AfD, Pegida und Co.

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Das Ding ist, es gibt nichts mehr zu diskutieren. Ich persönlich warte jedenfalls nur noch darauf, dass Merkel die Grenzen zu macht. Und wenn sie schlau ist, verhängt sie erst mal einen Aufnahmestopp für fünf Jahre, damit wir die ganzen arabischen Flüchtlinge erst mal verdauen und vernünftig integrieren können. Darüber hinaus sollte sie noch ein paar "soziale Bonbons" fallen lassen (Gabriels Vorschlag annehmen) und prophylaktisch allen sozial Schwachen versichern, dass es keine Geldkürzungen geben wird. Damit würde sie ihr "Wir schaffen das" auf eine vernünftige Grundlage stellen.
 
Das Ding ist, es gibt nichts mehr zu diskutieren. Ich persönlich warte jedenfalls nur noch darauf, dass Merkel die Grenzen zu macht. Und wenn sie schlau ist, verhängt sie erst mal einen Aufnahmestopp für fünf Jahre, damit wir die ganzen arabischen Flüchtlinge erst mal verdauen und vernünftig integrieren können. Darüber hinaus sollte sie noch ein paar "soziale Bonbons" fallen lassen (Gabriels Vorschlag annehmen) und prophylaktisch allen sozial Schwachen versichern, dass es keine Geldkürzungen geben wird. Damit würde sie ihr "Wir schaffen das" auf eine vernünftige Grundlage stellen.
Meine Befürchtung ist, dass sie genau das nicht macht.
Dann würde sie ja Fehler zugeben die sie in de Vergangenheit gemacht hat und das hat bisher noch nie ein Politiker gemacht.
 
Dann würde sie ja Fehler zugeben die sie in de Vergangenheit gemacht hat und das hat bisher noch nie ein Politiker gemacht.

Keine Sorge, Merkel ist bekannt dafür, dass sie mal schnell eine Kehrtwende macht.
Was ist denn aus der Klimakanzlerin geworden, die mit roter Jacke auf einem Schiff vor Eisbergen stand?
Was ist mit der Umweltkanzlerin, die den Kohlekraftwerken den Gar ausmachen wollte?

Merkel interessiert sich für den Wähler, zumindest alle 4 Jahre mal und da dieses Jahr nur Landtagswahlen sind, ist ihr der Wähler noch egal.
 
Stimmt nicht ganz. Der Begriff "Rasse" wird laut Wiki nach wie vor in Fachbereichen auf den Menschen angewendet, allerdings nur teilweise und überholt ist er de facto auch.

Da wird nicht ohne Grund über die USA gesprochen, "Race" wird anders als "Rasse" gebraucht.

Was ich mich aber Frage: Wenn man Menschen vornehmlich nicht mehr in unterschiedliche Rassen einteilt, in was dann? Unterscheidungen zwischen einem Schwarzen und einem Weißen muss man in der Fachwelt ja vornehmen, aber wie macht man das, ohne einen treffenden Begriff wie "Rasse" zu haben? Du scheinst dich da ja auszukennen, deswegen frage ich.

Die Unterscheidung zwischen "schwarzen" und "weißen" muss man in der Fachwelt schlichtweg nicht vornehmen, weil sie falsch ist. Wenn es nicht gerade explizit um die Handlungen von Rassisten geht, gibt es keine relevanten Unterschiede zwischen "Schwarzen" und "Weißen", also braucht man auch keine fachliche Unterscheidung. Wenn wichtige soziale Merkmale aus historischen Gründen mit ethnischen Korrelieren, dann benennt man die Untersuchungsgruppen nach den sozialen Merkmalen, um die es geht. Einige Leute denken zwar, es ginge bei so etwas nur um Political Correctness als Selbstzweck, aber es steckt oft ein Hintergedanke dahinter. Ein Bürgerkriegsflüchtling aus dem Kongo ist eben in erster Linie jemand, der aus seiner Heimat geflohen ist und der Teile eines Bürgerkriegs miterlebt hat. Welche Hautfarbe er hat tut dabei rein gar nichts zur Sache, wieso sollte ich also derartige Personen als "Schwarze" zusammenzufassen? Das führt nur Missverständnissen, wenn ggf. auch ein nicht-schwarzer Bürgerkriegsflüchtling betrachtet werden soll und umgekehrt zahlreiche andere dunkelhäutige Personen anderer Herkunft gerade mal keine Rolle spielen.

Falls die Frage nicht soziologisch gemeint war (obwohl wir uns hier ausschließlich über soziopolitische Themen unterhalten), sondern biologisch, dann ist die Antwort noch klarer:
Die Grundeinheit der Biologie oberhalb des Individuums ist die Population. Also alle in einem bestimmten Gebiet zusammenlebenden, miteinander verwandten Individuen. Alle Populationen, die sich unter natürlichen Bedingungen untereinander fortpflanzen und dabei voll zeugungsfähige Nachkommen zur Welt bringen, werden zu einer Art zusammengefasst. (biologisches Artkonzept, es gibt noch ein paar weitere die aber nur ausweichend genutzt werden, wenn man das Fortpflanzungsverhalten nicht analysieren kann) Zwischen Art und Population existiert noch eine Zwischenunterteilung, wenn Populationen zwar nicht zusammen in einem Gebiet leben, sich untereinander aber deutlich ähnlicher sind, als anderen Population(sgruppe)n.

