Ich sehe deine Kritik an der PKS nicht vornehmlich als Alu Hut Theorie, aber ich als rational denkender Mensch, brauche sachliche Fakten und auch wenn die PKS, Anlass zur Kritik gibt, kann man sich nicht einfach hinstellen und sagen es wäre wesentlich, zehnmal, hunderfach schlimmer, ohne irgendwelche Belege. Die Statisken die ich gepostet habe sind ja über einen Zeitraum von fast 20 Jahren und jetzt behauptet die rechte Ecke, alles gefälschte Statisken, es ist x fach schlimmer, gefühlt befinden wir uns sowieso im Ausnahmezustand, Belege und Fakten dazu haben wir aber nicht, außer das die PKS Anlass zur Kritik bietet. Darauf kann kein Mensch eine sachliche Diskussion und Fakten aufbauen und wer das befördert, will m.M. nach auch keine faktenorientierte Diskussion.
Dazu habe ich meine Zweifel, dass nun Politik, Justiz und Polizeiapparat, alle daran ein Interesse haben, Statisken massiv zu fälschen, wie gesagt ich will die PKS nicht unter allen Umständen verteidigen und sie bietet Anlass zur Kritik, dass was aber daraus in der rechten Ecke und auch teilweise mit deinen Anspielungen bzgl. Aufkündigung der Mitte 2015 und der Deal zwischen Staat und Bevölkerung bzgl. Rechsstaat, halte ich für extrem übertrieben, bis pure Propaganda. Wir leben hier nicht in einer Bananenrepublik, wenn du das doch so siehst, hätte ich gerne belegbare Beweise dafür.
Wir können sofort darüber reden, dass es politischen Druck gibt, dass die PKS oder offizielle Statisken "neutraler/ pragmatischer" geführt werden.
Und nochmal, nach meiner subjektiven Einschätzung und eigenem Erleben, war die "Sicherheitslage auf deutschlen Straßen" zum Zeitpunkt der Balkanflüchtlinge und der gleichzeitigen größten Einwanderungswelle von Russlanddeutschen, genauso "gefährlich oder gefährlicher". Davon ausgenommen sind natürlich islamistisch motivierte Anschläge.
Nur hat damals kein Hahn danach gekräht.
Du rallst es nicht. Vielleicht solltest du dir einfach mal einen Kurzlehrgang in Statistik geben.
Es geht hier nicht um "Kritik" a la "Die Schriftart ist falsch gewählt".
Es geht darum, dass die Statistik an sich überhaupt nichts taugt, es nicht mal möglich ist, die PKS von 2017 mit der von 2016 in Relation zu setzen. Ganz zu schweigen von der von 2010 oder umgekehrt.
Es gibt keine Vergleichsmöglichkeiten.
Und das Tolle ist: das ist keine Fälschung im strafrechtlichen Sinne, denn Statistiken kann man frei nach Gusto erstellen. Es gibt keine Gesetze, die bindend und strafbewehrt eine bestimmte Methodik vorschreiben.
Die PKS ist schlicht und ergreifend ein politisches Mittel. Vor ein paar Seiten wollten hier bestimmte Personen erklären, dass eine Demo und ein paar gehobene Arme die Kriminalpolizei von Tatorten fernhält, diese wegen solcher Szenen völlig überlastet wären.
Und die PKS weißt ja nichts besonderes aus.
Kunststück, wenn man die Erhebung so gestaltet, dass alles Wichtige weitgehend weggefiltert wird.
Die Links gelesen? Irgendwie tut das niemand. Deswegen hole ich es jetzt mal direkt her (denn wenn man so was liest, sollte einem eigentlich die Galle hochkommen und jeder Zweifel weggewischt sein):
„Mit großer Sorge betrachten wir den erneuten Anstieg bei den Gewaltdelikten!“ so Trautmann weiter. „Insbesondere Gewaltdelikte im Zusammenhang mit Migranten bereiten uns Kopfzerbrechen. Oftmals handelt es sich um gefährliche Körperverletzungen oder Kapitaldelikte, die nicht mal eben so nebenbei mit einem Anhörbogen abgearbeitet werden können. Hier sind umfangreiche kriminalpolizeiliche Ermittlungen notwendig. Vernehmungen müssen oftmals mit Dolmetschern durchgeführt werden – sind dadurch komplizierter, umfangreicher und nehmen bedeutend mehr Zeit in Anspruch.“ Das führt zudem zu steigenden Verfahrenskosten. „Viele tausende Euro werden aus dem Haushalt der Polizei dafür aufgebracht und stehen für andere zwingend notwenige Ausgaben nicht mehr zur Verfügung!“ mahnte Trautmann. Diese aufwendigen Ermittlungen binden die Ermittler in allen Bereichen der Kriminalpolizei, insbesondere aber bei den Kriminalkommissariaten in den Inspektionen – der Kripo vor Ort. „Hier können die Ermittler vor Arbeit kaum noch aus den Augen schauen und schieben mehr und mehr Akten vor sich her. Das ist auch kein Wunder!“ beklagte Trautmann. Wurden doch die Ermittler im Jahr 2017 noch öfter für die Arbeit in Ermittlungsgruppen herangezogen und mit Sonderaufgaben und –einsätzen belastet. „Das Problem ist die mangelhafte personelle Ausstattung in allen Bereichen!“ Die Einrichtung von Sonderkommissionen und Ermittlungsgruppen ist ein wichtiges Werkzeug, um gerade umfangreiche, besonders arbeitsintensive und komplexe Sachverhalte professionell abarbeiten zu können. Gleichzeitig darf man jedoch nicht aus den Augen verlieren, dass das Personal für diese Ermittlungsgruppen und Sonderkommissionen aus dem derzeitigen Personalbestand der Kriminalpolizei zusammengezogen wird. Aufgrund der dünnen Personaldecke wirkt sich dieser Umstand so unmittelbar auf die tagesaktuelle Arbeit aus und führt zu erheblichen Mehrbelastungen der restlichen Kollegen.
