Aufpoliert: Neuer GPU Block rostet (EK Waterblocks)

hitzestau

PC-Selbstbauer(in)
Am Wochenende wollten wir eigentlich unsere erste WaKü zusammenbauen. Leider ist nun alles anders gekommen. Wir haben 48 Stunden lang einen Testkreislauf im Badezimmer laufen lassen. Auf der Rückseite des GPU Blocks (EK Water Blocks EK-FC5X0 GTX GW - Acetal+EN (Nickel)) sind uns danach die Schrauben aufgefallen, die so aussehen:

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Das hat uns misstrauisch gemacht, darum haben wir den Block geöffnet:

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Was ist da passiert?

Gereinigt haben wir den Waterblock am Freitag nachmittag und zwar folgendermassen:

Eingelegt in ein Bad aus Wasser, Spühlmittel, Zitronensaft und Putzessig (30 Minuten)
Danach ab- und ausgespühlt mit Leitungswasser. Dann haben wir den Testkreislauf aufgebaut und mit destiliertem Wasser laufen lassen.

Oder wie reinigt man einen Waterblock korrekt, um Fett und Schmutz zu entfernen?
Innenbeschichtung, Gewinde und Schrauben sind angegriffen, bzw. gerostet. Die schwarze Farbe der Schrauben ist weg, sie sind zum Teil rostig, andere nur grau. Wie können bei einem Waterblock die Schrauben anfangen zu rosten?

Wir haben Block und Schrauben gereinigt und wieder zusammengebaut und möchten diesen Block sicher nicht in den Kreislauf verbauen. Seit der Reinigung sind nun schon ein paar Stunden vergangen und die Schrauben setzen schon wieder Rost an.

Wer kann uns helfen zu verstehen, was genau passiert ist? Oder wie lässt sich sowas verhindern in Zukunft?

Als CPU-Block verwenden wir einen Watercool HK CPU LGA 1155/1156 Rev. 3 Sonderedition Nickel - Black Chrom. Diesen haben wir der gleichen Behandlung unterzogen und zur Kontrolle ebenfalls geöffnet. Er ist komplett sauber.

Unser Kreislauf: Pumpe --> MORA --> GPU --> CPU --> AGB --> Pumpe

Betroffen ist nur der GPU-Block, alle anderen Komponenten sind sauber.

Was wäre besser für den Kreislauf? Ein GPU-Kühler mit Kupfer statt Nickel, falls es zwischen den Metallen zu Reaktionen kommt? Oder spielt das überhaupt eine Rolle? Aber das erklärt die rostenden Schrauben auch nicht.
 
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ich bin zwar kein wakü-experte, aber das sieht nicht gut aus.

hattest du luft im system?


was hast du genau reingekippt? destilliertes wasser?


der rost ist recht oberflächlich, sog. "flugrost". also nicht alt. aber es würde bedeuten, dass das bauteil nass war. war es das vorher? ist evtl die schraube nicht abgedichtet?
 
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Das liegt mit großer Wahrscheinlichkeit an der Zitronensäure. Ich zitiere mal eben:
Beim Ablassen der Lösung wird etwas Unangenehmes auffallen:
Die frisch entrostete Eisenschicht fängt schlagartig an, Flugrost anzusetzen.
Wenn man genügend Backpulver hinzugibt, kann man das vermeiden, da hierdurch die Lösung neutralisiert wird und so der erneuten Säurekorrosion vorgebeugt wird.

Sollte nicht genügend Backpulver vorrätig sein, kann man sich auch mit einem halben Teelöffel voll Abflussreiniger (Natriumhydroxid) behelfen.
 
