Appellieren an den Endverbraucher der falsche Weg ?

Wenn kein Fleisch mehr gegessen wird, weil es da massiven Mangel gibt, wird die Nachfrage nach Getreideprodukten steigen.

Dann werden die Läden ihre Preise auch anpassen.

Ich würde eher sagen, dass dann weniger weggeworfen wird.
Solange Lebensmittel Wegwerfprodukte sind, kann der Preis gar nicht hoch genug sein.
 
Ich würde eher sagen, dass dann weniger weggeworfen wird.
Solange Lebensmittel Wegwerfprodukte sind, kann der Preis gar nicht hoch genug sein.

Ist dir eigentlich klar, wo die entsorgt werden und warum?
Vieles wird entsorgt, weil es nicht mehr verkauft werden darf, z.B. weil das MHD abgelaufen ist.

Oder auch in Kantinen wird massenhaft Essen entsorgt. Die müssen sogar welches aufheben, wenn jemand sich beschwert, damit das dann geprüft werden kann.
 
Wen interessiert das Mindesthaltbarkeitsdatum?
Das ist eh nur willkürlich festgelegt.
Lebensmittel müssen endlich mal wieder als wertvoll angesehen werden. Immerhin gibt es genug Menschen, die davon viel zu wenig haben und wir haben so viel davon, dass wir Millionen Tonnen im Jahr wegwerfen.
 
Wen interessiert das Mindesthaltbarkeitsdatum?
Das ist eh nur willkürlich festgelegt.

Und dennoch ist jeder Betrieb, der Lebensmittel verkauft (sei es ein Supermarkt oder eben auch ein Restaurant oder selbst ein Kindergarten), dazu verpflichtet diese zu entsorgen sobald das MHD überschritten wurde, unabhängig ob es gammelt oder eben nicht.
Bei Wasser ist das am heftigsten zu sehen, wie groß die Angst der Hersteller scheinbar gegenüber Klagen ist. Mittlerweile ist es nicht mehr selten, dass das "offiziell" schon unter einem Jahr als abgelaufen gilt. Vor nicht allzulanger Zeit lag das MHD einige Jahre in der Zukunft.
Ich meine Hallo? Das ist Wasser, was soll da gammeln wenn das dicht verschlossen ist?
Es ist einfach purer Wahnsinn.
 
Man kann das aber auch einfach am Ende mit -50% noch verkaufen, das macht z.B. Lidl, oder halt an die Tafeln spenden.

Oder auch in Kantinen wird massenhaft Essen entsorgt. Die müssen sogar welches aufheben, wenn jemand sich beschwert, damit das dann geprüft werden kann.

Als Rückstellprobe reicht ein Konservenglas.

Der Unterschied zwischen uns beiden ist, dass die Landwirtschaft mein Beruf ist, ich mach das jeden Tag, von klein auf. Und ich schau mir nebenher auch noch andere Betriebsschwerpunkte auf Fremdbetrieben an in meiner Freizeit, und klicke nicht im Internet rum, bin selber vor Ort. Selber den Hintern bewegen, und nicht labern.

Meine Vater hat Landwirtschaft. Da muss ich also bloß nach Hause fahren.
Daher weiß man auch, was für Schweinereien auf den Feldern rundrum gemacht wird.
Lauter mit Glyphosat totgepritzte Äcker, wo dann komplett sinnlos noch Gülle draufgehauen wird. Bei einem toten Boden kann man sich das sparen.
 
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Man kann das aber auch einfach am Ende mit -50% noch verkaufen, das macht z.B. Lidl, oder halt an die Tafeln spenden.



Als Rückstellprobe reicht ein Konservenglas.

Aber sind das nicht Artikel die innerhalb der nächsten 1 - 2 Tage das MHD überschreiten und der jeweilige Laden diese dann natürlich los werden will? So ist es bei uns zumindest.
Ein Supermarkt bei uns hat hinter den Kassen ein Regal mit abgelaufenen Artikeln die sie verschenken, weil sie eben sonst auf dem Müll landen würden.
 
Ist dir eigentlich klar, wo die entsorgt werden und warum?
Vieles wird entsorgt, weil es nicht mehr verkauft werden darf, z.B. weil das MHD abgelaufen ist.

Oder auch in Kantinen wird massenhaft Essen entsorgt. Die müssen sogar welches aufheben, wenn jemand sich beschwert, damit das dann geprüft werden kann.

entsorgt ist relativ , es wird der Nahrungskette wieder zugeführt , zb Schweinefutter
 
Ist eine Frage dessen, wofür man die Fläche nutzt.

Wobei das bei uns aufgrund der hohen Schwermetallgehalte nichtmal als Tierfutter verwendet werden darf, sondern direkt in die Biogasanlage geht.
Allerdings sind manche Bauern so dämlich und verteilen den Klärschlamm anschließend wieder auf dem Acker.

