Danamics Konkurs

Was für ein Vorteil soll den Flüssigmetal in Notebooks haben? Das ist nur ein bessere HEatpipe, mehr nicht. Transportiert wärme von A nach B und am Ende muss trotzdem ein Kühlkörper her der aktiv gekühlt werden kann. Es hätte in solchen Kleinstgeräten gar nichts gebracht.
 
Was für ein Vorteil soll den Flüssigmetal in Notebooks haben? Das ist nur ein bessere HEatpipe, mehr nicht. Transportiert wärme von A nach B und am Ende muss trotzdem ein Kühlkörper her der aktiv gekühlt werden kann. Es hätte in solchen Kleinstgeräten gar nichts gebracht.

Nicht nur eine bessere Heatpipe... eine sehr viel bessere Heatpipe!

Damit könnte man sehr viel ausgefeiltere, flexiblere und effektivere Kühlkonzepte entwickeln und die Wärme hocheffektiv überall im Notebook verteilen; auch exotische Lösungsmöglichkeiten, wie etwa ein flacher Radi auf der Bildschirmrückseite wären möglich und man könnte die Oberfläche des Notebooks effektiv(er) als Kühlfläche benutzen; klassische Heathpipes sind auch in Aktuellen Notebooks sicherlich öfter als man denkt ein, wenn nicht der, begrenzender Faktor der Kühlung

So sollte es doch möglich sein deutlich kleinere Geräte mit gleicher, oder gleich große Geräte mit wesentlich höherer TDP zu entwickeln

Bei einem 1500€+ High-End Notebook sind 100-200€ mehr für eine effektivere Kühlung, die wesentlich leistungsfähigere Hardware möglich macht auch sicher besser angelegt als ein 120€ Kühler, der 5°C bessere Temps als ein 40€ Kühler liefert
 
Zuletzt bearbeitet:
Das "Sehr viel besser" kannst du streichen. Flüssigmetall ist kein Überflieger. Daszu waren schon die Leistungswerte des Superlegra zu bescheiden. Wirklich besser als andere High End Kühler war er auch nicht.

Und wer will in kleinen Geräten die "mobil" sein sollen hohe TDP Werte, damit hohen Stromverbrauch? Und Exotische Kühlungen? Wo sollen die in einem Notebook hin? Da ist Platz Mangelware. Das Problem da ist auch weniger der Wärmetransport, als vielmehr die zu geringen Möglichkeiten für Kühlfinnen. In Notebooks und anderen Geräten stecken ja keine 125 W Dinger drin. Wäre ja auch völlig unsinnig.
 
Daszu waren schon die Leistungswerte des Superlegra zu bescheiden.

Das sagt garnichts, da beim Superlagra vermutlich fast ausschließlich die Kühlrippen, nicht der Wärmetransport über das Flüssigmetall begrenzt; bei ausreichender Fließgeschwindigkeit bietet Flüssigmetall einen praktisch unbegrenzten Wärmeabtransport

Und wer will in kleinen Geräten die "mobil" sein sollen hohe TDP Werte, damit hohen Stromverbrauch?
Siehe z.b. Alienware M11x; hochleistungsfähige Hardware in kleinem Gehäuse ist durchaus interressant, das gilt auch für größere Desktopreplacementsysteme, eventuell könnte man selbst Desktophardware in 15,6 Zoll Geräten integrieren- ob < 1 Stunde Akkulaufzeit, wie bei manchen aktuellen high-end Gamingnotebooks oder 30min ist auch egal

Da ist Platz Mangelware.
Genau- und hier kann Flüssigmetall helfen um die Wärme besser zu verteilen und so eine effektivere und leistungsfähigere Kühlung zu ermöglichen- in einem Notebook zählt mögliche TDP/cm³

Das Problem da ist auch weniger der Wärmetransport, als vielmehr die zu geringen Möglichkeiten für Kühlfinnen

Das stimmt nicht ganz; in vielen Notebooks werden, teils sehr lange, Heatpipes eingesetzt um mehrere Komponenten über einen großen gemeinsamen Kühler zu kühlen- prinzipiell eine sehr effektive Lösung, die auch erst durch Heatpipes überhaupt möglich gemacht wurde, da man so Platz spart indem man nur einen Lüfter nutzen muss und der Kühler in Situationen, in denen etwa der CPU beansprucht wird und der GPU nicht ersterer das gesamte Potential des Kühlers nutzen kann.

Der wesentliche Nachteil dabei ist, dass die Hatpipes dafür zum Teil sehr lang sein müssen (bis zu 10cm zischen Wärmequelle und Kühler, ähnlich viel wie der Abstand zwischen CPU und obester Kühlrippe bei einem Desktop Towerkühler) und sicherlich zum Teil sehr wohl zum begrenzenden Faktor werden

Siehe etwa hier:
http://www.chaunchoung.com.my/images/ss2.gif

Wenn man über einen Flüssigmetallkreislauf eine fast unbegrenzt gute Wärmeleitung zwischen den einzelnen Komponenten und dem Kühler realisieren könnte wäre das schon ein ordentlicher Fortschritt, sowohl bei größeren Hochleistungs Notebooks, die man so sicherlich wesentlich kompakter bauen könnte als auch bei Subnotebooks, die man mit potenterer Hardware (insbesondere GPUs) ausstatten könnte- dank der Kombination von IGP im Idle und dezitierter GPU unter 3D Last via nVidia Hybrid-Power und dem neueren nVidia Optimus bedeutet auch der Einsatz einer Leistungsfähigen GPU keinen Verlust von Akkulaufzeit sodass das keine Nachteile mit sich bringt

