Aktuelle Entwicklungen in der Ukraine

So weit, dass diese aussichtslos ist täte ich nicht zwingend sagen.
Aber es scheint, dass Russland derzeit nicht so vorran kommt wie man es sich vermutlich dachte.

Ich denke mal, die Vorstoß-Geschwindigkeit war unerheblich für Russlands Handeln. Nachdem die US-Lieferungen freigegeben wurden, waren gute Chancen für eine Sommeroffensive schlichtweg ausgeschlossen, also hat man losgeschlagen mit allem was ging. Sicherlich wäre man gerne auf Artillerieentfernung an Charkiw rangekommen, aber jeder km² Gewinn jetzt war ein Gewinn, der später weitaus schwieriger zu erzielen gewesen wäre. Und gewonnen hat man eindeutig, während die Aufrüstung der Ukraine weiterhin kein Niveau erreicht, bei dem erfolgreiche Rückeroberungen zu erwarten sind.


Sicher? Es überwacht den Luftraum. Im Gegensatz zu ziviler Infrastruktur, welche Russland in diesem Krieg regelmäßig angreift, ein militärisches Ziel. Nun wird es sicher auch nicht so sein, dass dieses Radar die einzige Möglichkeit darstellt um einen feindlichen Atomschlag zu erkennen.

Gerade für die Aufgabe dürfte es sogar reichlich unerheblich sein. ICBM-Starts überwacht man schon sehr lange sehr viel effektiver aus dem Orbit. Boden-Frühwarnradare sind in der Rolle nur noch ein Notfallback-Up für den Fall, dass der Feind die Satelliten ausschaltet. Aktiv relevant sind sie für die Erkennung von Angriffen mit Flugzeugen, Marschflugkörpern, Kurz- und Mittelstreckenraketen - also gegen das komplette konventionale Kriegsarsenal.

Selbst in dem Kontext wäre die Stellung von Armavir aber eine der weniger wichtigen gegen die NATO gewesen sein. Zum Schutz des russischen Kernlands gegen Angriffe aus EU oder USA gibt es solche Anlagen in Königsberg, in der Nähe von Sankt Petersburg und am weißen Meer. Die Stellung im Kaukasus deckt die Südflanke ab und vor Iran, Irak und Syrien muss sich Putin aktuell wohl weniger fürchten, mit Erdogan ist er auch dicke. Das einzige, was es in dem Bereich zu überwachen gibt, ist also die ukrainische Luftwaffe. Und dass die Ukraine da was dagegen haben, ist wohl ein vollkommen legitimes Defensivinteresse.
 
Gerade für die Aufgabe dürfte es sogar reichlich unerheblich sein.
"Die Radarstation Armavir (russisch: Радиолокационная станция (РЛС) в Армавире ) ist eine Frühwarnradarstation in der Nähe von Armavir in der Region Krasnodar in Russland . Sie ist ein wichtiger Teil des russischen Frühwarnsystems gegen Raketenangriffe und wird von den russischen Weltraumstreitkräften betrieben . Es gibt hier zwei Radare – eines ist nach Südwesten und eines nach Südosten ausgerichtet. Sie bieten eine Radarabdeckung des Nahen Ostens ."
https://en.wikipedia.org/wiki/Armavir_Radar_Station#References"

"Trümmer rund um eines der beiden Radargebäude des Typs Woronesch-DM . Dabei handelt es sich um Ultrahochfrequenzradare (UHF) mit Überhorizont-Auflösung, die Teil des russischen Frühwarnsystems für ballistische Atomraketen sind."

" Diese Radare sind in erster Linie dafür ausgelegt, den Start ballistischer Raketen aus viel größerer Entfernung zu erkennen."

Besonders gefährlich wird es durch diesen Passus

„Zu den Bedingungen, die die Möglichkeit eines Einsatzes von Atomwaffen durch die Russische Föderation festlegen“, gehört jeder „Angriff eines Gegners auf wichtige Regierungs- oder Militärstandorte der Russischen Föderation, dessen Störung die Reaktionsmaßnahmen der nuklearen Streitkräfte beeinträchtigen würde“, heißt es in den Grundprinzipien der staatlichen Politik der Russischen Föderation zur nuklearen Abschreckung, die der Kreml vor zwei Jahren veröffentlichte ."

der Autor meint

"Wie dem auch sei, die Ereignisse in Armawir werden erhebliche Auswirkungen haben und könnten ein Hinweis darauf sein, dass die Auswirkungen des Krieges innerhalb der Ukraine neue, besorgniserregende Formen annehmen."

