AfD, Pegida und Co.

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Mich wundert eher das die etablierten Parteien weiterhin so viele Stimmen bekommen haben. Die aktuelle Flüchltingspolitik von Frau Merkel ist der Dolchstoß für unsere ohnehin schon absterbenden Sozialsysteme. Und diese waren es bisher die unseren Wohlstand und Frieden begründet haben. In den nächsten Jahrzehnten dürfen wir uns auf größere Armut, Kriminalität, eine schlechtere Krankenversorgung und all die anderen schönen Dinge einstellten, sofern man nicht bereits ordentlich Kohle zur Seite gelegt hat um dem privat für sich selber gegenzusteuern.

Und die AfD hat da aber auch genau gar keine Lösungen parat. :daumen:
 
Die AfD ist ja für die Abschaffung der GEZ-Gebühr.
Da freuen sich die Mitarbeiter im öffentlich-rechtlichen eben nicht so sehr. :ugly:

Das hat man heute wieder sehr deutlich gemerkt. Bis es an die Auszählung ging wurde Wahlkampf gegen die AfD gemacht. Nicht normal das ganze. :stupid:

Als Rheinland-Pfälzer bin ich aber weitgehend zufrieden mit dem Wahlausgang hier.

-Die CDU wurde wenigstens leicht abgestraft.
-Es wird sehr warscheinlich keine grosse Koalition geben.
-Die Linken sind deutlich an der 5% Hürde gescheitert.
-Die AfD sitzt mit einem nicht unerheblichen Stimmenanteil in der Opposition
 
Mich wundert eher das die etablierten Parteien weiterhin so viele Stimmen bekommen haben.

Stammwähler halt...
Trotz allem haben die etablierten Parteien eine massive Abwatsche bekommen, allen vorran die SPD.

Leider nur wird das nicht dazu führen das man mal über die Politik der letzten Jahrzehnte nachdenkt die zu solchen Ergebnissen geführt hat, sondern sucht man die Schuld mal wieder bei allen anderen (dem Bürger, der AfD, usw.)
Den wie hat Gabriel schon gesagt? "Es gibt keinen Grund denn eigenen Kurs in Frage zu stellen!"

Sieht man ja wohin diese Einstellung die SPD geführt hat und wenn die CDU das auch so handhabt wird sie ebenfalls irgendwann dort landen, außer Merkel bleibt noch 30 Jahre Kanzlerin, dann schützen vieleicht die ihr dankbaren Flüchtlinge noch etwas vor der Talfahrt, indem sie CDU wählen. :ugly:

Die Deutsche Politik muss endlich umdenken und mal wieder beweisen das sie nicht nur ein wirtschafts- und lobbyhöriger Haufen von Vetternwirtschaftern ist, dem die soziale Lage seiner Bürger im Land weitestgehend egal ist, solange man irgendwie koalieren kann und regieren kann und wenn nicht man wie ein Schimpanse mit Kot um sich wirft, auf alle die ja Schuld an der eigenen Unfähigkeit haben bessere Ergebnisse zu erzielen.

Momentan steuern wir, ohne dabei zu übertreiben, auf die schlimmste Vertrauenskrise, in die deutsche parlamentarische Demokratie, zu seit der Gründung der BRD!
Und ich sehe nicht wie die etablierten Parteien sich ernsthaft darum bemühen würden zu verhindern das diese Krise sich ausweitet und verschärft, im Gegenteil, man befeuert das Unglück noch fleißig.

*edit* Irgendwie fühl ich mich bei der Politik unserer Parteien immer an folgenden Singreim aus der DDR zurück erinnert:

"Die Partei, die Partei (SED), die hat immer Recht und ist das Ergebnis auch noch so schlecht!"

Genauso handeln unsere Parteien auch aktuell und wenn man noch so miese Ergebnisse einfährt, das liegt 100%ig nicht an der eigenen Position, weil die ist ja unumstößlich richtig. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Interessantes Wahlergebnis.
Trotz extremster Kampagnen gegen die AFD erwachen manche Wähler so langsam.
Jetzt müsste man nur noch die parlamentarische Demokratur abschaffen und eine direkte Demokratie nach dem Vorbild der Schweiz einführen.
 
Interessantes Wahlergebnis.
Trotz extremster Kampagnen gegen die AFD erwachen manche Wähler so langsam.
Jetzt müsste man nur noch die parlamentarische Demokratur abschaffen und eine direkte Demokratie nach dem Vorbild der Schweiz einführen.