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Sicher das die Innebeschichtung angegriffen ist, dass glaube ich nämich nicht! Das was du im Gewinde siehst wird von den Schrauben herrühren. Kupfer "rostet" unter den von dir beschriebenen Bedingungen nicht, Grünspan wäre möglicherweise eine Folge. Dein Gebräu hat denke ich nur die Schrauben angegriffen. Wenn du die Schrauben gegen Messingschrauben tauschst oder einfach ganz neue nimmst sollter das Problem erledigt sein. Zu dem Thema wie kann ein Wakü-Block rosten: Die Teile sind auch nicht dafür konzipiert worden komplett gebadet zu werden,
 
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Zur Info:
Der Kühler ist nicht aus Nickel sondern ebenfalls aus Kupfer. Er wurde nur vernickelt, was eigentlich noch zusätzlich zum Schutz beitragen sollte und vor allem gerne aus optischen Gründen bevorzugt wird.
 
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Das hat uns misstrauisch gemacht, darum haben wir den Block geöffnet:
Vor der Reinigung hattet ihr ihn nicht geöffnet?

Eingelegt in ein Bad aus Wasser, Spühlmittel, Zitronensaft und Putzessig (30 Minuten)
Wie stark war die Essigsäure konzentriert?

Oder wie reinigt man einen Waterblock korrekt, um Fett und Schmutz zu entfernen?
Öffnen, dann entscheiden ob eine Reinigung nötig ist, falls ja, mit einer Zahnbürste o.ä. Mit Säuren sollte man vorsichtig sein. Hast du die (im Guide verlinkte) Anleitung gelesen?

Wie können bei einem Waterblock die Schrauben anfangen zu rosten?
Die Schrauben haben normal keinen Wasserkontakt, sie müssen also nicht unbedingt rostfrei sein (sinnvoll wär es trotzdem).

Sicher das die Innebeschichtung angegriffen ist, dass glaube ich nämich nicht!
Sieht für mich auch nicht so aus. Kann man die Verfärbungen wieder entfernen?

Kupfer "rostet" unter den von dir beschriebenen Bedingungen nicht, Grünspan wäre möglicherweise eine Folge.
Kupfer rostet nie. Einzig Eisen (-haltiges) kann rosten.

@ Ken:
Was soll die Säure bringen, wenn man sie mit einer Base neutralisiert?
 
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@Uter

Vor der Reinigung haben wir ihn nicht geöffnet, auch um die Garantie nicht zu verlieren. Eine genaues Mischverhältnis kann ich dir nicht angegeben, ein paar Spritzer auf rund einen Liter Wasser. Zum Thema Reinigungsflüssigkeiten liesst man so einiges im Web. In Zukunft werden wir auf jeden Fall sehr zurückhaltend sein mit Putzmitteln. Essig und Zitronensäure sind für uns ab sofort ein "no go".

Von einer WaKü Komponente würde ich eigentlich auch erwarten, dass sie komplett rostfrei ist, also von ihnen und aussen.

An alle:
Danke für Eure Beiträge.

Mit dem Block von EK haben wir teueres Lehrgeld bezahlt, aber nur so lernt man dazu.
 
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Kann man die Verfärbungen wieder entfernen?
Eine genaues Mischverhältnis kann ich dir nicht angegeben, ein paar Spritzer auf rund einen Liter Wasser.
Klingt nach ziemlich wenig. Falls es trotzdem Nickelacetat ist, dann kannst du die Verfärbungen mit Ethanol entfernen.

Mit dem Block von EK haben wir teueres Lehrgeld bezahlt, aber nur so lernt man dazu.
So schlimm ist es auch nicht. Die Schrauben kann man tauschen und das Nickel im schlimmsten Fall abschleifen.
 
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Die rostfarbenen Verfärbungen konnten wir mit CB entfernen, zurückgeblieben sind allerdings grau-schwarze Flecken. Ethanol/Brennsprit haben wir versucht und es hat keine nennenswerte Wirkung gezeigt.

Betreffend Schrauben: Die müsste man ja direkt bei EK bestellen, denke ich. Die werden ja auch Geld dafür verlangen... Hast Du damit Erfahrung?

