3.Weltkrieg

Tjo, und es wäre wirklich toll, wenn der Tag, an dem wir es herausfinden könnten, möglichst nie anbrechen würde. Deswegen wäre es wirklich höchst vorteilhaft, wenn sich alle Partner auch dementsprechend beteiligen, ihren Beitrag leisten.
Man muss da auch gar nicht so sehr auf "die Russen" schielen. Auch innereuropäische Konflikte sind dann wieder jederzeit möglich. Die alten Fehden und Konflikte der Kulturen und Völker auf dem Europäischen Kontinent sind noch lange nicht ausgestanden.
Kann sich jeder live in der EU zu den verschiedensten Themen ansehen.
 
Als ob das Militär das einzige staatliche Organ wäre, das über die Jahre kaputt gespart wurde.:schief:

Ansetzen müsste man da auch ganz woanders, das würde zumindest Konflikte in deren Entstehung vorbeugen.
Angefangen bei der Bildung und weiter über den maroden Euro, bei dem die nächste dicke Wirtschaftskrise vorprogrammiert ist.
Oder sich mal unseren Ressourcenverbrauch angucken und sich auch wirklich mal klar werden, dass unser Planet nicht endlos viel davon hat.

Lenin hat mal gesagt, zum Aufstand kommt es dann, wenn die Reichen nicht mehr können und die Armen nicht mehr wollen - hat man ganz doll in den USA vor 150 Jahren oder in Frankreich oder in China beim Boxeraufstand gesehen.
Da wäre es also höchste Eisenbahn dafür zu sorgen, dass es dazu nicht kommt.
Aber bis es dazu kommt, leben wir wahrscheinlich nicht mehr und erst recht nicht diejenigen, die im Moment das Ruder in der Hand haben.
Dass es irgendwann mal mächtig krachen wird, wissen die alle, aber die wissen auch, dass sie das dann eh' nichts mehr angehen wird.^^
 
Ich mache mir doch keine Sorgen... Aber eben nur, weil es Amerika gibt, das "unsere Abschreckung" quasi alleine stellt/finanziert und dafür nur Besserwisserei erntet. Die außenpolitischen Erfolge der EU in Krisengebieten sind quasi nicht existent. Man stelle sich eine NATO ohne Amerika vor; sie wäre ein Witz. Allein Amerika garantierte und garantiert noch immer den Frieden hier in Europa (nicht die EU, der Handel oder was auch immer sich viele zusammenspinnen), weil es niemand wagt, einen Krieg in Europa anzuzetteln, der damit enden würde, dass die US Army über ihn rollt.

An die schnelle Umrüstung der Industrie auf "Krieg" würde ich heute (zumindest bei uns) nicht mehr glauben. Wir leben nicht mehr in den 1940ern. Krieg ist heute Hightech. Wenn die Amis tatsächlich eines Tages völlig die Lust an Europas Schöngeistern verlieren, dies auch offen kundtun würden, wären die "Russen" (nur als hypothetisches Szenario) schneller an der Saine, als man "Supercalifragilisticexpialidocious" sagen könnte. Die Lufthoheit wäre binnen kürzester Zeit verloren. Nennenswerten Widerstand könnte es (vor allem von uns) gar nicht geben. Unsere Munitionsdepots sind leer, Gerät nicht einsetzbar, Personal fehlt an jeder Ecke.
Selbst wenn man ein halbes Jahr vorher bemerken würde, dass sich etwas zusammenbraut (was bei heutigen Konflikten schon ordentlich Vorlaufzeit wäre): in dieser Zeit baut niemand nennenswerte Stückzahlen von wehrfähigen Panzern, Flugzeugen, etc. pp. nach Stand der Technik (ganz zu schweigen von den fehlenden Soldaten, die diese bedienen könnten).
Es ist halt ein Unterschied, ob man einen Piloten in eine Messerschmitt setzt oder erst mal Jahre an einem Eurofighter ausbilden muss, damit er die Technik und Möglichkeiten grundlegend intus hat.
Dazu der neuste Lacher:
Bundeswehr - Piloten verlieren Lizenzen wegen zu wenig Flugstunden
Bundeswehr: Der Luftwaffe laufen die Piloten weg - WELT
Und manchmal hat man den Eindruck, ein solches Szenario wäre vielen Politikern und Mitbürgern ganz recht.

Auf dem weißen Moralschimmel in den Untergang.