Hoer blos auf, dann koennten manche Ergebnisse von Volksabstimmungen manche Politiker verunsichern.
 
Daran glaubst Du wirklich ?

:wow:

Woran glaubst du den? Daran das die Politik sozial alles richtig macht?

Man muss sich doch nur mal anschauen wohin die Politik der letzten Jahrzehnte gezielt hat, ganz besonders seit der Ära Schröder.
Man hat die Schere zwischen zwischen Arm und Reich drastisch erweitert, man hat Arbeitsmarkt Politik und Gesellschaftspolitik betrieben die zu lasten der sozial schwachen Menschen gingen, man hat staatlich geförderte Niedriglohnarbeit eingeführt (anders kann man es nicht mehr nennen wenn Menschen beim Staat, trotz Arbeit, aufstocken müssen um über die Runden zu kommen).
Man hat hat bei jeder größeren Gesetzgebung deutlich zu gunsten der Wirtschaft entschieden (Beispiel drastische Subventionierung energieintensiver Industrie auf Kosten der Bürger), man hat es bis heute geschaft zu vermeiden die brandgefährlichen Machenschaften im Bankensektor zu regulieren, usw. usf.

Die ganze Politik in Deutschland zielt nur noch weitestgehend in eine Richtung, auf die Wirtschaft und auf die Menschen die Geld und Vermögen haben das sie um jeden Preis vor einer gerechten sozialen Politik schützen wollen.
Hier wird Politik nur noch weitestgehend für eine Minderheit des Volkes gemacht und die breite Masse wird dafür auch noch zum Zahlknecht und Lastenträger verdonnert!

Gerechte Politik für alle Menschen im Land und nicht nur für eine Minderheit, ist es was Deutschland fehlt, davon bin ich überzeugt, ja.

Tja, ob das überhaupt noch möglich ist, ohne das es vorher einen kompletten Zusammenbruch gab?

Besser wäre es, außer es gefällt einem die Vorstellung was nach einem Zusammenbruch hier kommen könnte...
 
Und die AfD hat da aber auch genau gar keine Lösungen parat. :daumen:

Einer Partei, die noch nie an einer Regierung beteiligt war,ist ja kaum mangelnde Erfahrung vorzuwerfen. Hatten die Grünen zu Fischers Zeiten auch nicht, trotzdem sind sie in ihre Rolle reingewachsen, als es dann tatsächlich ans regieren ging.
Die AfD hat aber zum Thema Flüchltingspolitik eine Lösung die wesentlich vernünftiger ist als das was Frau Merkel abzieht. Erdogan hat seit Wochen glaub ich den besten Schlaf seines Lebens, träumt schon vom sofortigen EU-Beitritt, und Putin sitz jeden Abend vorm Kamin und lacht sich schlapp.
 
Die AfD hat zu so vielen Themen keinerlei Programm.

Diese Partei ist in meinen Augen nicht regierungsfähig, war bei den Piraten auch so, die hat irgendwann keiner mehr ernst genommen.;)
 
Baden-Wuerttemberg - ca. 7,7 Mio. Wahlberechtigte, tatsaechlich gewaehlt haben davon ca. 66% entspr. 5,13 Mio. Es gab ca. 770.000 AfD-Waehler. Auf einen AfD-Waehler kommen demnach ca. 10 Nicht-AfD-Waehler.

Rheinland-Pfalz - ca. 3,1 Mio. Wahlberechtigte, tatsaechlich gewaehlt haben davon ca. 70% entspr. ca. 2,17 Mio. Es gab ca. 271.250 AfD-Waehler. Auf einen AfD-Waehler kommen demnach ca. 10 Nicht-AfD-Waehler.

Sachsen-Anhalt - ca. 1,9 Mio. Wahlberechtigte, tatsaechlich gewaehlt haben davon ca. 65% entspr. ca. 1,23 Mio. Es gab ca. 308.750 AfD-Waehler. Auf einen AfD-Waehler kommen demnach ca. 5 Nicht-AfD-Waehler.

Bis zur Machtergreifung, aehm, zum Politikwechsel ist es wohl noch ein wenig hin ...
 
Wer von euch hat denn das AFD Parteiprogramm gelesen ? Wird in Sachsen echt noch spannend, ich bezweifle, dass da in den nächsten Jahren viel von der AfD kommen wird.

@JePe Genau.

Auch wäre es ganz gut wenn AfD Sympathisanten Worte wie "erwachen", "ergreifen", und "Dolchstoß" weniger inflationär verwenden würden, wenn man nicht in die Ecke "Nazi" gehören möchte...
 