Nickel abschleifen: Auch das wird niemand kostenlos machen. Kennst Du jemanden, der sowas machen kann und was man ungefähr an Kosten dafür kalkulieren muss?

@Uter: Danke für Deine Hilfsbereitschaft, wir bauen aktuell an unserem ersten WaKü-System.

In anderen Threads wird immer wieder das Thema Kühlflüssigkeit diskutiert... da liesst man von Leitungswasser, dest. Wasser bis hin zu spezialisierten Flüssigkeiten alles mögliche. Mir scheint, ein Korrosionsschutz im Wasser sicher nicht verkehrt zu sein, auch wenn wir im vorliegenden Fall den Block wohl eher bei der Reinigung beschädigt haben und nicht mit dem reinen dest. Wasser im Testkreislauf.
 
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Also Leitungswasser hab ich noch nirgendwo gelesen außer von Trollen.
Ihr habt eigentlich 2 generelle Alternativen: Fertiggemische/Konzentrate + dest Wasser ala Innoprotect, oder dest. Wasser + Autokühler Korrosionsschutz wie G48 und diverse andere Fabrikate ( ich nehm eins von Castrol).
Gint auch leute die ihren Kreislauf nur mit dest Wasser betreiben, das erhöht aber die Chance auf Algen dramatisch ^^.
 
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Die Vernickelung ist nicht nur aus optischen Gründen auf dem Block. Es handelt sich hierbei um Chemisch Nickel, was beim Thema Korrosionsschutz so ziemlich das beste ist, was es gibt (sofern der Hersteller keine Fehler gemacht hat).
Das rostet nicht, egal welche Kühlflüssigkeit man verwendet, aber destilliertes Wasser wäre sicher sinnvoll. Was die Schrauben angeht, die würde ich gegen neue Schrauben aus V2A oder gar V4A ersetzen. Dann passiert nichts mehr.

Übrigens die Verfärbungen auf dem Nickel kannst du beruhigt mit Säure abwischen, darf gern auch konzentriert sein.
 
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Lieber sehr verdünnt. Dann mit (Kern)Seife abwaschen. Dann gut abspülen.

Algen? Die Metalle (Ionen) im Wasser (selbst bei Dest) sollten alles abtöten.
 
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Mit dem Block von EK haben wir teueres Lehrgeld bezahlt, aber nur so lernt man dazu.

Käuft euch neue Schrauben, am Besten wäre es wenn EK welche zuschickt ;) *Kulanz*


Oder setzt auf diese ;)


Bezüglich der Verungreinigung, schaut dass die Oberfläche sauber ist.Ich würd mich nicht fertig machen, nur weil ein paar graue Flecken entstanden sind.Wenn einmal der Deckel wieder oben ist, sieht man es so oder so nicht.
Innen wird es so oder so fix nicht zu "rosten" beginnen.

Ich zb verwende noch das Inno Zeugs, dies wird sich aber ändern wenn das Konzentrat aufgebraucht wurde.
Setzte lieber gleich auf G48 und auf eine recht großes Mischverhältnis 1:20/1:25;)
 
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Ethanol/Brennsprit haben wir versucht und es hat keine nennenswerte Wirkung gezeigt.
Dann weiß ich nicht, was das ist...

Betreffend Schrauben: Die müsste man ja direkt bei EK bestellen, denke ich. Die werden ja auch Geld dafür verlangen... Hast Du damit Erfahrung?
Baumarkt? EK stellt sicher keine eigenen Schrauben her.

Nickel abschleifen: Auch das wird niemand kostenlos machen. Kennst Du jemanden, der sowas machen kann und was man ungefähr an Kosten dafür kalkulieren muss?
Selbst machen? Im sichtbaren Bereich kann man das Nickel ja lassen.