Die Folge ist dabei klar – andere Verfahren bleiben über Wochen oder gar Monate schlichtweg liegen. „Das ist eine kreuzgefährliche Situation und droht sich weiter zuspitzen!“ befürchtet Trautmann. „Daher liegen unsere Forderungen klar auf der Hand: Wir benötigen mehr und auch speziell ausgebildetes Personal für die Kripo!“ So gehen in diesem wie auch in den kommenden Jahren wieder viele gut und speziell ausgebildete Kriminalisten in den Ruhestand. „Allen Beteiligten muss daher klar sein, dass wir auch in den nächsten Jahren Abstriche bei der Strafverfolgung im Land zu erwarten haben!“ Dabei muss auch betrachtet werden, dass die Anforderungen an die Straftatenuntersuchung und -aufklärung stetig ansteigen und die gegenwärtige Personalzahl der Polizei in Brandenburg immer noch an der Evaluierung der Polizeireform aus dem Jahr 2015 ausgerichtet ist.
Und das ist "nur" die Lage der Kripo Brandenburg (die haben ja angeblich kaum Kontakt mit Migranten).
Beispiel Staatsschutz. In diesem Bereich stieg in den vergangenen Jahren die Zahl der Ermittlungsverfahren massiv an. Alleine im Zuständigkeitsbereich der Bundesanwaltschaft - die nur mit einem Teil der Terrorermittlungen befasst ist - erhöhte sich die Zahl von 68 eingeleiteten Extremismusverfahren in 2013 auf rund 1200 in 2017.
Was denkst du denn, wie es beispielsweise in NRW aussieht, dem Bundesland,
das mehr Migranten aufgenommen hat, als ganz Italien?
Beispiel:
Auch die Zahl der sogenannten "Prüffälle Islamismus", in denen Beamte einem möglichen Terrorverdacht nachgehen müssen, hat sich etwa in Nordrhein-Westfalen seit 2014 fast verdoppelt. Das führt dazu, dass die Polizei immer mehr Personal in den für politisch motivierte Kriminalität zuständigen Staatsschutz verschieben muss. Denn der ist auch für die Überwachung der stetig wachsenden Zahl islamistischer Gefährder zuständig, deren Bearbeitung sich ebenfalls nicht in der PKS niederschlägt, aber Tausende Beamte beschäftigt.
Das ist hier alles kein Witz, weissu?!
Kriminalitaet: Wie die Polizei-Statistik Verbrechen verheimlicht - WELT
Regierungsfreundliche Statistik
Genau deshalb ist die PKS eine so regierungsfreundliche Statistik. Sie bestätigt die Politik: Gründet der Innenminister Sonderkommissionen gegen Rocker, werden auch mehr Straftaten in diesem Milieu aufgedeckt – die das Regierungshandeln zu bestätigen scheinen.
Und umgekehrt: Reduzieren Minister oder Behördenleiter Ermittlungen in anderen Bereichen (mit Vorliebe der "opferlosen Kriminalität"), werden von dort weniger Straftaten bekannt – und niemand kann dies als Fehlentscheidung decouvrieren.
Der BDK-Vorsitzende Albishausen kommt daher zu einem herben Fazit: "Dass die Bevölkerung manipuliert wird, ändert sich vielleicht nie. Aber wenigstens sollte sie darum wissen".
Wohlgemerkt, dieser Artikel stammt von 2013.
Ich weiß nicht, was du so vor hast, aber ich wollte in diesem Land noch alt werden.
Es ist einfach unmöglich, dass solche Statistiken dazu dienen, politischen Wunschwelten zu kreieren, gleichzeitig die, die in der echten neuen Realität leben und nicht das Glück haben, irgendwo auf dem Land oder so weit vom Schuss weg wohnen zu können, zu diffamieren und sie als "Nazis" oder ähnlich zu verunglimpfen, wenn mal wieder ein paar Messerstiche ausgeteilt wurden.
Mal überlegt, warum neuerdings solche Aktionen nötig sind(?):
Waffenfreie Innenstadt: Sicherheitskonzept fuer Wiesbaden | Berliner Zeitung
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Waffenverbot in S-Bahn: „Die Zahl der Verstoesse belegt, wie wichtig dieser Einsatz ist“ | Berliner Zeitung
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Koeln: Waffenverbotszone rund um Hauptbahnhof soll gegen Gewalttaten helfen - FOCUS Online
Miete dich eben mal für einen Monat in diese Gegenden ein und schau, wer ein falsches Bild zeichnet.
