Vielen Dank, dass du es für Forumverhältnisse sehr ausführlich erklärt hast. Das weiß ich zu schätzen. Ich werde mir deine Erklärung morgen noch mal durchlesen, wenn mein Verstand etwas frischer ist. Das werde ich dann auch mal auswendig lernen, denn es schadet nicht, so etwas zu wissen. Bist du eigentlich Biologe oder einfach nur sehr belesen?
Habe das Ganze mal studiert, aber auch weiterhin persönliches Interesse an Evolutionsbiologie
Nicht selten wie mit Schwerstverbrechern, es geht ja nicht darum das diese Rassisten nicht sagen dürfen was sie denken, solange das situiert passiert (ok, das passiert natürlich ehr selten), ich denke eigentlich meine vorgetäuschte Ansicht zu dunkelhäutigen Menschen war da eindeutig genug was ich unter einer gemäßigten Äußerung verstehe. Schließlich haben wir freie Meinungsäußerung, da muss auch sowas möglich sein.
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Das wäre ja dann nicht mehr privat, außer man würde in seiner Mittagspause irgendwo in einem Raum sitzen wo man defnitiv nicht von jemanden denn das verletzen könnte gestört wird, da können die dann soviele Rassistenwitze reißen wie sie lustig sind. Sobald das allerdings jemand mitbekommt der sich daran stören könnte ist es aber eben definitiv öffentlich.
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Solche Einstellungen ändern sich natürlich nicht von heute auf gleich, aber in den letzten Jahrzehnten hat die Zahl gleichberechtigter Beziehungen in der eben nicht nur die Frau für Kochen und Putzen, sowie die Erziehung zuständig ist stetig zugenommen, aber es wird sicher noch weitere Jahrzehnte brauchen bis man da von einer Mehrheit die das als selbstverständlich ansieht sprechen können wird.

Trotz allem findet langsam aber sicher ein umdenken statt.
Und genau da beißen sich "private" Meinungsäußerung und Redefreiheit: Die Erziehung der eigenen Kinder ist nicht privat, sondern entscheidet darüber, wie sich die Gesellschaft der nächsten Generation entwickelt. Gespräche im Kollegenkreis sind nicht rein privat, denn sie entscheiden darüber, wer als Kollege überhaupt teilnehmen kann. Hier Rassissmus zu kultivieren führt sehr wohl zu Diskriminierung, wenn auch nicht unmittelbar, und ist somit eigentlich nicht zu tollerieren. Trotzdem tolleriert es die Gesellschaft und reagiert erst dann ablehnend (und das meist weiterhin ohne Konsequenzen, wenn es nicht um Personen in wichtiger Position oder um handgreifliche Taten geht), wenn rassisstische Thesen gegenüber einer größeren Öffentlichkeit verbreitet werden.
Und da fordert du noch mehr laisez faire? Kann ich erhlich gesagt nicht unterstützen. Rassissmus ist in keiner Form zu akzeptieren oder zu tollerieren und es gibt auch nur sehr wenig, was in irgend einer Situation wichtiger sein könnte. Wenn jemand so rassisstisch ist, dass er damit bei anderen hausieren geht, dann muss er in meinen Augen vollkommen zu Recht damit rechnen, dass darauf reagiert wird.
Ja natürlich gibt es auch die besseren Mittel und werden diese angewendet, aber in den letzten paar Jahren hatte ich ehr denn Eindruck als wenn man auch lieber vermehrt zu weniger guten Mitteln greift und sich bei der Bekämpfung zunehmend selbst nicht mit Ruhm bekleckert, dabei waren unzulässige Rathausverbote, die Ablehnung an Diskusionen im beisein der AfD teilzunehmen und Schüsse auf Plakataufhänger, sowie Vorverurteilungen, wie im Fall der Handgranate auf den Container der Sicherheitsläute eines Flüchtlingsheims, mit die traurigen Höhepunkte der negativen Maßnahmen...
Eine nennenswerte Steigerung kann ich da nicht erkennen. Was du gerade aufgelistet hast waren schon fast alle größeren Ereignisse und so wirklich groß waren davon auch nur die Schüsse. Vorverurteilungen sind dagegen (leider) extrem weit verbreitet und dass es da ein einziges Mal auch Rechte zu unrecht erwischt hat ist kein gesondert hervorzuhebendes Problem, dass Lokalpolitiker keine Bühne für fragwürdige Gesinnungen bieten wollen kann ich auch unterstützen. Allenfalls die mangelnde Rechtskenntnis wäre in diesem Fall zu kritisieren, steht aber ebenfalls in einer langen, traurigen Tradition.
