Richtig, gibt aber auch eine Atomdoktrin die man dabei beachten sollte, wobei es klar ist, das die Ukraine, ohne Unterstützung der Nato, nicht in der Lage wäre diese Aktionen durchzuführen.
Womit die Russen auch denken könnten, das man ihre Abwehrfähigkeiten bewusst untergraben wollte.
War auch nicht der einzige derartige Angriff.
Woher nimmst Du die Behauptung, dass die NATO wesentliche Unterstützung bei dem Angriff auf die Radaranlage geleistet hat?
Meinst Du, dass die Ukraine nicht über geeignete Aufklärungsmittel bzw. Informationen bzgl. Identifikation von Angriffszielen in Russland verfügt, so dass dies stets aus NATO (?) Quellen kommen müsste, oder wird das nur ein Nachplappern der plumpen Formel, dass die NATO schon längst Kriegspartei sei und die Strippen im Hintergrund zieht ("Ukraine ist nur die Speerspitze der NATO")
Im Übrigen: Die NATO selber hat keine eigenen Aufklärungssatelliten o.ä., darüber verfügen die Mitgliedsstaaten der NATO.
Und warum muss man auf die Atomdoktrin Russlands besondere Rücksicht nehmen?
Russland kann für sich gerne alles Mögliche festlegen, oder in irgendwelche Strategy Papers schreiben.
Auch Russland wird im Einzelfall stets sehr genau abwägen müssen, mit welchen Mitteln man auf bestimmte Vorfälle reagiert, ungeachtet einer zuvor festgelegten Dokrin.
Und auf die Zerstörung eines Langstreckenradars wird der Kreml sicherlich nicht mit dem Einsatz von Atomwaffen reagieren.
Der Kreml weiß - scheinbar im Gegensatz zum indoktrinierten russischen Volk- selber ganz genau, dass seitens der NATO bzw. seiner Mitgliedsstaaten, weder ein konventioneller Angriff, noch gar ein Atomschlag droht.
Ich verstehe diese permanente nukleare Angstmache nicht. Verfängt das bei dir so stark?
Warum sollte man eigentlich im Allgemeinen auf Russlands Befindlichkeiten mehr Rücksicht nehmen, als Russland dies umgekehrt tut?
Ich schreibe immer wieder das Geländegewinn keine Kategorie für Erfolg ist und dabei bleibe ich.
Du schreibst allen (un)möglichen Unsinn hier. Das ist kein Maßstab.
Erfolg ist relativ und hängt vor allem davon ab, was man sich zuvor als Ziel gesteckt hat.
Selbstverständlich können Geländegewinne, neben weiteren möglichen Parametern, eine Kenngröße für die Messung eines operativen Erfolges sein!
Erst recht, wenn, wie im vorliegenden Fall, doch ganz klar territoriale Operationsziele ausgegeben wurden.
Aus genau diesem Umstand heraus wird die ukrainische Gegenoffensive aus dem vergangenen Jahr doch allgemein auch als Mißerfolg gewertet.
Und gemessen an den uns zugänglichen Informationen, ist der Vorstoss der Russen im Nordosten von Charkow bisher deutlich hinter den Erwartungen des Kremls zurück geblieben.
Wowtschansk sollte wohl bereits nach 3 Tagen in russischer Hand sein.
Die Russen haben die Ukraine anscheinend wieder ein Stück weit unterschätzt.
Generell scheint die Aufklärung der Russen (siehe zuletzt Baumarkt-Attacke vom Wochenende) nach wie vor sehr fehlerbehaftet zu sein.
Das zieht sich wie ein roter Faden seit Beginn des Angriffskrieges bis heute durch den Krieg.
Aktuell wäre es nun für die Ukraine besonders wichtig, das Aufmarschgebiet russischer Truppen schon auf russischer Seite mit westlichen Waffen vehement zu attackieren und die Logistik bzw. Infrastruktur im russischen Hinterland empfindlich zu stören.
Damit nähme man dem aktuellen Vorstoss entscheidend Wind aus den Segeln und hilft den Russen dabei, sich in gesunder Distanz von fremden Territorium aufzuhalten.
Russland kann das selber offenkundig nicht wirklich.
Es hat manchmal den Anschein, als müsste die Ukraine mit einer Hand auf dem Rücken kämpfen, während Russland sich quasi alles erlauben kann.
Update:
Es tut sich wohl langsam etwas.
Schweden gesellt sich zu Finnland und wohl auch Großbritannien, wenn es "erlaubt" die jeweils gelieferten Waffen auch in Russland einzusetzen.
Der Ukraine-Krieg könnte sich nochmal verschärfen. Ein NATO-Land kündigte an, der Ukraine zu erlauben, ihre Waffen in Russland einzusetzen.
www.derwesten.de
Sind ja nicht alle so ängstlich wie Scholzomat.
Was will Russland denn auch tun? Eskalieren? Wie denn, ohne den dritten Weltkrieg vom Zaun zu brechen?
Meines Erachtens braucht Putin eine klare Antwort der Stärke - am liebsten durch den geschlossenen Westen, mindestens aber durch die Keyplayer USA, GB, FR und DE.
Begleitet von der Message, dass die Freigabe erfolgt, weil Russland in der Ukraine barbarisch zivile Ziele und Infrastruktur angreift. Dann hätte man auch einen kausalen Zusammenhang. Als aktuellen Aufhänger kann durchaus der Angriff auf den Baumarkt in Charkow genutzt werden.
Russland wird zwar wieder krakeelen, Drohungen ausstoßen und auf den Boden stampfen, aber außer in der Ukraine als Vergeltung wild auf zivile Ziele zu ballern (was es ohnehin regelmäßig tut), wird es rational gesehen nicht viel machen können.