Dem würde ich mich anschließen.
 
Dem würde ich mich anschließen.

Och Gottchen, die verbrecherischen Russen die einen imperialistischen Angriffskrieg in der Ukraine gestartet haben, um das Land zu annektieren und alles ukrainische auszulöschen erleiden Schäden an ihrer miltärischen Infrastruktur.
Mir kommen die Tränen!
Hätte man sich alles vorher überlegen können, bevor man einen verbrecherischen Angriffskrieg startet.
Wenn es nach mir geht und der natürlichen militärischen Logik sind ALLE militärischen Einrichtungen und milit. Infrastruktur der RU auf dem Gebiet der RU ein legitimes Ziel für die Ukraine, völlig egal mit "welchen" Waffen.
 
Dem würde ich mich anschließen.
Nun könnte man fast glauben Russland wäre jetzt blind gegenüber eines Angriffes mit ballistischen Atomwaffen. Dem ist allerdings nicht so. Gab es übrigens schon eine offizielle russische Äußerung dazu?
Russland hat einen verbrecherischen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg angefangen. Wer wie ein großer Krieg spielen möchte muss damit leben, dass militärische Einheiten und auch militärische Infrastruktur angegriffen wird. Russland kann eigentlich sehr froh darüber sein, dass die Ukraine nicht wie Russland gezielt zivile Ziele angreift.
Aber diese Anlage scheint offensichtlich auch nicht so wichtig für die russischen Weltraum Truppen. Ich meine mich erinnern zu können irgendwo gelesen zu haben, dass Russland jede Menge topmoderne Flugabwehrwaffen insbesondere modernste Flugabwehrraketen besitzt.
Nun bin ich geneigt zu behaupten, dass dieses militärische Objekt kaum Relevanz hat. Anders ist für mich nicht nachvollziehbar dass es dort offensichtlich keine Abwehrmaßnahmen gibt. Sicher ist diese Anlage nicht Grenznah. Allerdings hätte man, wenn die Anlage tatsächlich so wichtig ist diese schützen müssen. Das die Ukraine mittlerweile in der Lage ist auch tief im Kernland anzugreifen sollte sich durchaus raumgesprochen haben.
Es ist ein legitimes militärisches Ziel. Für die Beschädigungen oder Zerstörung derselben trägt allein Russland die Verantwortung.
Das scheint Russland übrigens überaus bewusst, ansonsten hätten sie aufgrund ihrer aufgestellten Doktrin schon gehandelt haben. Was wenn sich schon in einem Krieg befindet mit der Nation eigentlich hinfällig ist. Tut sie dieses nicht so wird sie unglaubwürdig, was sie in meinen Augen eh schon ist, bzw gibt zu, dass diese Einrichtung nicht unter diese Doktrin fällt und somit den Nachweis erbringt das dieses Radar nicht wirklich wichtig ist.

Trennung

Offensichtlich gibt es Zweifel, ob die russischen Streitkräfte überhaupt die ATACMS abschießen können. Eigentlich kaum zu glauben.


F-16 vermeintlich erst im August Einsatzbereit. Vorher scheinen die Piloten noch nicht ausgebildet.



Ukraine erwartet Offensive bei Sumy.

 
Ukraine erwartet Offensive bei Sumy.
Hier muss ich aber auch mal Kritik "ablassen"
Ich hoffe das diesmal nichts schief geht und a) Einheiten vor Ort sind, die wissen was zu tun ist und b) entsprechend ausgerüstet sind.

Ich weiss nicht, ob nur mir das aufgefallen ist, auf Twitter habe ich jedenfalls nichts gelesen, aber mir sind in den letzten 2-3 Monaten zu viele Fehler auf ukrainischer Seite passiert.
Ich will auch nicht voreilige Schlüsse ziehen und gleich nach Verantwortlichen suchen, aber unter Saluschnyj war man sehr "verwöhnt" und solche Dinge sind nicht passiert.
Ich weiss nicht wie viel Anteil Syrsky an den Patzern hatte, aber sicher ist, es lag nicht alleine an mangelnden Waffen und Munition. Die Nachschubsituation hat sicherlich auch eine Rolle gespielt, aber es wurden doch schwere Fehler auf ukrainischer Seite begangen, die es unter Saluschnyj so jedenfalls nach meiner Beobachtung nicht gab.
Vielleicht bin ich aber auch zu kritisch, weil ich kann das auch nur aus der Ferne beabachten, ohne genaueres Wissen.
 
