[Ausgelagerte Diskussion] > 3.000€ Netto? Wo ist das Problem, verdient das nicht fast jeder?

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Ob 13h Schichten einer gerichtlichen Überprüfung stand halten würden sei jetzt auch mal dahin gestellt... Die Ärzte bekommen ihre Bereitschaft ja nach einem geeigneten Urteil auch besser vergütet und angerechnet wie noch vor 10 Jahren (gar nicht). Es wird einfach nirgends so sehr ausgebeutet, wie in den sozialen Berufen und in der Kirche. Traurig aber war!

Die halten schon stand. Sonst würde jeder Rettungsdienst dagegen verstoßen.
Ja, sag das mit dem Gehalt mal den Hilfsorganisationen :D
Aber den Job habe ich ja mittlerweile aufgegeben und studiere Medizin, damit ich dann später noch längere und stressigere Schichten machen darf :ugly:

7 Tage die Woche arbeiten und dann noch über 8 Stunden täglich ? Wo bleibt denn die Freizeit.
Ich bin immer auf die Minute genau heim gegangen, hat den "höheren" zwar immer sauer aufgestoßen wenn ich fröhlich um Punkt aus der Tür marschiert bin aber das hat mich nie interessiert, schließlich wartet auf der anderen Seite die Freizeit, meine Freundin und der restliche Tag der nur darauf wartet sinnvoll genutzt zu werden.
Mit der Einstellung verdient man dann zwar keine 3000 netto aber da muss ich auch nicht.

Man hat ja dann 7 Tage am Stück frei als Ausgleich. Anders wäre der Rettungsdienst halt nicht finanzierbar.
Ich bin eh schon lange dafür, dass man die Gesundheitsinstitutionen (Krankenhaus, Rettungsdienst) verstaatlicht.
Es gibt so Grundbedürfnisse der Gesellschaft wie Sicherheit (Polizei) und Gesundheit (RD & KH, Feuerwehr) und ich finde, dass man als Staat alle diese Institutionen verstaatlichen sollte und nicht nur die Feuerwehr und Polizei.
 
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Ne für die Arbeitszeit nicht, wohl aber für die Qualität der Arbeit - an der hängt ja Reputation und die Wahrscheinlichkeit von Folgeaufträgen. Bei solchen Arbeitspensen, wenn sie denn tatsächlich so sind wie du hier suggerierst leidet aber eben diese.

Da hast du recht, aber ich arbeite zusammen mit meinem Bruder in der Verwaltung in der Firma unseres Vaters.
Wenn Fehler machen fällt es auf uns zurück, die Kunden werden davon nichts/ kaum was mitbekommen.
Insofern bin ich (noch) nicht wirklich selbständig, aber das hat noch Zeit.
 
Kommt mir bekannt vor mit 13 - 14 Std. Tag Mo - Sa und am Sonntag dann noch mal ca 9 Std., oder Nachtwache 18.00 - 8.00 mit mitunter kleinen Arbeitseinheiten am Tag. Mitunter war es recht es leicht die Woche auf 100 Std. zu kommen. Überstunden wurden generell ausgezahlt wobei man ein paar auch mal abgebummelt hatte oder wenn extrem schlechtes Wetter kaum großartige Arbeiten zuließ. Gelohnt hatte es dann bei dem Urlaub wo ich zur besten Zeit einen Nettoanspruch von damals um die 100 DM hatte zu dem Grundgehalt
 
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Die halten schon stand. Sonst würde jeder Rettungsdienst dagegen verstoßen.

Nur weil alle dagegen verstoßen würden heißt das ja nicht, dass es dadurch rechtlich unanfechtbar ist. Gewohnheitsrecht gibt es definitiv nicht bei solchen Dingen!

Anders wäre der Rettungsdienst halt nicht finanzierbar.

Das halte ich für ein Gerücht, das ist lediglich die Einstellung, die den status quo erhält.

Ich bin eh schon lange dafür, dass man die Gesundheitsinstitutionen (Krankenhaus, Rettungsdienst) verstaatlicht.
Es gibt so Grundbedürfnisse der Gesellschaft wie Sicherheit (Polizei) und Gesundheit (RD & KH, Feuerwehr) und ich finde, dass man als Staat alle diese Institutionen verstaatlichen sollte und nicht nur die Feuerwehr und Polizei.

