AW: Wie viel Geld gibst du für eine Grafikkarte aus (2020)?
Wie sich die Zeiten ändern.
Bis vor 3 Jahren hätte ich vermutlich noch 200-300 Euro gesagt, aber nach den massiven Preissteigerungen gewinnt man in dieser Preisregion ja keinen Blumentopf mehr.
Jetzt klicke ich auf 400-500 Euro, und erhalte in dem Preissegment gefühlt vielleicht gerade einmal annähernd diese Leistung, die ich 20 Jahre lang voher immer gekauft habe.
Was hat das für Auswirkungen für mich?
Ich warte natürlich nun länger mit einem Neukauf, damit sich dieser Preis meiner zuletzt gekauften Karte natürlich auch irgendwie rechtfertigen läßt.
Nebenbei eher offtopic erwähnt: wieso nimmt man mir das Recht auf ein kleines "ß", wenn man mir dafür aber ein großes "ß" aufdrücken will?
Fühlt sich für mich irgendwie genau wie die Preisgestaltung an, oder?
Wieso sind die Karten plötzlich so teuer?
Bekommen die Mitarbeiter 50% mehr Gehalt? Wohl eher nicht!
Wird das auf die fette Kühlung geschoben, oder darauf, dass NVidia unbedingt Megadies mit (noch) unnützem Ballast wie Raytracing Kerne veröffentlichen wollte, und Serverfarmen für eine total unnötige Upskaling-KI hinklotzt, ohne uns User zu fragen, ob wir bereits sind, dafür einen Hunni oder mehr pro Karte mehr hinzublättern?
Würde man kosteneffiziente Produkte entwerfen, die am Ende kaum bis wenig schlechter sind als das bisher Gebotene, dann bräuchten wir keine Umfrage für Grafikkarten über 800 Euro oder mehr, was dann auch noch über 20% der Nutzer ohne mit der Wimper zu zucken sofort anklicken.
Wieso nicht alle Produkte wieder 0,2 volt direkt runterregeln, das Powerlimit und die Taktraten hitzefreundlicher gestalten?
Wer das richtig anpackt, könnte so sicher auf diese ganz dicken Kühlerblöcke und 3fach Lüfter gut und gerne verzichten.
Backplate dient eh nur zur Zierde, RGB Bling Bling kostet auch nur Geld und Strom.
Braucht die Platine dann auch nicht mehr diese ganzen Extremkomponenten, um die Karte mit Strom etc. zu versorgen, wären auch da Sparmaßnahmen möglich.
Als das wäre sicher gut machbar, ohne dabei gleich zu viel der Gesamtleistung abzutreten.
Die Kosten würden sich aber teilweise drastisch senken lassen.
In der Oberklasse und darüber sicherlich 30% und mehr, wenn man ernsthaft Einsparungen vornimmt und besser optimiert.
Aber solange man mit eher unnützem Ballast, bunt blinkenden Ziegelsteinen mit Laufschrift, und mit den letzten paar Prozent an Leistung auch den letzten Kunden erreichen will, werden die Unkosten wohl noch mehr auf die Tasche gehen.
Wer bei diesem Preisgehabe nicht mehr mitmacht, kauft sich halt ein kleineres Modell, mit eben 30% weniger Gesamtleistung.
Und ärgert sich dann, wenn man am Ende kaum den erwarteten Neukaufspaß damit hat ("geil, alles auf Ultra und mit Texturmod!").
Dabei wäre doch eine simple 2-Slot-Karte mit vielleicht gar nur einem, oder maximal 2 notwendigen Lüftern bei High-End, die eh im Gehäuse verschwindet und dort nur arbeiten soll, im preisgünstigen Rahmen vielleicht dazu da, um dem Käufer fürs gleiche Geld den nächstbesseren Chip schmackhaft zu machen, anstatt ihn so zu vergraulen, dass er vielleicht gar keinen Bock hat schon wieder aufzurüsten, weil die Mehrleistung zum exorbitant hohen Preis in keinem Verhältnis zueinander steht.
Der Hersteller bekommt doch am Ende eh irgendwie sein Geld, solange es neue Spiele wie Crysis gibt, die nach neuer Hardware gieren.
Es komtm nur darauf an, wie er mit unserem Geld umgeht, und wofür er es sinnvoll einsetzt - oder aber verschwendet.
Denkt einmal darüber nach. Vielleicht könnt ihr mir ja im großen und ganzen zustimmen.
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