Na wenn das so offensichtlich ist, wieso gibt es dann Unterdrueckung, Gier, Machtbessenheit, Morde, etc.?
Der Mensch kann sozial sein, das stimmt.
Aber das der Mensch per se sozial ist?
Bei Einigen ist es etwas staerker ausgepraegt als bei Anderen.
Andere wiederum vollfuerhren durchaus Soziales, aber auch nur wenn sie daraus einen Profit bekommen.
Verhaelt sich halt wie mit allen anderen Verallgemeinerungen
Weil auch das ein Aspekt des menschlichen Wesens ist, denn sich im Grunde auch nur der Mensch meint leisten zu können, und welches allerdings eines ist was dem grundlegenden Wesen der sozialen Fürsorge um seine Angehörigen und seinen Stamm zuwieder läuft.
"Nässtenliebe" oder besser gesagt soziale Fürsorge findest du nämlich nicht nur beim Menschen, auch Delphine, Affen, Bieber und Hamster kennen das zum Beispiel, weil auch diese Tiere soziale Gemeinschaften haben.
Und grade Delphine und Affen helfen auch Artgenossen die die nicht mit ihnen verwand sein müssen, Delphine gehen sogar soweit das sie in der Vergangenheit immer wieder Menschen geholfen haben, obwohl diese eine ganz andere Spezies sind.

In einer sozialen Gemeinschaft ist die Hilfe und Unterstützung von anderen auch eine zwingend notwendige Eigenschaft, weil es für das überleben der ganzen Gemeinschaft wichtig ist.
Wenn ich keinen sozialen Zusammenhalt in einer Gemeinschaft habe und nur zwingend an mich denke bringt das die ganze Gemeinschaft in Gefahr weil man auf die Zusammenarbeit beim jagen, bei der Geburt von Nachwuchs und beim Schutz vor Gefahren angewiesen ist.
Gibt es in einer Gemeinschaft also nur Egoismus und Eigennutz gibt es auch kein Vertrauen mehr und niemand hilft dem anderen mehr beim jagen, usw. und gibt es entsprechend auch keine Gemeinschaft mehr.
Der Mensch ist auf der Erde auch das einzige Lebewesen ohne stark spezialisierte Überlebenseigenschaften (Geschwindigkeit, Kraft, Ausdauer, stark ausgeprägte Sinne wie riechen, sehen, usw.), wie bei Tigern, Löwen, Füchsen, Haien ect. zu finden, das die Eigenschaft entwickelt hat in einer Gemeinschaft egoistisch sein zu wollen, weil er meint sich das leisten zu können und damit leider auch durch kommt.
Aber auch beim Menschen funktioniert das nur solange wie nicht die große Mehrheit so denkt, denn wenn alle so denken führt das unweigerlich zum Zusammenbruch der Menschheit, denn ohne soziale Fürsorge, ohne Zusammenarbeit und Hilfe um gemeinschaftlich etwas zu erreichen funkioniert eine solch komplexe Gesellschaft und Infrastruktur nicht, auch wenn Verfechter des Egoismus, wie waterpiep zum Beispiel einer ist, meinen das es ein erstrebenswerter Zustand sei.
Glücklicherweise aber denken noch die meisten Menschen auf dem Planeten nicht so und besitzen noch ein Mindestmaß an sozialer Hilfsbereitschaft und Fürsorge der unsere Zivilisation am laufen hält, man kann aber auch nur hoffen das dies so bleibt...
Von daher, nein, Gier und Machtbessenheit sind keine grundlegend ausgeprägten Eigenschaften des Menschen, das sind Dinge die wir erst im Laufe unserer Entwicklung uns angeeignet haben. Soziale Fürsorge hingegen ist etwas das dem Menschen zutiefst zueigen ist weil ohne diese frühe Stammesgemeinschaften in der Steinzeit, und auch später, garnicht funktioniert hätten. Dort war man darauf angewiesen das die Jäger für die Gruppe jagen, das die alten für die Jungen die Waffen für die Jagd fertigen und die Frauen sich gegenseitig bei der Geburt helfen und für alle Beeren sammeln und Felle gerben und alle am Ende diese Dinge miteinander teilen und sich unter die Arme greifen.
Hätte jeder Mensch damals schon wie heute teilweise nur an sich gedacht und nur der persöhnlichen Gier und dem Egoismus gefröhnt, die Menschheit hätte wohl keine 10.000 Jahre überlebt.