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