Diese Zwischenstufe heißt "Rasse", wenn es künstlich durch menschlichen Eingriff in die Fortpflanzung erzeugte Merkmalsgruppen sind, die zur Abgrenzung dienen. Das heißt also im wesentlichen die Zucht von Nutz- und Haustieren, die Rassemerkmale werden hierbei von den zugehörigen Züchter-Institutionen festgelegt (Zuchtbuch). Wie unschwer zu erkennen ist, kann dieser Begriff unmöglich auf freilebende Tiere inklusive Homo sapiens angewandt werden (siehe aber obigen Hinweis auf abweichende Begriffsauffassungen in anderen Ländern, die von Wörterbüchern nicht berücksichtigt werden)
Handelt es sich um Unterscheidungsmerkmale, die auf natürlichem Wege entstanden sind, so spricht man von einer "Unterart". (wobei einige Biologen auch alle Haustierrassen einer Art als Unterart derselben zusammenfassen und gleichrangig neben alle natürlichen Unterarten stellen. Die Akzeptanz dieser Klassifizierungsart ist aber gering und auch in der Praxis von wenig Bedeutung, weil sich Biologen kaum mit Zuchttieren und Agrarier kaum mit Wildtieren beschäftigen.) Auch für Unterarten gilt hierbei aber weiterhin: Die Populationen die zu einer Unterart gezählt werden müssen sich deutlich von allen anderen Populationen unterscheiden. Es darf keinen Übergangsformen geben. Diese Anforderung erfüllt Homo sapiens schlichtweg nicht. Nur wenige Naturvölker waren je so isoliert, dass sie entwicklungsgeschichtlich eigenständige Merkmale hätten ausprägen können und nur die wenigsten unterlagen dann auch entsprechenden Selektionsfaktoren unterworfen, dass dies auch geschah*. Selbst für diese Populationen ist eine entsprechende Isolierung seit dem 19. Jhd. aber nicht mehr gegeben und die anderen 99,999% der Menschheit haben sich nie so stark unterschieden.

Es gab nie scharfe Grenzen zwischen menschlichen Populationen, sondern im Rahmen des ganz normalen Austausches immer fließende Übergänge und somit keinerlei abgegrenzte "Unterarten" geschweige denn gezüchtete "Rassen" (auch wenn die Nazis es im Rahmen von Lebensborn versucht haben).


* Anm.1: Genaugenommen fällt mir spontan überhaupt nur eine Gruppe von Völkern ein, die Anforderungen für eine Unterart hätte erfüllen können, nämlich die als "Pygmäen" zusammengefassten afrikanischen Völker. Aber selbst die sind fortpflanzungstechnisch nicht mehr so scharf von der umgebenden Bevölkerung isoliert, dass man sie anhand morphologischer Merkmale differenzieren könnte. Und diese Völker unterscheiden sich kulturell so stark untereinander, dass ein derartiger "Unterartismus" aus ethnologischer Sicht genauso falsch wäre, wie der bekannte Rassismus, denn mit Ausnahme bestimmter Präferenzen bei der Kleidergröße lässt sich aus diesen gemeinsamen, ehemals exklusiven morphologischen Merkmalen eben nichts über die heutige Lebensweise dieser Menschen ableiten.
* Anm.2: Ein weiterer Kandidat aus Gegenrichtung ist der Neanderthaler. Dieser ist morphologisch definitiv scharf abgegrenzt vom modernen Menschen abgegrenzt gewesen. Es gibt einige Hinweise darauf, dass es zu Paarungen zwischen beiden hominiden Populationsgruppen gekommen ist, nach vorherrschender Meinung rechtfertigen diese aber nicht Zusammenfassung der beiden zu einer Art. Die Anwendung des biologischen Artkonzeptes in der Paläontologie ist eben schwierig, da es Verhaltenskonzepte beinhaltet. Wer möchte findet deswegen weiterhin eine Handvoll Wissenschaftler, die Homo sapiens neanderthaliensis und Homo sapiens sapiens als zwei Unterarten der Art Homo sapiens betrachten, anstatt diese als eigenständige Art neben Homo neanderthaliensis zu betrachten.
Nur auf diesem Niveau könnte man "Unterartismus" betrieben, ohne wissenschaftlich komplett danaben zu liegen. Ob man sich hier sogar guten Gewissens als "Rassisst" outen kann, sollte man vielleicht erst mal mit wissenschaftlichen Kollegen diskutieren. Zwar wurde das Paarungsverhalten der beiden Populationen definitiv von Menschen kontrolliert, aber bislang wurde keine Zuchtbuch gefunden, dass einen planenden Gedanken belegen könnte ;-)



Wenn das von dir beschriebene gängige Praxis wäre ("deine Tasche") wieso tragen dann auf den Bildern ca. 99% aller Flüchtlinge ihre Taschen und Rucksäcke noch bei sich? Die müssten deiner Logik nach ja gestohlen worden sein?

Vermutlich aus dem gleichen Grund, aus dem ca. die gleiche Anzahl von Flüchtlingen (ich tippe eher auf 80-90%) noch ihr Smartphone, ihr Geld und ihre Kreditkarte haben: Sie wurden nicht bestohlen.

Ich nehme an dieser Stelle übrigens zur Kenntnis, dass du ganz bewusst nicht auf Frage zur Abschiebeproblematik reagiert, sondern allein nach einer weiteren Möglichkeit zur Anschuldigung von Flüchtlingen gegriffen hast.


Steht Sachsen auch immer noch, wir haben hier immer noch die Braunkohle und auch ein Werk von VW.

Beides Auslaufmodelle :ugly:
Über das Ausmaß der bayrischen Vorzeigestellung kann man aber sicherlich getrennt streiten, mir ging es nur um die politischen Hintergründe derselben und die haben eher wenig mit fleißigen Bayern zu tun.

Die Umweltpolitik ist in Deutschland bei allen Parteien irgendwie schwachsinnig, den einen ist die Umwelt vollkommen egal, die anderen haben eine fast fanatische Vorstellung von Umweltschutz mit Regulierungen und massenhafte Einschränkungen für den Menschen.

