6 Tage Bahnstreik

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Wie stehen Sie zum erneuten Streik der GDL

  • Find ich gerechtfertigt.

    Stimmen: 33 29,2%
  • Absolute Frechheit der GDL.

    Stimmen: 53 46,9%
  • Gott, bitte lass die Tarifeinheit kommen!

    Stimmen: 24 21,2%
  • Die Bahn ist schuld.

    Stimmen: 24 21,2%
  • Die GDL ist schuld.

    Stimmen: 38 33,6%

  • Umfrageteilnehmer
    113
Alternativlos eben, sieht man deinem Post deutlich an.
München - Berlin da gibt´s außer Zug natürlich nix, Mist.
Servicewüste Deutschland, in Indien gäbe es noch eine Rikscha. =)
Ja, hätte er vorn gestanden und erklärt wie Leid ihm das jetzt alles tut, mit dem Streik und so, hätten wir es ihm geglaubt und verziehen und seine Mitglieder wären zufrieden mit ihm. :rollen:
Da bin ich ja nicht allein in Utopia :D

Welche Wahl hatte er denn^^

Zumal er nur übermittelt, der beschließt ja die Streiks nicht allein noch sonstwas.
 
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Öhm, welche Wahl haben denn die von den Zugausfällen Betroffenen sonst noch, außer sich bei solchen Sprüchen zu ärgern?;)

Es wäre nicht das erste Mal, dass er Leute, die auf die Bahn angewiesen sind und sonst - so unglaublich das jetzt auch klingt - keine Alternative haben, diffamiert.

Das kann man sich als Gewerkschaftsführer echt sparen, wenn du Verständnis für die Streikenden haben willst, kannst du das schlichtweg nicht bei so einem Typen erwarten.

Ernsthaft jetzt, sollen trotzdem alle sagen, "jaa, vollstes Verständnis, habe kein Auto und mein Chef hat mich gestern gefeuert, aber trotzdem unterstütze ich die Streiker voll!"?:what:
 
Man hat die Wahl sein Hirn zu benutzen und sich nicht von populistischen Bildschlagzeilen die Welt erklären zu lassen. Anders lässt sich der doch stark beschränkte Horizont einiger jedenfalls nicht erklären.
Angesprochen ist, wer sich angesprochen fühlt.

Warum muss man ein Auto besitzen, reicht doch fahren.
Wenn man dich kündigt kannst du doch niemand anderes Verantwortlich machen.
Sollte die Kündigung nicht entsprechend begründet sein hast du vor Gericht bessere Karten als dein Chef.
Klingt eher danach als suche man einen Schuldigen sein eigenes Versagen zu rechtfertigen.

Der Typ hat den Vorteil er ist nicht "die Bahn", Verständnis braucht er nur von seinen Mitgliedern.
Der hat auch keine Unterstützung erwartet aber scheinbar begreifst du nicht was ich da oben gemeint hab, als ich schrieb das wir die eigentlich unterstützen müssten. Wenn diese Branche die Tarifeinheit bekommt ist das der Anfang vom Ende. Dann fahre ich genauso gern Zug wie mit dem Flugzeug durch die Alpen.

So "abhängig" zu sein muss grausam sein, dennoch leben die meisten noch oder?
Gab auch nirgends Meldungen das die Regale leer bleiben oder das Brot rationiert wird. Selbst Autos wurden noch gebaut und das der Octavia RS 8 Monate Wartezeit hat liegt auch an anderen Dingen. Ganz ehrlich, ich glaube die meisten konnten das aushalten und werden es wieder.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich unterstütze gar niemand, weder die Streiker noch die Bahn.;)
Entweder ich finde es gut, was die tun, oder nicht.

Ich weiß ja nicht, wie das bei dir früher war oder ist, aber besonders auf dem Land sieht das insbesondere mit den Busanbindungen nicht gut aus. Vor bzw. nach einer gewissen Uhrzeit fährt da kein einziger mehr und wenn dann noch Züge ausfallen war's das mit dem in-die-Arbeit- bzw. nach-Hause-kommen. Pendler-Schicksal kann man jetzt natürlich blaffen, aber als Azubi, der froh war einen Job zu bekommen und dann in der Arbeit vom Abteilungsleiter angebrüllt wird, für den ist das der Albtraum - genauso wie für viele andere auch.

