Weltweit gibt es ca. 1,8 Mrd PC-Zocker. Wenn fast 3% heute auf Linux daddeln, ist das bereits ein ganzes Universum. Jeden falls derart viele, das die Welle am Rollen ist. Das sich Linux als Gamingplattform neben Windows fest etablieren wird, hält keiner mehr auf. Das ganze wird nochmals eine rasante Beschleunigung erleben, wenn Hardware vermehrt mit Linux Treibern ausgeliefert wird, was nur noch eine Frage der Zeit ist.
Linux braucht ca. 15% Marktanteil, damit es nicht mehr aufzuhalten ist. Das ist die Schwelle zum Massenmarkt. Da ist man bei den aktuellen Wachstumsraten schon noch 5 Jahre weg. Noch ist nicht klar, dass da genügend Leute umsteigen werden. Die Verdreifachung der Nutzerzahlen in 3 Jahren in der Steamumfrage ist allerdings ein Wort. Das sind die Wachstumsraten die es für die 15% auch braucht.
Ja, wenn.
Welche wären das für den gemeinen Gamer?
Die Frage stelle ich mir mittlerweile andersrum. Wofür bei 50% Gaming und 50% anderem Kram noch Windows? Glaube der Fall 99% Gaming ist eher die Ausnahme.
Bin selbst vor 9 Monaten ohne den Zwischenschritt DualBoot nach 2 Wochen Test komplett umgestiegen. Ich hätte ehrlich gesagt nicht geglaubt, wie viel besser das OS für mich funktioniert. Schwer zu beschreiben aber bei Linux habe ich das Gefühl, dass man den Fortschritt der letzten Jahre spürt. Windows war vor 10-20 Jahren mal extrem gut...Fortschritt finde ich da nicht wirklich.
Die Vorteile von Linux liegen nicht beim Gaming. Da ist man gut genug mittlerweile. An vielen anderen Stellen sieht Windows dagegen nicht mal mehr die Rücklichter. Dolphin ist dem Explorer einfach haushoch überlegen, das System reagiert deutlich flutschiger, die Menüführung in den Systemeinstellungen ist konsistent, Systemupdate (OS + komplette Software) incl. Backup dauert 1min, alles ist vom Nutzer einstellbar, die Suche im Startmenü macht das, was man erwartet (sie sucht Programme im Startmenü und nicht auf Bing), das OS versucht nicht, einem ständig Cloud-Features per Dark Pattern unterzujubeln, man muss sich nicht jeden Installer einzeln aus dem Netz laden, zum Coden ist Linux generell überlegen, weil die Konsole näher da ist,...
Die einstigen Vorteile von Windows sind aus meiner Sicht heute auch stark am wanken. GUIs sind heute generell weniger wichtig als noch vor 10 Jahren. Die AI druckt einem die Bash-Kommandos aus ohne dass man skripten muss. Die Forensuche nach dem einen User, der das gleiche Problem mit der gleichen Distro hat, ist auch passé. Perplexity bekommt das adaptiert. Wer wirklich die GUI will, für den bietet KDE schon mehr als Windows. Die Win11 Pro kostet 130-140€ mittlerweile beim fliegenden Amazonen...wofür?
Mit diesem Spionagebullsh1t ausgerechnet bei Spielen zu kommen ist doch ein Witz.
Wär es da nicht einfacher, die 0,7% der anderen, konspirativen Tätigkeiten unter einem andern OS durchzuführen?
Dual Boot ist eine Krücke. Ich boote doch nicht ständig neu und unterhalte 2 Systeme, nur um in Windows noch die letzten 10fps rauszuholen. Da ist mir die Zeit zu schade.