Z690 Taichi - Preiskracher oder wo ist der Haken?

FloRaRoxx

Kabelverknoter(in)
Hi zusammen, angenommen man sucht ein Sockel 1700 Mainboard mit zukunftsfähigen Features - zB Thunderbolt 4, Pcie5 etc

Spricht irgendwas dagegen auch heute noch das Z690 Taichi von AsRock zu wählen? Das hat trotz älterem Chip ja alle neusten Features, die überwll sonst >300€ kosten. Das Taichi kostet jedoch nur rund 180€ - wieso ist genau DAS soo viel günstiger?

Ich weiß dass es keine neuen CPUs mehr im sockel1700 geben wird, aber das gilt für Z790 genauso… und neue CPU kommt nur alle 7-8 Jahre bei mir… daher sind mir die Features drumrum wichtiger als der Sockel…

Danke
 
Ich hatte bisher 2 AsRock Bretter. Sie sind super und auch absolut Stable, was Memory etc angeht. Einzig das Uefi sah immer etwas Altbacken aus und die Polychrome RGB Gedöns lief nicht immer Bugfrei. Wenn du aber weniger mit der Zusatzsofware in RGB und Tuning vorhast, kann man die auf jeden Fall empfehlen.
 
Gibt keinen Haken. Ich nutze die Mainboards schon länger für die Workstations und funktionieren wunderbar.

Z690 ist im Abverkauf und das nicht erst seit gestern. Intel generell will niemand mehr haben. Weder Sockel 1700, noch 1851.

Aber wer Thunderbolt braucht und nutzt, ist das Board aktuell der absolute P/L-Kracher.

PS
Das Zahnrad auf dem Board dreht sich wirklich...

PPS
Obacht beim Installieren von Windows mit einem USB-Stick. Da sind zwei USB-Buchsen über einen Controller angebunden. Wenn Du die nutzt, kommst nicht weit mit der Installation...
 
Seit dem ASrock einen Teil der ehemaligen EVGA Mitarbeiter aus deren UEFI Support übernommen hat taugen die Boards auch "UEFI technisch".

Traditionell ist die Taichi Serie eigentlich immer "Top of the Line" bei ASrock. Zu Release hat es IMO jenseits der 500€ gekostet. Glaube sogar knapp unter 600€. Technisch ein wirklich tolles Board. 8 Layer PCB. 20x 105A SPS die in echten 19+1 laufen. Der 20 Phasen Controller von RAA kostet richtig Geld im Einkauf. Für den Preis ist das Board absolut geschenkt.
 
Seit dem ASrock einen Teil der ehemaligen EVGA Mitarbeiter aus deren UEFI Support übernommen hat taugen die Boards auch "UEFI technisch".

Wenn man mal von den typischen Unzulänglichkeiten absieht, die absolut alle Board-Hersteller mal haben, taugt Asrock neben MSI noch am meisten.

Was ich persönlich bisschen creepy finde, sind die teils super konservativen Einstellungen. Was Asus und Konsorten da draufballern, reduziert Asrock gerne mal. Beispiel: 7800X3D hat gerne mal ein 75 Grad Temp.-Limit bei der "Auto"-Einstellung versteckt. Man wundert sich ggf. nur, wo die Leistung abgeblieben ist.
 
Mich wundert bei AsRock tatsächlich manchmal wo die "niedrigen" Preise herkommen, auch bei brandneuen Modellen. Wenn ich da ein Z890 Carbon von MSI mit dem Nova von AsRock vergleiche sind die Boards ausstattungstechnisch fast identisch, trotzdem ist das AsRock 100 billiger.
Ist das am Ende wirklich nur der Namensaufschlag oder wo ist der Haken?
 
Böse Zungen behaupten, da sind eine Menge Marketinggelder, die querfinanziert werden müssen bei manchen Boardherstellern.

Asrock macht dahingehend ja fast gar nichts und ist sich auch nicht zu schade auch mal Premium-Influencer aka verkappte Investigativ-Journalisten wie GN auf eine Sample-Blacklist zu setzen. Influencer-Werbung passiert da auch nicht großartig.

Gerade die dicksten Werbehuren Gigabyte und Asus lassen qualitativ immer weiter nach. Da gehe ich den Weg von Asrock gerne mit.
 
Gerade die dicksten Werbehuren Gigabyte und Asus lassen qualitativ immer weiter nach.
Beide sind auch in Sachen RMA Abwicklung wahrlich keine "Freunde ihrer Kunden(mehr)". Cashback und Werbung muss irgendwie wieder reinkommen. Da ist Customer Service der erste (leider) naheliegende Schritt.
Ist das am Ende wirklich nur der Namensaufschlag oder wo ist der Haken?
ASrock hat zu Unrecht auch nach wie vor mit seinem Ruf als "Billigmarke" zu kämpfen. Mittlerweile verbauen die auch die gleichen SmartPowerStages in ihren VRM. Nutzen die gleichen VRM Controller. Und haben 6/8 Layer PCBs. Die Memory Topology auf dem PCB gehört auch auf jeden Fall zu den besseren. Und der Support für Sticks ist on pair mit den anderen AIBs.

Manche Entscheidungen sind etwas fragwürdig. Warum sie auf AM4 nur dem Taichi BIOS Flashback spendiert haben bleibt ihr Geheimnis. Dafür waren so Features wie echte Debug LED oder Power-/Resetbutton auf dem PCB schon ab 150€ zu finden.
Ist das am Ende wirklich nur der Namensaufschlag oder wo ist der Haken?
Witziger Weise wird das Board für meinen nächste Workstation ein AM5 Board für 150€ sein. Ich kann max. mATX im NCASE M2 verbauen. Ich brauche aber auch 3x M.2. Slots und einen "zugänglichen" weiteren PCIe Slot für nen 10Gbit NIC. Und ASrock ist der einzige AIB der sowas in der Config überhaupt anbietet. :Das ASUS Gene für 650€ ist keine Option. :schief: :lol:
 
Mich wundert bei AsRock tatsächlich manchmal wo die "niedrigen" Preise herkommen, auch bei brandneuen Modellen. Wenn ich da ein Z890 Carbon von MSI mit dem Nova von AsRock vergleiche sind die Boards ausstattungstechnisch fast identisch, trotzdem ist das AsRock 100 billiger.
Ist das am Ende wirklich nur der Namensaufschlag oder wo ist der Haken?

Im Falle MSIs sind mir schon mehrfach Designentscheidungen aufgefallen, die für zusätzliche Kosten sorgen. Das Z890 Carbon hatte ich noch nicht in der Hand, aber allgemein finde ich bei keiner anderen Marke so viele Redriver, so oft Zusatzcontroller anstelle nativer Ressourcen, etc.. Das MSI durch diese Maßnahmen am Ende eine relevant höhere Qualität bietet, kann ich aus meinen Tests nicht schlussfolgern, aber vielleicht gibt es Grenzfälle in denen es den entscheidenden Tick mehr mitmacht.
Im konkreten Beispiel hat MSI auf dem Papier wesentlich mehr USB-3.1-Ports (=> teurere Hubs verbaut), eine ×16/×0-×8/×8-Option (=> teure 5.0-Splitter verbaut), leicht erhöhte PD-Fähigkeiten am Front-Header, einen beleuchteten M.2-Kühler, ... . Ob man so etwas überhaupt kaufen will, muss natürlich jeder selbst entscheiden – aber in der Herstellung hat es erst einmal gekostet und ich würde mich nicht wundern, wenn MSI das Carbon eher als Taichi-Konkurrent sieht. (Auch wenn es einen schlechteren Audio-Codec hat.)
 
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