Wie ist die Datenhaltung, das Backup und der Restore in dieser Umgebung gelöst?
Wird – wie bei anderen Virtualisierungslösungen – ebenfalls ein emuliertes Windows-Laufwerk verwendet, das intern als große Containerdatei vorliegt? Das hätte den bekannten Nachteil, dass man im Backup- oder Restore-Fall mit sehr großen, unhandlichen Dateien arbeiten muss – insbesondere beim Transfer über USB oder LAN. Egal ob thick oder thin provisioning, es sind große Dateien die immer komplett übertragen werden müssen und sehr unhandlich sind.
Ein weiterer Punkt betrifft
Latenz und Hardwaredurchgriff. Wie gut werden latenzkritische Anwendungen und Treiber unterstützt?
Ich denke da an den Recording-, Foto- und Video-Bereich.
Beispiel für Recording: Cubase Pro (DAW Software) mit einem USB oder PCIe basierten Recording Interface.
Da gibt es Interfaces mit sehr vielen Kanälen und das funktioniert alles nur dann zufriedenstellend (geringe Latenzen und keine Audioaussetzer) bei möglichst geringen DPC-Latenzen.
Hier mal 3 Beispiele von Recording Interfaces mit vielen Kanälen und MADI zum Anschluss von Wandlern und Preamps:
https://rme-audio.de/de_hdspe-madi-fx.html,
https://rme-audio.de/de_madiface-xt-2.html, h
ttps://rme-audio.de/de_fireface-ufx-3.html, ...
Auch im Foto- und Video-Bereich gibt es sicherlich höhere/latenzkritische Anforderungen.
Beispielsweise bei der Videobearbeitung oder auch dem Anschluss von Kameras, sei es, um den PC Bildschirm als erweiterten Sucher oder um die Kamera für Videoaufnahmen oder Videokonferenzen zu verwenden.
Wenn eine Virtualisierungslösung also „vollständige Hardwarekompatibilität“ oder „native Unterstützung aller Geräte“ verspricht, sollte sie solche praxisnahen Szenarien auch tatsächlich fehlerfrei abbilden können.
In der Realität scheitert dies jedoch meist schon daran, dass viele Hardware- und Softwarehersteller den
Betrieb in virtualisierten Umgebungen nicht offiziell unterstützen, was verständlich ist. Damit bleiben solche Lösungen oft nur eingeschränkt praxistauglich.
Also, was bringt mir das letztlich? Hört sich zwar auf den ersten Blick gut an, aber ich fürchte, es bringt einen nicht nennenswert weiter, wenn für Linux nativer Applikationssupport fehlt.