Tut mir echt fürchterlich leid, dass ich Weselskys Verhalten einfach nicht gut finde, da stehe ich aber bei weitem nicht alleine da - und das nicht nicht alles Bild-Leser.:schief:

Nicht nur auf seine Wirkung in der Öffentlichkeit sondern allein schon sein Verhandlungsstil. Er braucht sich überhaupt nicht zu wundern, wenn man mit jemand verhandelt, der schon von Grund auf stur ist (Die Bahn), auf provokatives Verhalten setzt und zu keinem Ergebnis kommt. Jeder Verhandlungsexperte kann dir das bestätigen. Damit schadet er nämlich nicht Der Bahn, sondern den Fahrgästen, der GDL und damit den Menschen, für die er sich so rigoros einsetzt.

Deswegen ist für mich an diesem Thema nicht nur die Bahn schuld, sondern auch er.;)

Und nein, mit sowas hat die Bild nichts zu tun, denn da stehen nur "Stoppt den Amokläufer"-Schlagzeilen oder Weselky-Teufels-Montagen.:D

Wenn du aber jeden, der nicht deiner Ansicht ist in den Bild-Topf werfen willst, deine Sache.:P
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn man dich kündigt kannst du doch niemand anderes Verantwortlich machen.
Sollte die Kündigung nicht entsprechend begründet sein hast du vor Gericht bessere Karten als dein Chef.
Klingt eher danach als suche man einen Schuldigen sein eigenes Versagen zu rechtfertigen.

Ok, basteln wir mal einen worst case. Jemand hat hier geschrieben dass sein Arbeitgeber auf Meteriallieferungen per Bahn angewiesen ist. Sagen wir jetzt mal dieser Betrieb ist gerade finanziell nicht so gut aufgestellt hat aber einen großen Auftrag der die Situation ändern würde und er kurz vor der Fertigstellung ist. Jetzt kommt der 6tägige Bahnstreik! Benötigtes Material kommt nicht, oder es kann nicht Ausgeliefert werden oder whatever. Kurz gesagt der Auftrag geht in die Binsen. Ich denke mal der Begriff Konventionalstrafe ist dir ein Begriff, oder? Den Kunden interessiert nicht ob da Streik ist oder nicht, den Kunden interessiert ob der sein Ding bekommt oder nicht. Bekommt er es nicht hast du ein Problem. So, Auftrag wegen Streik verkackt, Strafe zahlen wo eh so wenig Kohle da ist, also ran ans Personal. Es werden jetzt 1000 Leute deswegen entlassen! Was sagste jetzt?

Erzähle dann bitte diesen Leuten dass sie selbst schuld sind! Erzähle ihnen dass sie nur jemanden suchen den sie verantwortlich machen können!Und dann verlange doch von diesen Leuten dass sie doch gefälligst Verständis für den Lokführerstreik aufbringen sollen!

Ich hab es hier schon einmal geschrieben, das Streikrecht ist richtig und wichtig aber nur für einen sinnlosen Machtkampf ein ganzes Land quasi in Geiselhaft zu nehmen ist unsinnig und völlig daneben! Von den unsinnigen Äußerungen dieses herren rede ich erst gar nicht, da würde ich mir als Betroffener nämlich auch verarscht vorkommen.
 
Es ist natürlich ein zweischneidiges Schwert, aber wo wären wir ohne Gewerkschaften und Arbeitskampf? Mehr Lohn und weniger bzw. leichtere Arbeit wollen alle und dafür sind eben leider auch Opfer nötig. Es fällt natürlich immer unangenehm auf wenn so riesige und mächtige Berufszweige wie Post / DHL, Bahn oder Luftverkehr usw. zum Streik aufrufen und damit die " Wirtschaft " zum erliegen bringen. Jemand der davon betroffen ist wird sich für einen Streik nicht begeistern können aber man sollte auch mal den Blick auf die andere Seite werfen. Aber bevor es zum Streik kommt sind ja schon ein paar Verhandlungen gelaufen und die Betriebe wollen natürlich lieber die Arbeiter weiter knechten damit für die Oberen mehr Geld bleibt
 