Deswegen hat anscheinend Frosta im Osten unweit von Dresden beachtliche Mengen unbelasteten fruchbaren Boden gekauft, und baut dort an .
Wenn Frosta den Boden gut pflegt ist alles OK
 
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Wen interessiert das Mindesthaltbarkeitsdatum?
Das ist eh nur willkürlich festgelegt.
Lebensmittel müssen endlich mal wieder als wertvoll angesehen werden. Immerhin gibt es genug Menschen, die davon viel zu wenig haben und wir haben so viel davon, dass wir Millionen Tonnen im Jahr wegwerfen.
Die dürfen das nicht mehr verkaufen, sonst bekommen die so richtig Ärger.
 
Die sollten beim Mindesthaltbarkeitsdatum als Zusatz mit draufdrucken : Wenn Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen Verzehr auf eigene Gefahr . Und somit wären die Supermärkte rechtlich fein raus .

Weil ich hab auch schon gefragt ob ich das nicht für den halben Preis kaufen kann , und der im Supermarkt hat nachgefragt , musste es mir dann doch wegnehmen ;(

Aber mit meinem vorgeschlagenem Zusatz wäre das doch Okay , oder nicht ?
 
Die sollten beim Mindesthaltbarkeitsdatum als Zusatz mit draufdrucken : Wenn Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen Verzehr auf eigene Gefahr . Und somit wären die Supermärkte rechtlich fein raus .

Weil ich hab auch schon gefragt ob ich das nicht für den halben Preis kaufen kann , und der im Supermarkt hat nachgefragt , musste es mir dann doch wegnehmen ;(

Aber mit meinem vorgeschlagenem Zusatz wäre das doch Okay , oder nicht ?

Glaube ich kaum, denn sonst würden die das schon lange tun.
 
Deshalb wird das Zeug billig verkauft, kurz bevor es abgelaufen ist und der Rest geht an die Tafel.
Das meiste, was verdirbt ist aber Obst und Gemüse, welches gar kein MHD hat.
 
Ich finde auch das Tiertransporte ins Ausland unbedingt gestoppt werden müssen.
Die sollen die Tiere in den eigenen Ländern schlachten.

Jein. Tiertransporte über größere Entfernungen sollten verboten werden. Aber genau deswegen wäre es bescheuert, ein Rind von der deutsch-niederländischen Grenz 100 km in die eine Richtung zu fahren, wenn es über die Grenze nur 50 km bis zum nächsten Schlachter sind. Und bei Ländern wie Liechtenstein oder Luxemburg liegt quasi alles verdammt nah am Ausland. Zudem muss es für züchterische Zwecke auch möglich sein, Tiere über größere Entfernungen zu transportieren. Aber das ist seltener und in geringer Zahl, sodass hier größerer Aufwand zumutbar wäre.

Z.B. "Vor jedem Transport muss ein Tier mindestens zwei volle Tage lang Weidezugang gehabt haben. Ein Transport darf maximal vier Stunden dauern". Wer einmalig 20 Mutterkühe aus Thüringen nach Wallonien bringen muss, wird damit leben können, wenn er ihnen zwischendurch 3 Tage Rast irgendwo in Ostwestfahlen spendieren muss. Wer aber bislang jährlihc 20000 Schweine aus Schleswig-Holstein in Ungarn verwursten lassen hat, wird sich das ganz schnell abgewöhnen, wenn das auf einmal ein 14-Tage Tripp mit einer ganzen Kette an Erholungs-Suhlen wird. Und einfach nur Mästen ohne Sonnenlicht geht gar nicht mehr, wenn man direkt vor Ort schlachtet.

(genau Zahlen bzw. Einführungsgeschwindigkeit wären diskutabel)


Und dennoch ist jeder Betrieb, der Lebensmittel verkauft (sei es ein Supermarkt oder eben auch ein Restaurant oder selbst ein Kindergarten), dazu verpflichtet diese zu entsorgen sobald das MHD überschritten wurde, unabhängig ob es gammelt oder eben nicht.
Bei Wasser ist das am heftigsten zu sehen, wie groß die Angst der Hersteller scheinbar gegenüber Klagen ist. Mittlerweile ist es nicht mehr selten, dass das "offiziell" schon unter einem Jahr als abgelaufen gilt. Vor nicht allzulanger Zeit lag das MHD einige Jahre in der Zukunft.
Ich meine Hallo? Das ist Wasser, was soll da gammeln wenn das dicht verschlossen ist?
Es ist einfach purer Wahnsinn.

Kann es sein, dass das nur Wasser in Plastikflaschen betrifft? Da wird dann nicht der Inhalt gammlig, sondern er wird einfach durch die Verpackung nach und nach vergiftet und niemand will garantieren, dass die Konzentrationen alle auch dann unter den Grenzwerten bleiben, wenn ein Großhandel die Palette mal einen Monat bei 35-°C-im Schatten auf dem Hof in der Sonne stehen lässt. Mein Wasser (Glasflasche) hat jedenfalls 06/22 als MHD aufgedruckt. Ich glaube, da gibt es auch irgendwo eine Obergrenze, dass heißt längere MHDs sind schlichtweg nicht zulässig.

