AfD, Pegida und Co.

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Ich würde als Beamter auch keine linksextremen Gruppierungen (Antifa etc.) öffentlich auf meiner Facebookseite unterstützen das kann auch Folgen haben.

Und Pegida ist nicht "etwas konservativ". Da läuft jedes mal der komplette rechte Kader mit und die Gruppierung besteht aus unverhohlenen Islamhassern und Ausländerfeinden. Ich mag prinzipiell keine Art von Extremisten, aber die Rechten haben halt noch diesen Menschenhass und Rassenideologie fest in ihrer Denkart verhaftet. Die linken gingen mir in der Uni zwar oft genug auch auf die nerven, aber ich habe noch nicht gehört das sie sich für Übermenschen halten, kleine Kinder in der S-Bahn anpinkeln, und andere Menschen aufgrund ihrer Herkunft und Hautfarbe angreifen und beschimpfen.
 
Das ist das gleiche wie der Azubi der auf seinem FB Profil angegeben hat bei Porsche zu arbeiten und dann rechte Parolen dort schrieb und daraufhin fristlos gekündigt wurde. Facebook ist ne öffentliche Plattform und wenn du dort erkennbar als Mitarbeiter geschäftsschädigendes Verhalten an den Tag legst, gehst du halt Gefahr das dein Arbeitgeber Konsequenzen zieht. Und Lehrer haben nunmal eine besondere Vorbildfunktion, die sie auch in ihrer Person repräsentieren, steht auch in deren Vertrag.

Und wenn der Typ halt meint im öffentlichen Internet rechte Gruppierungen zu unterstützen, dann hält sich mein Mitleid in Grenzen. Immerhin ist der Arbeitgeber hier der Staat und man brauch sich nur mal sone Pegida Demonstration anschauen um zu sehen, was das größtenteils für Leute sind. Dazu spricht das für seine offensichtliche Blödheit, wenn man mit seinem Klarnamen nicht vorher mal nachdenkt wie man damit wirkt und was für Konsequenzen das haben kann.
Der Azubi hat aber auch öffentlich bei FB zu Straftaten aufgerufen.

Dieser Lehrer hat eine Gruppe geliket die bisher nicht verboten oder dergleichen ist.

Tut mir leid, aber das ist Gesinnungsstrafrecht, was man mit ihm durchzieht. Und wer sowas auch noch gut findet, offenbart, wessen Geistes Kind er ist.
 
Ich finds jetzt net dramatisch, auch wenn ich als Elternteil wahrscheinlich net sonderlich begeistert wäre das mein Kind von ner potentiell rechten Bazille unterrichtet wird. Aber so lange er im Unterricht keine dummen Bemerkungen macht wärs mir wohl egal.

Trotzdem muss einem als Erwachsener Mensch klar sein, dass das Internet ein öffentlicher Raum ist, wo zudem noch jede Aussage potentiell für immer und schwarz auf weiss nachvollziehbar ist. Vor allem wenn du unter deinem Klarnamen etwas postest und dein Arbeitgeber noch verlinkt ist. Wenn du deine drei Gehirnzellen noch beisammen hast bist du vorsichtig was mit deinem Namen im Internet verlinkt ist. Und der Typ wurde augenscheinlich nur versetzt weils Stress mit den Eltern gab und das ist nicht so unüblich. Mein alter Rektor wurde auch versetzt weil die Eltern über ein Jahr Stimmung gemacht haben. Ist halt für das Kultusministerium ne Möglichkeit am Ende dann Konflikte beizulegen.
 
Dieses ewige links-mitte-rechts hat sich in meinen Augen ohnehin total verschoben. Ehemals "mittlere" Spd/Fdp" haben selbst, die Grünen vor sich herhetzend, direkte Tuchfühlung zur SED. Achso, tschuldigung, die haben sich ja "die Linke" aufs Namensschild geschrieben. "Konservative", was ja die politisch korekte Version.von gemäßigt rechts ist, stellen wenn überhaupt noch die Mitte dar. Die zurückgelegte Politik lässt mich persönlich eine noch weitere Verschiebung in Richtung links vermuten. Ergo sind die "rechten" Partein überhaupt nicht extremer/ radikaler geworden, nur der restliche politische Moloch hat sich weiter verschoben.
Interessanterweise aber rudern jetzt ganz viele der "Antivolksparteien" ( tschuldigung, aber in Anbetracht deren Politik kann ich darin nichts anderes sehen) aus Angst und mit den nächsten Wahlen im Nacken, herbe zurück und kommen mit politischen Ergüssen und Vorderungen um die Ecke wegen denen z.B. die NPD (und die braucht selbst in meinen Augen wirklich niemand) aufs schärfste verurteilt wurde. Slogan war vor gut 17 Jahren: kriminelle Ausländer raus.
Ob man davon nun was hält oder nicht sei dahingestellt und vermag jeder mit sich selbst zu klären, aber wenn ich den Kram aus den Hälsen der Regierenden höre kommt mir mein Frühstück hoch. Die haben einfach nur Angst um Ihre Macht. Wir sind denen sowas von scheißegal, das können wir wahrscheinlich gar nicht erfassen, dürcen es aber Beschluss für Beschluss am eigenen Leib erfahren.

