@Two-Face
Natürlich gibt es viele andere Probleme. Nur kann man ein so kritisches Problem wie die NATO-Teilhabe ja nicht einfach vom Tisch wischen, indem man auf den Berg andere Probleme verweist.
Denn das könnte man bei jedem sich bietenden Problem tun und es würde sich letztendlich nichts mehr bewegen.
Und andere Pfade sind so eine Sache. Auch Bildung kann mMn. eine NATO niemals ersetzen. Auch kluge Köpfe haben gemeuchelt und gemordet. Von Rom bis nach Athen und darüber hinaus.
Auch eine kluge Bevölkerung kann hassen, muss das sogar vielleicht hin und wieder. Auch schützt Bildung nicht vor Aggressoren anderer Nation.
So traurig es auch klingen mag: ein überzeugend herüber gebrachtes
Mexican standoff ist vielleicht auf lange Sicht der einzige Weg, Ruhe auf der Welt zu bekommen. So ist die Menschheit offensichtlich gestrickt. Man braucht ja nur mal aktuell auf Nordkorea zu schauen. Was wurde da Jahrzehnte verhandelt und diskutiert... erfolglos. Hier in diesem Thread (und eigentlich überall auf der Welt) haben sich so einige förmlich ins Höschen gemacht. Es war nicht der
Friedensnobelpreisträger Obama (der übrigens noch drei Konflikte auf Bushs Liste hinzugefügt hat), der Kim in alter Reagan-Manier so unter Druck gesetzt hat, dass der vor Magenschmerzen nicht mehr weiter wusste, nun die "großen Gesten" abfeiern muss und riesige Schritte gen Frieden unternimmt.
Es war das knallharte Vorgehen, das glaubhafte Rüberbringen des "Wir drücken ab, wenn du nicht aufhörst!". Die Nordkoreaner waren teilweise völlig verblüfft, weil sie damit gar nicht gerechnet hatten. Eigentlich sollte man Trump für die Nummer den Friedensnobelpreis in Platin verleihen. Denn was man nun von Nordkorea
zu hören und sehen bekommt, ist einfach nur krass³. Das hätte (und hat) niemand in 20 Jahren Verhandlung erreicht.
Auch die aktuelle Aufkündigung des Atom-Deals halte ich für richtig.
Daraus wird etwas Gutes entstehen. Der Atomdeal war ein Witz. Durch ihn kam der Iran an Geldmittel, um (statt mit der Atombombe), die gesamte Region mit konventionellen Waffen und Terror zu fluten, sich u.a. groß am Syrienkrieg zu beteiligen und immer wieder zu versuchen, Stützpunkte nahe Israel in Betrieb zu nehmen.
Man kann wohl kaum abschätzen, wie viel Leid und Chaos dieser Deal in der Region gebracht hat. Und was hat man bekommen und verhindert?
Man droht schon wieder mit angereichertem Uran binnen 48 Stunden.
Klar, dass die Europäer an ihm festhalten wollen. Warum eigentlich? Weil man keinen Plan vom Nahen Osten hat, eigentlich nirgendwo mitreden darf, von Europa sowieso nichts zu erwarten ist. Kein Eingreifen, keine Konsequenzen, nur leere Worte und "Mahnungen" (als ob die irgendwer da unten hören/interessieren würde) in beliebige Kameras.
Welcher Dschihadist hat den bitte die Waffe niedergelegt, weil bspw. Frank-Walter Steinmeier...
Solange die EU nicht bereit dazu ist, Worten Taten folgen zu lassen (sich also die Hände schmutzig zu machen), wird sie auch keine Konflikte positiv beeinflussen können.
Das ist zumindest meine Meinung. Muss man nicht teilen. Kann man aber.
Du würdest staunen was möglich ist, wenn der politische Wille besteht.
Wir besitzen eine Rüstungsindustrie die mehr als groß genug ist um die Produktions enorm hochzufahren, allerdings eben nur dann wenn sie von der Regierung gezwungen wird.
Selbst wenn es (hypothetisch) so wäre, fehlte immer noch das Personal, dass die komplexen Waffen bedienen könnte.
Hoffen wir einfach mal, dass wir das niemals erproben müssen. Die NATO bewahrt uns (zumindest bis dato recht zuverlässig) vor solchen Aktionen.
Mit Krediten ist es auch so eine Sache. Kramt man eben die Kriegsanleihen aus. Vor allem benötigt man Rohstoffe (Chemie, Stahl, etc.) und da ist Deutschland... Liefern in rauen Mengen kostet auch Zeit, die niemand hätte.
Und um mal beim Beispiel Russland zu bleiben: die müssten gar nicht groß aufrüsten, um Deutschland zu besetzen. Die bräuchten einfach nur losfahren.