Leider :(
Ich würde mir auch eine Partei wünschen, die Ideale hat aber trotzdem Marktwirtschaft versteht. Dummerweise sind alle mit Kenntniss des Systems unwillig, dieses in die richtige Richtung zu steuern und alle ohne entsprechende Kompetenz greifen zu Verboten, sobald es Gutzureden nicht ausreicht.


Nein kann man natürlich nicht eine ablehnende Einstellung bleibt eine ablehnende Einstellung, ob man nun 30% ablehnt oder 100% ablehnt. Aber man kann halt ein für die Gesellschaft unbedenklicher Rassisst sein oder aber man kann ein für die Gesellschaft bedenklicher Rassisst sein. Ersterer wie von mir beschrieben lebt seinen Rassissmus nur in für sich aus, letzterer hetzt offen, brennt Häuser / Wohnungen von ausländischen Mitbürgern nieder, oder tötet sie sogar weil er ihnen die Existenz aberkennt.
Mit ersterer Form von Rassissmus sollte unsere Gesellschaft aber mMn. wesentlich lockerer umgehen und nicht immer völlig verbohrt direkt auf agressivste Konfrontation gehen und somit evt. sogar noch künstlich sorgen das der introvertierte Rassisst durch Ausgrenzung und Stikmatisierung plötzlich zu einem extrovertierten Rassissten wird weil er meint nichts mehr gesellschaftlich zu verlieren zu haben.

Blöde Frage:
Aber wie genau geht denn unsere Gesellschaft mit Rassissten um, die ihren Rassissmus nicht öffentlich ausleben, sondern verdeckt halten?

Per Definition macht die Gesellschaft doch überhaupt nicht als Reaktion auf Dinge, die sie nicht kennt. Lockerer gehts nicht.
Was anderes ist es eben, wenn Rassissten ihre Ansichten in Foren, auf Demonstrationen,... verbreiten oder in politische Entscheidungen einbringen wollen. Zwar gibt es auch da noch einen qualitativen Unterschied zwischen legal aggierenden Rassisten und straftätigen Rassissten - aber deswegen kritisiert man erstere ja auch nur als Rassissten und letztere wesentlich schärfer als Rassissten und als Straftäter. Die Verhältnismäßigkeit erscheint mir praktisch gewahrt, fast schon zwangsläufig aus dem Begrifflichkeiten heraus vorgegeben.

Darum ja auch noch extra die Anführungszeichen für Ironnische, oder relativierende Äußerungen / Wörter neben dem Smilie, um noch einmal extra zu verdeutlichen das der Standpunkt absolut nicht geteilt wird.

Derartige Kennzeichnungen sind in diesem Kontext leider sehr schwer, seitdem zahlreiche echte Rassissten mit halb scherzhaft formulierten "das wird man ja mal sagen können"-Polemiken um sich werfen und erst bei Beobachtung der Reaktion des Gegenübers klarstellen, wie ernst sie ihre Aussagen meinen. Ist unschön, aber aufgrund derartiger subversiver Taktiken ist es imho unmöglich geworden, in einer einfachen Forumsdiskussion mit so einfachen Mitteln eine Unterscheidung durchzuführen. Entweder ernst meinen, als Zitat kennzeichnen oder es mit extrem überspitzter Radikalsatire versuchen. (Wo bei ich ehrlich gesagt Beratung von Titanic und Charlie Hebdo bräuchte, wenn ich mich gegenüber einem "die NSDAP war links"-Niveau noch durch Übertreibungen soweit abheben soll, dass nicht-ernste Intentionen deutlich werden)

Und wer nicht rassisstisch denkt hat übringes auch nicht nur gute Freunde, und gute Freunde, sondern hat gute Freunde und Bekannte (weniger gute "Freunde"), wer nur noch gute Freunde hat sollte über seinen Facebook / Socialnetwork-Konsum nachdenken. ;)

:)
Okay: Ich habe gute Freunde, weniger gute Freunde und Freunde, da braucht man keine Feinde mehr. Aber die haben alle kein farb-adjektiv davorstehen ;)


Nein, nicht ein bisschen Rassissmus ist schon ok, sondern Rassissmus ist unter der Prämise tolerierbar, weil du Rassissmus nunmal nicht einfach wie eine Krankheit komplett wegbehandelt bekommen wirst, !solange! er in denn eigenen vier Wänden, oder dem eigenen Kopf stattfindet, und im sozialen miteinander des öffentlichen Lebens, also außerhalb des persöhnlichen vier Wände, des persöhnlichen Freundeskreises der Person nicht negativen Einfluss auf die Gesellschaft nimmt.

Ab dem "und" wird es schwierig. Denn alles, was in der Gesellschaft stattfindet, hat Einfluss auf die Gesellschaft. Selbst wenn Freunde ihre Freizeit nur mit dem reißen rassisstischer Witze verbringen, wird das spätestens dann zu einer unanangenehmen Situation, wenn sie die Mittagspause mit einem Kollegen entsprechender z.B. Hautfarbe teilen. Du hast recht, dass man gegen Rassissmus im Kopf wenig machen kann, aber sobald Rassissmus zum Teil der identitätsstiftenden Gemeinsamkeiten einer Gruppierung wird (und das immer dann der Fall, wenn Rassissmus untereinander nicht als negativer Aspekt behandelt wird), hört der Spaß auf. Ich tolleriere auch keine islamistischen Hassprediger, nur weil die noch keine Bomben bauen.


