Jedem steht es frei, einen Anwalt seiner Wahl zu mandatieren (Rechtsschutzversicherungen gibt es uebrigens schon ab ~ €10,- / Monat - entspricht einem Kasten Bier). Wer nicht rechtsschutzversichert ist und sich keinen Anwalt leisten kann, der kann sich einen Beratungsschein (
Klick!) ausstellen lassen - fuer diesen und eine einmalige Selbstbeteiligung iHv €10,- (die der RA aber auch erlassen kann) erledigt der RA Deiner Wahl dann Beratung, eventuellen Schriftwechsel und idealerweise eine vorgerichtliche Einigung.[/url]
Haken bei der Sache: Wenn der gute Anwalt die Möglichkeit hat, auf dem freien Markt deutlich mehr für seine Dienstleistungen zu kassieren, wird es ihm ziemlich egal sein, dass Fixpreis-HartzIVer ihn gern in Anspruch nehmen würden.
Von der ggf. rein physisch auf die nächste Umgebung eingeschränkten Auswahl (kein Auto und der Handyvertrag wurde gerade aufgekündigt, weil die Rechnung nach andauernder HartzIV-Kürzung nicht mehr zu bezahlen war) mal ganz zu schweigen.
Scheitert die, kommt Prozesskostenhilfe (
Klick!) in Betracht.
Jup. Und wenn der juristische Laie sie beantragen will, muss er erstmal einen Anwalt bezahlen, der ihm den Antrag verfasst...
Danach wird das ganze vorgerichtlich auf Erfolg geprüft. Wie gut sind wohl die Chancen, dass einer Frage, die vermutlich in 4-5 Instanzen nicht abschließend geklärt werden wird und so bis zum Verfassungsgericht gelangen kann, in einer vorgerichtlichen Entscheidung "gute Erfolgsaussichten" zugesprochen werden?
Die "Steuerungswirkung", ueber ein Vergleichen von Preisen zu guenstigen Angeboten zu greifen, darf der Staat gerne dem Gehirn des Transferleistungsempfaengers ueberlassen?
Dafür muss er aber auch Anreize schaffen. Und wenn ich einen Gutschein für 2kg Kartoffeln habe, egal wieviel die kosten, dann fehlt dieser Anreiz. (falls du ernsthaft planst, für jedes einzelne Nahrungsmittel nicht nur die benötigte Menge vorzugeben, sondern auch noch den dafür zu bezahlenden Preis im vorraus festzulegen, dann ziehe ich meinen obigen DDR-Vergleich zurück. Sowas haben sich nicht mal die realitätsfernsten Planwirtschaftler zugetraut)