Die direkte Demokratie wäre doch kein Heilsbringer. Glaubt ihr diesen Unsinn wirklich? Oder wollt ihr nicht verstehen, dass jedes politische System Vor- und Nachteile hat?
 
Wer von euch hat denn das AFD Parteiprogramm gelesen ?

Die AfD hat kein Parteiprogramm. Anlaesslich der Bundestagswahl 2013 hatte sie ein Wahlprogramm verabschiedet und ausserdem ein Parteiprogramm in Aussicht gestellt, dass es bis heute nicht gibt. Aktuell wird der April als Stichtag gehandelt; vermutlich wollte man den heutigen Tag abwarten und analysieren, welche Buzzwords beim Stimmvieh besonders gut verfangen. Eine Sneak Preview gibt es hier.
 
Einer Partei, die noch nie an einer Regierung beteiligt war,ist ja kaum mangelnde Erfahrung vorzuwerfen. Hatten die Grünen zu Fischers Zeiten auch nicht, trotzdem sind sie in ihre Rolle reingewachsen, als es dann tatsächlich ans regieren ging.
Die AfD hat aber zum Thema Flüchltingspolitik eine Lösung die wesentlich vernünftiger ist als das was Frau Merkel abzieht. Erdogan hat seit Wochen glaub ich den besten Schlaf seines Lebens, träumt schon vom sofortigen EU-Beitritt, und Putin sitz jeden Abend vorm Kamin und lacht sich schlapp.
Warte kurz, die AfD ist dafür, in Staaten außerhalb der EU-Außengrenzen Standorte zu errichten, von denen aus Flüchtlinge überprüft werden usw, demnach müsste die Partei doch für Merkels vorgehen sein^^

Wer von euch hat denn das AFD Parteiprogramm gelesen ? Wird in Sachsen echt noch spannend, ich bezweifle, dass da in den nächsten Jahren viel von der AfD kommen wird.
Ich habs durchgelesen und beim Bildungsteil kann man sich wirklich nur an den Kopf fassen.
Einerseits wegen dem Inhalt an sich, andererseits sprechen sie groß vom Bildungsideal nach Humbolt, und einen Absatz später widersprechen sie dem Bildungsideal nach Humbolt zu 100%. Das mag dem Protestwähler oder irgendeinem rechten Recken nicht auffallen, aber das ist ja eigentlich das traurige an den Wählern. Niemand liest sich ein Parteiprogramm durch, geschweige denn dass man kurz darüber nachdenkt.
Aber quer durch das ganze Parteiprogramm ziehen sich Widersprüche, irgendwelche populistischen Phrasen, blumige Formulierungen hinter denen kein Inhalt steckt oder generell einfach nur Unsinn.
 
Die direkte Demokratie wäre doch kein Heilsbringer. Glaubt ihr diesen Unsinn wirklich? Oder wollt ihr nicht verstehen, dass jedes politische System Vor- und Nachteile hat?

Richtig, es gibt Themen in die man sich einarbeiten muss und bei denen oft die populäre Meinung verklärt und ungenau ist. (Damit will ich nicht sagen, dass das aktuell unbedingt besser ist, da werden keine Experten sondern Interessenvertreter Einzelner an die Entscheidung geschickt).
Volksentscheide sind schwierig, da dann mit reiner Polemik Politik gemacht wird und Fakten und kühle Abwegung in der Masse untergehen werden. (Zu diesem Thema u.a Gustave LeBon: Psychologie der Massen)
 
Richtig, es gibt Themen in die man sich einarbeiten muss und bei denen oft die populäre Meinung verklärt und ungenau ist. (Damit will ich nicht sagen, dass das aktuell unbedingt besser ist, da werden keine Experten sondern Interessenvertreter Einzelner an die Entscheidung geschickt).
Volksentscheide sind schwierig, da dann mit reiner Polemik Politik gemacht wird und Fakten und kühle Abwegung in der Masse untergehen werden. (Zu diesem Thema u.a Gustave LeBon: Psychologie der Massen)
Wobei man sagen muss, dass es der derzeitigen Politik auch nicht an Polemik mangelt. :ugly:
Ich bin wirklich enttäuscht von der Politik in Deutschland. Sowohl von den (Alt)Parteien, die immer wieder die gleiche Leier von sich geben, als auch von den (potentiellen) Wählern, die auf Parteien wie die AfD reinfallen. Ein Trauerspiel für Deutschland.
 
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