Es ist ein legitimes militärisches Ziel.

Richtig, gibt aber auch eine Atomdoktrin die man dabei beachten sollte, wobei es klar ist, das die Ukraine, ohne Unterstützung der Nato, nicht in der Lage wäre diese Aktionen durchzuführen.
Womit die Russen auch denken könnten, das man ihre Abwehrfähigkeiten bewusst untergraben wollte.
War auch nicht der einzige derartige Angriff.

Eigentlich kaum zu glauben

Warum? Keiner schießt 100% ab und welche Anzahl an Raketen und Drohnen eingesetzt werden, wird " Merkur" nicht schreiben können.
Drohnen, sind teilweise sogar schwerer auszuschalten und darum handelte es sich bei dem Frühwarnradar.

Ukraine erwartet Offensive bei Sumy.

Oder vielleicht auch woanders. Die Russen haben die Inititive, während die Ukraine nur reagieren kann und ihre Einheiten hin und her schiebt.
Das ist ein beträchtlicher Nachteil, der Truppen und Ressourcen bindet.

die es unter Saluschnyj so jedenfalls nach meiner Beobachtung nicht gab.

Er wollte Leben sparen und Gebiete für Leben abgeben. Syrski ist ein Treuer Paladin, der um jede Hütte ringt.
Im Prinzip hat er jede Schlacht angenommen und verloren. Er war übrigens schon bei Debalzevo in Verantwortung.
Deshalb sein Spitznahme "General 200".
Einziger Erfolg war Charkiw.
Was "kostete" zB die versuchte Rückeroberung von Bakhmut und was erreichte er ?
Krynki im Winter ?
Kritik gibt es offensichtlich auch bei der russischen Armee.
Der ISW, welcher hier ja gerne zitiert wird, übt zur Charkiw Offensiv Kritik und bewertet diese als Fehlschlag.


Die Karten des ISW sind ziemlich genau.

Inwiefern sollte sie gescheitert sein? Herr Wanner von Welt TV berichtet eben von 50k Trupoen, welche dorthin gebracht wurden und woanders fehlen, wie auch Munition und Ausrüstung.
Inzwischen greifen die Russen an anderen Orten an.
Ich schreibe immer wieder das Geländegewinn keine Kategorie für Erfolg ist und dabei bleibe ich.
 
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Er wollte Leben sparen und Gebiete für Leben abgeben. Syrski ist ein Treuer Paladin, der um jede Hütte ringt.
Im Prinzip hat er jede Schlacht angenommen und verloren. Er war übrigens schon bei Debalzevo in Verantwortung.
Deshalb sein Spitznahme "General 200".
Einziger Erfolg war Charkiw.
Was "kostete" zB die versuchte Rückeroberung von Bakhmut und was erreichte er ?
Krynki im Winter ?
Ja ist klar, wir wissen alle in welcher Bubble du lebst, aber du kennst sicherlich nicht Saluschnyjs Lagebild, sondern nur das was spekuliert wird!
Deine Behauptung ist schon deshlab Schwachsinn/Unsinn, weil Saluschnyj in Verantwortung war, bei der Verteidigung Mariopols, Lyssytschansk, Bachmut etc. und er auch die Gegenangriffe befohlen und als Oberkommdierender verantwortet hat.
Ich schreibe immer wieder das Geländegewinn keine Kategorie für Erfolg ist und dabei bleibe ich.
Das wissen wir, deine Kategorie des Erfolges sind wohl eher zerstörte zivile Infrastruktur in Form von Kraftwerken, Schulen, Krankenhäusern und auch Baumärkten, sowie getötete Zivilisten!
 
