ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
bereits gestern:
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Weiter unten in den Kommentaren steht, dass Kiril (Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche) ein Schlüsselmitglied von Putins Mafia und selbst Milliardär sei.
Die russisch-orthodoxe Kirche ist alt, Putin hat einen erheblichen Teil der sowjetischen Enteignungen rückgängig gemacht, die Russen sind sehr gläubig und der Patriarch intern fast so mächtig wieder Papst. Ich glaube nicht, dass man bei Kyrill sinnvoll zwischen Privat- und Kirchenvermögen trennen kann, aber das vergoldete Ding in seiner Hand ist garantiert kein Bettelstab. Und die von Putin gegebenen Staatsgeschenke zahlt seit langem mit engster Loyalität zurück - normalerweise ist die Kirche aber von geringerer Bedeutung als Putins Unterstützer bei Militär, Medien, Mafia, Wirtschaft, Geheimdienst und Politik, weil sie durch ihre eigene Tradition wenig Handlungsspielraum hat. Das sie mittlerweile so betont wird, obwohl sie wenig mehr macht als Putins Morden den kirchlichen Segen zu geben, anstatt sie zu verurteilen, wirft die Frage auf, was mit Putins anderen Machtsäulen ist?
panzer mit flugabwehr, der aber auch am boden verheerend sein kann ist also nicht schlimm.
haubitze mit zig kilometer schussreichweite und verheerender wirkung ist okay.
harpoons, die im zweifelsfall ganze kriegsschiffe versenken können? goar keen problem.
ey, aber bitte keine kampfpanzer westlicher bauart, weil? die könnten sich bei eroberten modellen etwas abschauen? (bei den vorher aufgezählten systemen nicht?) ganz ehrlich, das wird alles immer undurchsichtiger.
Ich habe es schon bei der Ankündigung des Gepard-Deals gesagt und bleibe erstmal dabei:
Der Westen liefert alles, was später nicht als rauchendes Wrack in die russischen Nachrichten kommt. Tragbare Waffen? Kleinkram kann man nicht propagandistisch ausschlachten. Raketen? Kommen als zerfetzes Alu an. Geschütze und Flugabwehr? Bleibt in zweiter Reihe und kann sich normalerweise zurückziehen, wenn man aufpasst. Aber Kampf- und Schützenpanzer, Hubrschrauber und Flugzeuge: Das ist der Kram, der nach verlorenen Schlachten rumliegt. Da soll nur Zeug stehen, dass für Laien wie russische oder Ukraine-eigene Hardware aussieht.
Hat neben der medialen ggf. auch eine keine militärische Wirkung: So oft, wie die Russen in diesem Krieg auf kaltem Fuß überrascht wurden, kann ihre Aufklärung nicht all zu toll sein. Vermutlich können sie also nur schlecht zwischen original ukrainischem und zugeliefertem Ex-Sowjetmaterial unterscheiden und somit schlecht abschätzen, wieviel des ursprünglichen Bestandes schon ersetzt werden musste.
Die Russen fliegen sogar richtig Luftangriffe und verwenden den TOS Werfer, als Laie würde ich behaupten, es ist keine gutes Zeichen, wenn der mit seiner kurzen Reichweite einfach meine Position treffen kann.
Der TOS-1A wird eher auf größere Entfernungen als Kampfpanzer eingesetzt und wurde explizit gebaut, um deren Schutzniveau zu bieten, also ähnlich nah an die gegnerische Front ranzugehen. Bei verhärteten Fronten ist also rein von der Reichweite her eine sehr naheliegende Waffe und Russlands Eroberung von Luhansk steht seit drei Monaten fix auf ~85%.
Die schlechte Nachricht ist nicht, dass die Russen auf kurze Entfernung feuern, sondern was sie damit bezwecken: Der TOS-1A ist weder für Präzisionsangriffe noch gegen gehärtete Ziele gedacht ist, sondern dafür großflächig alles zu töten, was nicht geflohen ist. Leider ist das eine sehr vorhersehbare Nachricht und ich hoffe einfach mal, dass die Ukrainer einen Teil ihrer Unterstände entlang der alten Demarkationslinie druckertüchtigen konnten.
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hm, wenn dem so ist, dann schei**. immerhin könnten sie ao aber "nur" schiffe mit vergleichsweise geringer größe und tiefgang relativ frei bewegen.
Länge und Breite dürften überhaupt kein Problem sein. Höhe = Brücken schon eher, aber wenn es hart auf hart kommt, würde ich erwarten, dass Russland die einfach abbaut. Tiefgang kann durch zusätzliche Pontons und ggf. Teildemontagen deutlich verringern, notfalls schweißt man eine Trägerschiff zusammen, dass die eigentliche Last Huckepack nimmt und seinen Auftrieb auf viel größerer Fläche verteilt. Mit ähnlichen Methoden (und ein paar Schwerlasttransportern) haben die Nazis drei U-Boote ins Schwarze Meer verfrachtet, obwohl damals weder der Oberlauf des Mains noch der Donau für große Pötte ausgebaut waren und es keinen Kanal dazwischen gab.
Aber: Das alles kostet Zeit. Und es kostet auch Zeit in Gegenrichtung. Von daher will das seitens Russland wohl überlegt sein, da auch die Nordmeerflotte nicht gerade an Überkapazitäten leidet und wenn man nach einem Monat Transfer feststellt, dass große Schiffe im Schwarzen Meer mangels Seekrieg auch nichts nützen, aber die NATO Manöver in der Barentsee abhalten will, dann wäre das doch ärgerlich.
Ich persönlich sehe weiterhin keinen Sinn in so einer Badewannenmarine. Nicht umsonst sind die Landungsboote um Snake Island die bislang wichtigsten Marine-Einheiten in dem Krieg. Um die Handelssschiffe zu stoppen reicht etwas Kleinkram, der sich in den Weg stellt, und Marineflieger, die notfalls ein Exzempel statuieren. Marschflugkörper gegen Landziele kann man mit Tu-95 leichter starten. Da braucht man keine Hochseeinheiten zu verlegen und auch nicht zu riskieren, dass die Ukrainer wieder Tiefseeinheiten draus machen.
Lavrov hat auch schon wieder gewarnt, wenn Waffensysteme geliefert werden, die russischen Boden treffen, dann würde das zu weiteren Eskaltaionen führen. Erpressen und drohen, das können sie sehr gut.
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Soll er doch erstmal sagen, was weitere Eskalationen sein sollten. Zuletzt war das einzige, womit Putin noch drohen konnte, der nukleare Holocaust.
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