Man sollte langsam mal bemerken, dass "eine Rolle in der Welt spielen" einen Preis hat und auch unschöne Bilder produziert. Wenn Trump sagt, dass er keinen Bock mehr darauf hat, Europa den Schutzengel zu stellen, wenn dieses den verabredeten Beitrag nicht leisten (der übrigens unter Obama in der NATO verhandelt worden ist), dann ist das absolut nachvollziehbar.
Man kann nicht immer nur groß daher quatschen und kritisieren, wenn man sich gleichzeitig sogar hinter dem Kritisierten versteckt, seinen Schutz parasitär beansprucht.

Du würdest staunen was möglich ist, wenn der politische Wille besteht.
Wir besitzen eine Rüstungsindustrie die mehr als groß genug ist um die Produktion enorm hoch zufahren, allerdings eben nur dann wenn sie von der Regierung gezwungen wird.
Finanziell wäre das überhaupt kein Problem, da wir sind in der Lage enorm hohe Kredite auf zu nehmen, wie es sonst nur sehr wenige Länder auf dieser Welt könnten, Russland wäre nicht in der Lage seine Rüstungsproduktion sonderlich lange auf hoch Touren laufen zu lassen, denn sie wären Bankrott bevor sie auch nur im Ansatz loslegen würden, denn ihnen würde keiner mehr Kredite geben, keiner würde sie mehr beliefern, auch nicht China oder sonst ein autoritärer Staat.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Two-Face
Natürlich gibt es viele andere Probleme. Nur kann man ein so kritisches Problem wie die NATO-Teilhabe ja nicht einfach vom Tisch wischen, indem man auf den Berg andere Probleme verweist.
Denn das könnte man bei jedem sich bietenden Problem tun und es würde sich letztendlich nichts mehr bewegen.
Und andere Pfade sind so eine Sache. Auch Bildung kann mMn. eine NATO niemals ersetzen. Auch kluge Köpfe haben gemeuchelt und gemordet. Von Rom bis nach Athen und darüber hinaus.
Auch eine kluge Bevölkerung kann hassen, muss das sogar vielleicht hin und wieder. Auch schützt Bildung nicht vor Aggressoren anderer Nation.

So traurig es auch klingen mag: ein überzeugend herüber gebrachtes Mexican standoff ist vielleicht auf lange Sicht der einzige Weg, Ruhe auf der Welt zu bekommen. So ist die Menschheit offensichtlich gestrickt. Man braucht ja nur mal aktuell auf Nordkorea zu schauen. Was wurde da Jahrzehnte verhandelt und diskutiert... erfolglos. Hier in diesem Thread (und eigentlich überall auf der Welt) haben sich so einige förmlich ins Höschen gemacht. Es war nicht der Friedensnobelpreisträger Obama (der übrigens noch drei Konflikte auf Bushs Liste hinzugefügt hat), der Kim in alter Reagan-Manier so unter Druck gesetzt hat, dass der vor Magenschmerzen nicht mehr weiter wusste, nun die "großen Gesten" abfeiern muss und riesige Schritte gen Frieden unternimmt.
Es war das knallharte Vorgehen, das glaubhafte Rüberbringen des "Wir drücken ab, wenn du nicht aufhörst!". Die Nordkoreaner waren teilweise völlig verblüfft, weil sie damit gar nicht gerechnet hatten. Eigentlich sollte man Trump für die Nummer den Friedensnobelpreis in Platin verleihen. Denn was man nun von Nordkorea zu hören und sehen bekommt, ist einfach nur krass³. Das hätte (und hat) niemand in 20 Jahren Verhandlung erreicht.

Auch die aktuelle Aufkündigung des Atom-Deals halte ich für richtig. Daraus wird etwas Gutes entstehen. Der Atomdeal war ein Witz. Durch ihn kam der Iran an Geldmittel, um (statt mit der Atombombe), die gesamte Region mit konventionellen Waffen und Terror zu fluten, sich u.a. groß am Syrienkrieg zu beteiligen und immer wieder zu versuchen, Stützpunkte nahe Israel in Betrieb zu nehmen.
Man kann wohl kaum abschätzen, wie viel Leid und Chaos dieser Deal in der Region gebracht hat. Und was hat man bekommen und verhindert? Man droht schon wieder mit angereichertem Uran binnen 48 Stunden.
Klar, dass die Europäer an ihm festhalten wollen. Warum eigentlich? Weil man keinen Plan vom Nahen Osten hat, eigentlich nirgendwo mitreden darf, von Europa sowieso nichts zu erwarten ist. Kein Eingreifen, keine Konsequenzen, nur leere Worte und "Mahnungen" (als ob die irgendwer da unten hören/interessieren würde) in beliebige Kameras.
Welcher Dschihadist hat den bitte die Waffe niedergelegt, weil bspw. Frank-Walter Steinmeier...
Solange die EU nicht bereit dazu ist, Worten Taten folgen zu lassen (sich also die Hände schmutzig zu machen), wird sie auch keine Konflikte positiv beeinflussen können.

