Dessen Text ist korrekt weil ich das auch noch im Gedächtnis hatte. Nur nimmer die Details. Theoretisch ist analog besser weil die Schallwellenform keine Ecken bzw. Kanten besitzt und unendlich harmonisch verläuft, wo hingegen digital immer Ecken und Kanten haben wird, weil die Wellenform an einem Raster erzeugt wird. Egal wie fein, es wird nie eine echte fließende Wellenform reproduzieren können. Digital ist nur solange besser als das es sich ausserhalb einer jeglichen subjektiven Wahrnehmung bewegt.
Hab ich gleich von dem geklaut

Ich find der erklärt das schon gut.
Ich selbst hab natürlich nur digitale Medien. Ich kann zumindest aber deutlich den Unterschied zw. mp3 192kbit/44,1khz und pcm 16bit/44,1khz wahrnehmen und zwar je leiser der Ton desto deutlicher. Ist eine Art kratzendes Rauschen im Höhenbereich was ich da höre. Ich hab kein super Gehör aber Spitzenklasse III Boxen und die haben in jedem Bereich so sauber getrennte Frequenzgänge, dass das kleinste Klirren deutlich hörbar wird. Hab schon solange keine Platte mehr gehört, dass ich gar nicht mehr weis wie das eigentlich klingt.
Dessen Text ist nicht korrekt, sondern stellenweise nur Käse. Und Deine Begründung "Dessen Text ist korrekt weil ich das auch noch im Gedächtnis hatte." hat auch nur sehr entfernt etwas mit Argumentation zu tun, sorry.
Und genau in Form einer Welle speichert man einen Klang meistens, wenn man ihn digitalisiert.
Nein, eben nicht. Digitalisierte Tondateien sind stumpf eine diskrete zeitliche Abfolge von diskreten Amplituden(, meist noch auf bestimmte Art kodiert, komprimiert usw). "In Form einer Welle" würde ja bedeuten, dass eine gespeicherte Wellengleichung vorliegt und daraus prozedural ein Signal erzeugt wird. Oder so. Käse auf jeden Fall. Oder schlecht ausgedrückt.
Je feiner diese [die Rasterung] gewählt wird, desto klarer wird der Klang.
Wie definiert er "klaren" Klang? Geringe "Rasterung", wie er es nennt, führt zunächst zu einem weniger originalgetreuen Signal und damit potenziell zu Fragmenten und Signalverformungen. Den BEgriff "klar" halte ich zumindest für unpassend.
[...]und mehr Zeit für die Bearbeitung.
Inwiefern sieht er das als ein Problem bei der Wiedergabe? Oder Aufnahme?
Ein in CD-Qualität gespeicherter Sound hat eine Rasterung von 44100 "Luftdruckwerten pro Sekunde"[...]
Rasterung sollte hier besser durch "zeitliche Auflösung" oder ähnliches ersetzt werden, zumal gleich noch die Bitrate kommt, die er auch einfach nur als Rasterung besezeichnet. Und etwas pingelig bemerkt sind das auch keine "Luftdruckwerte", sondern Druckdifferenzwerte, da der absolute Druck uninteressant bzw. mit Mikrofon nicht messbar ist. Und eigentlich stimmt auch das nicht, da die Signale ja auf Spannungs- oder Potentialunterschieden beruhen, die proportional zu den Druckdifferenzen sind.
, damit kann man Töne bis zu 22050 Hz aufnehmen (die Hälfte, weil jede Schwingung ja hin und her schwingt),[...]
Purer Schwachsinn. Das beruht auf der Notwendigkeit, Signale mit mindestens mehr als der doppelten in ihnen maximal auftretenden Frequenz abzutasten, um Artefakte und Informationsverlust zu vermeiden. Beschrieben im
Nyquist-Shannon-Abtasttheorem .
Die vertikale Rasterung gibt man in Bit an, je mehr Bits man verwendet, desto feiner wird der Luftdruck jeweils gemessen[...]
Vertikale Rasterung = Quantisierung. Feiner gemessen wird der "Luftdruck" (siehe vorher) auch nicht, die gemessenen, kontinuierlichen Werte können "nur" feiner quantisiert werden, womit das quantisierte Signal (in Bezug auf die Amplitude) mehr dem Originalsignal gleicht.
Fazit:
Viele der von diesem Jens geschriebenen Sachen sind falsch, andere schlecht formuliert. Eine Grundlage für die Behauptung, warum digital schlechter sein soll als analog, ist das auf jeden Fall nicht. Außer man baut gerne auf Sand.
Weiterhin bleiben hier viele andere Faktoren unberücksichtigt. Digitale Signale bieten für gewöhnlich zum Beispiel eine höhere Fehlerresistenz durch die Möglichkeit der Fehlerkorrektur (über Prüfsummen, Prüfbits o.ä.), die bei analogen Signalen nicht möglich ist. Wie jemand anders hier schon kurz anmerkte, ist eine 100% Reproduktion eines Signals ohnehin nicht möglich, auch und besonders nicht mit analoger Signalverarbeitung.
"Spitzenklasse III" klingt nebenbei bemerkt nach der willkürlichen Klassifizierung irgendeines HiFi-Magazins. Eine allgemein gültige Einteilung ist das auf alle Fälle nicht.