ruyven_macaran
Trockeneisprofi (m/w)
Hab mir selbst schon das Programm der AfD durchgelesen und kann da echt kein 'rechtes Gedankengut' finden.
Die Punkte soll mir mal einer zeigen.
Die sind gegen ...
gegen die ...
gegen ...
gegen ...
gegen ...
Muß ehrlich gestehen, das kann ich alles nur befürworten.
Wie wäre es mal mit "für" etwas sein? "Dagegen" ist einfach nur Populismus: Wenn es 1245 Meinungen gibt, wie eine Sache anzugehen ist, dann gibt es auch 1244 Gruppierungen, die "gegen" den von z.B. einer Regierung gewählten Weg sind. Aber das heißt nicht, dass eine Partei, die laut "dagegen" brüllt, die richtige für diese ist. 1243 Gruppierungen werden da sehr enttäuscht sein...
(und wahrscheinlich hinter her wieder auf die "korrupten Politiker" schimpfen, statt auf ihre eigene Dummheit)
Ich wiederhole an der Stelle mal meine Frage von weiter oben:
Wofür wählt man AFD? Was erwartet man, was die AFD macht?
(!= "verhindert". Selbst man "nichts tut" sorgt die Welt dafür, dass sich etwas verändert -siehe Merkel-, eine Regierung muss aktiv handeln.)
Natürlich ist die AfD Rechts, aber im großen und ganzen nicht weiter als die CSU.
Obwohl die AfD halt Ausreißer wie Höcke hat.
Höcke ist kein "Ausreißer"!
Er ist Vorsitzender der zweitgrößten AFD-Fraktion (nach Brandenburg) und Sprecher des zweiterfolgreichsten AFD-Landesverbandes (Bundestagswahl 2013, nach Sachsen).
Natuerlich Die Partei - sie ist sehr gut!
Bricht auch Wahlversprechen, nicht zuletzt weil sie inkompetenterweise unerfüllbare Versprechen gemacht hat.
Zugegeben: PARTEI-Wähler rechnen eher damit, als die anderer Parteien

Er hat es rassisch dargestellt, dabei ist das was er meint gesellschaftlich und nicht biologisch.
Er hat einen Terminus aus der Biologie benutzt, das ist alles. Ich habe die komplette Rede gehört und konnte da nichts faschistisches finden.
Wer biologische Begriffe falsch auf soziopolitologische Themen anwendet, ahmt 1:1 die NSDAP nach. Und bei jemandem in seiner Position sollte so etwas nicht aus Dummheit geschehen. Das war knallhartes Kallkül und seine Anhänger haben es auch alles andere als negativ aufgenommen.
Ist doch ganz einfach.
Steuerpflicht an die Staatsbürgerschaft koppeln.
Wer dann woanders leben will, kann das gerne machen, er muss aber weiterhin entsprechend seines Einkommens hier Steuern zahlen.
Und Leute, die ohne deutsche Staatsbürgerschaft in Deutschland leben, nutzen diverse staatlich finanzierte Einrichtungen für lau?
Wenn Politik so "einfach" wäre, dann hätten Populisten tatsächlich erfolg. Die Welt ist aber komplex.
Folgende Handhabung die die Schweiz bei Asylsuchenden anwendet finde ich gar keine so uninteressante Idee.
Demnach müssen Asylsuchende die mehr Geld als 1000 Schweizer Franken (rund 914 Euro) dabei haben den Mehrbetrag bei der Einreise abgeben um sich an den Verfahrens- und Vollzugskosten beteiligen. Weiterhin werden bei einer Arbeitsaufnahme für bis zu 10 Jahre, oder alternativ einer Maximalhöhe von 15.000 Schweizer Franken, 10% des Lohns an den Staat abgeführt:
Schweiz beteiligt Asylsuchende an Kosten
Finde ich auch sehr fair, hat aber volkswirtschaftlich einen ganz großen Haken:
Diese Regelung stört nur Leute, die etwas abzugeben haben. Damit schreckt die Schweiz gezielt nur diejenigen Flüchtlinge ab, die etwas Besitzt für den Aufbau eines neuen Lebens retten konnten und/oder diejenigen, deren Ausbildung eine Bereicherung für die aufnehmende Gesellschaft sein könnte.