Auch bereits angesprochene, komlett neue Lösungsansätze, wie etwa die Verwendung der Bildschirmrückseite als Kühlfläche bei Hochleistungsnotebooks wären denkbar wären denkbar

Natürlich ist die Kühlfläche ebenfalls ein Problem, doch mit Flüssigmetall könnte auch dieses Problem gemindert werden indem wie angesprochen eben die gesamte Kühlfläche von allen Komponenten gleichzeitig genutzt werden sodass man hier nichts brachliegen lässt und man nurnoch einen großen Kühlkörper mit nur einem Lüfter benötigt, was auch effektiver sein dürfte, auch der Luftstrom lässt sich so sicherlich besser optimieren
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich bin auch der Meinung das das Kühlkonzept des Superleggera durchaus den klassischen Heatpipes überlegen ist, denn wenn man die Tests mal richtig ließt fällt auf das der Vorsprung des Superleggera steigt sobald die Verlustleistung des Prozessor steigt, die von Computerbase haben ein relativ normales System genommen und den getestet, während die Jungs von pcgh einen i-860 genommen haben, der obendrein noch übertaktet wurde und plötzlich war der Superleggera nicht mehr einfach im Spitzenfeld sondern setzte sich um einige Grad ab.
Dann muss du ja auch sehen das das Flüssigmetal um den Faktor 200 ein besserer Wärmeleiter ist als die Flüssigkeit in den Heatpipes, sprich es kann die Wärme viel schneller aufnehmen und wieder abgeben.

Ich habe so ein Teil halt gekauft, weil ich die Technik vielversprechend finde und dieses junge Unternehmen unterstützen wollte, da ich hoffte das die demnächst noch bessere eventuell auch günstigere Konzepte vielleicht auch zu Kühlung einer Grafikkarte entwickeln würden.

Das ich nicht das Maß der Dinge bin ist mir klar ich habe in den letzten Monaten aus den geplanten 300€ Investition in meinen Rechner 1500€ gemacht und am Ende komplett neu gemacht.
Und Wasserkühlungen finde ich persönlich eher immer abschreckend, ich so schon ein Gewirr aus Kabeln in meinem Rechner, da will ich nicht noch ein paar Schläuche haben.

Außerdem konnte ich meinen Q6600 ohne Probleme passiv kühlen (hatte vergessen den Lüfter an die Lüftersteuerung anzuschließen) was ich dann aber nicht gemacht habe, da ein Absenken der Temperatur auch zur Energieeinsparung beiträgt und man es sowieso nicht hört. Ebenso war die Montage vom Aufwand noch recht angenehm und der Kühler hat mir keine Rambänke blockiert wie manch anderer CPU Kühler. Der Lüfter hat auch seine Position gehalten wenn ich ihn nicht mit den Klammern befestigt hatte, da er in einer simplen Schiene lag.
 
Falls es noch wen interressiert: ich habe gerade mehr oder weniger durch Zufall herausgefunden, dass Danamics sehrwohl keineswegs eine unabhängige Firma war, die ausschließlich auf den LMX Superleggera gesetzt und durch den mangelnden Erfolg des selbigen pleitegegangen ist

Danamics war Teil der Firma Dantherm, die unter anderem auch Flüssigmetallkühllösungen für Industrielle und OEM Anwendungen herstellt, und wurde erst im Juni diesen Jahres an die Investmentgruppe Østjysk Innovation verkauft, die Danamics nun wohl eben fallengelassen hat

- das erklärt das eingeschränkte Produktportfolio von Danamics, da Danamics nur als Tochterfirma/Marke speziell für High-End PC Flüssigmetallkühllösungen gegründet worden war

alleinstehend war Danamics wohl nicht sonderlich überlebensfähig; mich wundert dabei, dass das Østjysk Innovation nicht klar war- sie hätten Danamics entweder mehr Zeit und Geld geben müssen um sich weiterzuentwickeln, alleinstehend wirtschaftlich zu werden und das Produktportfolio zu erweitern oder sie hätten von vornherein auf den Kauf verzichten sollen; wer kauft eine Firma nur um sie drei Monate später in den Konkurs zu schicken?


Und noch eine vielleicht interressante Feststellung: seid der Pleite scheinen die LMX Superlaggera Kühler an Seltenheitswert zu gewinnen; lt. Geizhals sind die Preise um ~10€ gestiegen; in dem Zusammenhang können sich auch Besitzer eines solchen freuen, in ein paar Jahren kann man wenns gut geht einen gebrauchten für einen Preis in der Nähe des Kaufpreises oder sogar darüber loswerden (vgl. diverse seltene 3Dfx Karten); durch den geringen Wertverlust lässt sich auch der hohe Kaufpreis besser rechtfertigen; aktuell scheint sich aber kaum ein Superlaggera Besitzer davon trennen zu wollen, in der Bucht hab ich keinen gefunden
 
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