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Ja ist klar, wir wissen alle in welcher Bubble du lebst, aber du kennst sicherlich nicht Saluschnyjs Lagebild, sondern nur das was spekuliert wird!
Deine Behauptung ist schon deshlab Schwachsinn/Unsinn, weil Saluschnyj in Verantwortung war, bei der Verteidigung Mariopols, Lyssytschansk, Bachmut etc. und er auch die Gegenangriffe befohlen und als Oberkommdierender verantwortet hat.


Es gibt genug Infos über den Konflikt zwischen Selensky und Zaluzhny, was am Ende zur Entlassung führte.

Schaue dir mal an wo die Russen bei Charkiw angreifen.Sieht es dort nach einer " günstigen Ausgangssituation aus?
Um von Wovotschansk nach Charkiv zu kommen, müssen sie über den Donezkfluss.
Für die Ukrainer ist es aber ungünstig sie zu vertreiben, weil sie entweder alles über den Donezk bringen müssen und ihre Logistik nach Kupjansk gestört wird.
Lipsi ist rechts vom Stausee abgedeckt und Aufnahmrn zeigen das sich die Russen erst einmal eingraben.
 
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Richtig, gibt aber auch eine Atomdoktrin die man dabei beachten sollte, wobei es klar ist, das die Ukraine, ohne Unterstützung der Nato, nicht in der Lage wäre diese Aktionen durchzuführen.
Womit die Russen auch denken könnten, das man ihre Abwehrfähigkeiten bewusst untergraben wollte.
War auch nicht der einzige derartige Angriff.
Woher nimmst Du die Behauptung, dass die NATO wesentliche Unterstützung bei dem Angriff auf die Radaranlage geleistet hat?

Meinst Du, dass die Ukraine nicht über geeignete Aufklärungsmittel bzw. Informationen bzgl. Identifikation von Angriffszielen in Russland verfügt, so dass dies stets aus NATO (?) Quellen kommen müsste, oder wird das nur ein Nachplappern der plumpen Formel, dass die NATO schon längst Kriegspartei sei und die Strippen im Hintergrund zieht ("Ukraine ist nur die Speerspitze der NATO")
Im Übrigen: Die NATO selber hat keine eigenen Aufklärungssatelliten o.ä., darüber verfügen die Mitgliedsstaaten der NATO.

Und warum muss man auf die Atomdoktrin Russlands besondere Rücksicht nehmen?

Russland kann für sich gerne alles Mögliche festlegen, oder in irgendwelche Strategy Papers schreiben.
Auch Russland wird im Einzelfall stets sehr genau abwägen müssen, mit welchen Mitteln man auf bestimmte Vorfälle reagiert, ungeachtet einer zuvor festgelegten Dokrin.
Und auf die Zerstörung eines Langstreckenradars wird der Kreml sicherlich nicht mit dem Einsatz von Atomwaffen reagieren.
Der Kreml weiß - scheinbar im Gegensatz zum indoktrinierten russischen Volk- selber ganz genau, dass seitens der NATO bzw. seiner Mitgliedsstaaten, weder ein konventioneller Angriff, noch gar ein Atomschlag droht.

Ich verstehe diese permanente nukleare Angstmache nicht. Verfängt das bei dir so stark?

Warum sollte man eigentlich im Allgemeinen auf Russlands Befindlichkeiten mehr Rücksicht nehmen, als Russland dies umgekehrt tut?

Ich schreibe immer wieder das Geländegewinn keine Kategorie für Erfolg ist und dabei bleibe ich.
Du schreibst allen (un)möglichen Unsinn hier. Das ist kein Maßstab.

Erfolg ist relativ und hängt vor allem davon ab, was man sich zuvor als Ziel gesteckt hat.

Selbstverständlich können Geländegewinne, neben weiteren möglichen Parametern, eine Kenngröße für die Messung eines operativen Erfolges sein!
Erst recht, wenn, wie im vorliegenden Fall, doch ganz klar territoriale Operationsziele ausgegeben wurden.
Aus genau diesem Umstand heraus wird die ukrainische Gegenoffensive aus dem vergangenen Jahr doch allgemein auch als Mißerfolg gewertet.

Und gemessen an den uns zugänglichen Informationen, ist der Vorstoss der Russen im Nordosten von Charkow bisher deutlich hinter den Erwartungen des Kremls zurück geblieben.
Wowtschansk sollte wohl bereits nach 3 Tagen in russischer Hand sein.