Natürlich gibt es unter den Demonstranten auch Nazi-Dumpfbacken. Genauso wie es unter den Gegendemonstranten Antifa-Schläger gibt, die eigentlich nur Prügelparty feiern wollen.
Dagegen können sich die Menschen, die ganz normalen Bürger aber auch kaum wehren. Nicht mal die Polizei kann das verhindern, weil sich Demos jeder anschließen kann, es (noch) ein Demonstrationsrecht gibt.
Ich lasse es dir gerne noch mal Spiegel-Online erklären:
Jedes Jahr im Frühling ist es Zeit für gute Nachrichten. Da treten zuerst die Innenminister der Länder und schließlich der Vertreter des Bundes nacheinander vor die Presse und verkünden in großer Einigkeit die frohe Botschaft. Das Land sei sicherer geworden, heißt es dann, die Zahl der Straftaten gesunken, die Polizei mache einen tollen Job. Und als quasi wissenschaftlicher Beleg für den ministeriellen Grundoptimismus muss stets die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) herhalten. Dabei wissen alle Beteiligten, dass dieses Zahlenwerk dafür kaum taugt - was aber niemanden stört: Eigenlob geht vor.
Das Praktische an der PKS ist ihre Komplexität. Sie erlaubt den Fachleuten in den Ministerien, zuversichtlich stimmende Entwicklungen zu entdecken und zu verbreiten. So wird in schöner Regelmäßigkeit aus weniger registrierten Straftaten abgeleitet, die Sicherheitslage habe sich verbessert. Dabei lässt sich diese Schlussfolgerung auf Grundlage der PKS überhaupt nicht ziehen. Und auch die gegenteilige Aussage, dass alles immer schlimmer werde, findet in der PKS keine solide Basis.
Ich weiß nicht, wie man sich mit solchem Wissen hinstellen und sagen kann:
"Lieber falsche/geschönte Zahlen, als keine Zahlen!"
Was wie eine verdrehte Version von Christian Lindners "Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren", ist in Wahrheit eine intellektuelle Bankrotterklärung.
Oh man redet doch immer von härteren Strafen. Oder gar Spiele absagen wenn die Sicherheit nicht garantierbar ist.
Da bin ich ganz bei dir. Nur wird das schwierig.
Denn dafür bräuchte es neue Gefängnisse, denn unsere sind randvoll, teilweise sogar überbucht.
Und Gefängnisse sind in der Nachbarschaft/möglichen Baugebieten in etwa so begehrt wie Atomkraftwerke. Ganz davon ab, dass wir nicht mal die aktuellen mit Gefängniswärtern besetzen können. Der Job ist auch nicht unbedingt attraktiv, denn die Gewalt innerhalb dieser Einrichtungen wird auch immer schlimmer.
Was viele vielleicht auch nicht wissen und sich womöglich immer wieder wundern:
Dass auf eine Bewährungsstrafe oft noch eine zweite, dritte, ..., sechste Bewährungsstrafe folgt, ist nicht unbedingt darin begründet, dass Richter so lasch und besonders Links eingestellt wären.
Ein Richter muss nach einem Urteil mit Haftstrafe auch den Gefängnisplatz "buchen".
Und das ist mittlerweile gar nicht so einfach.
Wenn man also für härtere Strafen für Gewalttäter ist, dann muss man sich erst mal überlegen, wo wir die alle unterbringen.
Vielleicht wäre mehr Platz für unsere Volllpfosten, wenn wir einfach besser darauf achten würden, wen wir ins Land lassen:
Man spricht nicht unbedingt deutsch im Knast. Der Anteil ausländischer Häftlinge steigt seit 2012 an. Er ist am höchsten in Stadtstaaten wie Hamburg (58 Prozent) und Berlin (47 Prozent), im Westen auffälliger als im Osten.
In Thüringen (187 Häftlinge) beträgt er zwölf Prozent, in Bayern 42,3 Prozent. 2012 lag er dort bei 30,5 Prozent. In Nordrhein-Westfalen sitzen 5835 ausländische Gefangene ein, in Niedersachsen 1543. Wohlgemerkt, darunter fallen nicht Deutsche mit Migrationshintergrund oder Spätaussiedler.
Deutsch wird in den Gefaengnissen zur Fremdsprache - Politik - Berliner Morgenpost
In Hessen spricht nach Angaben von Landesjustizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) etwa jeder zweite Gefangene nur unzureichend Deutsch. In der Justizvollzugsanstalt Wiesbaden sind es sogar 75 Prozent, wie die „Bild“-Zeitung berichtet.
Hessens Justizministerin besorgt: Deutsch wird in Gefaengnissen zur Fremdsprache - Video - FOCUS Online
Es müsste also einiges passieren, damit dein Wunsch nach mehr härte für Hooligans umgesetzt werden könnte. Momentan fahren wir aber weiter "auf Sicht" und lassen alles geschehen.
So wird das nichts werden.