Hab ja nicht umsonst den Dreizeihler vom Stapel gelassen.
Pazifismus, staatlich anerzogen ist grenzwertig, aber staatlich verordneter Antipatriotismus wird hier nicht gebraucht aber seid nunmehr fast 80 Jahren in die Köpfe des Volkes eingehämmert.
Mit was uns die Politik in den letzten 20 Jahren zugemuted hat ohne die kleinste Konsequenz hätte es bei unseren Nachbarn schon die zweite Revulotion gegeben, inkl. brennendem Parlament.

Wir lassen (liessen) es halt mit uns machen, nur gaaaaaanz langsam steckt der Michel seine Nase unter der "reg Dich nicht auf, maloch, zahl und halt die Fresse Decke" hervor und durch den Reichstag weht ein eiskalter Wind

Abwarten wohin die Reise geht, der ein oder andere wird ja langsam wach und hat keine Lust mehr weiter gemolken und verarscht zu werden...

Grüße

steAK
 
Ich finds jetzt net dramatisch, auch wenn ich als Elternteil wahrscheinlich net sonderlich begeistert wäre das mein Kind von ner potentiell rechten Bazille unterrichtet wird. Aber so lange er im Unterricht keine dummen Bemerkungen macht wärs mir wohl egal.

Die politischen Ansichten eines Lehrers sind seine Privatsache, genauso wie sein Lebensstil oder sonstwas.
Entscheidet für mich ist, dass er neutral und objektiv sein Unterrichtsstoff vermittelt.
Keine Ahnung, ob der Lehrer das macht. :ka:
 
Die politischen Ansichten eines Lehrers sind seine Privatsache, genauso wie sein Lebensstil oder sonstwas.
Entscheidet für mich ist, dass er neutral und objektiv sein Unterrichtsstoff vermittelt.
Keine Ahnung, ob der Lehrer das macht. :ka:

Welcher Lehrer vermittelt denn Neutral und Objektiv seinen Unterrichtsinhalt? Jeder Lehrer hat da eigene Inhaltliche Vorlieben und Ansätze, Schwerpunkte, Standpunkte, Autoren und Lösungsansätze die er favorisiert und das trotz eines gewissen Rahmenlehrplans.
Objektive Neutralität ist zimlich das letzte was du in der Schule vermittelt bekommst. ;)
 
Was nicht selten am Lobbyismus liegt.;)

In der Schule wohl kaum.
Das liegt einfach daran das Lehrer auch nur Menschen sind und jeder Mensch halt andere Dinge bevorzugt und da Lehrern niemand in der Schule vorschreibt ihren Job Neutral zu erledigen tun sie es halt auch nicht. Das einzige was ihnen verboten ist ist sind rassistische und diskreminierende Äußerungen, sowie Züchtigung, sexueller Kontakt zu Schutzbefohlenen und die Beeinflussung ihrer Schüler durch rechtes Gedankengut. Aber sonst haben Lehrer nahezu jede Freiheit ihren Unterricht zu gestalten, ihnen ist der Ansatz zur Vermittlung des Inhalts freigestellt, sowie die Gewichtung der Schwerpunkte solange der Rahmenlehrplan eingehalten wird.
 
In der Schule wohl kaum.
Mittlerweile schon, kuck dir mal an, wer heutzutage die Schulmittel sponsort.;)
Da hocken Firmen wie die Ritter GmbH, LEGO oder die IT-Industrie mit drin. Letztere werben dann für den druchgehenden Einsatz von PCs und Tablets schon in der Grundschule und die möglichst frühe Vermittlung von betriebswirtschaftlichen Prozessen.

Damit wir später auch ja nochmehr Gewinnmaximierungsheinis und Jugendliche mit verkümmerter Motorik bekommen.:schief:
 
Welcher Lehrer vermittelt denn Neutral und Objektiv seinen Unterrichtsinhalt? Jeder Lehrer hat da eigene Inhaltliche Vorlieben und Ansätze, Schwerpunkte, Standpunkte, Autoren und Lösungsansätze die er favorisiert und das trotz eines gewissen Rahmenlehrplans.
Objektive Neutralität ist zimlich das letzte was du in der Schule vermittelt bekommst. ;)

Das würde ich nicht unterschreiben.
Schlimm ist es, wenn Unternehmen EInfluss auf den Lehrstoff haben. Da gibt es ja inzwischen genügend Beispiele.
Aber wenn der Lehrer nicht an gewissen Unterrichtsmittel gebunden ist, kann er durchaus einen neutralen und objektiven Unterrichtsstoff vermitteln.
Die Frage ist halt, ob ein Lehrer, der politisch eher rechts ist, überhaupt objektiv Politik unterrichten kann?
Was wäre z.B. wenn wir einen Lehrer hätten, der an die Lehren des intelligenten Designers glaubt und der Biologie unterrichten soll?
Kann der objektiv und sachlich die Evolutionstheorie unterrichten?
 