Nur wie sie das gemacht hat, ist stümperhaft und dilettantisch.
Jetzt haben wir die Klagen der Energieunternehmen am Hals, weils dafür natürlich keine rechtliche Grundlage gab und daher werden die Unternehmen auch gewinnen und der Steuerzahler darf erst mal wieder Geld bezahlen.
Wenn also Atommeiler abschalten, dann mit einem guten Gesetz und der Beteilung der Unternehmen an den Kosten für Entsorgung und Abbau.

So ein Gesetz hatten wir mal, zumindest im Rahmen der damals erwarteten Entsorgungskosten. Dummerweise ist es in einer Demokratie nicht erlaubt, nachfolgende Regierungen durch Gesetze einzuschränken weswegen Union und FDP eben diese durchdachte Ausstiegsregelung aufgehoben haben, sobald die Industrie danach fragte. Und wenn ich mir angucke, dass Gabiel nicht einmal die Ausgründung von Bad-"Bank"-Nuklearsparten unterbunden hat, dann rechne ich auch nicht mehr damit, dass wir irgendetwas anderes als Dilettantismus bzw. vollkommen bewusstes Lobby-machen-lassen erleben werden.
Zumindest solange nicht, bis hunderte Milliarden Folgekosten des "günstigen Atomstroms" beim Steuerzahler eingetrieben werden müssen. Das läuft dann vermutlich sehr, sehr professionell


Wenn die nachfolgende Generation so wenig Berührungspunkte hat das sie die Verhaltensweisen der vorrangegangenen unreflektiert übernimmt dann liegen die Probleme wo ganz anders als dort das Mutter / Vater, oder beide Rassisstische Einstellungen hatten. ;)

Denn ein Mensch verhält sich so wie er geprägt wird, nicht nur von Mutti und Vati, sondern auch von der Gesellschaft und denn Menschen mit denen er in Berührung kommt und was er erlebt, welche Erfahrungen er macht und wie er diese in der Lage ist mit denken für sich selbst zu reflektieren. Würden wir alle nur von der Generation vor uns geprägt werden müssten wir alle auch noch die Ansicht vertreten das Frauen nicht mehr dürfen als Kinder gebären, sie erziehen, kochen und waschen.

Hast du dich in Deutschland umgeguckt? Erziehung, Kochen und Reinigungstätigkeiten werden zum überwältigenden Teil von Frauen ausgeübt. Und dass sie zusätzlich auch noch arbeiten "dürfen" ist keineswegs eine neue Erfindung, sondern war mit Ausnahme des Bürgertums schon immer üblich, nur das Berufsspektrum wurde prinzipiell erweitert. (Praktisch bekanntermaßen nur eingeschränkt...)
Und für diese Minimal-Fortschritte hat es 6-7 Generationen und massive staatliche Einflussnahme gebraucht, weil eben das eigene Elternhaus doch mit Abstand das prägenste Merkmal ist. Zwar hast du recht, dass Menschen durch Reflektion ihr Verhalten auch grundlegend ändern können, aber ohne einen harten Anstoß reflektieren die meisten Jugendlichen nicht in diesem Maße. Eine scharfe Abgrenzung vom Elternhaus fand schon früher fast ausschließlich entlang popkultureller Aspekte statt, heute fehlt selbst das.
Die einzige Ausnahme, die mir einfällt, waren die Studentenrevolten der End-60er. Da haben vielleicht 5% einer Generation sich scharf von der Lebensweise ihrer Eltern abgegrenzt. Und das war ein singuläres Ereignis ohne Gleichen in früheren oder späteren Generationen und als Stein des Anstoßes brauchte es einen Weltkrieg und die Greultaten der Nazis - und selbst das hat für die Mehrheit der Jugendlichen nicht gereicht, um das Verhalten ihrer Eltern grundlegend in Frage zu stellen und vollständig darüber zu reflektieren. Das eine nenneswerte Anzahl von Kindern, die in rassisstischen Verhältnissen aufgewachsen sind und über den Bekanntenkreis ihrer Eltern auch nur mit anderen Rassissten engen Kontakt hatten, vermutlich noch darauf hingewiesen wurden, dass sie "Lügenpresse" und "staatliche Lügen in der Schule" nicht glauben sollten, von sich aus über Rassissmus reflektieren, kannst du vergessen.

Wir können als Gesellschaft für weniger rassisstisches und diskreminierendes Denken nur die Grundpfeiler legen, aber wir torpedieren diese Grundpfeiler jedes mal aufs neue wenn wir jeden introvertierten Rassisten mit nicht besseren Mitteln bekämpfen (Schusswaffengebrauch gegen Plakataufhänger, Sachbeschädigung, Deformierung und unsägliche Beleidigungen, ect.) und notfalls auch einfach akzeptieren sofern er, wie gesagt nicht für die Gesellschaft ein Problem ist (wenn er es ist gehört er mit den rechtlichen Mitteln die wir als Rechtsstaat haben bestraft).

Bei den "nicht besseren" Mitteln hast du sicherlich recht und die werden nicht ohne Grund von vielen Seiten her kritisiert. Aber das heißt nicht, dass man nicht vielfältige "bessere" Mittel gibt, die man ergreifen sollte (und die auch die Mehrheit der ergriffenen Maßnahmen darstellen) - und seien es nur Verbreitungshemmnisse für alzu offensichtliche Hetze.


Jetzt geht es aber plötzlich das wir 15 Mrd. Euro mehr pro Jahr ausgeben für Flüchtlinge? Da ist plötzlich Geld da und Schäuble sagt trotzdem schwarze 0 schaffen wir trotzdem?
Bei solch politisch sich widersprechenden Aussagen wundert man sich das ein Teil der Leute plötzlich so wird wie sie sind und fehlgeleiteten Hass auf die Flüchtlinge entwickelt?

