Und was wenn die Drohne trotzdem (bzw. gerade deswegen) autonom flexibel bei der Routenwahl agiert? Wenn die Drohne selbst bestimmt wie sie zum Ziel kommt, und dabei xtra Variationen nutzt, dann weiß immer nur die Drohne alleine wo genau sie langfliegen wird (sie muß es ja niemandem mitteilen, nicht mal dem Betreiber, der die Drohne auf seinem Bildschirm live verfolgen kann).
Dann steigen Flugzeiten und damit Kosten inakzeptabel an. Und es kommt ggf. zu schwer vorhsehbaren Flugmanövern, die eine Kollisionsvermeidung unmöglich machen.
Und wie genau fängst du eine Drohne, die mit rel. hoher Geschwindigkeit in sagen wir 30 o. 50 Meter Höhe übers Land braust, und vermutlich auch ein paar Kilo wiegen wird? Mim Käscher? ^^
Mit einer einfachen, billigen, kleinen Drohne(/Modellflugzeug/...), an die ich ein stink normales Netz hänge. Ein Stück höher und in die Flugbahn fliegen - schon sind die Rotoren blockiert. Sportlichere Naturen können es, um die Fischfanganalogien auf die Spitze zu treiben, natürlich auch mit einer Harpune versuchen. Angeber dürfen sich auch daran versuchen, einfach die Halterung der Nutzlast mit einem gezielten Schuss zu zerlegen
Ich sag mal so: Du musst dich der "zwangsgelandeten" Drohne ja auch mal nähern. Eine Drohne könnte eine deutlich detailliertere Beschreibung deiner Person abliefern als es ein Postbote könnte. Und das zum Großteil ohne zusätzlichen Aufwand, mit eh vorhandenen Sensoren. Und dabei macht sie gleich mehrere Versionen ihrer Bilder, nämlich in verschiedenen Wellenlängen. Damit könnte sie sogar Bilder von deinen Tatoos machen, obwohl du Kleidung drüber trägst. Wenn du pech hast konnte sie sogar ein sehr genaues 3D-Bild deines Körpers erfassen.
Ich glaube, Amazon wollte keine GlobalHawks einsetzen...
Die durchschnittliche Drohne heute trägt eine Kamera, die bestenfalls HD-Qualität liefert und in einer Achse beweglich ist oder mit einer zweiten ergänzt werden muss. Alles, was bessere Qualität liefert, sind schon als Nutzlast mitgeschleppte zusätzliche Sensoren.
Desweiteren sollte es kein großes Problem sein, die Überreste einer abgestürzten Drohne aus sicherer Entfernung zu neutralisieren.
Mit Parametern meinte ich, das die Drohne zb. vor der Landung so lange ihre Höhe hält (in der sie gefahrlos ausgleichen/ausschwingen kann), bis die Parameter für eine Landung stimmen. Sollte eine Landung über Stunden nicht möglich sein, dann fliegt die Drohne einfach wieder zurück (bevor der Akku leer ist) und die nächste Drohne versucht (mit frischen Akkus) ihr Glück.
Ich weiß nicht, was für Vorstellungen du von der Leistungsfähigkeit solcher Drohnen hast - aber die um-die-10k-Klasse (
spontanes Beispiel) kann froh sein, wenn sie eine Gesamtflugzeit von einer Dreiviertelstunde erreicht, ohne als einzige Nutzlast Akkus zu transportieren. Abzüglich An- und Abflug und Sicherheitsreserve hat die Drohne vielleicht 5 Minuten für Landeversuche. Und selbst wenn die Technik in 5 Jahren 2 Stunden draus macht: Die teuren HighTech-Paketboten warten zu lassen, käme ökonomisch schlicht nicht in Frage.
Fahrradkuriere werden keine lang anhaltende Konkurrenz für Drohnen sein. In Hochhäusern kann eine Drohne direkt jedes Stockwerk beliefern (1 Fenster was groß genug ist, oder zb. eine nur nach oben offene 1qm Landeplattform außen, mit Durchreiche, o.ä.), bei kleinen Drohnen (Dokumententransport o.ä.) wäre sogar eine direkte Belieferung des entsprechenden Arbeitsplatzes innerhalb der Gebäude denkbar. (Desk2Desk)
?
Hast du JEMALS die Hand aus einem Hochhausfenster gehalten? Die Dinger werden in dichtbebauten Innenstädten nicht einmal sicher fliegen können, ohne von der nächsten Böe gegen die Wand geschleudert zu werden. Und du willst mit einem 1-2 m breiten Objekt durch ein Fenster in einem solchen fliegen, ohne anzuecken??