Das ist zumindest meine Meinung. Muss man nicht teilen. Kann man aber.

Du würdest staunen was möglich ist, wenn der politische Wille besteht.
Wir besitzen eine Rüstungsindustrie die mehr als groß genug ist um die Produktions enorm hochzufahren, allerdings eben nur dann wenn sie von der Regierung gezwungen wird.

Selbst wenn es (hypothetisch) so wäre, fehlte immer noch das Personal, dass die komplexen Waffen bedienen könnte.
Hoffen wir einfach mal, dass wir das niemals erproben müssen. Die NATO bewahrt uns (zumindest bis dato recht zuverlässig) vor solchen Aktionen.
Mit Krediten ist es auch so eine Sache. Kramt man eben die Kriegsanleihen aus. Vor allem benötigt man Rohstoffe (Chemie, Stahl, etc.) und da ist Deutschland... Liefern in rauen Mengen kostet auch Zeit, die niemand hätte.
Und um mal beim Beispiel Russland zu bleiben: die müssten gar nicht groß aufrüsten, um Deutschland zu besetzen. Die bräuchten einfach nur losfahren.
 
Es gibt auf der welt genug hochzufahren, was nichts mit waffen und krieg zutun hat. aber die hiernverbrannten idioten raffen es nicht. damit meine ich alle auf der welt. egal ob osten, westen, süden oder wir selbst. einer bombadiert den anderen, der andere droht widerum, wider einer plant die nächste bombe und droht mit zerstörung. hat was von sandkasten, oder? ist jetzt mal auf einen ganz einfachen nenner gebracht, aber so sieht es doch aus. es gibt soviel, wo man das geld hätte sonst reinstecken können. krankenversorgung in afrika oder den usa, nahrungsmittel in afrika, pflege der alten usw. ganz wichtig kinderhilfe in den entwicklungsländern, aber auch teilweise hier in europa. naja wir sehen uns sowieso immer als gottes masterplan und halten den nahen osten für jahrzehnte zurück. dem ist aber nicht mehr so. sei es technologisch ( siehe asien) aber auch militärisch.
 
Nun ich staune tatsächlich über die Dummheit der Iraner, die wirklich zu glauben scheinen sich mit Israel anlegen zu können.
Israelische Armee: Iran soll Golanhohen beschossen haben | ZEIT ONLINE
Nahost: Israel versetzt Streitkrafte in Alarmbereitschaft | ZEIT ONLINE

Was sie dabei wohl nicht bedenken ist, dass sie hierbei keine Unterstützung von Seiten Russlands zu erwarten haben und ohne diese sieht es sehr mau für den Iran aus.
Vermutlich ist man aber auch mutiger, wenn ein Pufferland dazwischen liegt.
 
Hmmm... macht eigentlich gar keinen Sinn für Iran, auf der Sonnenseite des Nicht-Vertragsbruches eine Angriff auf Israel zu starten.

Evtl. nicht kontrollierbare Hisbollah-Ableger, die sich für die angebliche israelischen Luftangriffe der jüngsten Vergangenheit rächen wollten?

Andererseits, so mancher Krieg wurde auch durch provokantes Zündeln des "Angegriffenen" inszeniert - nicht dass da der Mossad aufs eigene Land schießt - sozusagen begrüdnungssuchend...
 
Nun ich staune tatsächlich über die Dummheit der Iraner, die wirklich zu glauben scheinen sich mit Israel anlegen zu können.
Israelische Armee: Iran soll Golanhohen beschossen haben | ZEIT ONLINE
Nahost: Israel versetzt Streitkrafte in Alarmbereitschaft | ZEIT ONLINE

In etwa genauso dumm wie damals die Georgier in 2008, die den Russen nicht freiwillig Teile des Landes überlassen wollten und trotzdem ohne Unterstützung und Chancen auf einen Sieg gegen Russland gleich null gekämpft haben?