@ Two-Face: Wie die Strategien aussehen und den Stil seiner Verhandlungen kann ich nicht beurteilen.
Das er aber gegenüber den Medienvertretern auf dicke Hose macht und so tut als wäre es ihm alles egal, liegt doch in der Natur seines Amtes. :D

Das stimmt, wen ich in welche Schublade stecke ist meine Sache.
Wenn man die Frage der Schuld angeht, aber bitte die Rolle unserer Regierung nicht vergessen. Erst Privatisieren und dann das Streikrecht zu unterbinden ist schon grenzwertig, hätte man die Angestellten einfach in Ketten gelegt wärs dasselbe.

@ Amon: Wenn jetzt noch Vollmond ist kann man in deinem tollen Beispiel nix machen, stimmt.
Aber es gibt da einen Begriff mit dem ist alles obsolet und nennt sich "höhere Gewalt".

Ich hab auch von niemandem verlangt "gefälligst Verständnis" zu haben. So ein Kindergarten hier, dann kunstruiert ihr euch mal weiter eure Schreckensszenarien und lasst die Arbeitnehmerrechte vor die Hunde gehen. WEIL MAN ANGST HAT ODER JEMAND NICHT MAG. LOLOLOL:wall:

Mir doch auch latte, der Mann macht einfach nur seinen Job.
 
Also das ist echt schon heftig, bin jetzt davon nicht betroffen aber das geht ja fast ne Woche durch.
 
Das er aber gegenüber den Medienvertretern auf dicke Hose macht und so tut als wäre es ihm alles egal, liegt doch in der Natur seines Amtes. :D
Interessant, steht es irgendwo geschrieben, dass sich ein Gewerkschaftsführer so auszuführen hat, wie es Weselsky tut?;)
Ich weiß nur, dass sogar sein Vorgänger ihn für sein Verhalten schon massiv kritisiert hat.

Das stimmt, wen ich in welche Schublade stecke ist meine Sache.
Es wäre vielleicht auch eine Alternative, gar niemand in irgend' eine Schublade zu stecken, v.a. dann wenn man jene Person nicht kennt.;)
Hab' mich noch nie getraut sowas zu tun, einfach weil ich sowas überhaupt nicht leiden kann, zumal man sich auch gehörig irren kann.
Immer wieder interessant, was man im Internet alles zurückbekommt.:schief:

Wenn man die Frage der Schuld angeht, aber bitte die Rolle unserer Regierung nicht vergessen. Erst Privatisieren und dann das Streikrecht zu unterbinden ist schon grenzwertig, hätte man die Angestellten einfach in Ketten gelegt wärs dasselbe.
Regierung und DB gingen dadurch nicht nur mit den Mitarbeitern unfair um, sondern auch mit den Bahnkunden.
Mal ganz ehrlich, die verlangen für eine 26km Strecke über 100€ im Monat und trotzdem kriegen die Mitarbeiter nicht genug Geld und machen im Nahverkehr noch Verlust obendrauf. Wo zum Teufel geht das ganze Geld denn hin?:what: Da werden die Fahrtkosten schön an den aktuellen Spritpreis angepasst (im negativen Sinne, geht der Spritpreis nach oben, geht auch die Bahn mit ihren Preisen nach oben), ganze Strecken völlig grundlos gestrichen und trotzdem bleibt nichts liegen.:schief:

Ich hab auch von niemandem verlangt "gefälligst Verständnis" zu haben. So ein Kindergarten hier, dann kunstruiert ihr euch mal weiter eure Schreckensszenarien und lasst die Arbeitnehmerrechte vor die Hunde gehen. WEIL MAN ANGST HAT ODER JEMAND NICHT MAG. LOLOLOL:wall:

Mir doch auch latte, der Mann macht einfach nur seinen Job.
Jemanden wie Weselsky zu kritisieren und Arbeitnehmerrechte vor die Hunde gehen zu lassen sind zufälligerweise nicht dasselbe.;)
Ich bin grundsätzlich auf der Seite der GDL habe aber nunmal meine Vorbehalte gegenüber deren Gewerkschaftsführer - er wurde damals mit 55% der Stimmen gewählt, das heißt also es gibt auch in der GDL mindestens 45% die nicht oder teilweise nicht mit ihm einverstanden sind.
Interessant ist aber auch die Ansicht, dass es ihm ja quasi gegönnt sei, Betroffene zu diffamieren und durch sein arrogantes Auftreten den Medien erst recht noch Munition gegen ihn zu liefern. Er beschwert sich zwar auf der einen Seite zurecht, dass gewisse Publikationen gegen ihn hetzen und ihn demontieren tut aber nichts um die Wogen zu glätten und den vielen vom Streik Betroffenen die ganze Sache verständlicher zu machen.
Gut, einmal ging er öffentlich auf die Bahnfahrer zu, aber das auch nur notgedrungen, als die Stimmung langsam ordententlich zu kippen drohte.

Sorry, aber wer sich aufführt wie der Elefant im Porzelanladen, der braucht sich auch nicht zu beschweren, dass erst Recht Stimmung gegen ihn gemacht wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ok, basteln wir mal einen worst case. Jemand hat hier geschrieben dass sein Arbeitgeber auf Meteriallieferungen per Bahn angewiesen ist. Sagen wir jetzt mal dieser Betrieb ist gerade finanziell nicht so gut aufgestellt hat aber einen großen Auftrag der die Situation ändern würde und er kurz vor der Fertigstellung ist. Jetzt kommt der 6tägige Bahnstreik! Benötigtes Material kommt nicht, oder es kann nicht Ausgeliefert werden oder whatever. Kurz gesagt der Auftrag geht in die Binsen. Ich denke mal der Begriff Konventionalstrafe ist dir ein Begriff, oder? Den Kunden interessiert nicht ob da Streik ist oder nicht, den Kunden interessiert ob der sein Ding bekommt oder nicht. Bekommt er es nicht hast du ein Problem. So, Auftrag wegen Streik verkackt, Strafe zahlen wo eh so wenig Kohle da ist, also ran ans Personal. Es werden jetzt 1000 Leute deswegen entlassen! Was sagste jetzt?

Das ist kein Worst-Case, sonder eher blühende Fantasie.

Ein Betrieb mit so einer großen Mitarbeiterzahl wird wegen 6 Tagen Bahnstreik nicht pleite gehen und unzählige Menschen entlassen. Sollte sowas den passieren, liegt das eher an einer Fehlplanung seitens des Unternehmens. Es muss ja garkein Streik sein, es kann genau so gut ein Unwetter sein, welches den Bahnverkehr lahm legt.

Natürlich entsteht ein wirtschaftlicher Schaden. Allerdings ist es auch nicht so, dass die Unternehmen nichts von dem Streik wussten und er über nacht gekommen ist.
Sollte dieser Streik ein Unternehmen in den Ruin treiben, dann nur weil es vorher schon sogut wie Pleite war...
 
Interessant, steht es irgendwo geschrieben, dass sich ein Gewerkschaftsführer so auszuführen hat, wie es Weselsky tut?;)
Ich weiß nur, dass sogar sein Vorgänger ihn für sein Verhalten schon massiv kritisiert hat.
Nein steht nirgends geschrieben, allerdings liegt es mMn in der Logik der Sache dass der Mann sich bei der breiten Masse unbeliebt machen muss um die Interessen seiner Gewerkschaft zu untermauern und um Druck in die Verhandlung zu bringen. Leider ist deren einzige Gewalt nun mal die Personenbeförderung, also bleibt diese aus. Man stelle sich mal vor sie würden fahren aber nicht nach Plan und jeder kommt woanders an als er will. :D Das wär wohl die Alternative zum Streik.