Ja, da wundert man sich.
Den Widerspruch "Politiker sagten, es wäre kein Geld da" und "Politiker sagen, jetzt ist Geld da", kann man meiner Meinung nach auf vielfältige Weise erklären:
- "Politiker haben gelogen"
- "Politiker lügen"
- "Ich habe Politiker falsch verstanden"
- "Ich verstehe Politiker falsch"
- "Die wirtschaftliche Lage hat sich geändert"
Aber wie genau passt der Schluss
- "Flüchtlinge sind böse"
da rein?

Es geht um fehlgeleitetes politisches Handeln über Jahre

Ja. Genau darum geht es. Und deswegen ist es verdammt schwer zu verstehen, wieso ""denkende"" Menschen einen Hass auf Flüchtlinge entwickeln, die rein gar nichts mit dem seit Jahren erfolgten politischen Handeln zu tun haben?
 
ruyven_macaran

Wooow, was für eine Antwort. :wow:

Vielen Dank, dass du es für Forumverhältnisse sehr ausführlich erklärt hast. Das weiß ich zu schätzen. Ich werde mir deine Erklärung morgen noch mal durchlesen, wenn mein Verstand etwas frischer ist. Das werde ich dann auch mal auswendig lernen, denn es schadet nicht, so etwas zu wissen. Bist du eigentlich Biologe oder einfach nur sehr belesen? :daumen:
 
Blöde Frage:
Aber wie genau geht denn unsere Gesellschaft mit Rassissten um, die ihren Rassissmus nicht öffentlich ausleben, sondern verdeckt halten?

Per Definition macht die Gesellschaft doch überhaupt nicht als Reaktion auf Dinge, die sie nicht kennt. Lockerer gehts nicht.
Was anderes ist es eben, wenn Rassissten ihre Ansichten in Foren, auf Demonstrationen,... verbreiten oder in politische Entscheidungen einbringen wollen. Zwar gibt es auch da noch einen qualitativen Unterschied zwischen legal aggierenden Rassisten und straftätigen Rassissten - aber deswegen kritisiert man erstere ja auch nur als Rassissten und letztere wesentlich schärfer als Rassissten und als Straftäter. Die Verhältnismäßigkeit erscheint mir praktisch gewahrt, fast schon zwangsläufig aus dem Begrifflichkeiten heraus vorgegeben.

Nicht selten wie mit Schwerstverbrechern, es geht ja nicht darum das diese Rassisten nicht sagen dürfen was sie denken, solange das situiert passiert (ok, das passiert natürlich ehr selten), ich denke eigentlich meine vorgetäuschte Ansicht zu dunkelhäutigen Menschen war da eindeutig genug was ich unter einer gemäßigten Äußerung verstehe. Schließlich haben wir freie Meinungsäußerung, da muss auch sowas möglich sein.
Die Gesellschaft geht dann aber nicht zu selten selbst mit gemäßigten Rassisten wie mit ein einem Neo-Nazi um, da fliegen nicht selten die wüstesten Beleidigungen in die Richtung, bis hin dazu das solcher Personen als Volksschande bezeichnet werden(da fühlt man sich nicht selten selbst bei den "toleranten" Menschen an moderne Nazis erinnert :ugly:).

Derartige Kennzeichnungen sind in diesem Kontext leider sehr schwer, seitdem zahlreiche echte Rassissten mit halb scherzhaft formulierten "das wird man ja mal sagen können"-Polemiken um sich werfen und erst bei Beobachtung der Reaktion des Gegenübers klarstellen, wie ernst sie ihre Aussagen meinen. Ist unschön, aber aufgrund derartiger subversiver Taktiken ist es imho unmöglich geworden, in einer einfachen Forumsdiskussion mit so einfachen Mitteln eine Unterscheidung durchzuführen. Entweder ernst meinen, als Zitat kennzeichnen oder es mit extrem überspitzter Radikalsatire versuchen. (Wo bei ich ehrlich gesagt Beratung von Titanic und Charlie Hebdo bräuchte, wenn ich mich gegenüber einem "die NSDAP war links"-Niveau noch durch Übertreibungen soweit abheben soll, dass nicht-ernste Intentionen deutlich werden)

Ja da magst du wohl recht haben, daran hab ich um 4 Uhr früh nicht mehr gedacht und auch als ich ihn später bearbeitet habe nicht mehr. :-_-:

:)
Okay: Ich habe gute Freunde, weniger gute Freunde und Freunde, da braucht man keine Feinde mehr. Aber die haben alle kein farb-adjektiv davorstehen ;)

Handhabst du das wie beim Ampelsystem? Gute Freunde grün, Freunde die schon mal entäuscht haben gelb (weniger gute Freunde) und potenzielle Feinde (Freunde) rot? :P:D

Ab dem "und" wird es schwierig. Denn alles, was in der Gesellschaft stattfindet, hat Einfluss auf die Gesellschaft. Selbst wenn Freunde ihre Freizeit nur mit dem reißen rassisstischer Witze verbringen, wird das spätestens dann zu einer unanangenehmen Situation, wenn sie die Mittagspause mit einem Kollegen entsprechender z.B. Hautfarbe teilen. Du hast recht, dass man gegen Rassissmus im Kopf wenig machen kann, aber sobald Rassissmus zum Teil der identitätsstiftenden Gemeinsamkeiten einer Gruppierung wird (und das immer dann der Fall, wenn Rassissmus untereinander nicht als negativer Aspekt behandelt wird), hört der Spaß auf. Ich tolleriere auch keine islamistischen Hassprediger, nur weil die noch keine Bomben bauen.

