Ist das so eine Faustregel?

Jeder mm mehr bietet 1000 Betriebsstunden mehr?
Nein, kann man so pauschal nicht sagen.
Aber schau dir mal die Datenblätter gewöhnlicher Kondensatoren an.
zum Beispiel Nippon Chemicon KY:
5mm und 6.3mm: 4000h
8mm und 10mm: 6000h
12,5 bis 18mm: 8000h
Das ganze aber auch nur für 6.3V bis 10V Kondensatoren...
Die 16V und größer haben 1.000h mehr bzw 2.000h bei 12.5mm und mehr...
Mal ein paar mehr Werte:
CapXon GL: unter 8mm: 2000h Lebensdauer, 8mm 3000h und ab 10 und mehr 6000h.
CapXon KF hab ich ja weiter oben schon erwähnt...
CapXon GF: unter 8mm: 2000h Lebensdauer, 8mm 3000h und ab 10 und mehr 5000h.
Teapo SY:
5 und 6,3mm: 3000h, 8-10mm 4000h, 10mm 5000h und 13mm dann 6.000h
Also schaut einfach mal ins Datenblatt von den Kondensatoren...
Und glaubt nicht den Bullshit aus dem Angelsächsischen Raum...
Da wird dann pauschal auf einem Kondensatorenhersteller drauf geprügelt, weil irgendwer, irgendwo, irgendwie mal einen 8mm (oder kleiner) Kondensator mit 1.000h, vielleicht auch mal 2.000h Lebensdauer verbaut hat und der dann nach 3-4 Jahren dick wurde...
SRYSLY?! Ist das jetzt 'nen Wunder?!
Aber dafür den Hersteller des Kondensators verantwortlich zu machen, ist einfach mal völlig daneben...
Denn in der Regel ist der Hersteller vom Produkt schuld, sei es weil die Kondensatoren nicht passend gewählt wurden (wie hier beim E5, zu kleine, daher geringe Lebensdauer), sie unter schlechten Bedingungen betrieben werden (hohe Rippleströme, nur ein Kondensator pro Rail, hohe Temperaturen) und ähnliches...
Im Umkehrschluss muss ein Nippon Chemicon KZH statt eines KZE auch kein Vorteil sein...
Denn woher wissen wir, dass der KZH (10.000h Lebensdauer statt 5k) nicht schlicht weg nötig ist, da die Umgebung sehr warm ist?
Eben, genau das ist das Problem...
Und das macht die Bewertung von Kondensatoren ja auch so schwierig.
Nur weil irgendwo, irgendwie irgendwas ausgelaufen ist, heißt das nicht, dass der Kondensator und insbesondere der Hersteller davon dafür verantwortlich ist...
Ganz im Gegenteil!
Eine gute Schaltung braucht gar keine hochwertigen Kondensatoren!!
Gut, manchmal lässt es sich auch nicht vermeiden, dass man die Kondensatoren z.B. mit hohen Rippleströmen stresst, zum Beispiel bei DC-DC Wandlern. Aber dafür nutzt man dann ja auch Poylmerkondensatoren, die dafür besser geeignet sind...
Buttom Line:
Alles komplizierter als es scheint.
Das nur Japanische Kondensatoren sind gut gelaber ist Bullshit.
Auch andere Hersteller bauen gute Kondensatoren, sieht man aber nicht oft (bzw nur in OEM Ware z.B. dem 250W FSP Gold Teil, in dem man auch mal einen CapXon FH sehen kann).
Als Beispiel kann man hier ja mal die Dark Power Pro P8 und P9 rauskramen.
Die sind auch schon etwas älter.
Aber hat jemand von euch mal in den letzten Wochen was drüber gelesen?
Eben

Und da sind in der +12V Leitung Teapo SY (16V, 3300µF) verbaut, mit ordentlichem Durchmesser. Auch auch die OST Kondensatoren sind welche der besseren Sorte...