Es wäre vielleicht auch eine Alternative, gar niemand in irgend' eine Schublade zu stecken, v.a. dann wenn man jene Person nicht kennt.;)
Hab' mich noch nie getraut sowas zu tun, einfach weil ich sowas überhaupt nicht leiden kann, zumal man sich auch gehörig irren kann.
Immer wieder interessant, was man im Internet alles zurückbekommt.:schief:
Zugegeben nicht die feine Art, jedoch lassen die ersten 2 Seiten bei den Comments hier wirklich nur wenig Spielraum für Alternativen.
Letzlich war es auch weniger auf dich konkret bezogen, du bist dann aber zeitlich passend eingestiegen...
Es ist nur so ärgerlich, dass auch die Medien sehr einseitig berichten und zur Verzerrung der Gründe zum Streik beitragen. Wenn dann doch mal irgendwo 30Minuten halbwegs neutral berichtet wird findet das 23.30 auf irgend nem Dritten zwischen 2 Tierdokus statt.
Letztlich landet der Weselsky bei dir ja auch in irgendeiner Schublade ohne ihn genauer zu kennen, allein auf seinen Äußerungen beruhend. Und sei es nur Kategorie: Mag ich nicht. ;)
Regierung und DB gingen dadurch nicht nur mit den Mitarbeitern unfair um, sondern auch mit den Bahnkunden.
Mal ganz ehrlich, die verlangen für eine 26km Strecke über 100€ im Monat und trotzdem kriegen die Mitarbeiter nicht genug Geld und machen im Nahverkehr noch Verlust obendrauf. Wo zum Teufel geht das ganze Geld denn hin?:what: Da werden die Fahrtkosten schön an den aktuellen Spritpreis angepasst (im negativen Sinne, geht der Spritpreis nach oben, geht auch die Bahn mit ihren Preisen nach oben), ganze Strecken völlig grundlos gestrichen und trotzdem bleibt nichts liegen.:schief:
Ja, dazu weiß ich auch keine Erklärung, kann nur zustimmen...
Jemanden wie Weselsky zu kritisieren und Arbeitnehmerrechte vor die Hunde gehen zu lassen sind zufälligerweise nicht dasselbe.;)
Ich bin grundsätzlich auf der Seite der GDL habe aber nunmal meine Vorbehalte gegenüber deren Gewerkschaftsführer - er wurde damals mit 55% der Stimmen gewählt, das heißt also es gibt auch in der GDL mindestens 45% die nicht oder teilweise nicht mit ihm einverstanden sind.
Interessant ist aber auch die Ansicht, dass es ihm ja quasi gegönnt sei, Betroffene zu diffamieren und durch sein arrogantes Auftreten den Medien erst recht noch Munition gegen ihn zu liefern. Er beschwert sich zwar auf der einen Seite zurecht, dass gewisse Publikationen gegen ihn hetzen und ihn demontieren tut aber nichts um die Wogen zu glätten und den vielen vom Streik Betroffenen die ganze Sache verständlicher zu machen.
Gut, einmal ging er öffentlich auf die Bahnfahrer zu, aber das auch nur notgedrungen, als die Stimmung langsam ordententlich zu kippen drohte.
Geb ich dir Recht, warum er diesen Kurs so festhält ist schwer zu beurteilen und fair ist es den Bahnkunden gegenüber sicher nicht.
Ihn aber jetzt zum Schuldigen zu machen weil gestreikt wird ist allerdings ziemlicher Käse. Zum einen liefen ja bereits Verhandlungen und so ein großer Streik ist meist auch einfach eine Deadline um zum Ergebnis zu kommen, zum anderen müssen seine Mitglieder diese Streiks mehrheitlich beschließen. Auch wenn da noch Abstimmungen mit anderen Gewerkschaften laufen um nicht alles lahm zu legen, generell beschließt seine Gewerkschaft die Details.
Sorry, aber wer sich aufführt wie der Elefant im Porzelanladen, der braucht sich auch nicht zu beschweren, dass erst Recht Stimmung gegen ihn gemacht wird.
Vielleicht, aber nur vielleicht ist das sein einziges Mittel, um nicht in völliger Belanglosigkeit neben Germany's Next Top Modell & Co. unterzugehen. Immerhin weiß man sofort, "es ist noch nicht vorbei" wenn man ihn sieht. :D

Gruß und schönen Feierabend...
 
Ich kritisiere Weselsky nicht, weil gestreikt wird.;)
Ich kritisiere Weselsky, wegen seinem Verhalten der Bahn und der Öffentlichkeit gegenüber.