Das wäre ja dann nicht mehr privat, außer man würde in seiner Mittagspause irgendwo in einem Raum sitzen wo man defnitiv nicht von jemanden denn das verletzen könnte gestört wird, da können die dann soviele Rassistenwitze reißen wie sie lustig sind. Sobald das allerdings jemand mitbekommt der sich daran stören könnte ist es aber eben definitiv öffentlich.

Hast du dich in Deutschland umgeguckt? Erziehung, Kochen und Reinigungstätigkeiten werden zum überwältigenden Teil von Frauen ausgeübt. Und dass sie zusätzlich auch noch arbeiten "dürfen" ist keineswegs eine neue Erfindung, sondern war mit Ausnahme des Bürgertums schon immer üblich, nur das Berufsspektrum wurde prinzipiell erweitert. (Praktisch bekanntermaßen nur eingeschränkt...)
Und für diese Minimal-Fortschritte hat es 6-7 Generationen und massive staatliche Einflussnahme gebraucht, weil eben das eigene Elternhaus doch mit Abstand das prägenste Merkmal ist. Zwar hast du recht, dass Menschen durch Reflektion ihr Verhalten auch grundlegend ändern können, aber ohne einen harten Anstoß reflektieren die meisten Jugendlichen nicht in diesem Maße. Eine scharfe Abgrenzung vom Elternhaus fand schon früher fast ausschließlich entlang popkultureller Aspekte statt, heute fehlt selbst das.
Die einzige Ausnahme, die mir einfällt, waren die Studentenrevolten der End-60er. Da haben vielleicht 5% einer Generation sich scharf von der Lebensweise ihrer Eltern abgegrenzt. Und das war ein singuläres Ereignis ohne Gleichen in früheren oder späteren Generationen und als Stein des Anstoßes brauchte es einen Weltkrieg und die Greultaten der Nazis - und selbst das hat für die Mehrheit der Jugendlichen nicht gereicht, um das Verhalten ihrer Eltern grundlegend in Frage zu stellen und vollständig darüber zu reflektieren. Das eine nenneswerte Anzahl von Kindern, die in rassisstischen Verhältnissen aufgewachsen sind und über den Bekanntenkreis ihrer Eltern auch nur mit anderen Rassissten engen Kontakt hatten, vermutlich noch darauf hingewiesen wurden, dass sie "Lügenpresse" und "staatliche Lügen in der Schule" nicht glauben sollten, von sich aus über Rassissmus reflektieren, kannst du vergessen.

Solche Einstellungen ändern sich natürlich nicht von heute auf gleich, aber in den letzten Jahrzehnten hat die Zahl gleichberechtigter Beziehungen in der eben nicht nur die Frau für Kochen und Putzen, sowie die Erziehung zuständig ist stetig zugenommen, aber es wird sicher noch weitere Jahrzehnte brauchen bis man da von einer Mehrheit die das als selbstverständlich ansieht sprechen können wird. ;)
Trotz allem findet langsam aber sicher ein umdenken statt.

Wenn du schlagartige Änderungen (innerhalb weniger Jahre / ein bis zwei Generationen willst) wirst du beim menschlichen Wesen nicht drum herum kommen dies mit Zwang durchzusetzen, weil ohne Zwang ändert der Mensch seine Einstellungen nur im Schneckentempo, das ist leider so...

Bei den "nicht besseren" Mitteln hast du sicherlich recht und die werden nicht ohne Grund von vielen Seiten her kritisiert. Aber das heißt nicht, dass man nicht vielfältige "bessere" Mittel gibt, die man ergreifen sollte (und die auch die Mehrheit der ergriffenen Maßnahmen darstellen) - und seien es nur Verbreitungshemmnisse für alzu offensichtliche Hetze.

Ja natürlich gibt es auch die besseren Mittel und werden diese angewendet, aber in den letzten paar Jahren hatte ich ehr denn Eindruck als wenn man auch lieber vermehrt zu weniger guten Mitteln greift und sich bei der Bekämpfung zunehmend selbst nicht mit Ruhm bekleckert, dabei waren unzulässige Rathausverbote, die Ablehnung an Diskusionen im beisein der AfD teilzunehmen und Schüsse auf Plakataufhänger, sowie Vorverurteilungen, wie im Fall der Handgranate auf den Container der Sicherheitsläute eines Flüchtlingsheims, mit die traurigen Höhepunkte der negativen Maßnahmen...

Ja, da wundert man sich.
Den Widerspruch "Politiker sagten, es wäre kein Geld da" und "Politiker sagen, jetzt ist Geld da", kann man meiner Meinung nach auf vielfältige Weise erklären:
- "Politiker haben gelogen"
- "Politiker lügen"
- "Ich habe Politiker falsch verstanden"
- "Ich verstehe Politiker falsch"
- "Die wirtschaftliche Lage hat sich geändert"

Nein man wundert sich nicht darüber das dass so ist, das sollte man ja aus denn letzten 10-20 Jahren Politik schon nicht mehr anders gewohnt sein, viel mehr gewinnt man denn Eindruck das die Politik sich wundert das dieses Handeln zu steigendem Rassismus führt. ;)

Aber wie genau passt der Schluss
- "Flüchtlinge sind böse"
da rein?

Flüchtlinge sind wie ich schon geschrieben habe für die Menschen das nässtgreifbare Bauernopfer um seine Wut über ganz andere Misstände luft zu machen. Ein frustrierte / wütender "Mob" braucht immer jemanden denn er für seine Lage verantwortlich machen kann, ist der nicht greifbar, oder ermittelbar, sucht er sich ein Ersatzopfer um sich abzureagieren, in dem aktuellen Fall sind das leider die "Flüchtlinge".