Die Russen haben die Ukraine anscheinend wieder ein Stück weit unterschätzt.
Generell scheint die Aufklärung der Russen (siehe zuletzt Baumarkt-Attacke vom Wochenende) nach wie vor sehr fehlerbehaftet zu sein.
Das zieht sich wie ein roter Faden seit Beginn des Angriffskrieges bis heute durch den Krieg.

Aktuell wäre es nun für die Ukraine besonders wichtig, das Aufmarschgebiet russischer Truppen schon auf russischer Seite mit westlichen Waffen vehement zu attackieren und die Logistik bzw. Infrastruktur im russischen Hinterland empfindlich zu stören.
Damit nähme man dem aktuellen Vorstoss entscheidend Wind aus den Segeln und hilft den Russen dabei, sich in gesunder Distanz von fremden Territorium aufzuhalten.
Russland kann das selber offenkundig nicht wirklich.

Es hat manchmal den Anschein, als müsste die Ukraine mit einer Hand auf dem Rücken kämpfen, während Russland sich quasi alles erlauben kann.

Update:
Es tut sich wohl langsam etwas.
Schweden gesellt sich zu Finnland und wohl auch Großbritannien, wenn es "erlaubt" die jeweils gelieferten Waffen auch in Russland einzusetzen.
Sind ja nicht alle so ängstlich wie Scholzomat.

Was will Russland denn auch tun? Eskalieren? Wie denn, ohne den dritten Weltkrieg vom Zaun zu brechen?
Meines Erachtens braucht Putin eine klare Antwort der Stärke - am liebsten durch den geschlossenen Westen, mindestens aber durch die Keyplayer USA, GB, FR und DE.
Begleitet von der Message, dass die Freigabe erfolgt, weil Russland in der Ukraine barbarisch zivile Ziele und Infrastruktur angreift. Dann hätte man auch einen kausalen Zusammenhang. Als aktuellen Aufhänger kann durchaus der Angriff auf den Baumarkt in Charkow genutzt werden.

Russland wird zwar wieder krakeelen, Drohungen ausstoßen und auf den Boden stampfen, aber außer in der Ukraine als Vergeltung wild auf zivile Ziele zu ballern (was es ohnehin regelmäßig tut), wird es rational gesehen nicht viel machen können.
 
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Schaue dir mal an wo die Russen bei Charkiw angreifen.Sieht es dort nach einer " günstigen Ausgangssituation aus?
Um von Wovotschansk nach Charkiv zu kommen, müssen sie über den Donezkfluss.
Für die Ukrainer ist es aber ungünstig sie zu vertreiben, weil sie entweder alles über den Donezk bringen müssen und ihre Logistik nach Kupjansk gestört wird.
Lipsi ist rechts vom Stausee abgedeckt und Aufnahmrn zeigen das sich die Russen erst einmal eingraben.
Wer sagt denn das die RU Angriffe wirklich auf Charkiw zielen?
Vielleicht um in Ari Reichweite zu kommen, um noch mehr Terror zu verbreiten.

Der Kampf um Woltschansk in seiner Heftigkeit ist ausschließlich der Bahnlinie Belgorod-Kupjansk geschuldet und das ist auch das eigentliche Ziel der Russen, die strategisch wichtigste Stadt in der Ostukraine und Knotenpunkt von 2 Eisenbahnlinien, die man unbedingt braucht und wieder für den russischen Nachschub und Logistik in Gebrauch nehmen will/muss. Die Angriffe dienen nichts anderem, als eine "zweite Front" Richtung Kupjansk zu etablieren., entlang der Eisenbahnlinie. Wahrscheinlich geht es von der Logistik gar nict anders.
 
Wer sagt denn das die RU Angriffe wirklich auf Charkiw zielen?
Vielleicht um in Ari Reichweite zu kommen, um noch mehr Terror zu verbreiten.

Der Kampf um Woltschansk in seiner Heftigkeit ist ausschließlich der Bahnlinie Belgorod-Kupjansk geschuldet und das ist auch das eigentliche Ziel der Russen, die strategisch wichtigste Stadt in der Ostukraine und Knotenpunkt von 2 Eisenbahnlinien, die man unbedingt braucht und wieder für den russischen Nachschub und Logistik in Gebrauch nehmen will/muss. Die Angriffe dienen nichts anderem, als eine "zweite Front" Richtung Kupjansk zu etablieren., entlang der Eisenbahnlinie. Wahrscheinlich geht es von der Logistik gar nict anders.
Für eine ernsthaft beabsichtigte Einnahme Charkow sind Russlands militärische Kapazitäten laut sämtlichen Quellen grundsätzlich als unzureichend einzuschätzen.

