Warum auch immer Intel das so gemacht hat.
Meine Vermutung: Phenom (I)
Die Erwartungen an K10 waren ja (nach dem Erfolg des K8 nicht gerade zu unrecht) sehr hoch. Dann kam das Debakel um den Phenom I und Intel konnte sich quasi n halbes Jahr auf die faule Haut legen. Der Phenom II machte anschließend auch keine Anstalten, wesentlich mehr zu werden als das, was man für Phenom I erwartet hatte. Zum gleichen Zeitpunkt ging es mit Intels 32nm Fertigung (zumindest für mich) überraschend schnell vorran und die Wirtschaftskrise sorgte dafür, dass sich CPUs sowieso schlecht verkauften.
Intel war in einer Situation, in der man keine neue Technologie brauchte, der Markt keine neue Technologie forderte und hatte die Möglichkeit, die übernächste Technologie früher als erwartet fertigzustellen -> man hat die kurzfristigen Projekte (Havendale) gestrichen (und einen 32nm-Lynnfield-Nachfolger vermutlich auch) und die frei werdenden Ressourcen daran gesetzt, die weiter in der Zukunft liegenden Projekte früher Fertigzustellen.
Schon klar, dass Intel die Namensfindung nicht der Gerüchteküche überlässt.

Allerdings hatte es eine Zeit lang den Anschein, als wären die Gerüchte fundiert.
Mitlerweile gibt es so viele "fundierte" Gerüchte, dass man die nicht fundierten kaum noch zu hören bekommt

Imho wäre es aber gar nicht so blöd von Intel, wenn sie sich an diesen orientieren. Denn neue und gerade High-End-Produkte werden zu einem gar nicht mal kleinen Teil von informierten Käufern erworben, die die Bezeichnungen aus den Gerüchten kennen. Außerdem filtert die Gerüchteküche netterweise "unlogische" und damit unintuitive Namen heraus, so dass die dort gängigen Bezeichnungen vermutlich auch für den noch-nicht-Informierten eingängiger sind.
Dem DAU ist es ja ohnehin egal, wie die Dinger heißen - der kann nach Sternen gehen
Hierbei war einer der "Fehler", dass man die i7-Reihe gleich mit i7-9xx anfing, somit ist nach oben hin keine Luft mehr, eine Nummerierung nach Hexadezimalsystem wäre wohl zu viel des Guten und i7-10xx sieht ohnehin nicht gut aus.
Hmm - Es mag hoch erscheinen, aber zum einen hat man mitlerweile 5 bis 9 in Verwendung und darunter kann man mindestens noch eine wenn nicht zwei Pentium-Familien und zwei Celerons platzieren. Zum Zeitpunkt des Bloomfield-Launches hatte Intel unterhalb davon Q9, Q8, E8, E7, E6, E5, Celeron S und E3 auf dem Markt oder in der Pipeline (zuzüglich veralteter Serien), Bloomfield war also tatsächlich das 9. von unten.
Zum anderen war Nehalem zu dem Zeitpunkt noch eine geschlossene Familie und Gulftown hätte im Rahmen von Westmere z.B. als i8 erscheinen können. (später gefolgt von Clarkdale als i4 und einem Lynnfield-Nachfolger als i6)
Aber naja, wie erwähnt: Das letzte mal hatten Intels-Produktnummern zu Netburst-Zeiten eine Logik.