Klar, es wird immer Leute geben, die sich über ihn aufregen, aber die Anzahl derer könnte er erheblich reduzieren, wenn er anders mit ihnen umgehen würde.^^
Ich verlange nirgendwo das er sich für irgendwas "entschuldigt", sondern dass er auch mehr auf die Bahnkunden zugeht, anstatt sie manchmal fast schon zu verhöhnen. Es ist ja nicht so, dass es niemanden gäbe, welcher die Streiks versteht, gibt ja durchaus Leute die vielleicht selber Lokfüher im Verwandten- und Bekanntenkreis haben und die Streiks nachvollziehen können.
Aber dann gibt es eben auch die, welche nur verärgert sind und das nicht können und Weselsky hätte des öfteren die Möglichkeit diese Gemüter zu besänftigen, anstatt den Medien mit seinem überheblichen Auftreten immer neue Munition zu liefern. Klar, einer wie Weselsky macht sich durch die Streiks automatisch unbeliebt aber er muss sich nicht unbeliebter machen, als nötig. Er ist da wie viele Politiker (Horst Seehofer, z.B.), die regen sich über vermeintliche Hetzkampagnen gegen sich auf, tun aber nichts dagegen und ist sonst alles schnuppe.
Anders hat es z.B. Klaus Wowereit gemacht, als er die Anzahl der Beamten in Berlin reduziert hat. Da wurde er auch gleich von der unionsnahen Bild zerissen und als Jobkiller beschimpft, anstatt aber das zu ignorieren ist er auf die Bevölkerung zugegangen und hat ihnen erklärt, wieso das sein musste und dass zuviele Beamte einfach nicht gut für die - damals in Berlin ohnehin schon belastete - Regierungskasse sind. Anschließend wurde er von vielen sogar dafür gefeiert.
Es ist nur so ärgerlich, dass auch die Medien sehr einseitig berichten und zur Verzerrung der Gründe zum Streik beitragen. Wenn dann doch mal irgendwo 30Minuten halbwegs neutral berichtet wird findet das 23.30 auf irgend nem Dritten zwischen 2 Tierdokus statt.
Letztlich landet der Weselsky bei dir ja auch in irgendeiner Schublade ohne ihn genauer zu kennen, allein auf seinen Äußerungen beruhend. Und sei es nur Kategorie: Mag ich nicht. ;)
Das Problem liegt nicht allein an den Medien, es wird ja auch in die andere Richtung über Weselsky und die GDL berichtet. Nur das passt nunmal nicht in die Schlagzeilen und nur dafür haben die Leute heutzutage noch Zeit.:schief:
Da wird nur schnell gelesen, was in der Bild-Überschrift steht und dann noch das Teufelsbild von Weselsky und faulen Lokführern mitgenommen, das war's dann auch schon.;)
Ist allgemein so, mit dem Essen hat es angefangen, jetzt müssen nunmal auch Nachrichten Fastfood sein.:rollen:
 
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Weselsky ist der letzte Gewerkschaftsführer in Deutschland. Die anderen sind Schafe oder korrupt - wir war denn das mit Norbert Hansen, dem tollen Vorsitzenden der super Bahngewerkschaft Transnet? Vom Vorsitzenden der Gewerkschaft direkt in den Vorstand der DB? Supi, da haste echt vertrauen zu deutschen Gewerkschaften.

Ein Gewerkschaftsführer muss ein Kämpfer sein. Er hat nur für seine Leute einzustehen. Es ist nicht Voraussetzung für einen Streik, dass niemand gestört wird. Wer lieber von seinen Arbeitnehmervertretern verraten wird, weil die sich als zweite Geschäftsführung sehen, soll weiter schlafen. Sagt jemand, der sich vorgenommen hat, in seinem Leben nicht mehr als abhängig Beschäftigter zu arbeiten. Habe ich lange genug gemacht.

P.S.: Schaut Euch doch mal die Lohnentwicklung in Deutschland seit 1990 an. Es wird allerhöchste Zeit, dass die Arbeitnehmer ihren Teil vom wirtschaftlichen Erfolgt abbekommen. Sie haben ihn schließlich erarbeitet.

P.P.S.: Die Bezüge des Bahnvorstandes wurden in den letzten 12 Monaten um 174% erhöht. Das sollsten die Lokführer mal fordern!
 