Feuerwehr ist nicht verstaatlicht und Rettungsdienst sollte das auch nicht werden. Verstaatlichung sorgt für Ineffizienz und damit für hohe Kosten. Meines Erachtens ist die Polizei das einzige was staatlich bleiben sollte, Es sollten für Dinge wie das Gesundheitswesen klare Richtlinien erstellt (sind es vermutlich auch) und auch entsprechend kontrolliert und Verstöße geahndet werden. Dann funktioniert das auch.

Generell sollten mMn alle außer den hoheitlichen Bereichen privatisiert werden oder die entsprechenden Angestellten (z.B. Lehrer) auch nicht verbeamtet. Auch wenns nicht in den Kontext passt. Seit private Firmen in der Raumfahrt mitmischen sind deren Kosten extremst geschrumpft. Staatliche Organisationen arbeiten eben ineffizient und oft phantasielos!
Anderes Beispiel. Meine Jungs gehen auf eine private Schule. Das Angebot dort inklusive der Lehrer ist um Welten besser als auf allen "normalen" Schulen, die ich kenne. Klar, das Angebot kommt daher, dass es eben Geld kostet die Kinder dort hin zu schicken, aber die Lehrer sind eben dort weil sie bewusst ausgewählt wurden um ins Konzept zu passen und nicht deswegen weil die Schulbehörde sie zugeteilt oder gar strafversetzt hat.

Generell, in meinem Bekannten und Freundeskreis, kenne ich niemanden mit einer echten 40 Stunden Woche.

Ich habe einen 40h Vertrag.
 
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Da wo Gewerkschaften das Sagen haben, gibt es nur echte 40 oder 38,5h Wochen... und statistische Ausreißer werden fürstlich bezahlt.

Um meine Polemik mal etwas zu erklären...
3000€ Netto bezieht sich auf 8h/Tag 5 Tage die Woche, da wir freie Zeiteinteilung haben.
Gearbeitet wird normalerweise von 10Uhr bis 19/20Uhr bei 1-2 Stunden Mittagspause.

Wenn man so arbeitet, hat man ca 3420€ Netto auf dem Konto... nach oben offen, bei Mehrarbeit.


13h Dienste bei Ärzten sind juristisch immer wieder gerügt worden... bzw die Kliniken mussten Schmerzensgeld etc zahlen, wenn Kunstfehler gemacht wurden, die darauf zurückzuführen waren, das der Arzt einfach zu lang im Dienst war.

Eine Ausnahme gibt es hier bei der Feuerwehr, da hat man 3x die Woche 24h Dienst... aber eben Bereitsschaft mit Pausenzeiten dazwischen, den Rest der Woche frei... dafür immerhin 2100€ Netto.. und die Möglichkeit nebenbei arbeiten zu können .. und man ist Beamter, mit allen Vorzügen die das bietet.
Kumpel hat sich ne Eigentumswohnung OHNE Eigenkapital gekauft .. Bank winkt sogar sowas durch, wenn man Beamter auf Lebenszeit ist.
 
Naja Schulpflicht, Lehrplan usw. sind ja vom Staat vorgegeben und es spricht ja nix gegen Lehrkräfte im Staatsdienst. Oft ist es ja der Wasserkopf der unnütz Geld kostet und diese Starre müsste mal aufgebrochen werden
 
Naja Schulpflicht, Lehrplan usw. sind ja vom Staat vorgegeben

Das sollte auch so bleiben!

und es spricht ja nix gegen Lehrkräfte im Staatsdienst.

Dann aber wenigstens nicht verbeamtet. Das Problem ist doch, das viele Lehrer, die mal ein paar Jahre auf dem Buckel haben eine Einstellung an den Tag legen, die in jeder Firma untragbar wäre. Eine Verbeamtung sorgt dafür, dass dies noch unterstützt wird. Dazu hat eine Schule das Problem unliebsame Lehrer nicht loswerden zu können.

Der Unterschied zw. staatlicher Schule und guter (!) Privatschule ist diesbzgl. riesig! Ich habe sowas wie an dieser Schule noch nicht erlebt, es gibt ein klares Konzept, das von den Lehrern mitgetragen wird und praktisch jedes Detail, bis zur Unterrichtsgestaltung ist darauf abgestimmt. Kein Vergleich zu den Schulen die ich sonst kenne in denen jeder Lehrer macht was er will und nicht mal in einzelnen Fächern rote Linien durch die ganze Schulzeit zu erkennen sind.

