Der Auto-Thread

Hi,

wenn es einem zu aufwändig ist Xenon nachzurüsten, sind die Nightbraker (Plus) eine gute Alternative - der Unterschied steht nicht nur auf dem Papier, sondern ist auch merklich. (Wunder sollte man trotzdem nicht erwarten)

Wenn man aber dennoch günstig, mit wenig Aufwand Xenon nachrüsten möchte sollte man sich ein "25 Watt System" genauer ansehen.
Laut meinen Infos ist dann weder eine Scheinwerferreinigungsanlage, noch eine Leuchtweitenregulierung pflicht.
(Angaben ohne Gewähr - Klutten kann da sicher mehr dazu sagen)
 
Laut Wiki setzt die Zusatzvorschrift bei 2000lumen an. Wenn die Beleuchtung schwächer ist braucht man die Zusatzausstattung nicht, Xenon hin oder her. Aber dann macht Xenon eh keinen Sinn weil die "High-End" Halogen Lampen auch an die 1900lumen machen.
 
Aber dann macht Xenon eh kein Sinn weil die "High-End" Halogen Lampen auch an die 1900lumen machen.

Das sehe ich genauso. Aber es gibt Leute denen die Leuchtkraft eher Egal ist, diese legen mehr Wert auf diverse Farbtemperaturen (bläulich, grünlich, weiß). Mit Halogenlampen bekommt man das nicht so intensiv hin.
 
Wenn man aber dennoch günstig, mit wenig Aufwand Xenon nachrüsten möchte sollte man sich ein "25 Watt System" genauer ansehen.
Laut meinen Infos ist dann weder eine Scheinwerferreinigungsanlage, noch eine Leuchtweitenregulierung pflicht.
(Angaben ohne Gewähr - Klutten kann da sicher mehr dazu sagen)

Xenon ist Xenon, egal ob 21, 35 oder 50 Watt. Durch die hohe Lichtausbeute ist es immer erforderlich Maßnahmen zu treffen, damit andere Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden. Zu diesem Zweck muss eben immer eine automatische Leuchtweitenregulierung vorhanden sein, eine mechanische (die alle Fahrzeuge mit EZ > 01.01.1990 haben müssen) ist durch den Faktor "Mensch" nicht ausreichend. Die Scheinwerferreinigungsanlage ist auch immer Pflicht, da es sich bei Xenon-Scheinwerfern um Linsen-, bzw. Projektionsscheinwerfer handelt. Jedes weitere Glas vor der Linse bricht das Licht und kann das Lichtbild deutlich beeinflussen, weshalb diese während der Fahrt zusätzlich gereinigt werden können müssen. Über den Sinn oder Unsinn der Reinigung kann man sicher streiten. Mir ist zumindest noch kein merklicher Unterschied aufgefallen, auch wenn mal ein Geschwader Mücken auf dem Scheinwerfer zerschellt ist.
 
Dann erklär uns jetzt doch mal was der Unterschied zwischen einem Golf 5 HGP und deinem Clio ist... was macht den Golf zu einem aufgemöbeltem Schrotthaufen und deinen Clio nicht.

Hätte ich den Clio von seinen aktuell ca 215 PS auf 500+ PS umrüsten lassen, würde ich bezweifeln, dass es die Karre lange macht. Natürlich ist der der Ausgangswagen kein Schrotthaufen. Würde mit so einer Leistung aber bald zu einem werden. Einfach, weil die ganze Fuhre für diese Kräfte nicht ausgelegt ist.

Zu glauben, das die Standfestigkeit nicht leidet bei solchen Leistungssteigerungen ist ein wenig naiv.
Da ist ja nicht damit getan Fahrwerk und Bremsanlage mit hoch zu ziehen, der komplette Antriebsstrang kann soviel mehr gar nicht. Der Motor nicht und Getriebe und ggf. falls nötig Achse auch net. Es gibt im Zweifelsfall nicht mal Teile, die bei solchen Drehmomenten und Leistungen eine serienähnliche Standfestigkeit haben!
Nicht umsonst planen Tuner mitunter regelmäßigen Austausch von Getrieben und/oder Achsen ein.