Dieses Verhalten findest du in der Geschichte immer wieder, im Mittelalter waren es die Juden die recht wohlhabend waren, obwohl sie ausgegrenzt wurden (eigentlich war es das Ständesystem, sowie die Monarchie und Kirche daran schuld), nach dem für die Mittelmächte verlorenen ersten Weltkrieg war es der Kaiser denn man für die Hungersnot und denn verlorenen Krieg verantwortlich machte (obwohl dieser zwar eine Mitschuld daran trug, kann man die Hauptschuld wohl ehr bei den Militärs suchen die diesen Krieg schon eine Weile herbeisehnten) und heute sind es eben Flüchtlinge (obwohl Politiker und Wirtschaft für die sozialen Verfehlungen wohl zweifelsfrei viel ehr die zuständigen Schuldigen sind).

Ja. Genau darum geht es. Und deswegen ist es verdammt schwer zu verstehen, wieso ""denkende"" Menschen einen Hass auf Flüchtlinge entwickeln, die rein gar nichts mit dem seit Jahren erfolgten politischen Handeln zu tun haben?

Weil, wie ich auch schon sagte, der Mensch im allgemeinen nun mal recht irrational und inkonsequent ist. Wenn er denn eigentlichen Schuldigen nicht dingfest bekommt sucht er sich halt oft einen anderne "Schuldigen" denn er zur "Rechenschaft" ziehen kann, obwohl er wenig oder nichts für eine Misere kann.
Deutschen Politikern ist halt wesentlich schwerer habhaft zu werden als einem relativ wehrlosen "Flüchtling", wo dann auch wieder die Inkonsequenz der Menschen durchschlägt sich dann halt dafür ins Zeug zu legen diese mal abzuwatschen dafür, also lässt man es an ihm aus, wie an denn Juden im Mittelalter, oder dritten Reich, auch.

Manchmal ist es aber auch einfach blind ausgelebte Wut über die eigene Unfähigkeit und Ohnmacht weshalb er es am nässtbesten auslässt. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Doppelpost

Warum muss der Text auch nochmal unten in das direkt antworten Fenster kopiert werden nach einem Post?
Eine Sekunde nicht mitbekommen das du im flaschen Fenster bist beim bearbeiten und du hast immer sofort einen Doppelpost... :motz:
 
Aber es geht doch darum das dem eigenen sozial schwächeren Bürger immer zählt wird wenn es um um Wohnungsbau geht, das es um Kitaplätze geht, das es um Geld fürs Bildungssystem und Lehrer geht das dafür aufgrund des Sparens für die Schulden das Geld nicht da wäre und dann kommt man an und hat aber Geld um Flüchtlingen zu helfen
Es geht um Priorisierung in der Politik. Wenn es Dir wirklich um mehr soziale Gerechtigkeit im Land geht, dann wähle die Linken und stimme nicht gegen die Flüchtlinge.

... Die Unterscheidung zwischen "schwarzen" und "weißen" muss man in der Fachwelt schlichtweg nicht vornehmen, weil sie falsch ist. ...
Dann versuch das mal in den USA auch nur im Ansatz durchzusetzen. Dort ist immer die erste Frage, ob jemand weiss oder schwarz ist.
 
Ich kann die Stimmung nachvollziehen. Wie diese Leute ihre Stimmung dann ausleben, jedoch nicht.

Ich bin auch gegen illegale Einwanderer und Sozialtouristen. Ich belasse meinen Protest aber bei Aufklärung im Internet und dem wählen der AfD.
Und wie stehst Du zu Kriegsflüchtlingen?

Und meinst Du mit Aufklärung, gegen andere Menschen mit pauschalen Vorurteilen zu hetzen? Darum noch einmal nur für Dich: Nicht alle Flüchtlinge sind Vergewaltiger, nicht alle Diebe und ein anerkannter Kriegsflüchtling ist wohl kaum ein Sozialtourist. Das ist ein widerwärtiger Begriff.

Deine Wortwahl ist leider sehr oft dem Nazijargon angelehnt, deren Begriffe bewußt diskriminierten sind. Ein Mensch, dem alles zerbombt wurde, der in Gegenden mit Scharfschützen leben müsste und in dessen Land inzwischen 10% der Bevölkerung gestorben sind, ist eindeutig ein KRIEGSFLÜCHTLING, auch wenn er über Östereich kommt. Ein Mensch und seine persönliche Vergangenheit ändert sich nicht bei Übeschreiten einer willkürlichen Linie auf der Karte. Nur seine Zukunft wird sich hoffentlich ändern.

Es gibt viele Begriffe, die einfach nur widerlich sind. So werden für Nazis aus
- Kriegsflüchtlingen "Sozialtouristen"
- Hartz IV Empfänger mutieren zu "Sozialschmarotzer" oder "Parasiten", dabei suchen sich die wenigsten Hartz IV Empfänger dieses Schicksal freiwillig aus
- Aus Kranken werden "Völksschädlinge", als perverses Abbild der Gedankenwelt der Nazis
- Behinderte werden zu "unwertem Leben" mit angedachter Euthanasie, was die gesamte Verachtung der Nazis zum Ausdruck bringt

Möchte man sich von Nazis distanzieren, nutzt man die Begriffe nicht, möchte man in die Nähe der Nazis gerückt werden, nutzt man die Begriffe, es steht jedem frei, welches Bild er nach außen abgeben möchte. Es lässt sich im ersten Ansatz daran erkennen, dass Menschen sich über Political Correctness aufregen. Dahinter versteckt sich immer der Versuch, andere Menschen durch Begriffe zu diskrimieren, denn genau und nur das versucht man über PC zu verhindern, die zwar hin- und wieder arg gekünstelt wirkt, im Kern aber nicht anderes will, als Menschen vor widerlichen Feinden der Menschenrechte zu schützen, die mit großer Freude diskriminierende Begriffe wie "Sozialtouristen" auf Kriegsflüchtlinge anwenden.

