Appellieren an den Endverbraucher der falsche Weg ?

Wenn die Preise erstmal höher sind, wird sich das Kaufverhalten automatisch ändern.

Dann gibt es den Sonntagsbraten halt wirklich nur noch Sonntags.
 
Warum Verbote?
Wenn die Preise höher sind, regelt das der Kunde selbst.

Ansonsten halt die Schockbilder:
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Was für eine Marktverzerrung?
Es wird einfach eine Steuer/Abgabe verhängt, die zahlen alle.

Außerdem ist der Markt schon lange verzerrt, und zwar zu Gunsten der riesigen Tierquäler, Giftverteiler und Gammelfleischbuden.
 
Den gibt es nirgends.
Geher erst mal Arbeiten, dann wirst du da schon merken.

Und bis dahin spare dir deine Kommentare.
Einen Markt gibt es überall, eBay ist z.B. einer oder auch der Aktienmarkt.

Zudem, wenn dir meine Beiträge nicht gefallen, einfach den Thread nicht mehr lesen.
 
Was für eine Marktverzerrung?
Es wird einfach eine Steuer/Abgabe verhängt, die zahlen alle.
Für Fleisch?
Nein. Halte auch ich für den völlig falschen Weg.
Zumal auch noch nachhaltig produziert wird (Metzger, die selbst schlachten) und damit würdest du ja praktisch automatisch auch die falschen mittreffen.

Es gab mal eine Zeit, da wurde Fleisch nicht in Supermärkten und Discountern verramscht, sondern man musste zum Fachhändler (-> Metzger). Und der war und ist schon aus produktionstechnischen Gründen erheblich teurer. Dahin müsste man wieder zurück und das Problem an der Wurzel packen und nicht wieder versuchen, mit irgendwelchen Steuern Symptombekämfpung zu betreiben.^^
 
Na man muss die Abgabe natürlich an die kleinen Betriebe wieder auszahlen.

Eben entweder über die Tierwohlabgabe oder über die Mwst:
Nachhaltige Mehrwertsteuer-Reform - oekologische Wende fuer Nahrung, Kleidung, Verkehr und Energie | WeAct

0% MwSt: Nahrungsmittel aus zertifiziert biologischer Erzeugung (ohne Tierprodukte)

7% MwSt: Nahrungsmittel aus konventioneller Erzeugung (ohne Tierprodukte) sowie Tierprodukte aus zertifiziert biologischer Erzeugung

19% MwSt: Tierprodukte aus konventioneller Erzeugung
 
Ist und bleibt Symptombekämfpung.

Der Fehler liegt im System.
Das fängt schonmal damit an, dass die breite Bevölkgerung unter keinen Umständen auf's Fleisch verzichten will und Nahrungsmittel natürlich unbedingt billig sein müssen. Das gilt nicht nur für's Fleisch, sondern auch für gewissen Obst/Gemüsesorten, bei deren Produktion/Ernte ebenfalls Arbeiter ausgebeutet werden.
Einerseits hängt das mit purem Geiz, Unwissen und Ignoranz zusammen, andererseits aber auch damit, dass sich viele hierzulande (Rentner, Niedriglöhner) sich nur das billige Zeug leisten können.

Finde es immer lustig, wenn Leute dem Tier/Arbeiterwohl/umweltzuliebe auf's Fleisch verzichten und dann ausgerechnet aus Afrika importierte Äpfel kaufen.:ugly:
 
Und dann kam aber die Feudalherrschaft dazu, womit sich einige auf den Kosten der anderen bereichert haben.
 
Sozialismus, bei dem der Staat alles bestimmt?
Da gibt es dann nicht nur ab und zu mal kein Klopapier mehr, sondern alles ist irgendwann Mangelware.
Warum kommst du immer gleich mit der Sozialismuskeule an?
Davon redet doch keiner und die Ursachen liegen nicht an der Wirtschafts- oder Gesellschaftsform.

Die Arbeitnehmer bei Tönnies und anderen Fleischproduzenten haben bis vor knapp 20 Jahren in dem Bereich so viel Geld verdient, dass sie sich vier Wochen Urlaub im Jahr und mit spätestens Mitte 50 abschlagsfrei in Rente gehen konnten.
Und das obwohl die Bevölkerung damals nachweislich weniger bei Supermärkten und Discountern ihr Fleisch eingekauft hat.
Dann kam Agenda 2010, Zeitarbeit und der Niedriglohnsektor und schon wurde das Fleisch beim Metzger vielen zu teuer.
Mangelde Bildung in dem Bereich ist ebenfalls ein Problem, viele würden vielleicht gar nicht das Billigfleisch kaufen, wenn sie wüssten, wo das herkommt und wie das produziert wird.

