Zu viel oder zu wenig Strom für E-Autos? Und woher eigentlich?

Aber gefährlich ist die Atomkraft als solche nach heutigem Stand der Forschung einfach nicht.
Ergänzend muss man sagen, dass es aber zur sehr langfristigen Schäden führt wenn doch was passiert.
Bin selbst kein Atomkraftgegner, aber die Argumente dagegen sind auch ohne Sicherheitsbedenken leider massiv.
 
Ergänzend muss man sagen, dass es aber zur sehr langfristigen Schäden führt wenn doch was passiert.
Bin selbst kein Atomkraftgegner, aber die Argumente dagegen sind auch ohne Sicherheitsbedenken leider massiv.
Ja das stimmt, radioaktive Verseuchung der Umwelt kann im schlimmsten Fall gravierende langanhaltende Schäden für Menschen und die gesamte Umwelt verursachen, was über die Anzahl der Todesopfer und die normalerweise erwartbaren Kosten und Risiken deutlich hinausgeht. Es ist sehr unwahrscheinlich, insbesondere je weiter die Entwicklung voranschreitet, aber ein Restrisiko bleibt immer bestehen.
 
Aber gefährlich ist die Atomkraft als solche nach heutigem Stand der Forschung einfach nicht. Ein modernes AKW ist sicher und selbst in der Vergangenheit hat Atomkraft zu vergleichsweise wenig Toden geführt, weniger als alle anderen fossilen Energiearten[1]. Da sprechen die Zahlen eine eindeutige Sprache, auch wenn es kontraintuitiv scheint.
Das Problem ist, dass Atomkraftwerke von Profit orientierten Unternehmen geführt werden. Die kehren gerne mal was unter den Teppich. Und da Atomkraft auch immer ein staatliches Prestigeobjekt ist, kehrt der Staat fleißig mit.
Daher sehe ich die Sicherheit nicht wirklich als gegeben an.
Es wird nie eine sichere Methode geben, den Atommüll über Millionen von Jahren sicher zu verwahren.
 
Ach ja, darauf antworte ich nicht. Das ist so einfach zu entkräften, daß ich mir die Mühe nicht machen will.
Bitte bei Experten deiner Wahl nachschlagen.
Du stellst also irgendwelche Behauptungen in den Raum und wenn jetzt Kritik und Fragen kommen (z.B. was du mit deinen vielen vagen Andeutungen eigentlich genau meinst), flüchtest du dich in irgendwelche leeren Worthülsen.
Wenn das was ich schreibe "so einfach zu entkräften" ist, dann tu das doch bitte. Tust du das nicht, gehe ich davon aus, dass du keine Gegenargumente hast.
 
Lach, da bestreiten selbst Atomkraftexperten die für den Bau sind. Mal was von Restrisiko gehört? Du scheinst der einzige zu sein der behauptet, eine Technik sei sicher. Welche Technik ist denn sicher?
Ein Herzschrittmacher? Raketentechnik? Ein "moderner Server"?
Sicher ist nur, daß wohl jedes Kraftwerk strahlendes Material abgibt. In Deutschland in einigen Jaheren 1000 und mehr Zwischenfälle. Auch welche mit Materialabgang.
Sicherheit ist immer relativ, das habe ich auch nicht bestritten. Natürlich gibt es ein Restrisiko.
Ich halte aber moderne(!) Kraftwerke für so sicher, dass die Sicherheit für mich kein starkes Gegenargument ist. Und ich bin der Meinung, dass diese Einschätzung sich mit den empirischen Daten deckt.
Da gibt es deutlich stärkere Argumente und Kritikpunkte an Atomkraft, wie zum Beispiel die Lagerung des Atommülls. Wie gesagt, ich bin kein wirklicher Atomkraft-Fan. Ich bin allerdings auch kein Fan fossiler Energieträger.
Offensichtlich haben die "1000 und mehr Zwischenfälle" in Deutschland nicht zu großen Schäden geführt (korrigier mich gerne, falls ich was übersehe), die Auswirkungen von Kohlekraftwerken auf Lunge, Herz, Nervenschäden und Krebs sowie die Lebenserwartung der Menschen in der Umgebung von Kraftwerken sind da wohl höher -> Link.
Habe ich massenweise. Aber nach deinem Text glaube ich kaum, daß du dem folgen kannst. Habe ich auch schon öfter etwas dazu gesagt.
Du denkst nicht weit genug.
Mal abgesehen vom ad-hominem: "du denkst nicht weit genug" ist genau die Art von vager Andeutung, die deiner Argumentation jeden Wert nimmt. Entweder du nennst richtige Argumente bzw Fakten, oder du lässt es ganz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kernkraft ist teuer, hat hohe Vor- und Nachlaufrisiken sowie politische Unwägbarkeiten und schon ein einziger größerer Vorfall hat primäre und sekundäre Auswirkungen über Jahrzehnte. Das ist es einfach nicht wert.