(Unabhängig davon wird es sicherlich auch viele Hersteller geben, die das MHD so niedrig ansetzen, wie die Großabnehmer mitmachen. Schließlich bedeutet alles, was weggeworfen wird, mehr Umsatz und vor allem bedeutet es mehr Marktkontrolle. Man stelle sich vor, was für Probleme die Süßwarenhersteller zu Ostern hätten, wenn die Weihnachtskugeln offiziell ein halbes Jahr halten würden.
 
Die aktuellen Verbote betreffen nur Transporte außerhalb der EU.


Selbst Steinsalz hat ein MHD, dabei lag das schon Millionen Jahre unverändert unter der Erde. :devil:
 
Kann es sein, dass das nur Wasser in Plastikflaschen betrifft? Da wird dann nicht der Inhalt gammlig, sondern er wird einfach durch die Verpackung nach und nach vergiftet und niemand will garantieren, dass die Konzentrationen alle auch dann unter den Grenzwerten bleiben, wenn ein Großhandel die Palette mal einen Monat bei 35-°C-im Schatten auf dem Hof in der Sonne stehen lässt. Mein Wasser (Glasflasche) hat jedenfalls 06/22 als MHD aufgedruckt. Ich glaube, da gibt es auch irgendwo eine Obergrenze, dass heißt längere MHDs sind schlichtweg nicht zulässig.

Kann tatsächlich sein, dass das bei Plastikflaschen deutlich niedriger angesetzt ist. Trotzdem habe ich die Beobachtung gemacht, dass generell bei Wasser das MHD immer weiter herunter gesetzt wurde.
Ich habe hier noch zwei Ende Anfang Juni gekaufte Plastikflaschen (jedoch die dickeren, die wiederbefüllt werden), auf denen Juni 2020 draufsteht. Keine Ahnung wie sowas sein kann. Evtl. standen die ewig in nem Lager rum, allerdings werden Lebensmittel doch so gut wie nicht gelagert und wenn dann so, dass das ältere immer zuerst rausgeht. Und nein, dass war kein Fiji Wasser, was einmal um die Welt gesegelt ist. Das ist von einem (großen) "lokalem" Abfüller etwa 100 km entfernt.

Wurde diese Grenze mal nach unten gesetzt? Ich meine mich mal daran zu erinnern, dass ich auf Wasserflaschen und auf Konserven MHDs von über 3 Jahren, wenn nicht sogar 5, in der Zukunft gesehen habe.

Selbst Steinsalz hat ein MHD, dabei lag das schon Millionen Jahre unverändert unter der Erde.
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Da kann man aber damit argumentieren, dass das anfängt zu reagieren, sobald es mit Luft in Kontakt kommt. Unter der Erde war das ja völlig abgeschottet von jeglichem atmosphärischem Einfluss.
 
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Und mit 99,9%iger Sicherheit war es schon einmal klatschnass, bevor es abgepackt wurde. Und genauso kann man es beim nächsten Mal auch wieder trocknen.

Wurde diese Grenze mal nach unten gesetzt? Ich meine mich mal daran zu erinnern, dass ich auf Wasserflaschen und auf Konserven MHDs von über 3 Jahren, wenn nicht sogar 5, in der Zukunft gesehen habe.

Konserven gibt es afaik auch weiterhin länger, aber ich kenne die genauen Regelungen nicht. Ich könnte mich nur nicht daran erinnern, jemals Wasser mit 5 Jahren oder so gesehen zu haben. Zwischen beiden liegt auf alle Fälle der Unterschied, dass sich Konserven durch Abkochen sterilisieren lassen bzw. das auch immer werden. Damit sind sie dann fast so lange haltbar wie ... äh ... Salz. :ugly:
Aber diese Regelungen müssen nicht immer Sinn machen. Am extremsten ist es bei "Medikamenten": Eine Flasche medizinischer Sauerstoff hat auch ein Ablaufdatum, nach dem sie nicht mehr benutzt werden kann.
 
MHDs der verschiedenen Konservenarten:
  • Halbkonserven - 6 Monate bei unter 5°C
  • Kesselkonserven - 1 Jahr bei unter 10°C
  • Dreiviertelkonserven - 1 Jahr bei unter 15°C
  • Vollkonserven - 4 Jahre bei 25°C
  • Tropenkonserven - 1 Jahr bei 40°C
  • Shelf-Stable Products - 1 Jahr bei unter 25°C

Auch wenn die Lehre in der Fleischerei mittlerweile über 13 Jahre her ist und ich seitdem nicht mehr in der Branche gearbeitet habe, hat man da was fürs Leben gelernt.
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