Kaukasuskrieg 2008 – Wikipedia

Es gibt schlicht Dinge die man unabhängig von den Aussichten eben nicht unbeantwortet lassen kann.
Was sollen die Iraner da denn deiner Meinung nach machen? Nachdem Isreael jetzt bereits mehr als einmal in Syrien iranische Truppen und Basen bombadiert hat? Sich einfach weiter bombadieren lassen? An der Provokation dieser Aktion wäre Israel in dem Fall leider nicht unbeteiligt:

Vorwurf von Syrien und Russland: Israel soll Militarbasis bombardiert haben - n-tv.de
Israel: "Ungewohnliche Aktivitaten" iranischer Krafte - Politik - Suddeutsche.de

Israel ist gerade drauf und dran die nächste Zündschnur für einen weiteren Konflikt in der Region anzuzünden, für einen Krieg zwischen Iran und Israel.

Iran ist ein offizieller Unterstützer Assads und ist entsprechend in Syrien präsent. Muss Israel nicht gefallen, ist aber so und rechtfertigt sicher nicht einfach mal präventiv zu bombadieren.
Entsteht durch die aktuelle Anwesenheit der Iraner in Syrien eine direkte Gefahr für die Integrität des israelischen Staates?
Zumindest, obwohl Israel das bereits einige male in jüngerer Zeit behauptet hat, konnte man dafür noch keine Belege liefern, hat aber nicht davon abgehalten trotzdem fleißig Luftschläge gegen iranische Ziele in Syrien zu fliegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
In etwa genauso dumm wie damals die Georgier in 2008, die den Russen nicht freiwillig Teile des Landes überlassen wollten und trotzdem ohne Unterstützung und Chancen auf einen Sieg gegen Russland gleich null gekämpft haben?

Kaukasuskrieg 2008 – Wikipedia

Es gibt schlicht Dinge die man unabhängig von den Aussichten eben nicht unbeantwortet lassen kann.
Was sollen die Iraner da denn deiner Meinung nach machen? Nachdem Isreael jetzt bereits mehr als einmal in Syrien iranische Truppen und Basen bombadiert hat? Sich einfach weiter bombadieren lassen? An der Provokation dieser Aktion wäre Israel in dem Fall leider nicht unbeteiligt:

Vorwurf von Syrien und Russland: Israel soll Militarbasis bombardiert haben - n-tv.de
Israel: "Ungewohnliche Aktivitaten" iranischer Krafte - Politik - Suddeutsche.de

Israel ist gerade drauf und dran die nächste Zündschnur für einen weiteren Konflikt in der Region anzuzünden, für einen Krieg zwischen Iran und Israel.

Iran ist ein offizieller Unterstützer Assads und ist entsprechend in Syrien präsent. Muss Israel nicht gefallen, ist aber so und rechtfertigt sicher nicht einfach mal präventiv zu bombadieren.
Entsteht durch die aktuelle Anwesenheit der Iraner in Syrien eine direkte Gefahr für die Integrität des israelischen Staates?
Zumindest, obwohl Israel das bereits einige male in jüngerer Zeit behauptet hat, konnte man dafür noch keine Belege liefern, hat aber nicht davon abgehalten trotzdem fleißig Luftschläge gegen iranische Ziele in Syrien zu fliegen.

Du meinst das gerade nicht ernst oder?
Die Staatsdoktrin des Iran ist es das Volk Israels ins Meer zu treiben (= Völkermord wie man ihn noch nie gesehen hat ).
Der Iran weitet seine Einflusszonen aus und unterstützt zahlreiche Terrororganisationen die Israel selbst gefährlich sind und diese Waffenlieferungen und die Stationierung von Kurzstreckenraketen verhindert Israel.
Das ist nichts anderes als eine Existenzfrage, denn Schwäche können sie sich nicht leisten, niemand ist ihnen dort unten wohlgesinnt und das alles nur weil sie an einen anderen Gott glauben.
Zahlreiche Kriege wurden durch ihre Nachbarn begonnen und von Israel nur Präventivkriege, denn sind wir mal ehrlich wenn ein feindlich gesinntes Land 1000 Panzer und 100.000 Soldaten an der Grenze aufmaschieren lässt und gleichzeitig die UN Truppen zum Abzug zwingt, bleibt einem Land keine andere Wahl.
Ganz abgesehen davon ist der Iran mit Nordkorea zusammen das größte Unrechtsregime das noch übrig geblieben ist.
 