Da wo Gewerkschaften das Sagen haben, gibt es nur echte 40 oder 38,5h Wochen... und statistische Ausreißer werden fürstlich bezahlt.

Eigentlich sind in vielen Branchen 35h die Regel. Abweichungen davon können z.B. mit dem Betriebsrat (der normal fest in Gewerkschaftshand ist) ausgehandelt werden. Fürstlich bezahlt werden solche Abweichungen für Tarifangestellte bei uns definitiv nicht!

Kumpel hat sich ne Eigentumswohnung OHNE Eigenkapital gekauft .. Bank winkt sogar sowas durch, wenn man Beamter auf Lebenszeit ist.

Dazu muss man kein Beamter sein. ich habe ein 2 Familienhaus ohne Eigenkapital gekauft/baut.
 
Lehrplan usw. ist gar nichts vom Staat gegeben, die Lehrer machen was sie wollen. Das deutsche Bildungssystem ist unfair und *******.
 
Der Sinn einer Verbeamtung ist ja ein anderer und diese Sicherheit ist ja erst ein Anreiz für solche Posten
 
Lehrplan usw. ist gar nichts vom Staat gegeben, die Lehrer machen was sie wollen. Das deutsche Bildungssystem ist unfair und *******.

Ja natürlich - aber musst du nicht in der Garage dein Auto abstauben gehen? ;)

Der Sinn einer Verbeamtung ist ja ein anderer und diese Sicherheit ist ja erst ein Anreiz für solche Posten

Das ist der Anreiz sich einen faulen Lenz zu machen. Wenn ich einen (hochqualifizierten!) Job damit anpreisen muss, dass er absolut sicher ist und Aufstiegschancen nach Dienstalter bietet - solange man nicht völlig über die Strenge schlägt - stimmt doch was nicht! Ein wenig Leistungsanreiz hat noch keiner Branche geschadet!

Der ursprüngliche Sinn war es nicht Jobs attraktiver zu machen, sondern staatliche Aufgaben zu sichern und den Staatsdienern ein Einkommen + Pension, die sie gegen Bestechungen und sonst. unlauteren Dinge absichert zu bieten. Damit wollte man unabhängige und damit überparteiische Arbeitnehmer haben. Die Zeiten, dass jeder Postbote verbeamtet war sind Gott sei dank vorbei, immerhin sind Beamten ja auch sehr teuer. Mal sehen wie lange es dauert, bis wirklich nur noch Arbeitplätze mit hoheitlichen Aufgaben zum Beamtenstatus führen - es traut sich aktuell ob deren Lobby niemand so recht dran. Sachliche Gründe für den aktuellen Zwischenstand gibt es jedenfalls keine stichhaltigen.
 
Der ursprüngliche Sinn war es nicht Jobs attraktiver zu machen, sondern staatliche Aufgaben zu sichern und den Staatsdienern ein Einkommen + Pension, die sie gegen Bestechungen und sonst
Richtig, ich wollte es nicht extra schreiben da man es ja wissen sollte. Generell sollte man mal bei Staatsbediensteten mal eine Reformierung wagen da ja eben in einigen Bereichen die Leistung nicht stimmt bzw. keine Sanktionen bei den Gruppen zu befürchten sind bei Nichterfüllung
 
Gebe dem Beamten so viel dass er unbestechlich ist und dem Arbeiter so wenig dass er jeden Tag wieder kommen muss.

Frei nach Wilhelm. ;)
 
Kann ich nicht nachvollziehen was viele hier sagen, unsere Lehrer sind sehr motiviert. Außerdem verdient man dich als normaler Lehrer, also kein (Ober)studienrat keine goldene Nase. Und wenn sie nicht richtig arbeiten kann man auch Beamte loswerden, allerdings bietet das ganze eine besondere Absicherung, die ja auch gut ist. Stellt euch mal vor eure Stadt könnte nach Lust und Laune die Lehrer rauswerfen und einstellen wies grade passt. Der Staat sorgt eben für eine gesicherte Bildung. Das Problem liegt eher in zu großen Klassen und unter bezahlten Lehrern, als an der Verbeamtung in meinen Augen.

Cheers
 
Ist Homeschooling wirklich nicht möglich? Ich habe das externen Abitur gemacht, die Schule konnte man besuchen, muss man aber nicht.
 
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