Denk mal an die Karosserie. Mit der Leistung ist die nach 10 bis 15 000 Kilometer weich und ausgelutscht. Man kann einen Käfig montieren, dass hilft etwas, aber mir sind das einfach zu viele Kompromisse.
 
@Klutten

Hmm habe nochmal mit jemanden gesprochen, der mit solchen Angelegenheiten beruflich zu tun hat. Er hat mir gesagt, dass für die neuen 25 Watt Systeme keine Leuchtweitenregulierung und Wischanlage nötig sei.
Beim neuen Bettle wird zum Beispiel auf die Reinigungsanlage verzichtet. Die autom. Leuchtweitenregulierung gibt es trotzdem noch. (natürlich wenn man Xenon als Extra kauft)
 
Ich habe teilweise gelesen, das dass neue Xenon von Audi/VW nicht so der bringer sein soll weil es die Reinigungsanlage halt nicht brauch wegen der 2000Lumen grenze. Sprich die Lichtausbeute soll geringer sein. Was dran ist kann ich nicht sagen.
 
Ich habe deswegen gerade mal in der ECE R-48 und R-45 gelesen ...schließlich kann man nicht alles wissen. :schief:

Abblendscheinwerfer mit einer Lichtquelle oder LED-Modulen zur Erzeugung des Hauptabblendlichtbündels, deren Soll-Lichtstrom 2.000 Lumen übersteigt, dürfen nur in Verbindung mit Scheinwerferreinigungsanlagen nach der Regelung Nr. 45 angebaut werden.
Knackpunkt scheint tatsächlich der Lichtstrom oder in Bauerndeutsch die Lichtleistung zu sein. Scheinbar gibt es gemäß den Richtlinien kein erhöhtes Blendrisiko durch Lichtstreuung, wenn die Abdeckscheiben der Scheinwerfer verdreckt sind. Was ich mich jetzt als Prüfer frage ist: Wie erkenne ich einen Scheinwerfer, der < 2.000 Lumen abstrahlt? Ein interessantes Thema für eine der nächsten Ingenieursbesprechungen.

...wenn die Lichtausbeute allerdings wirklich deutlich geringer als bei bisherigen Systemen ist, muss ich nicht zwangsweise Xenon verbauen. Wenige Vorteile liegen dann nur noch in der klaren Hell- / Dunkelgrenze, der Kombinierbarkeit von Fern- und Abblendlicht in einer Leuchteinheit und vielleicht im Design, was ja für unsere Autobauer auch ein wichtiger Punkt ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Kunde ließt ja eigentlich nur Xenon in der Ausstattungsliste und der Hersteller spart ein paar Euros an der Reinigungsanlage.

Ich habe bei mir die Nachrüst Hellas inkl. Leuchtweitenreglung und orig. Reinigungsanlage für ~550 € eingebaut (Gebraucht, 1 Jahr alt) und möchte mein Xenon nicht mehr missen.
 
@Klutten

...schließlich kann man nicht alles wissen.
Das erwartet auch keiner, ist ja deine Sache ob du dich damit befassen möchtest oder nicht :)

Wie erkenne ich einen Scheinwerfer, der < 2.000 Lumen abstrahlt?
Jetzt ist es wohl noch recht einfach, da es nur wenige Modelle gibt die bereits auf das 25 Watt System setzten, eine Dauerlösung ist das aber nicht.

