Auslaufendes Wasser erkennen - Notfallsystem?

der-andyman

Software-Overclocker(in)
Hi Leute, als jemand, der bereits einen GAU hinter sich hat, wo mir halt eine Schelle abgegangen ist und alles im PC unter Wasser Stand und auch der Boden, frage ich mich, ob es eine (kostengünstige) möglichkeit gibt, so einem Fall etwas vorzubeugen.
Sprich, ich lasse meinen PC auch mal an, so über Nacht, oder am Tag, wenn ich weg bin, damit er mir sachen von Steam etc. downloadet. Wenn jetzt, wo ich nicht da bin, das Wasser auslaufen würde, hätte ich ja ein riesen großes Problem...

Meine Frage also, gibt es irgendwas, villeicht so Sensoren oder so, speziell jetzt für PCs und die WaKü, die erkennen, wenn Wasser auf sie kommt? Oder wenn im AGB plötzlich zu viel Wasser fehlt? Und der soll dann den PC automatisch aus machen?

Danke schon mal :)
 
Direkt kaufbar kenne ich nichts dergleichen, der Markt dafür dürfte viel zu klein sein da solche großen Lecks einfach extremst selten sind (99,9% aller WaKüs werden nie undicht und von denen 0,1% dies werden ists bei den allermeisten eine Stelle wos gaaanz langsam raustropft.

Man kann natürlich in Eigenregie eine solche Sensorik bauen wenn man in dem Thema etwas fitter ist (blöd gesagt ein Schwimmer im AGB der wenn der Füllstand unter Marke X sinkt den Strom abstellt ist technisch kein großes Problem) aber fertig zum kaufen hab ich sowas noch nicht gesehen.
 
Ok. Schade. Aber bei meinem 5,25" agb ist ein Schwimmer leider nicht möglich...
Ansonsten, ich scheue mich nicht vor Lötarbeiten, falls du was hast :-D
 
Da wirst du nur etwas selbst bauen können.

Prinzipiell fallen mir da mehrere Ansätze ein:
- du überwachst das Wasser direkt, entweder per Wasserstandsüberwachung, oder per Drucksensoren. Beides eher schwierig umzusetzen.
- Du holst dir einfach einen oder mehrere Rege- oder Feuchtigkeitssensoren, und legst diese dort aus wo es als erstes nass werden würde.

Die Frage die sich mir stellt: Was willst du denn eigentlich im Falle eines entdeckten Lecks tun?
Das sinnvollste wäre es wohl, mit ein paar elektrischen Ventilen das Wassersystem dicht zu machen damit möglichst wenig Wasser ausläuft, aber Ventile einzubauen bedeutet natürlich auch noch mehr Übergänge und Verbindungen im Kreislauf, steigert also auch wieder die Gefahr von Undichtigkeit.
 
Von Aquacomputer gab es mal den tubemeter.
Damit hätte man eine Abschaltung via aquasuite veranlassen können, wenn der Wasserstand unter einen gewissen Wert fällt.
Aktuell gibt es noch die aqaulis AGBs mit integrierter Füllstandüberwachung.
Nur wird es dann schon zu spät sein, wenn der auslöst.

Alternativ statt Tüllen+Schellen lieber Anschaubtüllen verwenden, die können sich nicht einfach lösen.

MfG
 
Methode "Schwimmer" ist ja nur das (simpelste) Beispiel gewesen. Eleganter ginge es mit entsprechenden Sensoren (Teile die erkennen ob sie unter Wasser sind oder nicht gibts ja :D) und einer kleinen Elektronik dahinter die, wenn der Sensor sagt "kein Wasser", per Relais die Stromzufuhr zum PC kappt.

Solche Schaltungen gibts in der Industrie auch in allen Formen und Farben fertig zu kaufen, was man da wie in einer WaKü realisieren könnte wäre eine individuelle Bastelaufgabe. Ein eingebauter WPS 4000 H-Tronic wäre vielleicht ne Möglichkeit. Aber Erfahrung hab ich damit wie gesagt auch keine.
 