Da es ein zumindest lokales Übergewicht des Angreifers für einen Zangenangriff bzw. die bisher von Russland praktizierte 3-Seiten Belagerung geben sollte, dürfte die notwendige personelle Stärke (inkl. taktischer Reserven) bei >100.000 Soldaten liegen, samt militärischem Großgerät.
Diese Größenordnung soll aber nicht als aktuell vorhandene Reserve für eine solche Großoperation zur Verfügung zu stehen, so dass dies dann zu Lasten der anderen Fronten in der Ostukraine geschehen müsste, mit entsprechenden Konsequenzen für die dortige Frontlinie.
Halte ich aus dieser Perspektive nicht für wahrscheinlich, aber auch nicht für ausgeschlossen.
Hier gibt es ja keine starren Automatismen und wer weiß mit welchen Informationen die Russen tatsächlich planen?!

Auch wenn ich an der Ernsthaftigkeit der Einnahme Charkows meine Zweifel habe, scheint man die Drohkulisse dennoch aufrecht halten zu wollen, immerhin werden auf der anderen Seite der Grenze, im Raum Sumy, von ukrainischer Seite aktuell russische Truppenansammlungen gemeldet, die nichts Gutes verheißen.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Russland weiterhin der Überzeugung ist, die ukrainischen Kräfte durch Ausweitung der Kontaktlinie zersplittern und überdehnen zu können.
Besonders bevor die westlichen Waffenlieferungen zur vollen Entfaltung kommen können.

Das kann ich im Prinzip auch nachvollziehen, denn eines ist klar:
Bei all den Limitierungen und Schwierigkeiten die Russland am Ende hat, die Ukraine ist bis auf Weiteres noch limitierter, denn sie hat dauerhaft weniger militärisches Personal und weniger Equipment zur Verfügung als der Aggressor.

Darüber hinaus hat Russland den nicht zu unterschätzenden Vorteil, dass es auf seiner Seite der Grenze den Zeitpunkt und den Umfang weiterer Angriffe selber bestimmen kann und mangels Freigabe westlicher Waffen nahezu ungehindert auf- und abmarschieren kann.
 
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gibt aber auch eine Atomdoktrin die man dabei beachten sollte
Die französische Atom Doktrin beinhaltet die grundsätzliche Bereitschaft als Zeichen seiner Entschlossenheit zur Selbstverteidigung quasi jederzeit einen Atomschlag auf ein militärisches Ziel durchzuführen.
Sollte Russland also nicht sämtliche Drohungen Richtung EU und NATO einstellen damit Frankreich keinen Warnschuss abgibt?
 
Die französische Atom Doktrin beinhaltet die grundsätzliche Bereitschaft als Zeichen seiner Entschlossenheit zur Selbstverteidigung quasi jederzeit einen Atomschlag auf ein militärisches Ziel durchzuführen.
Sollte Russland also nicht sämtliche Drohungen Richtung EU und NATO einstellen damit Frankreich keinen Warnschuss abgibt?

Zu vermitteln, ab wann man mit einem Einsatz taktischer und strategischer Atomwaffen rechnen muss, sehe ich nicht unbedingt als Drohung.
Macht das nicht jedes Land?
Kubakrise stand die Welt kurz vor dem Abgrund, aber es wurde verhandelt und ein Kompromiss gefunden.
Das sehe ich heute irgendwie nicht.
Im Prinzip wird jede rote Linie, schon vor dem Krieg, ignoriert. Wenn ein Bekloppter im Kremrl sitzen würde, hätten wir schon den Weltkrieg.

Ich denke nur das es irgendie nicht vermittelbar ist, Systeme anzugreifen, welche per Ansage, zu diesem Szenario führen können.
Was sollte ein Land tun, wenn versucht wird, nach und nach Fähigkeiten eines Frühwarnsystem auszuknipsen, es quasi blind und taub zu machen, also in gewisser Weise wehrlos?