der Kombinierbarkeit von Fern- und Abblendlicht
Das ist ja bei den H4 Lampen auch gegeben. (mehr oder weniger)

vielleicht im Design
Mag sein, aber rein aus marketingtechnischer und wirtschaftlicher Sicht ist das 25 Watt System für den Hersteller sehr interessant, denn: Es kostet insgesamt weniger, auch weil auf die Reinungsanlage und die Leuchtweitenregulierung verzichtet werden kann. So, das heißt insgesamt weniger Ausgaben wo der Auto-Hersteller trotzdem sagen kann "wir verbauen Xenon". Das es schwächer ist als das "normale" Xenon weiß der Kunde ja nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist ja bei den H4 Lampen auch gegeben. (mehr oder weniger)

Natürlich. In Verbindung mit dem Design und dem Wunsch möglichst kleiner und leichter Leuchteinheiten gibt es dort aber den Nachteil des recht großen Reflektors.

Bei welchen werkseitig mit Xenon angebotenen Fahrzeugen fehlt denn die Leuchtweitenregulierung?

Bei keinem. Hier wird nur gerne "automatisch" oder "manuell" verschluckt.
 
Zu glauben, das die Standfestigkeit nicht leidet bei solchen Leistungssteigerungen ist ein wenig naiv.
Da ist ja nicht damit getan Fahrwerk und Bremsanlage mit hoch zu ziehen, der komplette Antriebsstrang kann soviel mehr gar nicht. Der Motor nicht und Getriebe und ggf. falls nötig Achse auch net. Es gibt im Zweifelsfall nicht mal Teile, die bei solchen Drehmomenten und Leistungen eine serienähnliche Standfestigkeit haben!
Nicht umsonst planen Tuner mitunter regelmäßigen Austausch von Getrieben und/oder Achsen ein.

Ich habe keine Ahnung woher du diese Behauptung hast, sie ist jedoch falsch bzw man kann dies nicht verallgemeinern. Ein guter Freund von mir fährt einen Corsa B mit 60PS welcher ein neues Fahrwerk, neue Bremsen und einen neuen Motor bekommen hat, erst hatte der Wagen "nur" 150PS. Seit knapp 3 Jahren wurde der Motor auf knapp 250PS dank Turbo aufgeblasen. Der Wagen hat seit dem neuen Motor ca 80.000 Kilometer gelaufen, mit dem Turbo sind es aktuell irgendwas um die 25.000 Kilometer. Der Wagen hat nie Probleme gemacht, die Karosserie hat sich nicht verzogen, das Fahrwerk und der Antrieb haben auch keine Probleme gemacht. Natürlich hätten die Antriebswellen Probleme wenn er die 60PS Teile drin gelassen hätte. Will jetzt nichts falsches sagen aber glaub es sind Calibra Antriebswellen verbaut. Gleiches bei zwei anderen Freunden von mir, beide besitzen bzw besaßen einen Nissan 200SX RS13 mit original 169PS, der eine hatte 300PS und der andere 280PS, beide haben keine Probleme gemacht. Das ganze kann ich ewig weiter führen. Wenn man eben nicht nur Motor, Bremsen und Fahrwerk tauscht sondern auch drauf achtet das Getriebe, Antriebswellen, Kühlsystem usw ausreichend ist kann das Auto ohne Probleme fahren. Natürlich muss ein gemachter Motor/Wagen mehr gepflegt werden als ein 60PS Corsa. Aber wer 10.000Euro und mehr in den Motor steckt, hat auch kein Problem alle 5.000 Kilometer einen Ölwechsel zu machen.

Man sollte es also nicht verallgemeinern.
 
Und wer kombiniert das werksseitig mit einer manuellen Leuchtweitenregulierung?
Ist mir persönlich noch nicht unter gekommen.

Mir auch nicht und es ist ja auch gar nicht zulässig. Die beiden Worte wurden aber heute im Verlauf der Diskussion gerne mal vergessen, sodass ich sie einfach beide genannt habe. In Bezug auf Xenon-Scheinwerfer hat die manuelle Leuchtweitenregulierung natürlich nichts verloren.
 