Ok gut. War ja nur so ne Idee von mir, falls es da was am Markt gibt. Aber scheint ja keine große bzw. Keine Nachfrage dazu sein :-)
 
Die Frage ist, wieviel willst du dafür ausgeben. Wenn du den PC nur wegen Steam laufen lassen willst, würde ich eher n´ kleinstPC zusammenschrauben. Dürfte etwa genausoviel kosten, spart Strom und du musst dir keine Gedanken um auslaufendes Wasser machen.
 
Oh stimmt. Es gibt ja neuerdings genug ec Karten große PCs :-)
Ja, ist wohl sinnvoller. Vor Allem ist mein zimmer immer warm, wenn ich nur mal einen Film gucken will... Da könnte en raspberry pi schon was bringen... *grübel grübel *
 
Eine billige Lösung wäre ein Shutdown via Speedfan wenn die CPU-Temp einen gewissen Wert übersteigt.
Sobald kein Wasserdruck oder Bewegung mehr da ist sollte die CPU-Temp rasant ansteigen.
Wenn deine CPU-Temp Hausnummer nie über 40°C steigt, gib einfach 45 oder 50°C ein.
Einen ähnlichen Trigger könnte man auch über die Pumpendrehzahl realisieren.
Ohne Wasser wird die Drehzahl höher sein als mit.
 
Bei der Lösung kann man um ungewollte Shutdowns zu vermeiden auch 70°C eingeben - wenn kein Wasserfluss da ist erreicht eine CPU innerhalb kürzester Zeit solche Temperaturen (da effektiv gar keine Kühlung mehr da ist).
Die Probleme daran:
1.) Kleinere Lecks werden nicht bemerktz bis die Pumpe Luft zieht oder der PC lange durch nen kurzen ausgegangen ist wenns Wasser drin steht
2.) Der Abschaltzeitpunkt wäre bei einem großen Leck so spät dass es dann übertrieben gesagt auch egal ist

Die genannten Probleme haben die anderen Lösungen aber größtenteils genauso.
 
Schwimmer-Schalter für den AB gibt´s übrigens ganz regulär für Waküs: Koolance Liquid Level Sensor, 70mm. Per Schaltkontakt am Aquaero kann man bei Wasserverlust unter das Schaltlevel das System kontrolliert abschalten. Unkontrollierte Abschaltung wäre damit auch ohne Aquaero mit ein wenig Bastelarbeit möglich.
Auch ein Durchflussschalter kann solche Fälle abfangen. Des Weiteren gibt es natürlich Leckwarner mit Feuchtigkeitssensoren und Regendetektoren aus dem Haustechnik-Bereich.

Obwohl es mehr ins Reich der Theorie gehört: Bei einem plötzlichen Wasserverlust hilft das u. U. alles nichts, wenn das Wasser die falschen Stellen trifft. Der beste Schutz vor solchen Schäden ist es daher einfach sauber zu arbeiten und gutes Material zu verwenden. Außerdem kann man das System natürlich so aufbauen, dass größte Risiko ausgeschlossen wird, indem das Netzteil so platziert wird, dass es auch bei einer plötzlichen Leckage in keinem Fall von Wasser getroffen werden kann. Hardware ist ersetzbar und überlebt so was auch recht oft, aber ein Zimmerbrand ausgelöst durch einen Kurzschluss in einem unfreiwillig bewässerten Netzteil kann bitter werden...
Nichts desto trotz ist dies ein Szenario, welches möglicherweise noch nie vorgekommen ist. Jedenfalls ist mir in all den Jahren die ich ich bereits im Wakü-Bereich unterwegs bin (sind nun auch schon mehr als ein Jahrzehnt) in keinem Forum ein solcher Fall begegnet. Die Wahrscheinlichkeit ist extrem gering wirklich heftige Schäden durch eine defekte Wakü zu erleiden. Grundsätzlich halte ich die Angst vor Wasserschäden daher für relativ unbegründet - vor allem wenn man solide plant und baut.
 