In anderen Threads wird immer wieder das Thema Kühlflüssigkeit diskutiert... da liesst man von Leitungswasser, dest. Wasser bis hin zu spezialisierten Flüssigkeiten alles mögliche. Mir scheint, ein Korrosionsschutz im Wasser sicher nicht verkehrt zu sein, auch wenn wir im vorliegenden Fall den Block wohl eher bei der Reinigung beschädigt haben und nicht mit dem reinen dest. Wasser im Testkreislauf.
Reines Leitungswasser kann man höchstens sehr kurz nutzen. M.M.n. reicht ohne Alu reines dest. Wasser. Deine aktuellen Probleme hast du ja auch nicht wegen dem dest. Wasser sondern wegen einem ungeeigneten Zusatz/Putzmittel.

Gint auch leute die ihren Kreislauf nur mit dest Wasser betreiben, das erhöht aber die Chance auf Algen dramatisch ^^.
Wenn eine Steigerung von 0% auf 0% in deinen Augen dramatisch ist. :schief:

Die Vernickelung ist nicht nur aus optischen Gründen auf dem Block. Es handelt sich hierbei um Chemisch Nickel, was beim Thema Korrosionsschutz so ziemlich das beste ist, was es gibt (sofern der Hersteller keine Fehler gemacht hat).
Das rostet nicht, egal welche Kühlflüssigkeit man verwendet, aber destilliertes Wasser wäre sicher sinnvoll.
Reines Kupfer passiviert auch, nur wird es dabei dunkel, folglich geht es doch nur um die Optik.

Bezüglich der Verungreinigung, schaut dass die Oberfläche sauber ist.Ich würd mich nicht fertig machen, nur weil ein paar graue Flecken entstanden sind.Wenn einmal der Deckel wieder oben ist, sieht man es so oder so nicht.
Innen wird es so oder so fix nicht zu "rosten" beginnen.
Wenn die Verunreinigungen wasserunlöslich sind und die Kühlleistung nicht deutlich verschlechtert wird (sehr unwahrscheinlich), dann würde ich bei reinem dest. Wasser auch keine Probleme erwarten. Mit Zusätzen muss man darauf achten, dass diese die Verunreinigungen nicht anlösen.
 
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Kupfer passiviert zwar, aber das ist in diesem Fall ja unerwünscht. Schließlich leidet die Wärmeleitung darunter. Kupferoxid leitet nämlich relativ schlecht ;-)
 
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Die Oxidschicht ist so dünn, dass man das nicht messen kann. Eine Alternative mit mehr Leistung gibt es auch nicht, da das Nickel schlechter die Wärme leitet als das Kupfer und auch eine Oxidschicht mit sehr schlechter Wärmeleitfähigkeit bildet. Zusätze verschlechtern auch die Kühlleistung. All diese Effekt sind (für uns) nicht messbar. Wären sie es doch, dann würde reines dest. Wasser und reines Kupfer am besten abschneiden - auch mit einer Oxidschicht auf dem Kupfer.
 
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Würde mich mit Essigreiniger nie an Kupfer trauen, denn:

Grünspan kommt in einer gut gereinigten Wakü nicht vor. Wer mit Essigsäure reinigt und es nicht sauber ausspült ist selbst schuld.
Was vorkommt ist (völlig unbedenkliches) Kupferoxid (CuO).
 
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Die Oxidschicht ist so dünn, dass man das nicht messen kann. Eine Alternative mit mehr Leistung gibt es auch nicht, da das Nickel schlechter die Wärme leitet als das Kupfer und auch eine Oxidschicht mit sehr schlechter Wärmeleitfähigkeit bildet. Zusätze verschlechtern auch die Kühlleistung. All diese Effekt sind (für uns) nicht messbar. Wären sie es doch, dann würde reines dest. Wasser und reines Kupfer am besten abschneiden - auch mit einer Oxidschicht auf dem Kupfer.

Chemisch Nickel bildet nahezu keine Oxidschicht. Beim Kupfer sieht das schon deutlich anders aus. Ich würde schätzen, dass das locker 10-20 µm sind.
 
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