Ich habe keine Ahnung woher du diese Behauptung hast, sie ist jedoch falsch bzw man kann dies nicht verallgemeinern. Ein guter Freund von mir fährt einen Corsa B mit 60PS welcher ein neues Fahrwerk, neue Bremsen und einen neuen Motor bekommen hat, erst hatte der Wagen "nur" 150PS. Seit knapp 3 Jahren wurde der Motor auf knapp 250PS dank Turbo aufgeblasen. Der Wagen hat seit dem neuen Motor ca 80.000 Kilometer gelaufen, mit dem Turbo sind es aktuell irgendwas um die 25.000 Kilometer. Der Wagen hat nie Probleme gemacht, die Karosserie hat sich nicht verzogen, das Fahrwerk und der Antrieb haben auch keine Probleme gemacht. Natürlich hätten die Antriebswellen Probleme wenn er die 60PS Teile drin gelassen hätte. Will jetzt nichts falsches sagen aber glaub es sind Calibra Antriebswellen verbaut. Gleiches bei zwei anderen Freunden von mir, beide besitzen bzw besaßen einen Nissan 200SX RS13 mit original 169PS, der eine hatte 300PS und der andere 280PS, beide haben keine Probleme gemacht. Das ganze kann ich ewig weiter führen. Wenn man eben nicht nur Motor, Bremsen und Fahrwerk tauscht sondern auch drauf achtet das Getriebe, Antriebswellen, Kühlsystem usw ausreichend ist kann das Auto ohne Probleme fahren. Natürlich muss ein gemachter Motor/Wagen mehr gepflegt werden als ein 60PS Corsa. Aber wer 10.000Euro und mehr in den Motor steckt, hat auch kein Problem alle 5.000 Kilometer einen Ölwechsel zu machen.

Man sollte es also nicht verallgemeinern.

Verallgemeinern sollte man nicht, das ist richtig. Allerdings hat sich meine Aussage vor allem auf die zuvor genannten Extrembeispiele mit deutlich über die von dir genannten Leistungen hinausgehenden Fahrzeugen bezogen. Wenn du nen Golf o.ä. auf 700 PS aufbläst, dann wirst du Probleme haben überhaupt einen Antriebsstrang zu finden, der es ermöglicht die dafür nötigen Momente in einer - um beim Golf zu bleiben - Transaxle quer Konfiguration überhaupt mit einer vernünftigen Lebensdauer zu betreiben. Ich wüsste nicht, wo man ein Front-quer Getriebe mit den dafür nötigen Drehmomentreserven (ich tipp mal auf 700Nm +) herbekommen sollte, das in einen Golf passt - vermutlich wird man ein geeignetes Getriebe nicht mal finden, wenn man die Einschränkung "muss in den Golf passen" weglässt.

Außerdem bezog sich meine Aussage darauf, das hier behauptet wurde das diese Leistungssteigerungen nicht auf die Standfestigkeit gingen und das ist - mit Verlaub - Unsinn! Wenn an einem Motor mittels Turbo das letzte rausgekitzelt wird, dann ist der nunmal wesentlich höher belastet als in Serienkonfiguration und hält entsprechend kürzer. In wie weit einen die Verkürzung der Lebensdauer stört und in welchem Maße diese auftritt, dass ist dann individuell und nicht zuletzt vom Fahrstil abhängig. Aber als Beweis für die Standfestigkeit einen Motor mit 25tkm zu bringen ist ein wenig dürftig. Ich weiß jetzt nicht was da für ein Motor drin ist und was der kann, aber eins ist sicher, die Auslegungslebensdauer erreicht der nicht!

Ob einen das stört oder nicht, das muss jeder selbst entscheiden. Hier in der Heilbronner Gegend gabs (ich vermute mal den gibts nicht mehr) einen, der hat seinerzeit mit nem Corsa und Lachgas Jagd auf die M3 Prototypen gemacht... Auf der Autobahn gings ganz gut, an ner Ampel hätte er recht alt ausgesehen...;)
 
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