Na gut, ich muss zugeben, mein GAU war selbst verschuldet. Ich hatte die Schläuche für dein Wechsel (die alten waren hässlich verfärbt) eine Nummer zur klein bestellt und dadurch waren die Schellen zu klein :-/
 
Wenn es um Strom geht und einfach funktionieren soll koppele das hier

HomeMatic 131778 Funk-Wassermelder fur Smart Home / Hausautomation | ELV-Elektronik

mit dem hier

HomeMatic 132989 Funk-Schaltaktor, Zwischenstecker fur Smart Home / Hausautomation | ELV-Elektronik

Im Idealfall hast du noch die Zentral von Homeatic im Haus (oder FHEM, das nutze ich), dann wäre der Funktionsumfang noch größer.
Ich würde es eher nicht machen, allein schon aus finanzieller Sicht (als Bausätze, falls wirklich Lust auf löten besteht, wird beides nochmals billiger).
 
Wenn ich mal die Frage als Wakü-Einsteiger stellen darf?
Wegen der Kurzschlüsse, kann man eine Wakü nicht auch einfach mit Silikon-Öl betreiben?
Klar würde das System bei Unrichtigkeit überhitzen, aber da sind ja schon genug Schaltungen im Mainboard/CPU die dann so das System abschalten, aber so würde es keine Kurzschlüsse mehr geben.
Das Öl ist fast so wie Wasser von der Viskosität und wenn ich mich recht erinnere auch ein guter Wärmeleiter?
Ich weiss halt nicht ob es geht, darum frage ich einfach mal ob mein Gedankengang Blödsinn ist oder machbar wäre?
 
Auf die Wärmeleitfähigkeit kommt´s bei einer Wakü nicht sonderlich an, sondern auf die spezifische Wärmekapazität ;). Die spezifische Wärmekapazität von Silikonöl ist um mehr als die Hälfte schlechter im Vergleich zu Wasser. Im Übrigen beträgt auch die Wärmeleitfähigkeit von Silkonöl nur etwa ein Fünftel im Vergleich zu Wasser, obwohl auch die Wärmeleitfähigkeit von Wasser bereits vergleichsweise gering ist - aber das tut wie gesagt nicht viel zur Sache.
Bezüglich der spezifischen Wärmekapazität ist Wasser im fraglichen Temperaturbereich jedenfalls unschlagbar und darauf kommt es bei einem Wärmetransportmedium nun mal an. Als Kühlflüssigkeit ist Silkonöl für eine Wakü daher ziemlich ungeeignet. Daneben hat Silikonöl auch noch die unangenehme Eigenschaft extrem kriechfähig zu sein, so dass es nur mit sehr hohem Aufwand im Kreislauf gehalten werden kann. Zudem ist es ein ziemliche Sauerei und so benutze Wakü-Bauteile sind auf dem Gebrauchtmarkt nahezu unverkäuflich.

Edit: Wie oben schon gesagt: Die Kurzschlussgefahr ist eher gering und nur der Kontakt mit der primäseitigen Spannungsebene im Netzteil ist wirklich gefährlich. Auf der Sekundärseite kommt es, wenn überhaupt, allenfalls zu defekter Hardware. Oft überlebt die Hardware aber auch eine kleine Flutung unbeschadet, wenn man sie anschließend vernünftig säubert und trockenlegt. Nicht umsonst ist ein beliebter Trick zur Hardware-Reinigung ein Durchgang in der Spülmaschine, aber auch im Betrieb sind dauerhafte Schäden an der betroffenen Hardware nicht unbedingt die Regel, wenn es tatsächlich mal zu einer Leckage kommt. Spontan durch Materialversagen kommt so was sowieso extrem selten vor, sondern geht meist von Fehlern des Nutzers beim Aufbau aus. Dagegen lässt sich wie gesagt vorbeugen. Jedenfalls ist die potentielle Kurzschlussgefahr bei möglichen Leckagen kein wirklich schlagkräftiges Argument gegen den Einsatz von Waküs mit Kühlflüssigkeiten auf Wasserbasis oder auch Wasser pur.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit einem Aqualis mit Füllstandsmessung sollte es gehen, der erkennt ja genau den Stand des Wassers, und dann solltest du auch in der Aquasuite oder im Aquero angeben können das es bei einem untertreten des vorgegeben Wertes der PC abgeschaltet werden soll.
 
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