Um ehrlich zu sein: Wenn man sich anguckt, wieviele fremdenfeindliche Anschläge, populistische Veranstaltungen und politische Querschläger wir in den letzten Monaten hatten, dann ist die geringe Zahl von Eskalationen eigentlich sehr positiv zu bewerten. Das Rückgrat der Gegenwehr sind friedliche Gegendemonstrationen und polizeiliche Ermittlung (von letzterer leider sehr viel zu wenig...), die einzigen die eine Häufung von "falschen Mitteln" gegen Rechts sind für gewöhnlich die Rechten, die jeden einzelnen Fall bis zum Erbrechen ausschlachten um sich in einer Opferrolle zu präsentieren.
(sollen sie doch Asyl in Österreich beantragen

)
Dieses Verhalten findest du in der Geschichte immer wieder, im Mittelalter waren es die Juden die recht wohlhabend waren, obwohl sie ausgegrenzt wurden (eigentlich war es das Ständesystem, sowie die Monarchie und Kirche daran schuld), nach dem für die Mittelmächte verlorenen ersten Weltkrieg war es der Kaiser denn man für die Hungersnot und denn verlorenen Krieg verantwortlich machte (obwohl dieser zwar eine Mitschuld daran trug, kann man die Hauptschuld wohl ehr bei den Militärs suchen die diesen Krieg schon eine Weile herbeisehnten) und heute sind es eben Flüchtlinge (obwohl Politiker und Wirtschaft für die sozialen Verfehlungen wohl zweifelsfrei viel ehr die zuständigen Schuldigen sind).
Weil, wie ich auch schon sagte, der Mensch im allgemeinen nun mal recht irrational und inkonsequent ist. Wenn er denn eigentlichen Schuldigen nicht dingfest bekommt sucht er sich halt oft einen anderne "Schuldigen" denn er zur "Rechenschaft" ziehen kann, obwohl er wenig oder nichts für eine Misere kann.
Und an der Stelle hört bei mir ehrlich gesagt jedes Verständnis auf. Auf Leute, die so irrational und schlichtweg blöd sind, dass sie in das Denkmuster mittelalterlicher Progrome zurückfallen, muss die Politik keinen Schritt zu machen. Solche Leute gehören unter Beobachtung und beim kleinsten Anzeichen tätlicher Umsetzung ihrer Parolen in den Knast.
Und deutschen Politiker ist es eigentlich gar nicht so schwer, habhaft zu werden. Wir leben nämlich in einer Demokratie, in der man alle vier/fünf Jahre sogar aktiv dazu aufgefordert wird, Parteien rauszukegeln die viel ******* bauen.
Dann versuch das mal in den USA auch nur im Ansatz durchzusetzen. Dort ist immer die erste Frage, ob jemand weiss oder schwarz ist.
In der soziologischen Fachwelt? Stecke zwar nicht alzu tief drin, wäre mir aber vollkommen neu, dass da jemand aktiv von "black" und "white" sprechen würde. Die USA haben zwar ein massives Problem mit gesellschaftlichen Rassissmus, aber das heißt nicht, dass auch Wissenschaftler unfähig sind, ihrer Profession nachzugehen.
Selbst wenn wir annehmen, dass 25 oder gar 30% der Flüchtlinge auf ihrem Weg um ihre Habseligkeiten erleichtert worden sind erklärt das nicht, dass beispielsweise im Januar 77% aller Neuankömmlinge in Deutschland keinerlei Papiere vorweisen konnten.
Soll es auch nicht.
Dann irrst du dich leider, ich habe es schlichtweg überlesen, kann vorkommen.
Erstaunlich, immerhin hast du selektiv aus der Mitte heraus zitiert. Ich werde aber gespannt darauf warten, dass du das lesen und antworten nachholst, wenn dir das eigentliche Thema doch wichtig sein sollte und es dir nicht nur um Hetze geht.
Ich bin auch der Meinung, dass wenn man eine Änderung haben will entweder die AfD oder die Linke wählen muss, denn mit jeder anderen Partei würde die Union theoretisch koalieren.
Am besten wäre es wenn beide Parteien stark im Bundestag verankert sind.
Was sollte letzteres bringen? Regiert wird mit Mehrheiten. Stimmen, die sich auf gegensätzliche Lager verteilen, heben sich entweder gegenseitig auf oder machen das gesamte System unregierbar (siehe 1931). Wer eine andere Politik haben will, sollte doch hoffentlich wissen, welche.
Und wer einfach nur Unzufriedenheit protestieren will, der kann das doch bitte mit Parteien machen, die später keinen Schaden anrichten...