Noch dazu kommt, dass es den Fleischern seit gefühlt +-15 Jahren immer schwerer gemacht wird. Neue Vorschriften hier, Auflagen da - den "kleinen" der Branche wird und wurde immer am mächtigsten auf die Finger geklopft, während Tönnies und Co. ungestraft sein Ramschfleisch aus Massentierhaltung und Lohnsklavenarbeit verkaufen durfte.
Viele, sehr viele Metzger sind daran zugrunde gegangen. Nicht nur, weil ihnen die Kundschaft von den Billiganbietern abgegraben wurde, sondern weil auch Vater Staat (und die EU) mit einer geradezu wahnwitzigen Gesetzgebung die Arbeit teils unmögich gemacht hat.;)
 
Die Bürokratie ist für die Biozertifizierung doch schon aufgebaut. Und aktuell zahlt Bürokratiekosten der Zertifizierung der Bauer aus der eigenen Tasche.
Bei Grünstempel sollen es 300€ pro Jahr sein.
Wir sind bei ABcert, wo es deutlich günstiger ist.

Was hat denn die Biozertifizierung zu tun? Das ist bloß eine Prüfung, ob ganze produzierende Betriebe Biokriterien einhalten. Was du willst ist eine Stelle, die Prüft, wie gut oder schlecht es um das Tierwohl hinter einzelnen Lebensmitteln steht, eine politische Entscheidung, wie teuer Lebensmittel mit diesem Tierwohlstatus sein sollten, ein individuelles Abrechnungssystem, dass Strafgebühren auf jedes einzelne Lebensmittel organsiert und eintreibt und am anderen Ende des Systems brauchst du noch einmal genau den gleichen Aufwand, um festzulegen, welche Art von Betrieben wieviel Unterstützung erhalten sollten, um zu prüfen, welche Betriebe diese Bedingungen denn erfüllen und um die Unterstützung tatsächlich auszuzahlen. Und wenn du eine direkte Verbesserung erreichen und die Unterstützung zweckgebunden für Tierwohl (statt als Belohnung für selbst organisiertes Tierwohl) vergeben möchtest, dann musst du auch noch durchzuführende Maßnahmen festlegen und deren Umsetzung überwachen.

Dein Vorschlag ist so ziemlich das Umständlichste und ineffizienteste überhaupt und hat rein gar nichts mit dem Konzept hinter Biolebensmitteln zu tun. Das haben wir aktuell mit dem ""Tierwohl""-Label: Es gibt Zertifizierer, es gibt Logos und am Ende soll der Verbraucher entscheiden, dass er lieber das eine als das andere kauft. Bei Bio hat es 30 Jahre gedauert, bis das halbwegs was bewegt hat und da waren die Unterschiede zur konventionellen Haltung riesig, bei ""Tierwohl"" sind sie das nicht. Man hat also einen vertretbaren Aufwand (aber immer noch einen Aufwand, denn diese Zertifizierungen müssen zusätzlich erfolgen und erfordern noch einmal genau die gleichen Strukturen, wie sie schon für "Bio" genutzt werden), aber kaum einen Nutzen.

Meiner Meinung nach sollte man es von der Gegenseite her angehen: Einfach vorschreiben und von den Veterinärs- und Gesundheitsämtern mitprüfen lassen. Die müssen sowieso ausgebaut werden und können, wenn sie schon vor Ort sind vergleichsweise leicht dokumentieren, ob und in welcher Anzahl enge Kastenställe existieren, ob der Bauer überhaupt die nötige Technik (und Fähigkeiten) zum Kastrieren unter Betäubung hat, ob ein Kükenshredder existiert, etc.. Ist ja nicht so, als würde Tierschutz nicht ohnehin im Grundgesetz stehen. Das Problem ist, dass diverse ""Ausnahmen"" jahrzehntelange Freibriefe für Tierquälerei bedeuten. Ausnahmen abschaffen, Tierwohl massiv verbessert. Und die Übernahme der Mehrkosten ergibt sich auf ganz normalem, effizientem, marktwirtschaftlichen Weg.
 
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