Natürlich ist es unverhältnismäßig viel, was Vorstände bekommen im Vergleich zu den Beschäftigten. Dennoch haben die Lockführer kein schlechtes Leben. Ganz im Gegenteil. Der Job verlangt nun mal nicht viel. Von mir aus sollen sie für ihre Rechte eintreten, aber dann bitte auch in akzeptabler Menge. Streikrecht sicher, Gewerkschaften frei wählen, auch supi, aber dann noch mehr Lohn, bei noch weniger Arbeit und eine Einmalzahlung...
Das ist einfach daneben. Wenn es ihnen wirklich um ihre Rechte gehen würde, dann würden sie das mit dem Geld einfach hinten anstellen, tun sie aber nicht, warum wohl?

-Shorty-,
Menschen in Schubladen stecken ist ebenfalls daneben. Wer außer dir meint denn dauernd sich auf irgendwelche Medien zu beziehen? Hast du es erraten? Niemand!
Du unterstellst uns einfach wir seien manipulierbar, nur weil du dir nicht vorstellen kannst, warum jemand anders denkt als du.

Die Bahn und die Lockführer sind für diese Situation gleichermaßen verantwortlich. Da braucht man nicht darüber diskutieren, wer sich wie gibt. Die Lockführer geben ja auch nicht nach und verzichten auf einen Teil ihrer Forderungen, genauso wenig, wie die Bahn ihnen entgegen kommt.

Was mir aber nicht in den Kopf geht ist beispielsweise, wie man Lockführer werden kann und dann gegen Wochenendarbeit streiken? Hast du mal einen Bäcker gesehen, der sich darüber aufregt, dass die Menschen am Sonntagmorgen frische Brötchen wollen?

____

Mal ein anderes Beispiel:
Ich bin durch Montage quasi nur am WE zuhause. Meine Frau muss zur Arbeit und wieder nachhause pendeln. Das tut sie mit dem Zug. Wir wohnen nämlich auf dem Land und da gibt es fast keine Busse. Die Verbindungen die es gibt, fahren aber nur einmal täglich, da es über die Landesgrenzen geht und da interessieren Randbezirke nicht wirklich.
Sie bringt also morgens unsere vier und zweijährigen Töchter mit dem Fahrrad zum Kindergarten und steigt dann in den Zug zur Arbeit (35km, 55 Minuten). Nachmittag das gleiche rückwärts. Das passt gerade so, dass sie die kleinen holt, bevor der Kindergarten schließt. Wenn die jetzt streiken, kommt sie schon fast nicht mehr zur Arbeit, und mit dem Bus auf dem Rückweg braucht sie fast doppelt so lange. Sollen unsere zwei und vier Jahre alten Töchter jetzt die ganze Woche Nachmittags bei jedem Wetter, allein und weinend vor der Tür stehen???
Urlaub nehmen geht auch nicht, der musste ja schon lange im voraus für das Jahr angegeben werden.

Bleibt ja eigentlich nur kündigen und dass, wegen gierigen Lockführern (klar auch die Bahn, aber wenn die GDL nichts fordern würde, bräuchte sie auch nicht verhandeln).

PS.: Bitte schwing jetzt nicht wieder allgemein gehaltene Reden, sondern beantworte mir die Frage bezüglich der Situation mit meinen kleinen Kindern. Solange du das nicht sinnvoll tust, nehme ich dich nicht mehr ernst!
 
Zuletzt bearbeitet:
Dennoch haben die Lockführer kein schlechtes Leben. Ganz im Gegenteil. Der Job verlangt nun mal nicht viel. Von mir aus sollen sie für ihre Rechte eintreten, aber dann bitte auch in akzeptabler Menge. Streikrecht sicher, Gewerkschaften frei wählen, auch supi, aber dann noch mehr Lohn, bei noch weniger Arbeit und eine Einmalzahlung...
Ich würde mir nicht anmaßen einen Job zu beurteilen den nicht selbst mal gemacht , wobei es sicherlich einfache Arbeiten geben mag ( monoton oder man kann man den Zeigern auf der Uhr beim verbiegen zusehen ). Ich denke selbst wenn nur 10 - 20 % streiken würden dann reicht es mehr als aus um sämtliche Fahrpläne über den Haufen zu werfen.