Frankreich hat max ein U Boot mit 60 Raketen zur Verfügung und die Frage ist, ob dieses dazu kommt Raketen abzufeuern und ob Frankreich in der Lage ist einen Atomschlag zu überstehen.
Deshalb weiß ich nicht wie weit man ihn ernst nehmen sollte?

"Frankreich könne seine Atomwaffen einsetzen, „wenn seine lebenswichtigen Interessen bedroht sind [und] ich habe bereits gesagt, dass diese lebenswichtigen Interessen auch eine europäische Dimension haben“, sagte er. "

Ist das eine Drohung?
" Europäische Dimension " ist die Niederlage der Ukraine?
 
@FKY2000
Der massive Einsatz auf Woltschansk macht aber taktisch nur Sinn, wenn man an die Eisenbahn will.
Warum kämpft man der Art erbittert, um gerade mal eine Flanke im besten Falle abzuschirmen, auf der "falschen" Seite des Donez -> in Bezug auf einen militärischen Vorstosses auf Charkiw?
Woltschansk ist militärisch kein Sprungbrett auf Charkiw, sondern wenn dann Richtung Kupjansk an der Eisenbahnlinie entlang.
 
@FKY2000
Der massive Einsatz auf Woltschansk macht aber taktisch nur Sinn, wenn man an die Eisenbahn will.
Warum kämpft man der Art erbittert, um gerade mal eine Flanke im besten Falle abzuschirmen, auf der "falschen" Seite des Donez -> in Bezug auf einen militärischen Vorstosses auf Charkiw?
Woltschansk ist militärisch kein Sprungbrett auf Charkiw, sondern wenn dann Richtung Kupjansk an der Eisenbahnlinie entlang.

Was wäre wenn dies nur als weiterer " Druckpunkt" dient? Das macht dann Sinn.
Warum sonst mit geringeren Kräften, zB 14k gegen 40k, diesen Kampf führen, woanders in Sumy Truppen sammeln und in anderen Bereichen wie Kupjansk Region, Chasiv Yar usw angreifen ?
Gehe mal von dieser Sichtweise an die Situation heran. ( Svechin, Frunse).
 
Was wäre wenn dies nur als weiterer " Druckpunkt" dient? Das macht dann Sinn.
Warum sonst mit geringeren Kräften, zB 14k gegen 40k, diesen Kampf führen, woanders in Sumy Truppen sammeln und in anderen Bereichen wie Kupjansk Region, Chasiv Yar usw angreifen ?
Gehe mal von dieser Sichtweise an die Situation heran. ( Svechin, Frunse).
Das können sie logistisch nicht aufrechterhlten, das hat schon der März 2022 bewiesen unter wesentlich besseren Voraussetzungen auf russischer Seite, auch da hatte die Ukraine wesentlich weniger Soldten und Einheiten.
Man macht eigentlich, wenn man nicht sau blöd ist, den gleichen Fehler zweimal, schon gar nicht wenn die Ukraine demnächst 50 plus F-16 zur Erdkampfunterstützung hat.
Wenn sie so einen Unsinn ohne klaren oder klare Schwerpunkte durchziehen, werden sie scheitern.
Verzettelter Einsatz führt an keiner Stelle zum Erfolg, alte deutsche Generalstabsweisheit, die sich so gut wie immer Bewahrheitet hat.
 
@Tschetan:

Auf deine Postings wurden dir mehrere Rückfragen gestellt. Ich habe mir mal die Mühe gemacht und eine Hand voll davon rausgezogen:

Woher nimmst Du die Behauptung, dass die NATO wesentliche Unterstützung bei dem Angriff auf die Radaranlage geleistet hat?

Und warum muss man auf die Atomdoktrin Russlands besondere Rücksicht nehmen?

Warum sollte man eigentlich im Allgemeinen auf Russlands Befindlichkeiten mehr Rücksicht nehmen, als Russland dies umgekehrt tut?

Wer sagt denn das die RU Angriffe wirklich auf Charkiw zielen?

Ich würde gerne zu deinen Faktendarstellungen und Thesen und die resultierenden Nachfragen im Sinne eines geltenden Diskussionsinteresses - das wir hier wünschen - auch Antworten sehen wollen. Bist du bitte so nett und gehst auf diese ein? Danke. Das gilt übrigens auch für die zukünftige Diskussionsteilnahme.
 
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