Ganz abgesehen davon ist der Iran mit Nordkorea zusammen das größte Unrechtsregime das noch übrig geblieben ist.
Na ja, da fallen mir spontan schon noch einige nette Gegenden auf der Welt ein, die ich nicht einmal mit dem Finger auf dem Globus besuchen möchte, aber vom Prinzip her, hast du schon recht.

Ich denke -und hoffe- dass das Selbstverteidigungsrecht Israels wohl kaum jemand in Frage stellen will.
Langfristig wird man das Thema aber nicht mit Krieg, sondern nur mit Diplomatie lösen können.
Und das Netanjahu nun nicht mit Friedensflügeln durch die Welt läuft, ist auch klar.
Mit einer aggressiven Siedlungspolitik, Gaza-Abriegelung usw. schafft man sich eben auch keine richtigen Freunde unter den Arabern.
 
Na ja, da fallen mir spontan schon noch einige nette Gegenden auf der Welt ein, die ich nicht einmal mit dem Finger auf dem Globus besuchen möchte, aber vom Prinzip her, hast du schon recht.

Ich denke -und hoffe- dass das Selbstverteidigungsrecht Israels wohl kaum jemand in Frage stellen will.
Langfristig wird man das Thema aber nicht mit Krieg, sondern nur mit Diplomatie lösen können.
Und das Netanjahu nun nicht mit Friedensflügeln durch die Welt läuft, ist auch klar.
Mit einer aggressiven Siedlungspolitik, Gaza-Abriegelung usw. schafft man sich eben auch keine richtigen Freunde unter den Arabern.

Die einzige Möglichkeit die Israel hätte um sich Freunde unter den arabischen Staaten zu schaffen wäre Israel aufzulösen.
Israel ist kein Unschuldslamm und bietet selbst genug Angriffsfläche, aber leisten die sich eine Schwäche (und würden die USA nicht hinter ihnen stehen) würden die umliegenden Staaten schon mit dem Gedanken spielen, Israel zusammen anzugreifen.
Allerdings dürfte das nicht ungesehen passieren.
Eines ist aber klar: Greift da ein Staat Israel wirklich an, dann wars das für ihn sofern er keine Atomwaffen hat, und da außer Israel keiner in der Umgebung (der Interesse an der Vernichtung Israels hätte), wird der Staat in die Steinzeit zurückgebombt.
 
Du meinst das gerade nicht ernst oder?

Könnte man auch dich fragen.

Der Iran weitet seine Einflusszonen aus und unterstützt zahlreiche Terrororganisationen die Israel selbst gefährlich sind...

Du meinst so wie auch unsere westlichen Bündnispartner im sunitischen Saudi Arabien und der Türkei, zwei der größten Kontrahenten des Schiitischen Iran in der Region?
Die auch Hamas (von der Türkei), Al Quida (von den Saudis) und den IS (beide) mit Geld und Waffen und medizinischer Versorgung unterstützt haben und unterstützen und seit Jahren versuchen ihren Einfluss in der Region massiv auszudehnen?

Momentan hat der Iran andere Probleme als die Existenz Israels, z.B. die das mit Assad eines der wenigen Schiitischen Regime in der Region gestürzt worden wäre, eines der wenigen das schon immer relativ gute Beziehungen zum Iran gepflegt hat und ein natürlicher Verbündeter des Iran war.
Und das Saudi Arabien und die Türkei versuchen ihren politischen Einfluss in der Region zu erweitern, zwei Staaten die seit jeher Kontrahenten der Iraner sind und den Iran am liebsten los werden würden und umgekehrt:

Den Verbündeten Iran und Syrien gelang es zudem, den Machteinfluss Saudi-Arabiens in der Region zurückzudrängen, das zu den wichtigsten Partnern des Westens in der Region gehörte.
Seit den Protesten in Syrien ist das Land selbst zum Schauplatz eines Machtkampfes zwischen dem Iran und Saudi-Arabien geworden. Die anti-iranischen Kräfte in der Region wissen genau, dass der Iran durch den Sturz von Baschar al-Assad nicht nur seinen strategischen Partner in der Region, sondern auch den Zugang zu den israelischen Grenzen verlieren würde. Deshalb unterstützen vor allem Saudi-Arabien und Katar die syrische Opposition.
...
Kurz vor dem Beginn der Proteste in Syrien vor einem Jahr kam es zu einem Verteidigungsbündnis zwischen den beiden Ländern. Darin verpflichteten sich Damaskus und Teheran, sich bei einem eventuellen Angriffgegenseitig und notfalls militärisch Hilfe zu leisten.

