ziviler Nutzen militärischer Forschung

AW: ziviler Nutzen militärischer Forschung

@ruyven-macaran: Allerdings war er ein reiner Prototyp und die Technik nicht wirkloich serienreif. Die Serienreife der jets begann dank dem Militär, da man Jäger immer schneller bauen wollte.

Und? Das bestätigt ja wohl meine Aussage, dass das Militär nicht für Neuerungen sorgt, sondern (gerade in Kriegszeiten) einfach derart mit Geld vollgestopft wird, dass es die Serienreife von Dingen finanzieren kann, die sonst noch lange in Entwicklung gewesen wären, eben gerade weil das Geld fehlt, dass beim Militär verheizt wird.

Also mir fallen da 2 ganz dicke(unscheinbare) beispiele ein was dierekt aus dem Militär kam und die man sich nicht mehr weg Denken kann.

SekundenKleber - Wärend des Vietnamkrieg endwickelt um Wunden zu Kleben

Sekundenkleber stand schon ein halbes Jahrzehnt im Regal, ehe er für diesen Zweck vorgeschlagen wurde. (richtig ist aber, dass er ein Abfallprodukt von militärfinanzierter Forschung war - eigentlich suchte man einen durchsichtigen Kunststoff für Visiere. Das die Suche nach durchsichtigen Substanzen auch ohne militärische Vorgabe erfolgt wäre, wird wohl kaum jemand bezweifeln)

Kugelschreiber - Endwickelt für Kampfflugzeuge , weil ein Federhalter bei den Druckverhältnissen , ehm Eklig war

Gerät, das Farbe via Kugel aufträgt - patentiert 1888. (dreijahre vor den ersten Hüpfern Lilienthals). Echte Kugelschreiber gabs noch vor dem ersten Weltkrieg. Die ersten kommerziell vermarkteten hat laut Wiki ein Zeitschriftenlektor, der genug von Füllern hatte, 1940 in Argentinien (afaik nicht für seine mächtige Luftwaffe dieser Zeit bekannt) auf den Markt gebracht.
 
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Der erste Jet flog ohne das ein einziger Cent staatlicher Mittel investiert worden wäre.

Richtig die Heinkel HE 178 privatfinanziertes Projekt von Ernst Heinkel. ;)

Naja so würde ich das jetzt auch nicht sagen, immerhin stand der Krieg kurz bevor und die Wehrmacht hatte davor bei Heinkel ja auch schon gut eingekauft ;)

Und eben diese wäre als Abnehmer ja in Frage gekommen, von daher würde ich das auch eher Kriegsbedingt zuordnen.

Der erste in Serienfertigung gefertigte per Strahltriebwerk angetrieben Flugzeug war immerhin die Me 262 von Messerschmitt 1944 :)

mfg

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Heinkel hat schon vor der Machtergreifung an Hochgeschwindigkeitsflugzeugen gearbeitet und in der Tradition ist auch die He178 zu sehen. Die Firma hatte keinerlei Erfahrung im Bau von Jägern, Ausschreibungen für solche gab es auch nicht und die laufenden Bestellungen gingen an Messerschmidt und Focke Wulff. Geld haben sie sicherlich aus den Verkauf der He111 bekommen, aber das macht das Militär nicht zu einem Antreiber des Wissenschaft, sondern wiederum nur zu einer überfinanzierten Staatsabteilung, gerade in Nazi-Deutschland.
 
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An Hochgeschwindigkeitsflugzeugen haben viele Flugzeughersteller gearbeitet, aber an Strahlgetriebenen erst nach der Machtergreifung ;)
Wenn ich mich nicht täusche hatte den Geschwindigkeitsrekord vor der Machtergreifung die BF 108.

Und auch Heinkel hatte an Ausschreibungen für Jagdflugzeuge mitgemacht, wie du hier sehen kannst Heinkel He 100
Nur halt nicht so erfolgreich wie Messerschmitt und Focke Wulff, dafür waren sie bei den Bomber besser:)

Hier hast du sogar nochmal ein Beispiel für ein Jagdflugzeug, welches bei einer RLM Ausschreibung mitgemacht hatte Heinkel He 112

Aber ich glaub ich weiß was du meinst, du meinst bestimmt die Zusammenarbeit mit Wernher von Braun und den Heinkel Flugzeugwerken im Bereich des Raketenfeststoffantriebs, welcher schon ende der 20er Jahre stattgefunden hat.

Der Krieg war vielleicht nicht die "treibende Innovationskraft", aber einfach der perfekte Geldgeber für solche Dinge.

mfg

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Also wenn ich mir jetzt die neuen Beiträge durchlese, scheint sich meine These zu bestätigen, dass es meistens erst eine Technologie mit friedlichen Hintergedanken gab und diese dann zu Kriegszwecken missbraucht wurde und dann auch häufig stark weiterentwickelt ;)

Darauf kann man sich doch einigen :D
 
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