Mittlerweile schon, kuck dir mal an, wer heutzutage die Schulmittel sponsort.;)
Da hocken Firmen wie die Ritter GmbH, LEGO oder die IT-Industrie mit drin. Letztere werben dann für den druchgehenden Einsatz von PCs und Tablets schon in der Grundschule und die möglichst frühe Vermittlung von betriebswirtschaftlichen Prozessen.

Damit wir später auch ja nochmehr Gewinnmaximierungsheinis und Jugendliche mit verkümmerter Motorik bekommen.:schief:

Für mehr IT im Unterricht bin ich auch, ich halte Schulunterricht der in deutschen Schulen nach wie vor weitestgehend wie vor 120 Jahren abgehalten wird für alles andere als zeitgemäß und produktiv und das die große Firmen sich in Schulen einkaufen liegt weniger an Lobbyismus als halt mehr daran das unser Schulsystem schon seit über 15 Jahren kronisch unterfinanziert ist weil der Staat der Meinung ist das Deutschlands wichtigste Ressource, und so zimlich die einzige neben Kohle dazu, es nicht Wert ist mehr zu investieren, das Afghanistaneinsätze und Bonbons in Milliardenhöhe in die Wirtschaft zu versenken statt Schulen zu sanieren, Lehrer einzustellen, zeitgemäßes Lehrmaterial zu kaufen, usw. wichtiger wären als intelligente Köpfe hervor zu bringen die inovativ sind und in Unternehmen als Arbeitskräfte gern gesehen.

Die Frage ist halt, ob ein Lehrer, der politisch eher rechts ist, überhaupt objektiv Politik unterrichten kann?

Kann ein Lehrer der politisch ehr links ist objektiv unterrichten? Kann ein Lehrer der FDP-Liberal eingestellt ist objektiv Politik unterrichten?
Jeder Standpunkt abseits der absoluten Neutralität, die bei einem Menschen absolut utopisch ist, versetzt dich im Grunde in die Lage nicht geeignet zu sein Dinge neutral und unbewertet zu vermitteln. ;)
 
Im Bildungssystem haben Unternehmensinteressen nichts zu suchen. Das ist Aufgabe des Staates und wenn der Staat nicht die Mittel dazu hat, muss er sie bereit stellen. Ist ganz einfach.
Schlimm ist ja, dass Unis schon privat finanzierte Studien machen und da ist ja klar, dass die Studie im Interesse des Finanziers ausfallen sollte.
Oder wir gehen ab Morgen alle nur noch auf private Schulen und finden es dann super geil, wenn das Fach "Umwelt und Soziales" von Kohlekraftwerk Betreibern und Facebook Leuten unterrichtet wird.
 
Wer bitteschön braucht Tablets im Kindergarten und an der Grundschule?:what:
Qualitativ hochwertigerer IT-Unterricht in den späteren Jahrgängen wäre mal definitiv zu begrüßen, aber wenn 6-jährige anstelle von Schreibübungen am Tablet hocken und lernen sollen, was eine "App" ist, dann Gute Nacht.;)

Was passiert, wenn Kinder und Jugendliche sich zu oft mit Smartphone und Co. beschäftigen, siehst du ja schon teilweise an der heutigen Generation <25/30.:schief:
 
Vom Rahmenlehrplan her wird ja im Vorfeld schon festgelegt, was gelehrt werden soll.
Zu meiner Schulzeit schon, wurde rechts verteufelt und links, wenn überhaupt, nur erwähnt wenn danach gefragt wurde.
Kommt halt so aus der Politik (Bildung ist ja bekannterweise Ländersache).
Wie sich das heute verhält weiß ich nicht, unterstelle aber im selben Augenblick das sich daran nicht besonders viel geändert haben wird.
Was sich allerdings enorm verschoben hat ist das Bildungsniveau im allgemeinen, das ist nämlich gewaltig nach unten gesackt.
Was 1990 Hauptschule war, ist heute Realschule.... macht ja aber in ner globalisierten Welt nichts, wenn unser so hochgepriesenes Bildungssystem
(wie z.B. Pisa bereits mehrfach belegt hat) einfach nur noch schlechter Durchschnitt ist.

Schreibe zur Azubisuche gleich noch mal ein bisl was...
 
Unsere Lehrerin wollte uns wegen der politischen Neutralität nicht mal ihre Parteizugehörigkeit nennen, hat übrigens keiner meiner Lehrer je gemacht.
 
Unsere Lehrerin wollte uns wegen der politischen Neutralität nicht mal ihre Parteizugehörigkeit nennen, hat übrigens keiner meiner Lehrer je gemacht.

Meinst du jetzt, ob sie Mitglied einer Partei sind oder was sie wählen, wenn sie an einer Urne stehen?
Müssen sie aus meiner Sicht nicht. Politische Überzeugung ist Privatsache.
 
Mitglied meine ich, aber das andere haben die auch nie gesagt.
Kommentiert haben die einzelne Standpunkte wie sie dazu stehen.
 
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