Kaaruzo, würdes Du einfach sagen, dass Du der Meinung bist, "unter den Kriegsflüchtlingen ist eine größe Anzahl von Flüchtlingen versteckt, die nicht aus Kriegsgebieten kommen", wäre Deine Aussage diskussionswürdig und ohne Diskriminierung formuliert. So aber zeigst Du nur, dass es Dir nicht um Diskussion geht, sondern darum, Deine Hetze gegen Flüchtlinge im Allgemeinen loszuwerden. Und genau wegen Subjekten wie Dir kam man zur Sprache mit Verwendung neutraler und nicht wertender Begriffe.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Vermutlich aus dem gleichen Grund, aus dem ca. die gleiche Anzahl von Flüchtlingen (ich tippe eher auf 80-90%) noch ihr Smartphone, ihr Geld und ihre Kreditkarte haben: Sie wurden nicht bestohlen.

Selbst wenn wir annehmen, dass 25 oder gar 30% der Flüchtlinge auf ihrem Weg um ihre Habseligkeiten erleichtert worden sind erklärt das nicht, dass beispielsweise im Januar 77% aller Neuankömmlinge in Deutschland keinerlei Papiere vorweisen konnten.

Es gibt aber anscheinend Personen die nicht glauben mögen, dass auch Flüchtlinge nur Menschen und als solche durchaus auf ihren Vorteil bedacht sind und dementsprechend handeln. Ich jedenfalls würde es in dieser Situation wohl ebenfalls so handhaben, das ist nur logisch.

Ich nehme an dieser Stelle übrigens zur Kenntnis, dass du ganz bewusst nicht auf Frage zur Abschiebeproblematik reagiert, sondern allein nach einer weiteren Möglichkeit zur Anschuldigung von Flüchtlingen gegriffen hast.

Dann irrst du dich leider, ich habe es schlichtweg überlesen, kann vorkommen. Dass du mir wegen einer derartigen Nichtigkeit im Nachgang aber durch die Blume Fremdenfeindlichkeit zu unterstellen versuchst sagt mir, dass es wohl nicht möglich ist diesen Themenkomplex einigermaßen sachlich und nüchtern zu erörtern, daher werde ich mich nun aus dieser Diskussion zurückziehen und wünsche den Anwesenden weiterhin viel Spaß.

Gleichwohl möchte ich noch anmerken, dass die von dir gestellte Fragen gleichzeitig das Motiv für das entsorgen der Papiere darstellt, es macht die Abschiebung schwierig bis unmöglich.

Mfg
Kiryu
 
Ja und es gäbe eine einfache Lösung:
Grenzen dicht machen und ohne gültige Papiere kommt keiner rein!
Dann ist das Problem gelöst und 2 Wochen später kommt keiner mehr ohne Papiere
 
Es gibt so viele "Lösungen" Und es gibt gute und sinnvolle und vor allem dämliche....

"Grenzen dicht machen" und intensive Kontrollen jedes Fahrzeugs kenne ich noch von der Zonengrenze in Deutschland.
Das ist keine Lösung, wie Du siehst, wurden selbst durch dieses Bollwerk soviele Menschen gebracht, dass die DDR ausblutete.

Für unseren Handel sind "dicht gemachte Grenzen" der Tod....
 
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Würde ich so unterschreiben.
 
Ich würde auch mal wissen, welche Partei aus seiner Sicht dann eine Alternative wäre ?
Wenn Du dich von keiner Partei ausreichend vertreten fühlst, solltest Du in die politsche Arbeit eintreten. Z.b. als Mitgleich bestehender Pareien, da es kaum noch aktive Mitgleider gibt, kann man sofgar sehr viel gestalten und erreichen oder, wenn das nicht ausreicht, kann man den sehr mühsamen und arbeitsreichen Weg einer Neugründung gehen oder sich mit NGO (nicht parteilischen Organisationen) zufrieden geben, um genau das zu tun, was einem wichtig ist.

Ich z.B. helfe bei NGOs mit, die ich direkt um Flüchtlinge kümmern. Damit hilft man den einzelnen Betroffenen hier im Land und bekommt dafür hin und wieder einen Blick der Freude. Mir reicht das.
 
Wenn Du dich von keiner Partei ausreichend vertreten fühlst, solltest Du in die politsche Arbeit eintreten. Z.b. als Mitgleich bestehender Pareien, da es kaum noch aktive Mitgleider gibt, kann man sofgar sehr viel gestalten und erreichen oder, wenn das nicht ausreicht, kann man den sehr mühsamen und arbeitsreichen Weg einer Neugründung gehen oder sich mit NGO (nicht parteilischen Organisationen) zufrieden geben, um genau das zu tun, was einem wichtig ist.
Ich sehe das Problem darin, dass die Leute immer wieder das gleiche wählen. So hat es eine Neugründung einfach zu schwer und die Gefahr einer Übernahme durch Populisten ist in den jungen Jahren einer Partei auch einfach zu hoch und ich hätte keine Lust darauf, dass mir irgendwelche "Wellenreiter" mir meine harte Arbeit zu Nichte machen und am Ende alles wieder umsonst war.

Und die CDU ist zu einer schlafenden Partei mutiert, ohne Programm die sich einfach nur nach dem Wind dreht und mit jedem koaliert nur um an der Macht zu bleiben.


Das mit dem schiessen an Grenzen hat nicht nur die AfD gesagt.
Sonder auch ein Politiker der Grünen oder der EKD Vorsitzende.
Die sind ja auch die "Guten"...
Unsere Bundesregierung bezahlt ja jetzt auch die Türkei, damit die an den Grenzen schießen und nicht die EU.
 
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