Sicherlich braucht man auch in Zukunft energieerzeugende Anlagen, die Lücken bei regenerativer Energieerzeugung schließen. Entscheidend ist dabei der Umfang, und selbst konventionelle Heizkraftwerke lassen sich in deutlich verringerter Anzahl und nicht auf großmaßstäbliche Bedarfsdeckung ausgelegt umweltschonend betreiben.

Die Brückenenergieträger der Wahl ist derzeit Gas. Reichlich und vergleichsweise nah verfügbar, gut speicherbar, energiereich und immer noch deutlich sauberer als Kohle. Zudem lässt sich die Infrastruktur - langfristig gesehen - auf die Verbrennung von Wasserstoff umrüsten, den man erzeugt, wenn Elektrizität aus erneuerbaren Quellen gerade im Überfluss vorhanden ist und verbrennt, wenn dem nicht so ist.
 
100% Zustimmung. Gas ist als Brückenenergieträger sicherlich erste Wahl, zumindest solange, bis irgendwann Speicherungs- und Transportmöglichkeiten von erneuerbaren Energien (z.B. durch Power to X) mögliche Versorgungslücken minimiert haben werden.
Hauptsache, wir kommen schnellstmöglich aus der Kohle raus und zu so viel erneuerbaren wie möglich. Besser als Kohle ist Gas in jedem Fall.
Zudem ist es auch deutlich flexibler und günstiger als Atomkraft. Atomkaftwerke sind nunmal abartig teuer und unflexibel in der Handhabung.


Gas aus Russland hat natürlich wieder politische Implikationen, aber das ist ein anderes Thema.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gas aus Russland hat natürlich wieder politische Implikationen, aber das ist ein anderes Thema.
Man kann darüber ruhig reden. :)

Worüber man sich zu aller erst klar sein muss: Russland ist viel stärker darauf angewiesen, Gas zu verkaufen, als Deutschland darauf angewiesen ist, zwingend von Russland zu kaufen. Wir machen das, weil es kommod und preiswert ist, aber zur Überbrückung braucht man keine Mengen, bei denen es auf jeden Cent ankommt. Den besten Abnehmer nicht zu beliefern täte Russland mehr weh, als wenn wir uns nach Alternativen umschauen müssten.

Wenn Russland aus welchen - Gründen auch immer - als Lieferant wegfallen sollte, ist Norwegen nicht weit weg. Die haben erhebliche Reserven und kaum Eigenbedarf, weil sie über 90% ihres Strombedarfs mit Wasser und Wind decken, während Gas nicht einmal 1% ausmacht.
Wenn's hart auf hart kommt, bezieht man Gas man von den USA, denn die scharren deswegen bekanntlich nicht nur mit den Hufen, sondern treten sogar, damit sie endlich dürfen.
Und wenn Deutschland schlau ist, spielt es die beiden weltweit größten Erdgasförderer gegeneinander aus.

Derzeit legt Deutschland zudem keine großen Gasreserven an, weil dafür weder eine wirtschaftliche noch energiepolitische Notwendigkeit besteht. Wir haben aber die Speicherkapazitäten, um zu kaufen, wenn's und wo's günstig ist, und Reserven aufzubauen.