Iran und Syrien: Geschichte, Ziele und Zukunft der alten Verbundeten - Iran Journal – Iran Journal



...und diese Waffenlieferungen und die Stationierung von Kurzstreckenraketen verhindert Israel.

Indem man mehrmals Assad unterstützende Iranische Truppen in Syrien bombadiert und sich dann beklagt wenn zurückgeschossen wird?

Das ist nichts anderes als eine Existenzfrage, denn Schwäche können sie sich nicht leisten...

Es kann auch eine Schwäche sein wenn man meint sich nur hinter seinem Militär und Mauern verschanzen zu können, damit löst man nämlich keine Probleme.
Aber genau das verstehen die Israelis schon in Palistina leider seit jahrzehnten nicht.
Stattdessen bekommt man leider bei der israelischen Außenpolitik / Diplomatie seit Jahrzehnten den Eindruck das da ein Elefant durch einen Porzelanladen trampelt, so ungelenk, plump / störisch und völlig uneinsichtig wirkt sie oft.

...niemand ist ihnen dort unten wohlgesinnt und das alles nur weil sie an einen anderen Gott glauben.

Na blos gut das es da nicht Jordanien desen Beziehungne zu Israelschon seit Jahrzehnten halbwegs normal sind und man sich auch mit Ägypten im Laufe der Zeit halbwegs arrangiert hat...

denn sind wir mal ehrlich wenn ein feindlich gesinntes Land 1000 Panzer und 100.000 Soldaten an der Grenze aufmaschieren lässt und gleichzeitig die UN Truppen zum Abzug zwingt, bleibt einem Land keine andere Wahl.

Ach muss den Medien wohl dann nicht aufgefallens sein, die iranischen 100.000 Soldaten und Panzer, an Israels Grenze.

Ganz abgesehen davon ist der Iran mit Nordkorea zusammen das größte Unrechtsregime das noch übrig geblieben ist.

Der Iran ist eine Religiöse Diktatur, ihn aber mit Nordkorea gleichsetzen zu wollen spotet schon wieder jedweiger Beschreibung.
Gegen die Verfehlungen des Nordkoreanischen Regimes ist der Iran, trotz aller Repressivität noch faktisch ein Musterknabe und Rechtstaat und kaum schlimmer als es auch Saudi Arabien ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schön das du alles aus dem Kontext reißt das mit den Panzer und den Soldaten war auf den Sechs Tage Krieg bezogen, aber man nimmt es sich eben gern raus wie man es will, was?
Ägypten und Jordanien haben schlicht aus ihren Niederlagen gelernt, aber der Illusion, dass sie Israel, sollte es Schwäche zeigen, nicht angreifen würden solltest du dich nicht hingeben, das wäre nichts als naiv.
Habe ich irgendwo die Türkei oder Saudi-Arabien verteidigt ? Nein.
Im Nahen Osten wird nur eines verstanden und zwar Stärke.
Und selbstverständlich kann man den Iran mit Nordkorea vergleichen, beleidige doch mal in Nordkorea Kim Jong Un und dann beleidige mal Mohammed/Allah/den Iranischen Führer wird beides entweder im Knast oder vor dem Erschießungskommando enden.
 
Es war das knallharte Vorgehen, das glaubhafte Rüberbringen des "Wir drücken ab, wenn du nicht aufhörst!". Die Nordkoreaner waren teilweise völlig verblüfft, weil sie damit gar nicht gerechnet hatten. Eigentlich sollte man Trump für die Nummer den Friedensnobelpreis in Platin verleihen. Denn was man nun von Nordkorea zu hören und sehen bekommt, ist einfach nur krass³. Das hätte (und hat) niemand in 20 Jahren Verhandlung erreicht.

Die akutelle Entspannung in Korea Trump anzuhängen, ist eher naiv. Die Nordkoreaner wissen schon ganz genau was sie machen und eher hat Jinping die nötigen Worte in Kims Ohr hereingeflüstert. Ohne Moon-Jae würde es die Entspannungspolitik in Südkorea auch wohl gar nicht geben. Der größte Gewinner ist aktuell Nordkorea, ist ja auch nicht schlimm wenn sich evtl. sogar der Kriegszustand ändert und die Grenze durchlässiger wrid, aber NK ist in diese Situation nicht einfach hineingestolpert.
 
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