Ich verstehe nicht ganz, warum AM4 solch ein begehrtes Produkt ist. Intel muss es mit seinem Image richtig verkackt haben. LGA1700 (im Vergleich mit AM4) und Arrow Lake (Vergleich AM5) sind die besseren Produkte, und im Preis wesentlich attraktiver. [...]
Eigentlich müsste jeder Insider wissen, dass Intel überwiegend besser sind. Aber außerhalb der DIY Blase spricht sich das nicht herum.
Ich kann leider nicht aus eigener Erfahrung sprechen, aber im Recording-Bereich scheint es immer noch so zu sein, dass Intel die besseren Chipsets fertigt, mit denen auch die von USB3-Recording-Interfaces verwendeten USB3-Transfermodes perfekt funktionieren.
Ich las, dass die Chipsets von AMD wohl von ASMedia gefertigt würden. Da sind dann die vom Design her nicht so guten ASMedia-USB3-Controller verbaut, bei denen es Probleme mit USB3-Recording-Interfaces gibt. Audioaussetzer sind da vorprogrammiert.
Aus genau diesem Grund würde ich immer noch Intel CPU/mainboards vorziehen. Dann aber vermutlich was aus dem Xeon Bereich ohne Big Little Cores. Mit Big/Little hätte man nur wieder das Theater, dass man Win 11 bräuchte, weil da der Intel Thread Director weiter ausgearbeitet ist. Ein Trick für Win 10 wäre, Process Lasso Pro zu verwenden, aber ich habe noch nirgendwo gelesen, wie gut das speziell für Recording in der Praxis funktionieren würde.
Du magst jetzt denken, Recording ist ein Nischenbereich. Aber auch Gaming belastet Rechner anders als normale Office-Applikationen. Ich bevorzuge halt ein Hardware-Design, das für alle Anwendungsfälle bestens geeignet ist und nicht von vornherein Einschränkungen hat und nicht ausreichend standard compliant ist, wie im Falle von ASMedia mit USB3.
Also lieber noch etwas warten, bis es wieder bessere Designs und nicht so viele Fallstricke gibt …
Wie schon in einem anderen Thread erwähnt, wäre es besser, wieder mehr PCIe Sockel auf Mainboards für sinnvolle oder notwendige Erweiterungen zur Verfügung zu haben. Mit 2-3 Sockeln kommt man nicht weit.