Und nur wenn's ganz, ganz schlimm kommt, und dabei reden wir von einem Zusammenbruch-der-Weltordnung-schlimm, könnten wir immer noch eine Handvoll (!) neue Kohlekraftwerke in Betrieb nehmen und sind dann immer noch sauberer als mit der jetzigen Masse. Als Absicherung kann man ganz andere Heizkraftwerke bauen, als jetzt in Betrieb sind. Die sind anders dimensioniert, flexibler im Betrieb und folgen nicht unbedingt marktwirtschaftlichen Regeln, was ganz andere Betriebsmodi, Filteranlagen und Mehrfachnutzungen erlaubt. Mit den jetzigen Anlagen ist wäre das aber nicht zum machen, auch nicht mit Umrüstung. Die müssen auf jeden Fall weg.
 
Wow ... so eine politische Diskussion in diesem Forum!! Hätte ich nicht gedacht, meist mache ich mir hier ja doch nur über CPU's und GPU's Gedanken ...
Aber ... ich wohne in HH und hier können mitten im Zentrum keine Durchlauferhitzer in den Bädern eingebaut werden, weil der Stromversorger sich nicht in der Lage sieht, die Wohnungen entsprechend zu versorgen!! Also, was sind das hier für Diskussionen ...
 
Aber ... ich wohne in HH und hier können mitten im Zentrum keine Durchlauferhitzer in den Bädern eingebaut werden, weil der Stromversorger sich nicht in der Lage sieht, die Wohnungen entsprechend zu versorgen!! Also, was sind das hier für Diskussionen ...
Mir wäre neu, das ein Stromversorger für das Hausstromnetz von Mietblöcken zuständig wäre.

Und was das öffentliche Netz angeht, meine ich erst letztes Jahr gelesen zu haben, dass das uralte Umspannwerk in Hamburg Mitte bis 2023 ersetzt sein soll und in ganz Hamburg jedes Jahr rund 300 Kilometer neue Leitungen verlegt werden.

Einmal abgesehen davon sind Durchlauferhitzer kompletter Effizienz-Irrsinn und noch nicht einmal komfortabel für den Mieter, da stromhungrig und miserabel regelbar. Für jeden Schluck Warmwasser muss der Mist anspringen und dann dauert's auch noch gefühlte Ewigkeiten, bis warmes Wasser kommt oder man erlebt eine frische Überraschung, wenn Bedarf > Durchlauf.

Wo kommt denn dein Warmwasser jetzt her?
 
@Mahoy : Na ja, seit 60 Jahren gibt es hier Boiler ... so 50 Liter ... auch nicht der energetische Knaller, eher völlig daneben! Zudem benötigen sie einen Kleiderschrank vom Volumen her, in einer kleinen Wohnung auch eher entbehrlich ... es hat bereits einen Brand im Übergabepunkt vor dem Haus gegeben, aber HH sieht sich absehbar nicht in der Lage, hier etwas zu machen ... und dann noch E-Autos . .. :haha: noch mehr von diesem Schwachsinn in 2021!! ... ich gehe mal davon aus, daß wir hier systematisch verblöden ... (besser: verblödet werden) ...
 
Zuletzt bearbeitet:
noch mehr von diesem Schwachsinn in 2021!! ... ich gehe mal davon aus, daß wir hier systematisch verblöden ...
Du lehnst eine Technik ab weil die Infrastruktur bei dir nicht gut ist?
Lehnt man deswegen auch Netflix ab wenn man eine schlechte Internetverbindung hat und nutzt aus Freude DVDs
oder will man lieber Netflix und eine bessere Leitung haben?
 
Nein nein, kein Problem, ich werde auch die kommenden 60 Jahre mit einem Heißwasserboiler auskommen können, nur ... wie will man dann gleichzeitig in diesem Innenstadtbereich einmal mehr als 10-20 Elektroautos aufladen? Das geht doch nur, wenn man die Kosten für eine KWh auf 2€ oder mehr erhöht! ... derzeit knapp 1€ ...
 
Zurück