Daten von der Decke

L.B.

BIOS-Overclocker(in)
Kürzlich ist es Wissenschaftlern des Heinrich-Hertz-Instituts HHI in Berlin gelungen, ein optisches Wlan zu entwickeln, das bald schon marktreif sein könnte. Als Basis bzw. Sender für die Daten dienen hier die Deckelnlampen, in diesem Fall weiße LEDs. Der Aufwand zur Überlagerung des Signals auf die LED ist denkbar gering, schließlich wird das Licht nur in kurzen Impulsen an- und ausgeschaltet und codiert somit das digitale Signal - für das menschlische Auge nicht wahrnehmbar. Ein im Gerät eingebauter Empfänger auf Basis eines einfachen Photosensors dekodiert nun das in der Zimmerbeleuchtung codierte Signal und macht somit eine Datenübertragung möglich.

110802_opt-datentransfer_FhG.jpg

Daten lassen sich optisch von der Deckenbeleuchtung
übertragen, unmerklich für das menschliche Auge.
(Bild: Fraunhofer G.)


Die erreichten Übertragungsraten liegen derzeit bei rund 800Mbit/s im Labor. Dabei konnten in einem 10m² großen Raum vier verschiedene HD-Filme auf vier Notebooks übertragen werden.
Den Forschern geht es beir der sogenannten VLC (Visible Light Communication) allerdings nicht etwa darum, herkömmliches Wlan, Powerlan oder UMTS zu ersetzen, sondern vielmehr eine Alternative für Anwendungsgebiete zu schaffen, in denen die üblichen Übertragungsmethoden nicht möglich oder unerwünscht sind. Als Beispiel wird die mögliche Verwendung in Krankenhäusern erwähnt, in denen Wlan nicht genutzt wird. Auch die Nutzung von VLC in Flugzeugen, Zügen, etc. wird als sinnvoll angesehen, werden auf diese Weise doch kilometerlange Kabelstränge eingespart. Natürlich wäre auch einer Verwendung im heimischen Wohnzimmer nichts entgegenzusetzen. Jedoch sind auch einige Nachteile nicht zu vergessen. So kann der Empfang gestört werden und die Übertragungsrate sinken, wenn man den optischen Empfänger verdeckt oder sich zwischen diesem und der Deckenlampe ein Hindernis befindet. Des Weiteren ist zum Senden von Daten eine separate Rückleitung nötig, was zusätzliche Sender am Gerät und einen Empfänger in der Lampe vorraussetzt.

Erstmalig vorgestellt wird die neue Übertragungsmethode auf der Internationalen Funkausstellung IFA vom 2. bis 7. September in Berlin in Halle 11.1.

Quelle: Pro-Physik.de / LB-Projects
 
Zuletzt bearbeitet:
Richtantenne 2.0: Teleskop :ugly:

Ich denke mir wäre das System zu unsicher. Die Reichweite wäre deutlich höher als bei WLAN. Aber das hier wird ohnehin nur ein Konzept bleiben, wie die 10000 Akkuwundertechnologien :schief:
 
Wenn das Signal verschlüsselt ist, nützt dir aber auch das beste 2-Meter Spiegelteleskop im Wohnzimmer nichts. :D
 
Richtantenne 2.0: Teleskop :ugly:

Ich denke mir wäre das System zu unsicher. Die Reichweite wäre deutlich höher als bei WLAN. Aber das hier wird ohnehin nur ein Konzept bleiben, wie die 10000 Akkuwundertechnologien :schief:

Nicht unbedingt. Ähnliche Konzeptvorschläge gibt es für Superrechner, um ein Outfan oder Sync zu realisieren. Gibt dazu glaub ich auch schon Prototypen. @home denk ich aber nicht, dass sich das durchsetzen wird.

Auch ist die Sache halt mehr oder wenige oneway und eben öffentlich zugänglich.
 
Muss man dann die Deckenleuchte nicht mit dem Pc per Kabel verbinden? oder wird auch ein "w-lan" Stick für den Pc erscheinen ?
Fragen über Fragen :ugly:
 
Der PC ist ja der Empfänger, bekommt das Signal also über optischem Wege über die Deckenbeleuchtung (der Empfänger dürfte so ähnlich wie ein Wlan Stick aussehen). In diese wird das Netztwerksignal eingekoppelt, d.h. die Deckenlampen müssen mit dem Router verbunden werden.
Aber das Ziel ist wie gesagt nicht, Wlan zu ersetzen, sondern nur eien Alternative zu entwickeln. Denn es gibt ja durchaus Bereiche, in denen die Verwendung von Wlan nicht möglich ist (Krankenhäuser, bestimmte Fabriken, etc.). Hier könnte dann VLC eine gute Möglickeit bieten, trotzdem ein kabelloses Netztwerk zu errichten.
 
Was hier nicht in der News steht: Es wird eine seperate Rückleitung benötigt....^^ Und da fast alles irgendwie Daten zurücksendet wird das schwierig... Das mit den Filmen klappt, weil das das UDP Protokoll ist, da gibt es keine Rückmeldung, aber zum Zocken etc ist das wohl eher ungeeignet!
 
Ich gebe zu, der von Der Maniac genannte nicht ganz unwichtige Nachteil muss beim Zusammenfassen unter den Tisch gefallen sein.

Edit: Artikel wurde entsprechend ergäntzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du dir so ein Teleskop leisten kannst, ist auch locker noch ein privates Rechenzentrum drin, warum also das Netz vom Nachbarn anzapfen? :D
 
Wenn das gleichzeitig auch die Quelle des Bildes ist, dann bitte auch im Startpost einfügen. Hat schon seinen Grund, warum ich das so genau haben will. Im Artikel ist übrigens die Original-Quelle des Bildes angegeben ("Frauenhofer G."). Das bitte auch einfügen.
 
Das war so auch in der Quelle angegeben. Was das "G" bedeutet, weiß ich nicht. :D Allerdings ist das auch relativ uninteressant. :schief:
 
Richtantenne 2.0: Teleskop :ugly:

Ich denke mir wäre das System zu unsicher. Die Reichweite wäre deutlich höher als bei WLAN. Aber das hier wird ohnehin nur ein Konzept bleiben, wie die 10000 Akkuwundertechnologien :schief:

Nein wird es nicht, wie hier in der Schweiz z.b wird ein Monopol wie Swisscom abgelöst und ein kostenloses Netz erhält einzug!

Wird auch Zeit!
 
Zurück