Das liegt nicht am System, sondern am Zustrom.
Was die AfD daran ändern will ? Den Zustrom stoppen !
Will sie das?
Alles, was ich bislang von der AFD gehört habe, war die Forderung, dass andere den Zustrom stoppen.
Ein Konzept, wie sie das selbst umsetzen will, habe ich bislang nicht gesehen. Siehe oben: Mit "dagegen" gehen Populisten auf Bauernfang. Ein "für" würde ja sowas wie Hirn vorraussetzen und Angriffsfläche bieten...
Viele verwechseln Integration mit Assimilation.
Ich glaube auch das jeder seine eigene Ansicht von Integration hat.
Es gibt eigentlich einen ganz klaren Anhaltspunkt für Integration:
Nimmt jemand in normaler Weise am gesellschaftlichen Leben teil?
Alles andere ist nicht "in die Gesellschaft integriert".
Oder wolltest du hier nur auf eine rethorisch herausragende Art mitteilen, das im Osten Deutschlands nur Nazis leben, die dumm genug, sind sich von Parolen beeinflussen zu lassen um in den Bann einer rechtsradikalen Partei gezogen werden zu koennen? Das Ganze noch mit Smileys geschmueckt damit man ja den Sarkasmus mitbekommt.
Erbaermlich sowas....
Ich vermute, er wollte darauf hinweisen, dass insbesondere Menschen mit weniger oder keiner Erfahrung mit Ausländern anfällig für ausländerfeindliche Parolen sind. >95% Prozent aller Abneigungen, die ich gegen Migranten höre (privat, in den Medien,...) beruhen auf Erfahrungen aus dritter oder vierter Hand oder noch größerer Entfernung. Nicht selten sind es komplett diffuse Meldungen aus zum Teil einschlägigen Quellen (die Krönung waren Verweise auf den NPD-Newsletter...). Wenn doch ein paar "Ausländer" im eigenen Umfeld auftauchen und wieder erwarten keine kannibalistischen, triebgesteuerten Rapemonster sind, dann gelten die halt als "Ausnahme".
Und genau diese Einstellung funktioniert nicht mehr, wenn man in einem Umfeld lebt, in dem man regelmäßig Kontakte zu dutzenden Migranten hat und feststellt, dass die zu >90% ""Ausnahmen"" sind. Deswegen haben es rechte Parteien meist besonders einfach in den nicht-mehr-ganz-so-neuen-Bundesländern (kaum Ausländerzuzug vor 1990), in ländlichen Räumen (Migration bevorzugt in Großsstädte) und in Gegenden, aus denen allgemein eher Leute wegziehen (die Gründe dafür hindern auch Migranten am Zuzug).
In Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Meck-Pomm und Thüringen findet man zu Hauf Landkreise, die alle drei Kriterien erfüllen.
An der Stelle könnte ich zustimmen (beim Rest des Beitrages nur sehr bedingt), möchte das aber noch erweitern:Es gibt keine Konzepte, keine vernuenftigen Loesungsansaetze. Wohlgemerkt, das Alles von den regierenden Partein und auch aktuell der staerksten Oppositionsparteien.
Auch bei AFD, Pegida und Co sehe ich keine Konzepte, keine Lösungsansätze.
Und eure groesste Sorge ist die AfD? Das ist wirklich das Uebel Deutschlands? Die AfD ist DIE Gefahr fuer uns Alle?
Wenn in einer politisch brisanten Lage komplexe Konzepte entwickelt werden müssen und Bürger bei anstehenden Wahlen Grundsatzentscheidungen fällen müssen, dann sind Populisten die 15+% der Wählerschaft und 100% der öffentlichen Aufmerksamkeit und Parteienaktivitäten auf sich ziehen, ganz sicher ein Problem.
Eine gute Demokratie, vertraegt auch Parteien der rechten und linken Seite.
Nur gibt es in Deutschland ueberhaupt eine wirkliche Demokratie?
Guck dir die Wahlbeteiligung an und ziehe da noch diejenigen ab, die die gleiche Partei "wie immer" wählen, anstatt mitzudenken...