Was mir aber nicht in den Kopf geht ist beispielsweise, wie man Lockführer werden kann und dann gegen Wochenendarbeit streiken?
Warum denn nicht? Generell sieht es doch mittlerweile so aus das immer mehr Arbeit auf immer weniger Leute verteilt wird. Auch werden dann bestimmte Angestellte deutlich öfters in bestimmte Zeiten gezwungen weil der Familienvater oder was auch immer sich bei den Schichten ziert. Bei mehr Angestellten würden sich die ungeliebten Schichten auf mehr Leute verteilen lassen so das man seltener an der Reihe ist.

Gut deine Lage ist natürlich am deutlichsten davon betroffen und die Bahn müsste passenden Ersatz schaffen. Leider ist Personal und der Fuhrpark endlich womit man solche Notlagen nicht abfedern kann. Es gibt nun mal leider Berufsgruppen wo ein Streik sofort ins Kontor schlägt, aber soll man denen Streiks verbieten?
 
Nein, wie kommt ihr denn immer wieder darauf, dass sie nicht streiken dürfen? Das sagt doch niemand, jedenfalls nicht ich.

Das mit dem anmaßenden...
Ich bin zwei Jahre mit dem Zug gependelt, den ein sehr guter bekannter von mir geführt hat. Da durfte ich mir viel ansehen und habe gezeigt bekommen, was da alles so passiert. Ansonsten würde ich mich nicht so deutlich äußern.

@pedi:
Ein Wichtigtuer ist er nicht. In diesem Punkt gebe ich auch -Shorty- recht. Es ist sein Job, der Buhmann zu sein. Die Bahn lügt wie gedruckt und spielt auf Zeit, das steht fest. Ebenso aber auch, dass die GDL einfach sehr viel auf einmal fordert. Da kann man schon mal den Verdacht hegen, dass sie das nur tut weil sie weiß, dass sie am längeren Hebel sitzt. Die könnte sich mit dem bisherigen Angebot zufrieden geben und auf die Stunde weniger verzichten. Dann könnte man sich erneut an einen Tisch setzen und über die Lokrangierführer reden. Aber nein... alles auf einmal. Da streiten sich zwei sture Parteien und der dumme, ist der Dritte.
Ich fände einen Schlichter gar nicht mal so verkehrt.
 
ich auch nicht, und jeder vernünftig denkende mensch auch nicht.
der buhmann ist er schon lange. nur-wenn ihm wirklich etwas an einer einigung liegen würde, würde er einem schlichter zustimmen.
dass er dass nicht tut ist doch bezeichnend.
 
Inwiefern ist denn mit einem Schlichter eine Besserung zu erwarten? Und vor allem für wen? Die Bahn zeigt sich seit Beginn der Verhandlungen genau so Stur, da unterscheidet die beiden Parteien doch nicht viel. Warum sollten denn die auf einmal auf Kompromisse eingehen, nur weil irgendein Schlichter, der zufällig grade sonst nichts zu tun hat, dazwischengeschaltet wird?

Ansonsten ist es absurd Weselsky als Teufel persönlich hinzustellen, wie es in den Kampfblättern von Mutti gerne gemacht wird. Der Mann wurde gewählt, zudem haben sich wenn ich mich richtig erinnere 90% der Gewerkschaftsmitglieder für diese Streiks ausgesprochen. Wärs nicht andersrum viel schlimmer: ein Gewerkschaftsvorsitzender, der gegen die Interessen seiner Gewerkschaft arbeitet und viel zu früh auf viel zu schlechte Angebote der Arbeitgeberseite eingeht? Von einem einzelnen Verrückten, der Amok läuft, wie es BLÖD, die Kommentare bei SPON usw. gerne hätten, kann wirklich nicht die Rede sein. Aber mit einem klaren Feindbild lebt sichs halt besser...

Meine Solidarität haben die Lokführer, vor allem dank der Art und Weise, wie momentan gegen sie und das Streikrecht Stimmung gemacht wird. Das ist aber leider eine generelle Entwicklung in der Monarchie Merkel... alles hat gefälligst so zu laufen, wie die Wirtschaft es will. Und die tumbe Masse freuts und wird Mutti auch das nächste mal wiederwählen. Obwohl nahezu alles, was sie je angepackt hat, auch wenn das nicht wirklich viel war, gescheitert ist.
 
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