Das größte Manko am Design des C2Q war aber die Limitierung durch die Anbindung und der Speichercontroller außerhalb der CPU, das ist beim MagnyCours nicht der Fall.
Echter Quadcore hin oder her, das sind eben Marketing-Sprüche.
Beim MagnyCours ist es halt der Preis/der Aufwand und der Takt. Die FSB-Architektur erlaubte das einfache und kostengünstige hinzufügen zusätzlicher Kerne/CPUs und da bei den C2D noch lange keine Bandbreitenlimitierung vorlag, war das auch sinnvoll. Wie Dunnigton bewiesen hat, hätte ein monolithisches Design kein großen Effizienzvorteil gebracht.
Natürlich hätte man im Marketing die hohen Speicherlatenzen der So775-Plattform kritisieren können - hat man aber nicht, man sich auf den Aufbau er CPU konzentriert, der ziemlich optimal für den Markt war. Da drängen sich ironische Sticheleien gegenüber Magny Cours einfach auf. Der leidet schließlich genauso unter dem Dual-DIE Konzept (nämlich so gut wie gar nicht)
Intel warb beim P4 auch mit echten 3 GHz, obwohl jeder 2,4 GHz Athlon den P4 pro Takt 2 mal umrundet hat. Jetzt wirbt man halt mit hoher IPC - so schnell dreht sich eben der Wind.
Anm.: Ein Barton 2,333 GHz (nächstbeste, was es zu deiner Beschreibung gibt) hat einen Nortwood 3.0 nicht "pro Takt 2mal umrundet", sondern lag in den meisten Spielen gleich auf und hat in Anwendungen nur noch die Rücklichter gesehen.
(rechtfertigt die Betonung der GHz in der Werbung nicht, aber es rechtfertigt das auftreten Intels auf Augenhöhe mit AMD, wärend AMDs herabblicken auf die "unechten Quadcores" einfach nur lächerlich wirkt, wenn man die Leistungsvergleiche und Quartalsergebnisse betrachtet)
Die Frage ist ja auch, was sind die Leute bereit zu zahlen?
Kann man unendlich hoch gehen und sagen, dass das eben die schnellste CPU/GPU ist, also kann man verlangen, was man will?
Offensichtlich nicht. Im CPU-Bereich liegt die Grenze seit deutlich über einem halben Jahrzehnt bei ~1000$. Der Pentium 4 580 mit einem angepeilten Preis von 1500$ wurde zurückzugezogen. Seinerzeit vermutete man aufgrund der geringen Ausbeute von Chips, die diesen Takt innerhalb der So775-Leistungsgrenzen erreichen konnten. Aber mit Blick auf die noch höhere Stromaufnahme des 6 Monate später erschienenen 840EE glaube ich eher, dass Marketingüberlegungen dahinter standen.
wie war das eigentlich zu D-Mark Preisen (weiß das einer)?
Kosteten da die Topmodelle 1000 Mark?
Kann ich genau nachvollziehen, aber mein PII 350 hat seinerzeit 449DM gekostet, mein 1000er t-Bird 405,16€. Das müsste jeweils die drittschnellste CPU des Herstellers gewesen sein. Als AMD noch gegen die gesamte Intel-Produktpalette antrat, lag das drittbeste Pferd im Stall iirc im 300er Bereich, das würde bei einer ähnlichen Preisstaffelung einen Preis von über 1000DM für den PII 450 und den Athlon 1200 zu dem Zeitpunkt meiner Käufe bedeuten. Ich glaube mich auch an Preise von >>1000DM für Pentium1-Topmodelle zu erinnern und allgemein sind CPU-Preise im Laufe der Zeit ja eher gesunken. (Vergleiche Komplettsystem: Obwohl die Grafikkarte mitlerweile 30-50% des Wertes eines High-End-Systems ausmacht, sind diese insgesamt eher erschwinglicher geworden, andere Komponenten somit billiger)
Umgekehrt waren Athlon FX und P4EE als erste 999€-Modelle nicht annähernd doppelt so teuer, wie ihre Vorgänger. Es gab schon längere Zeit CPUs im Bereich oberhalb von 500€/1000DM.
Dann wären es ja heute der doppelte Preis, also doch versteckte Preissteigerung.
Aber keine ungewöhnliche

Außerdem hatten wir seit der Euroeinführung afaik rund 1,5% jährliche Inflation im Schnitt, d.h. 500€ von heute haben die Kaufkraft von 840DM anno 2000. Dass heutige Non-EE/FX-CPUs billiger sind, als die 2000er Topmodelle. (als es noch niemand Produkte für "Enthusiasten" angeboten hat)